Archiv der Kategorie: Besondere Bücher

Rohstoff

Manchmal gibt es Bücher, da wartet man als Kochbuchverrückter drauf, wie ein kleines Kind auf Weihnachten, bei diesem Buch war das noch etwas heftiger, lange hab ich den Erscheinungstermin herbeigesehnt um es endlich in Händen halten zu können, das liegt natürlich am Verlag und am Autor; eben diese Symbiose aus beiden lässt mein Herz schon höher schlagen – zum einen der Matthaes-Verlag (der nicht mehr nur ein reiner Fachbuchverlag für Hotellerie und Gastronomie ist, sondern auch für die versierten Kochbuchsüchtigen-Hobby-Foodies unter Euch) und zum anderen der Autor, Heiko Antoniewicz, der Sous Vide- und Molekularpapst und für mich einer der innovativsten deutschen Herdkünstler überhaupt!

So, da ist es jetzt endlich, das neue Werk von Heiko Antoniewicz und Adrien Hurnungee aus dem Stuttgarter Matthaes-Verlag:

 

Copyright (c) by Matthaes-Verlag
Copyright (c) by Matthaes-Verlag

ROHSTOFF

Unbekanntes – Saisonales – Gesammeltes

Heiko Antoniewicz, Adrien Hurnungee

280 Seiten

Hardcover, 240 x 290 mm

Matthhaes Verlag 

ISBN: 978-3-87515-405-4

EUR 69,90

 Juhuu, ich hab es endlich und hab auch direkt auch die halbe Nacht mit lesen und staunen verbracht. Dieses Buch ist mehr als faszinierend, es ist fesselnd, wunderbar, es macht neugierig auf die mehr als außergewöhnlichen und spannenden Kombinationen von Antoniewicz und Hurnungee.

Das alles gepaart mit den phantastischen Fotos des dänischen Fotografen René Riis macht es für mich zu DER Kochbuchnovität in diesem Frühjahr! Wir werden sehen, was es noch an Preisen und Auszeichnungen gewinnen wird!

Es geht hier um ungewöhnliche und unbekannte, aber häufig auch einfach vergessene und teilweise sehr „exotische“Produkte. Das ist Food- und Flavour-Pairing in vollkommener Perfektion!

Die beiden Autoren haben für sich und ihr Buch einen „Jahresplan“ entworfen, 12 sogenannte Zirkel, weg von der klassischen Jahreszeiten-Küche, da die vier Jahreszeiten das gesamte Spektrum der Produkte so nicht in ihrer Gänze erfassen können. Bedingt natürlich auch durch unterschiedliche geografische Lagen sind Lebensmittel zu unterschiedlichen Saisonen verfügbar.

Produkte wie echte Nelkenwurz, gemeine Eibe, Kerbelwurzel, japanischer Knöterich oder Stachelgurke und wilder Hopfen sind nur einige der rund 200 Zutaten welche den Leser immer wieder ins staunen versetzen.

Gastro-Kritiker wie Jürgen Dollase haben diesem Küchenstil bereits vor längerer Zeit einen Namen verpasst und ihn „Nova-Regio“ genannt, das sagt vieles aus, aber hat vor allem einen Grundgedanken, Küche, die mit dem Rhythmus der Natur lebt, man sammelt und baut nur das an, was man benötigt, ohne der Natur dabei großen Schaden zuzufügen.

Denke ich so dreißig bis vierzig Jahre zurück und sehe ich mich dabei als Junge auf der kleinen Nebenerwerbslandwirtschaft meiner Eltern, so hätte man diesen Begriff damals schon verwenden können. Es wurde eben im Garten nur das angebaut, was man auch benötigte, die Kräuter kamen von nahen Bachlauf die Gemüse aus dem Garten oder vom Acker und ein Schwein oder ein Rind wurde eben nur zweimal im Jahr selbst geschlachtet!

Aber genug der Ausschweifungen, wieder zurück zum Buch!

Heiko Antoniewicz ist uns ja allen bestens bekannt, aber von Adrien Hurnungee hatte ich bis dato auch noch nicht sehr viel gehört, bzw. gelesen. Dem auf Mauritius im indischen Ozean geborenen Sohn eines Spitzenkochs wurde unser Handwerk somit quasi in die Wiege gelegt. Seit 1998 lebt er in Deutschland und zuerst auch in Frankfurt, wo er auch sehr schnell die Lust entdeckte sich in unseren hessischen Wiesen und Wäldern auszuleben und zu sammeln, was immer unsere heimische Vegetation hervorbringt.

Irgendwann kreuzten sich die Wege der beiden Autoren und man bemerkte schnell, das man bezüglich Küchenphilosophie und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen auf einer Wellenlänge lag. Man beschloss, gemeinsam zu versuchen, das Beste aus natürlichen Rohstoffen herauszuholen und stieß dabei immer wieder auf unentdeckte Schätze. Und den daraus entstandenen „Schatz“ in Buchform möchte ich Euch heute und hier präsentieren!

Entstanden ist ein Buch, welches ausschließlich die verwendeten Produkte in den Vordergrund stellt, natürlich sind die hier entstandenen Kreationen eben so wunderbar, aber der Sinn liegt so finde ich einfach darin, die verwendeten Produkte ins Rampenlicht zu rücken, oder habt Ihr schon mal aus Karottengrün, Koriander, Gemüsefond und Sesamöl eine „Grüne Sauce“ gemacht??

Entstanden sind Kreationen wie „Drumstick“, Dal mit gelben Linsen, Loup de mer & Minzjoghurt (Drumstick nennt man die Frucht des Meerrettichbaums, der in Afrika, Asien und den karibischen Inseln vorkommt) oder „Goldrute“, Iberico-Filet, Quinoa, Karotte und weiße Lichtnelke (Kanadische Goldrute ist eine krautige Pflanze, vorzufinden in Gärten oder auch an Waldrändern).

Das Erste Rezept welches ich definitiv ausprobieren werde ist „Rucolawurzel“, Lammfilet, Paprika! Mein Dorfmetzger schlachtet ab morgen 6 seiner Lämmer……und ich habe schon bestellt !

Nennen wir es einmal „Namensgeber“ der Kreationen ist immer die verwendete Hauptzutat; hierzu gibt es jeweils die wichtigsten Informationen zu Geschmack und Besonderheiten, sowie den „Chef´s Choice“ mit zusätzlichen Verwendungsmöglichkeiten und Verarbeitungstipps.

Mehr dieser gigantischen Kreationen werde ich jetzt hier nicht verraten, ich hoffe ich habe Euch alle so richtig neugierig auf dieses Prachtstück gemacht!

Fazit:

Wie bereits Eingangs gesagt, das ist nicht nur ein Buch für Köche, das ist ein Werk für alle die sich gerne mit Kochen und mit besonderen und vielleicht sogar selbst gesammelten Zutaten beschäftigen!

Es ist das ultimative Kompendium der wiederentdeckten, vergessenen und besonderen Zutaten! Es ist phantastisch geworden!

Maibock mit Bete und Schokolade

Hallo Ihr kochenden Chaoten, Gastro-Süchtigen und Kochbuch-Liebhaber da draußen !

Die „Bullen“ aus Salzburg sind wieder da, der Hangar-7 hat sich mehr als Eindrucksvoll mit einem Buch zurückgemeldet, von dem viele von Euch gedacht haben, „ob es die Serie wohl noch weiter gibt“? Ja, sie sind wieder da, zwar nicht mehr unter dem bewährten Titel „Kulinarische Überflieger“, wie es in der leider nicht mehr existenten Collection Rolf Heyne der Fall war, sondern jetzt (na endlich) im eigenen Verlag der Bulls unter dem Namen „Pantauro“.

Copyright (c) by 12Ender GmbH/ Pantauro-Verlag
Copyright (c) by 12Ender GmbH/ Pantauro-Verlag

Die Weltköche zu Gast im Ikarus – Maibock mit Bete und SchokoladeAutor: Christoph Schulte, Fotos: Helge Kirchberger

Preis: 76,00 Euro (D-AT), 312 Seiten, ca. 320 Fotos

Erschienen ist es zwar schon Anfang November 2014, also vor rund dreieinhalb Monaten, aber ein solches Prachtstück der kulinarischen Literatur finde ich immer wieder vorstellenswert!

Und natürlich ebenso das grandiose kulinarische Konzept, welches Didi Mateschitz mit Eckart Witzigmann und Roland Trettl, ich glaube in 2003 mit dem „Ikarus“ ins Leben gerufen hat; etwas vergleichbares mit monatlich wechselnden Starköchen gibt es auf der ganzen Welt nicht! Und der Erfolg gibt ihnen mehr als recht!

Roland Trettl beschreitet mittlerweile andere Wege, aber das Ikarus hat mit Martin Klein einen würdigen „Neuen“ gefunden wie ich finde!

Jetzt aber zum Buch:

Wieder einmal ist es den Machern des Hangars mit Köchen wie Bart de Poorter, Paco Pérez, Magnus Ek, Ana Roš oder dem New Yorker

Copyright (c) by Pantauro-Verlag
Copyright (c) by Pantauro-Verlag

Matthew Lightner gelungen, ein Jahr voller kulinarischer Höhenflüge zu setzen.

Im Vorwort des „Großmeisters“ Eckart Witzigmann findet man eine unglaublich nachdenklich machende Phrase, welche ich hier gerne zitieren möchte, es ist ein tiefer Blick in die Grundfesten der Gastronomie: „Das Fine-Dining im Hangar-7 stellt eine absolute Spitze dar. Doch selbst die spitzeste Spitze ist ohne Basis und Mittelbau nicht denkbar. Und genau dort gibt es Anzeichen, die bedenklich stimmen. Über die Hälfte aller Koch-Lehrlinge brechen ihre Ausbildung wieder ab. Und selbst wenn alle durchhalten würden, wäre ihre Gesamtzahl zu niedrig!“

Das ist ein Problem, welches wir alle, die wir schon Jahrzehnte in der Gastronomie verbringen, viel zu lange außer acht gelassen haben! Die Quittung dafür bekommen wir jetzt mit dem riesigen Nachwuchsproblem auf dem Silbertablett serviert!

Sorry für diese „Ausschweifung“, daher jetzt wieder zurück zum Buch:

Das Konzept im Gegensatz zu den früheren „Überfliegern“ ist ein klein wenig geändert worden, die Haptik ist nach wie vor perfekt, es passt alles, dieses Konzept ist einfach unanfechtbar. Jedoch hat man bei Pantauro einige kleinere Änderungen in Sachen Layout vorgenommen. Es gibt nicht mehr nur ganzseitige Foodfotografie, sondern auch sehr viele phantastische kleine Schnappschüsse, die sich zu einem wunderbaren Gesamtkonzept zusammenfügen. Es wird sehr viel mit kleineren Zwischentexten und Zitaten gearbeitet, das macht alles noch sehr viel spannender und lesenswerter, man hat dem Ganzen einfach etwas die schnörkellose Geradlinigkeit genommen und das ist in meinen Augen aufs höchste gelungen.

Natürlich sind die Köche und ihre phantastischen Kreationen nach wie vor die Hauptdarsteller, aber eben etwas anders als zu Zeiten der „Kulinarischen Höhenflüge“, der Koch ist sehr viel mehr (auch durch die perfekte Fotografie) mit ins Buch eingebunden!

Zu den Kreationen werde ich hier wie immer nichts verraten, lasst Euch einfach überraschen, nur so viel, Maibock mit Bete und Schokolade von Rodolfo Guzmán ist eines der herausragendsten „Teller-Kunstwerke“, die ich bis jetzt gesehen habe!

Copyright (c) by Pantauro-Verlag
Copyright (c) by Pantauro-Verlag

Fazit:

Die früheren Überflieger sind dabei „Erwachsen“ zu werden; klassisch war und ist wunderschön, aber das vorliegende Werk mit seinem feinen Silberschnitt ist einen Schritt weiter in Richtung „Modern“ unterwegs, besonders erwähnenswert noch zum Schluß: Toll finde ich die Idee mit der wechselnden Haptik des Papieres, mal fein und Hochglanz, mal etwas „griffiger“ und matt!

Ein mehr als gelungenes Prachtstück der kulinarischen Literatur und eine perfekt inszenierte Fortsetzung der „Überflieger“!

Ich kann nur sagen, DANKE! Ihr Bullen, das es weitergeht !!

Food Trucks

Hallo Ihr Foodies und Gastroverrückten!

Zum Samstag Abend gibt es diese Woche mal ein geniales Buch aus dem Prestel-Verlag/ Random House  zum Thema Food-Trucks – Kreative Küche auf Rädern!

Es ist schon irre zu sehen, was sich hinsichtlich dieser Konzepte in den letzten Jahren auch (endlich) hier bei uns getan hat, was in Amerika längst zum Straßenbild gehört, kommt jetzt hier bei uns auch so langsam in Mode!

Hier ist es:

Copyright (c) by Prestel/Random House
Copyright (c) by Prestel/Random House

Food Trucks – Kreative Küche auf Rädern,                                                Prestel-Verlag, Gebundenes Buch, Pappband, 176 Seiten, 21×27, 255 farbige Abbildungen, ISBN: 978-3-7913-8124-4, € 29,95

Nicht nur Fast-Food, da ist sehr viel mehr, dahinter steht in den meisten Fällen auch die Philosophie gesundes Essen unter die Leute zu bringen. Hier wird nachhaltig eingekauft und frisch gekocht! Die Betreiber der Food-Trucks leben Ihre Philosophie und das mittlerweile in vielen Großstädten in Deutschland!

Coole Fotos, tolle Konzepte und ein knalliges Layout sowie die absolut passende Haptik, lassen das Buch zu einem tollen Ratgeber (vielleicht fasst ja einer von Euch den Entschluß dazu sich so ein Teil anzuschaffen), aber auf jeden Fall zu wirklich toller und interessanter Kurzweil werden !!

 

Copyright (c) by Prestel/ Random House
Copyright (c) by Prestel/ Random House

Konzepte wie das knallig gelbe „Bunsmobile“ in Berlin (das übrigens einen der besten Burger der Republik vertreibt!!), der „Heiße Hobel“, hier gibt´s frisch geschabte……..na was wohl…… schwäbische Spätzle in den leckersten Variationen, den „Wiener Schnitzel Truck“, den „Vatos Tacos“,  den „Grillin` me softly“ aus München oder die „Futter Flotte“ aus dem Ruhrgebiet mit ihren göttlichen Fleisch-Sandwiches.

Aber natürlich gibt es auch solche wie das „Kantinchen“, „Die intolerante Isi“ oder „Vincent vegan“ für Liebhaber der fleischlosen Kochkunst.

Copyright (c) by Prestel/ Random House
Copyright (c) by Prestel/ Random House

Zwei meiner Lieblinge kommen aus Stuttgart, ich hab sie auch schon selbst testen, erleben und genießen dürfen, „Erna & Co.“ mit ihren göttlichen Maultaschen sowie das „Laugenbekenntnis“ mit seinen Fleischbrötchen (gelaugt natürlich)………das von den zwei „Quereinsteigern“ Marcel (Betriebswirt) und Daniel (Jurist) betrieben wird und die machen das richtig Klasse, wie ich finde!

Fazit:

Food Trucks – Kreative Küche auf Rädern, zeigt sehr beeindruckend,

Copyright (c) by Prestel/Random House
Copyright (c) by Prestel/Random House

das Straßenküche nicht mehr nur Imbissbuden für Grillhähnchen, Nierenspieß und Manta-Platte sein müssen! Hier wird mittlerweile nicht nur leckeres und frisches Essen, sondern auch ein Lebensgefühl serviert!

Rezepte braucht das Buch keine, es macht auch so unglaublich viel Spaß, tolle Interviews mit den Betreibern, tolle, geniale Konzepte und gaaaaaanz viel Lebensfreude!

Aufs Brot – Aufstriche und mehr

Hallo Ihr alle der Kochenden Zunft da draußen, hallo liebe Foodies!

Weiter geht´s zum Thema Brot @ Toms Kochbuchblog in Zeiten, in denen diesem uralten Handwerk viel zu wenig Beachtung beigemessen wird, da sich in die Riege der alten Handwerksbäckereien immer mehr die „Einheits-und-wir-schmecken-alle-gleich-und-sehen-auch-alle-gleich-aus“-Brote und Brötchen aus industrieller Herstellung mischen. Das ist so unglaublich schade, daher gilt es um so mehr, dieses Handwerk zu würdigen wo es nur geht!

Eine wunderbare Hommage, auch ans Brot und vor allem an das Bäckerhandwerk ist:

Copyright (c) by Toms Kochbuchblog
Copyright (c) by Toms Kochbuchblog

Aufs Brot – Aufstriche und mehr von Maik Schacht erschienen im Matthaes-Verlag Stuttgart.160 Seiten,1. Auflage 2015, Hardcover, 275 x 200mm, ISBN: 978-3-87515-403-0, € 19,90

 

Der Autor Maik Schacht hat sich für den Leser etwas ganz besonderes einfallen lassen, wir finden ganz viele Klassiker unter den „Belegten“, aber auch exotisches, wie das vietnamesische Banh-Mi, ja so heißt es, nicht Banh-„wie“………welches seinen Ursprung eigentlich zur Zeit der französischen Besatzer hat, die Franzosen hatten „La Pain“ und die Vietnamesen die wunderbarsten, exotischen Beläge dazu! Oder wer kennt sie nicht, die „Armen Ritter“, die Mutter früher ein bis zweimal die Woche nach der Schule auch für mich machte und jedes mal gab es etwas anderes dazu, manchmal nur Zimt-Zucker, meistens aber selbst Eingemachtes.

Ich werde diesen Duft beim Nachhause kommen niemals vergessen! Ich lernte schon von Kindesbeinen an, wie wertvoll und wunderbar gutes Brot ist, manchmal gab es aus den Krüstchen auch Brotsuppe, das war dann nicht unbedingt so mein Fall……

Aber genug der Ausschweifungen, jetzt wieder zurück zum Buch.

Brot ist ein so schlichtes, aber handwerklich hochwertiges Lebensmittel, es bietet so unendlich viele Möglichkeiten auch und gerade in der „Resteverwertung“ .

Im Buch finden wir sehr viele Lieblingsrezepte des Autors, wie das unübertrefflich geniale „Bergsteiger-Frühstück“, welches schon nur beim Ansehen direkt zu einem meiner Lieblinge geworden ist! Aber auch des Autors Freunde hatten die Möglichkeit sich im Buch zu „verewigen“, wie zum Beispiel „Theo´s Pizza“, einer Fladenbrotpizza mit BBQ-Sauce, Rinderhack, Mozzarella und Tomaten.

„Köstlicherweise“ startet das Buch mit Aufstrichen, besonders zu erwähnen hier ist die „Jägerpesto“, die mich schon beim Lesen der Rezeptur mehr als neugierig machte. Findet es selbst heraus, was für eine göttliche Rezeptur das ist! Es folgen noch Leckereien wie die „Rote Ziege“, die „mediterrane Ziege“, aber auch verschiedene Chutneys und Buttermischungen! Eine entzückender als die andere. Im nächsten Kapitel „Heiß begehrt und pikant“ wird es mit dem „Männerglück“, der „Feigen-Ziege“ oder dem „überbackenen Rührei mit Thunfisch-Rillette“, lauwarm, warm oder heiß!

Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit „To-Go“-Broten, mit allerlei leckerem wie Rührei- oder Gemüse-Frittata-to-go und natürlich dem bereits oben erwähnten Banh-mi, dem vietnamesischen Klassiker.

Weiter geht’s mit dem Kapitel „Für Freunde“, hier gibt es Brot in allen Variationen, gefüllt, gebacken, frittiert, gepresst, als Brezelterrine oder als Laibchen aus der Pfanne, aber immer für Euch selbst und am besten noch für einige Freunde.

Fast am Ende angekommen gibt es natürlich noch………..na was wohl „Lecker (das sind sie aber alle) und süss“, hier ist der Brot-Zwetschgen-Auflauf das erste was ich ausprobieren werde, wenn meine Zwetschgenbäume im Garten wieder vollhängen, und da dann frische Vanillesauce dazu, das ist Hüftgold in seiner reinsten Form ! Mehr süßes verrate ich jetzt nicht, Sinn und Zweck ist es ja Euch den Mund wäßrig zu machen !

Ganz zum Schluss findet der Leser noch einige wunderbar einfach und gut variierbare Brotrezepturen und das Rezeptregister.

Eines sei hier aber noch erwähnt, was wären diese phantastischen Rezepte ohne die äußerst, naja nennen wir es mal appetitanregenden Fotografien von Matthias Hoffmann, der einen ganz großen Teil zum „Gelingen“ dieses Prachtstücks beigetragen hat!

Fazit:

Die schönsten Brotrezepte……. hier findet man sie! Chapeau Herr Schacht, so macht Brot noch mehr Spaß!

Brot – Chancen für die Bäckerei

Liebe Foodies, Herdakrobaten und Kochbuchverliebte!

Heute gibt es nichts gekochtes, heute geht es um des Deutschen liebstes Lebensmittel, ums Brot! Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele und so wunderbare Brotsorten wie in Deutschland, nirgendwo wird so innovativ und trendig Brot gebacken wie bei uns!

Die heutige Buchvorstellung ist nicht unbedingt etwas für den heimischen Brotbackautomaten, dazu geht es in diesem Buch auch von den Zutaten und Maschinen viel zu professionell her!

Dieses Buch ist kann zur ultimativen Stütze oder zum Ideenratgeber für alle traditionellen Handwerksbäckereien werden!

Ich selbst habe zweieinhalb Jahre als Küchenchef in einer solchen gearbeitet, bevor es mich wieder in die klassische Gastronomie zurück zog. Ich selbst durfte Tag für Tag und Nacht für Nacht erleben, was es bedeutet und vor allem wie unglaublich vieler Hände es bedarf, um sich wirklich die Adjektive traditionell und handwerklich auf die Fahnen schreiben zu können! Es war eine wunderbare Erfahrung zu sehen mit welche Hingabe und Erfahrung hier langzeitgeführte Teige zu dem wurden was wir alle so lieben, „Unser täglich Brot“!

Nun aber zu dem bereits oben angesprochenen „Ideenratgeber“, hier ist er:

Copyright (c) by Matthaes-Verlag Stuttgart
Copyright (c) by Matthaes-Verlag Stuttgart

Brot – Chancen für die Bäckerei von Werner Kräling & Meinolf Kräling, erschienen im Matthaes-Verlag Stuttgart.

384 Seiten / Hardcover, ISBN 978-3-87515-211-1 / € 89,00

 Dieses Buch zeigt die ganze Bandbreite der handwerklichen Kunst des Brot Backens in all seinen köstlichen Facetten.

Das Handwerk muss sich mit hervorragender Qualität langsam mal der Konkurrenz durch Industrie und backenden Lebensmitteleinzelhandel stellen, Jammern auf hohem Niveau nutzt hier niemandem. Natürlich gilt auch hier wieder die Ernährungspsychologische Floskel, daß der Deutsche lieber 30 Euro für einen Liter Motorenöl ausgibt, als sich vielleicht einmal im Monat ein tolles Argan- oder Olivenöl für zuhause zu gönnen! Leider ist es noch immer sehr oft so !

Das Buch soll auch Mut machen, bei den beliebtesten Brotsorten mit Qualität und Frische das Thema Preis beim Brotkauf auszustechen.

Krälings Buch liefert fachlich höchst fundierte Grundlagen, wichtige Basisrezepte und viele neue Rezeptideen, welche die Qualität handwerklich hergestellter Brote auf soliden Füßen stehen lassen!

Jetzt zum Inhalt:

Das erste Kapitel startet gleich mit der wichtigsten Säule guter Bäckereien, der „Faszination Sauerteig“, alle Arten von Sauerteig, sowie die Grundlagen der Fermentation werden hier behandelt.

Im zweiten Kapitel „Handwerkliche Brotherstellung“ widmet sich Kräling Themen wie dem Knetprozess, der Teigruhe, der Aufarbeitung, sowie der Stückgare und dem Backprozess, also der klassische Ablauf der Herstellung vom Kneter bis hin zum Ofen!

Im dritten Kapitel folgen dann die Rezepturen. Vom klassischen Roggenmisch- bis zum Gersterbrot, vom Weizenmischbrot mit Apfelfaser über Voll- und Mehrkornbrote bis hin zu Spezialbroten, mediterranen-, Holzofen- und süßen Broten, es ist an alles gedacht!

Genial finde ich Ideen wie das süße Fladenbrot, oder das Schoko-Chili-Kirsch-Brot!

Fazit:

Meinolf Kräling (im übrigen nicht weit von mir mit seiner Bäckerei, in Winterberg ansässig) und Werner Kräling haben mit diesem Buch etwas ganz besonderes geschaffen, es kann Hilfsmittel und Unterstützung für Profis sein, es ist definitiv eine Ode an die Handwerksbäckerei, es ist ein Stück Wertschätzung für die deutsche Brotkultur in Zeiten in denen man sich eine labberige Pizza per App liefern lassen kann, anstatt sich ein frisches Brot mit einem kreativen Belag selbst zu machen!

Danke für dieses wunderbare Buch an die Herren Kräling x

Angemerkt sei hier nur noch, das alle 90 der phantastischen Rezepturen sich auf dem neuesten Stand des backtechnologischen Wissens befinden!

TASCHEN´s New York

Hallo Ihr (Koch)-Buchverrückten, Foodies und Gastrokrieger da draussen ! Ich muss wieder einmal meiner Linie untreu werden und Euch ein ganz besonderes Buch vorstellen. Es gibt mal wieder etwas für die „Big Apple“-Freaks unter Euch……..

Getreu dem Motto des alten Status Quo-Songs, gibt´s heute nicht „Rock ´til you drop“ sondern „Shop ´til you drop“ und zwar in New York.

Der ultimative Hotel-, Restaurant- und Shopping Guide für Frankie-Boys City that doesn´t sleep,…………….. passt zwar nicht ganz in die Handtasche, aber ist einfach nur phantastisch und ultra-up-to-date !

Und hier ist er endlich:

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

TASCHEN´s New York, Hotels, Restaurants & Shops von Angelika Taschen, erschienen bei TASCHEN

TASCHEN’s New York. 2nd Edition,Hardcover mit Daumenregister, 23,8 x 30,2 cm, 392 Seiten
€ 29,99

Angelika Taschen ist eine New York-Kennerin par excellence, das lässt sich bereits an der Auswahl der Hotels im ersten Teil des Buches erkennen. Es sind nicht unbedingt die bekanntesten, aber alles wunderbare und zum Teil auch sehr luxuriöse Geheimtipps wie das SIXTY SoHo oder das Greenwich in TriBeCa. Angelika Taschen hat eine phantastische Auswahl zusammengestellt! Wie immer bei TASCHEN phantastische und perfekt in Szene gesetzte, ganzseitige Fotos, einfach wunderbar gelungen!

Im zweiten Teil endlich die Restaurants, hier beweist sie wirklich, das sie eine absolute NYC-Kennerin ist, ich liebe das Café Sabarsky von Mr. G, Kurt Gutenbrunner mit seinen „modernisierten“ Wiener Kaffeehaus-Stühlen von THONET, die hat Mr. G importieren lassen, sie kommen aus Frankenberg/ Eder nur 10 km von mir entfernt! Kurt Gutenbrunner hat es sogar gleich zweimal in die Liste von Angelika Taschen geschafft, das Wallsé ist auch noch dabei. Ansonsten findet der Leser die besten Hot Spots quer durch den Big Apple, natürlich auch das Katz´Deli und die Grand Central Oyster Bar !

Eine geniale Auswahl zum schlemmen quer durch Manhattan.

Um es mit einer einfachen Plattitüde auszudrücken: Für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel ist etwas dabei!

Im dritten Teil kommt dann endlich das angekündigte „Shop ´til you drop“-Erlebnis, die genialsten Shops & Stores in Manhattan………von Dean & DeLuca, Bergdorf Goodman, den MoMa und den TASCHEN-Store bis zu Tiffany´s und den genialsten Buchladen unter Gottes Sonne den Strand Bookstore ist alles dabei was des Shoppers Herz dem Infarkt nahe bringt! Ach so, ich vergaß, natürlich auch Food-Shopping in Form von Stores wie Murray´s Cheese oder Eileen´s Cheesecake kommt nicht zu kurz!

Einfach ein phantastische Auswahl, wie ich finde ! Naja und für Apple Freaks wie mich darf natürlich auch die New Yorker Dependance von Apple nicht fehlen!

Fazit:

Das ist New York vom feinsten! So macht der Big Apple unglaublich viel Spaß! Ein Must Have für jeden New York Freak!

75 Years of Marvel. From the Golden Age to the Silver Screen

Hallo liebe Foodies und (Koch)-Buchverrückten da draußen, heute werde ich mal wieder zum „Abtrünnigen“, aber ein solches Buch muss ich Euch einfach vorstellen. Wer von uns Jungs kennt sie nicht, die genialen „Comicheftchen“ von Spiderman, Hulk, X-Men, Captain America, den Fantastic Four oder Thor und vielen anderen Helden, Bösewichten und Monstern aus dem Marvel-Verlag?

Ich hoffe Ihr habt sie nicht weggeworfen, da können wahre „Schätze“ dabei sein! Ich habe leider auch nur noch einen verschwindend kleinen Teil meiner Comics, irgendwann wurden es einfach zu viele……

Aber jetzt endlich zum Buch:

Marvel feierte 2014 seinen 75. Geburtstag, und das hat den TASCHEN-Verlag dazu veranlasst, ein 7 kg schweres Meisterwerk herauszubringen !

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

75 Years of Marvel, from the GOLDEN AGE to the SILVER SCREEN

by Roy Thomas & Josh Baker, erschienen bei TASCHEN

75 Jahre Marvel. Von den Anfängen bis ins 3. Jahrtausend
Hardcover mit Ausklapper und 1,20 m langer Zeitleiste, Übersetzungsbeiheft, 29 x 39,5 cm, 712 Seiten
€ 150

Dieser wunderschöne „Großformater“ ist die bisher umfassendste Retrospektive zum Marvel-Verlag; auch bei diesem Buch sehe ich den TASCHEN-Verlag wieder einmal als einen der ganz wenigen Verlage an, die in der Lage sind, auch dank der bewundernswerten Kreativität des Benedikt Taschen, ein solches Buch erfolgreich zu publizieren!

Es ist phantastisch geworden!

Nun ja, und wer hätte gewusst, dass auch die legendären Verfilmungen von Beavis & Butthead bei MTV aus den Marvel-Studios stammen.

Mittlerweile ist Marvel Comics einer der weltweit größten Verlage dieses Genres und gehört seit August 2009 zum Disney-Konzern.

Wie es nun in allen Branchen ist, so musste sich auch der Marvel-Verlag in den 75 Jahren seines Bestehens immer wieder neu erfinden, und das gelang dank genialer Zeichner und kreativer Köpfe wie Stan Lee, Jack Kirby, Chris Claremont, John Byrne und dem legendären Roy Thomas auch immer wieder. Natürlich gab es auch hier gewaltige „Ups & Downs“ während der vielen Jahre des Bestehens, Superhelden veschwanden und neue Helden bzw. Genres kamen dazu.

Einen unglaublichen Start legte man während der 1930er und 1940er Jahre hin, Comics waren unglaublich beliebt, die Menschen sehnten sich in diesen Jahren vielleicht nach etwas anderem als den schlechten Nachrichten in den Gazetten dieser Zeit! Hauptsächlich publizierte man während dieser Zeit Monster-, Science-Fiction- und Romatikcomics.

Die fünfziger Jahre waren keine gute Zeit für Comics, überall war man entweder mit sich selbst oder mit dem Wiederaufbau beschäftigt…….. dazu kam in den USA eine Art Zensurbehörde für Comics, die den Machern den Absatz noch zusätzlich erschwerte!

Aber während der „Superheldenrenaissance“ in den 1960ern ging es mit dem Verlag wieder stetig bergauf. Figuren wie „The Fantastic Four“ und „Jack Kirby“ wurden zu riesen Erfolgen, nicht zuletzt dank der Kreativ-Maschinen wie Steve Ditko und Roy Thomas, des langjährigen Marvel Chefredakteurs, welcher maßgeblich an der Entstehung dieses Buches beteiligt war!

Aber jetzt genug zur Geschichte des Verlages, das ist nicht der Zweck dieser Rezension, Ihr selbst wisst alle, wie bekannt und beliebt Figuren wie „X-Men“ & Co. heute noch sind, das ist einfach Kult!

Schon die ersten Seiten faszinieren einfach nur durch ganzseitige Drucke der Comicfiguren in Aktion….

Es gibt unglaublich viele Insider-Informationen zu den verschiedensten Comic-Figuren sowie zu ihren „Vätern“, über 2000 Abbildungen aus alten Comic-Heften, Re-Prints von wertvollen Originalseiten, immer wieder atemberaubende ganzseitige Drucke, Blicke hinter die Kulissen der Comic-Factory, eine ausklappbare, über 1,20m lange Zeitleiste in Leporellofaltung und natürlich die Bios von über 300 Zeichnern, Autoren und Redakteuren, welche Marvels Geschichte maßgeblich prägten!

Josh Baker, der seit 2005 für TASCHEN als Art Director tätig ist, hat mit diesem Buch wie ich finde sein persönliches Meisterwerk abgeliefert.

Es ist unglaublich, was hier entstanden ist! Das sind annähernd 7kg purer Comic-Fetischismus in seiner brillantesten Form, TASCHEN eben!

Zum englischsprachigen Prachtstück gibt es außerdem ein 130seitiges Beiheft mit allen Übersetzungen.

Fazit:

Eigentlich ist alles gesagt, TASCHEN hat hier Comic-Zeitgeschichte in absoluter Perfektion abgeliefert! Es ist mehr als beeindruckend geworden!

Um es mit den Worten anderer zu sagen, It´s Marvel-ous !!!

Never Trust a Skinny Italian Chef – Massimo Bottura

Hallo Ihr Gastro-Freaks und Kochbuchjunkies da draußen, ich hoffe Ihr habt das neue Jahr nach dem Silvestermenu ein wenig stressfreier angehen lassen.

Wenige Tage ist es erst alt das neue Jahr, und wir beginnen gleich mit einem Hammer-Kochbuch. Es ist kein alltägliches, es ist auch nichts für den Hobbykoch zu Hause, aber es ist etwas für uns Gastronomiefreaks und für alle Kochbuchverrückten!

Es ist eines der Bücher, die Sammlerherzen wie das meine heftigst schlagen lassen, da es einfach in jede gute Sammlung gehört (so lange es noch zu kaufen ist)

Yeah, und hier ist es……..Vorhang auf für :

Copyright (c) By Phaidon
Copyright (c) By Phaidon

Never Trust a Skinny Italian Chef von Massimo Bottura, erschienen bei Phaidon.

 

Nun ja, wie es bei solchen Büchern eben nun einmal ist, man hört, daß es erscheint und denkt sich nur das eine, ich will das sofort haben, so auch bei diesem ganz besonderen Kochbuch! In dunklem weinrot und mit goldenen Lettern kommt es daher, ein bischen erinnert es an einen anderen ganz großen, an Escoffier, aber es ist anders, ganz anders!

Es ist kein Kochbuch um zuhause daraus zu kochen, das wäre auf Grund der vielen benötigten Gerätschaften wie Rotationsverdampfern und sonstigem TeQuipment der Molekularküche auch gar nicht möglich, es sei denn man hat ein komplett von Nathan Myhrvold ausgestattetes „Coooking Lab“ im Keller!

Nein, es ist viel mehr eine Hommage an die klassische italienische Küche, nur dieses mal sehr modern interpretiert, mit allen Technischen Möglichkeiten der molekularen Küche.

Ihr werdet jetzt sagen, das ist doch mittlerweile schon ein ausgelatschter Schuh, nein ich finde das ist er nicht, da den wirklich wenigen wahren Meistern dieser Art zu kochen immer wieder neue Tricks und kniffe aus der Forschung in die Hände fallen.

Man könnte jetzt eine Grundsatzdiskussion zum Thema „Was hat das noch mit kochen zu tun“ starten, aber das ist nicht Sinn und Zweck meines Blogs. Mir geht es hier einfach nur darum, Euch dieses Buch vorzustellen, es ist einfach auf eine ganz besondere Art und Weise genial.

Mario Batali sagt über Bottura und seine Osteria Francescana in Modena „er ist der Jimi Hendrix der italienischen Küchenchefs“, das lasse ich mal so stehen, ich finde er ist dank Ducasse und Adrià zu einem der ganz großen „Dreisterner“ geworden, obwohl er meiner Meinung nach auch nur zum rechten Zeitpunkt auf den molekularen Zug aufgesprungen ist! Aber Chapeau, alles richtig gemacht!

Natürlich stellt er die italienische Küche sagen wir mal „auf den Kopf“, er verwendet Techniken die früher einfach so nicht zur Anwendung kamen, er ist unglaublich innovativ, kreativ und neugierig-verrückt, ein bischen auch ein Freak, aber allen voran ist er eines, er ist genial.

Er hat seinen Weg gefunden, obwohl seine Wurzeln eigentlich in der klassischen französischen Küche liegen, hat er sich dann was die Ausrichtung der Küche angeht doch irgendwann wieder auf seine italienische Heimat besonnen!

Und trotz allen Unkenrufen der letzten Jahre die da lauteten wie „wackelnde Avatgarde“ um hier nur eine zu nennen, nicht umsonst gehört Bottura nach wie vor zu den 50 Best Restaurants of the World und das jetzt seit 6 Jahren, dieses Jahr im zweiten Jahr in Folge auf Platz 3!

Ich denke auch allen Unkenrufen zum Trotz, hat Bottura mit diesem phantastischen Buch seinen Platz und seine Berechtigung in den Buchhandlungen dieser Welt gefunden.

Die Gerichte werde ich hier nicht beschreiben, dieses Buch ist wie Botturas Küche einfach Kunst, bzw. ein Kunstwerk. Diese wunderbare Kreativität drückt sich in Kunstwerken auf dem Teller wie „Die Dame und ihr Ritter“ (der knusprige Teil der Lasagne) aus.

Ganz ehrlich muss ich zum Schluß noch eingestehen, das ich nie ein Freund dieser Art zu „kochen“ werde, ich bin einfach nur ein technikbegeisterter Küchenchaot, der verrückt nach Kochbüchern ist und seine Kochmütze vor dieser, wenn auch vielleicht etwas anderen Art der Kreativität zieht!

Fazit:

Das Buch ist ein Muss für jeden Kochbuchfreak! Wunderbar!

Yannick Alléno – Französische Küche

Hallo Ihr Gastro-Junkies und Herdgeiseln da draußen, es ist fast geschafft, die letzte Weihnachtsschicht naht und dann gibt es vielleicht mal ein paar Tage zum „Durchatmen“.

Und wie es nun einmal an Weihnachten ist, so gibt es auch bei Toms Kochbuchblog am zweiten Weihnachtsfeiertag etwas ganz besonderes, DAS ist für mich eines der 5 Kochbücher des Jahres 2014, ein Buch geprägt von solcher Eleganz, Gerichte die das Wirken eines Kochs in unglaublicher Ausdrucksstärke aber gleichzeitig auch in minimalistisch und auf das Hauptprodukt bezogener Anrichteweise dokumentieren.

Ganzseitige, wunderschöne Fotografien, die den „Betrachter“ immer wieder auf ein neues fesseln und faszinieren, einfach unbeschreiblich!

Für diesen „Schwergewichter“ der französischen Haute Cuisine fallen mir hier und jetzt, spontan zwei Adjektive ein, „atemberaubend“ und „wunderschön“. Es sind vielleicht nicht punktuell die zutreffendsten, aber es sind die. die meine tiefsten und innersten Empfindungen beim „Durchblättern“ dieses Prachtexemplars der Küchenliteratur ausdrücken!

Auch für den MATTHAES-Verlag ist es soweit ich mich entsinne, ein Novum, einen solchen „Großformater“ herauszubringen (was Kochbücher angeht, so habe ich fast alles aus den Reihen meines „Lieblings-Fachbuchverlages“), aber dieses Release ist in mehr als eindrucksvoller Weise gelungen, es ist ein absolutes Meisterwerk geworden, ich denke genauso hat Yannick Alléno sich das auch vorgestellt!

So, und hier ist es jetzt endlich:

Copyright (c) by Matthaes-Verlag
Copyright (c) by Matthaes-Verlag

Yannick Alléno, Französische Küche, erschienen im Matthaes-Verlag.                                                                                                                           129,00 EUR
782 Seiten
1. Auflage 2014
Hardcover, 266 x 360 mm
Matthaes Verlag
ISBN: 978-3-87515-094-0

Alléno, der von sich selbst sagt, „Ich habe drei Mal in meinem Leben kochen gelernt“, ist einer der ganz Großen, der sich in eine lange Riege besternter französischer Küchen-Superstars einreiht. Er ist einer der „neuen“ Superstars, die angetreten sind, Köche wie Joel Robuchon oder Alain Ducasse zu beerben. Sein Handwerk hat er bei Meistern wie Manuel Martinez, Jacky Fréon, dem Großmeister Gabriel Biscay, Roland Durand, Martial Enguehard und dem phantastischen Louis Grondard gelernt, alles hochdekorierte Meister und Träger des „MOF“ (dem Meilleur Ouvrier de France), einer Auszeichnung des französischen Arbeitsministeriums, welche an herausragende Vertreter der unterschiedlichsten Handwerke vergeben wird.

Er ist der Vertreter der „Cuisine Moderne“, die er im Jahr 2012 einführte. Es gibt kaum moderne Techniken, wie Thermalisierer, Rotationsverdampfer oder ähnliches, das ist auch gut so ! Genug derer haben wir ja bereits.

Alléno spezialisiert sich mit seiner Cuisine Moderne auf die echte französische Küche, auf die Verwendung lokaler Produkte (Yeah! Foie Gras et Truffes en masse!) und vor allem aber stützt er sich auf die Grundpfeiler der klassischen Cuisine francaise, den Saucen und Fonds! Wunderbar!

Auch er ist wie viele seiner Kollegen längst zu einem Global Player, mit Hot Spots in allen Teilen der Welt geworden, aber er ist eben Franzose und wird nie (wie viele andere unseres Gewerbes) vergessen, wo seine Wurzeln liegen und wo er hin gehört, an den Herd!

Jetzt aber endlich etwas zum Buch:

Begonnen wird mit einem faszinierenden Portrait zu Alléno, danach geht es direkt mit dem los, wonach sich der Leser sehnt, Rezepten und Fotos.

Die Layouter und Grafiker haben sich für dieses Buch etwas besonderes ausgedacht: Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es mehrere Übersichtsseiten, mit verkleinerten Fotos der jeweiligen Gerichte, dem Namen und der Seite auf der es zu finden ist, sehr durchdacht und in absoluter Perfektion umgesetzt!

Kapitel wie Canapés, Amuse-Bouches, Kalte Vorspeisen, Krustentiere, Fisch, Fleisch und Geflügel, Wild und Innereien, sowie Käse, Vordesserts, Desserts und Mignardises machen aus diesem Buch ein luxoriöses, vom Matthaes-Verlag perfekt umgesetztes Meisterwerk der französischen Haute Cuisine!

Rezepte werde ich dieses mal keine daraus vorstellen, „erkundet“ es selbst, es ist mehr als nur ein Kochbuch, es ist ein Kunstwerk geworden, ein „Buch-gewordener“ „Henri Matisse“, es ist voller Kontraste, es präsentiert höchste Kreativität, es verbindet Luxus und Bodenständigkeit miteinander, es stellt die neue Haut Cuisine, oder die Cuisine Moderne in absoluter Vollendung dar! Es ist Fauvismus, nicht auf Leinwand gebannt, sondern in Form eines unglaublichen Kochbuchs!

Dieses Buch muss ein Koch und Foodie sich einfach selbst zum Geschenk machen!

Das ist purer Luxus für 129 €, wunderbar!

Beyond the Wall – Jenseits der Mauer

Liebe Freunde von Toms Kochbuchblog !

Und wieder einmal befinde ich mich auf „Abwegen“. Ich habe da etwas ganz wunderbares für eigentlich alle unter uns gefunden.       25 Jahre nach der Wiedervereinigung ist ein Buch erschienen, so prächtig und wunderbar, wie nur Benedikt Taschen in der Lage ist, ein solches Werk zu publizieren.

Ich empfinde es als phantastischen Katalog, einer sagen wir mal, völlig misslungenen, aber heute hochinteressanten, „41 jährigen Dauerausstellung“ einer Realsozialistischen Einparteien-Diktatur in all´ ihren Facetten.

Ich kann mit Stolz sagen, das ich zumindest den letzten Teil der Wende über Wochen hautnah in Berlin miterlebt habe und mich noch immer für diese unglaubliche Zeit und diesen ehemaligen „Klassenfeind“ in all seinen Tatsachen und Einzelheiten interessiere.

Für alle denen es ähnlich geht, ist dieses wunderbare Buch erschienen:

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

Beyond the Wall – Jenseits der Mauer, Katalog der Ausstellung im Wende Museum/ Los Angeles von Justinian Jampol erschienen bei TASCHEN.

Jenseits der Mauer: Kunst und Alltagsgegenstände aus der DDR
Justinian Jampol
Hardcover, quarter-bound, with ribbon bookmark, thumb index and booklet, 22 x 32 cm, 904 Seiten, € 99,99

Noch nie zuvor wurde ein so unglaubliches Spektrum an Alltagsgegenständen, Kunst, Technik, Uniformen, offizieller Symbolik, Möbelstücken, einfach allen Dingen, na sagen wir mal, aus denen die DDR bestand, ausgestellt oder gezeigt. Justinian Jampol hat sie in den letzten 25 Jahren zusammen getragen und daraus (leider in Los Angeles) „sein“ Wende-Museum entstehen lassen. Einzigartige Fotodokumente aus privaten Nachlässen dokumentieren ungeschönt das tägliche Leben in der DDR, welches von Mangelwirtschaft und Verzicht geprägt war. Einfach unglaublich interessant.

In Kapiteln wie „Essen, Trinken & Rauchen“, „Zuhause“, „Design & Mode“

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

oder „Unterhaltung & Erholung“ wird in wunderbar beeindruckender Art und Weise nicht nur das alltägliche Leben, sondern auch der erst nach der Wende entstandene Begriff „Ostalgie“ eingehend verdeutlicht, warum war das so??? Trotz des ständigen Mangels an den einfachsten Dingen des täglichen Lebens, entstand nach der Wende auch eine gewisse Sehnsucht nach diesen Ost-Produkten, die früher einfach zu haben waren, egal ob es die Cabinet-Zigaretten, oder die Vita-Cola war.

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

Mein erster Kontakt mit der DDR war eine 3- tägige Reise als Konfirmand mit der Kirchengemeinde in unsere damalige „Schwestergemeinde“ in der DDR in der Nähe von Weimar, ich denke noch heute an die „Durchsuchung“ unserer beiden VW-Busse mit denen wir unterwegs waren, die kleinen überdachten „Fließbänder“ in Helmstedt- Marienborn, auf denen die Pässe vom ersten zum zweiten Kontrollpunkt transportiert wurden, der Zwangsumtausch, bei dem sich jeder von und damals schon fragte, was wir wohl mit dem Geld tun sollten, das monotone Rattern auf der Transitstrecke, welches durch die Dehnungsfugen der aneinander gegossenen Betonplatten entstand…….aber die

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

irgendwo größte, nennen wir es einmal „Betroffenheit“ stellte sich erst bei der Ankunft in dem kleinen Ort ein, ich werde das niemals vergessen, (nicht das diese Menschen nicht auch zufrieden waren mit dem was sie hatten, ABER……) irgendwo sah es dort, damals in 1983/84 noch so aus wie hier im Westen Mitte oder Ende der 50er Jahre, war hier die Zeit stehen gebelieben???? Zu allen weiteren, folgenden Besuchen in der „Schwestergemeinde“ versuchte man natürlich alles mögliche (vom Fahrradschlauch bis zur Audiokasette) mit zu schicken, was dort überhaupt nicht, oder nur sehr schwer verfügbar war und es irgendwie an den „Grenzern“ vorbei zu bekommen. Der Kreativität des „Schmuggelns“ waren hier keine Grenzen gesetzt. Angst hatte man keine, im Gegenteil, es war eher der Ansporn zu helfen und jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Oft waren es für uns einfache banale Dinge des täglichen Lebens, meine Mutter schickte immer Stapelweise Strumpfhosen mit, ich werde das nie vergessen, verrückt oder…….

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

Genug ausgeschweift, jetzt wieder zum Buch, Jampol hat wirklich an absolut alles gedacht, es ist phantastisch und unbeschreiblich, was er zusammengetragen hat, die unendlich vielen, oftmals in der Zeitschrift „Kultur im Heim“ beschriebenen Einrichtungsgegenstände, typischer „Ost-Schick“, die immer wieder auf ein neues faszinierenden Fotos aus allen Bereichen des täglichen Lebens, Plakate, Broschüren, Speisekarten (ich hab auch noch eine originale in 1989 ergattern können), die einfach mit einem schmunzeln zu lesenden, handgeschriebenen Brigadeberichte aus Kombinaten……..die FDJ-Berichte und natürlich das alles dominierende politische Räderwerk aus SED, FDJ, Stasi und allen anderen Machtapparaten, es ist einfach unbeschreiblich was hier entstanden ist!

Dazu gibt es ein knapp 60–seitiges Faksimile eines Familienalbums und mehr als 10 Stunden digitales Bonusmaterial mit Film- und Tondokumenten aus der DDR, welche über die „Blippar“-App abgerufen werden können.

Fazit:

Ein absolutes „Must-Have“ für jeden „Ostalgiker“ und Geschichtsinteressierten, ein Zeitzeugnis von allerhöchstem Rang, dank Benedikt Taschen und Justinian Jampol……

You did an unbelievable job !

Schwarzwälder Tapas

Liebe „lebenslänglichen“ der Gastronomie, hallo Ihr Kochbuchverrückten, heute gibt´s bei Toms Kochbuchblog Tapas, und zwar Tapas vom feinsten aus dem Schwarzwald, gepackt in ein absolut geniales Kochbuch.

Und hier ist es:

IMG_2432
Copyright (c) by cook & shoot GbR

Schwarzwälder Tapas von Verena Scheidel & Manuel Wassmer, präsentiert von der LOGO GmbH/ Schwarzwaldmarie.

Wunderbar passend im schwarzen Einband kommt es daher, mit stilisierten Tannen und Esswerkzeug als Titelbild, absolut kreativ und passend zum Gesamtwerk wie ich finde.

„Schwappas“ könnte man sie auch nennen, die leckersten, kleinen Nebensächlichkeiten zu Wein und Bier. Im Buch finden wir alles dazu, vieles komplett, von den beiden Autoren Verena Scheidel und Manuel Wassmer, neu interpretiert, Klassiker einfach durch moderne Anrichteweisen perfekt in Szene gesetzt. Das buch macht von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur Spaß, ganz im Stile der klassischen spanischen Tapas, von einfach bis anspruchsvoll, von Hits für Kids über vegetarisch bis vegan ist an alles gedacht worden. Über 130 Rezepte, traditionell inspiriert und oft auch aufregend anders.

Toll finde ich einige wichtige Informationen zu Beginn des Buches, hier bleibt bei allen Rezepturen, viel Freiraum für die eigene Kreativität. Und ganz besonders wird zum Ausdruck gebracht, das beim Fotografieren ohne „Netz und doppelten Boden“ gearbeitet worden ist, das heißt, es wurde weder mit Glanzsprays noch mit Farbstoffen o.ä. gearbeitet und so wie es sein soll, nach dem Fotografieren alles gemächlich verspeist.

Super sind auch  die Tips der Schwarzwaldmarie und den Saisonkalender zu jeder Rezeptur, alles richtig gemacht kann ich da nur sagen!

Jetzt aber zum wichtigsten, den Rezepten:

Hirsebälle
Copyright (c) by cook & shoot GbR

Jedem Rezept hat man eine sehr kreative Kurzbeschreibung „verpasst“, so nennt man zum Beispiel die Flädle in Aspik mit Remouladensauce „Stars in Streifen“, oder die Tafelspitzsülze mit Meerrettich den „Badischen Scharfmacher“, dieser witzig-kreative Stil der beiden Autoren zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und macht so von Seite zu Seite immer mehr Spaß und erhöht die Neugierde auf das, was wohl als nächstes kommen mag. Hat man das Buch einmal in der Hand, legt man es so schnell nicht mehr weg und will einfach nur noch ausprobieren.

Tapas6
Copyright (c) by cook & shoot GbR

Mein absolutes „Favourite“ sind die kleinen „Herrgottsbscheißerle“mit hauchdünn geschnittenem und ausgebratenen Speck und Schmelzzwiebeln „getoppt“……….die machen süchtig!

Der „Turmbau zu Baden“, eine Hausmacher Wurstpraline mit Kirschchutney und Honig-Senf-Creme hat ebenso einen hohen Suchtfaktor wie desch junge „Mischtkratzerle“, ein Bibbele in Riesling mit Graupenrisotto und karamellisierten Apfelspalten.

Copyright (c) by LOGO GmbH/ Schwarzwaldmarie
Copyright (c) by cook & shoot GbR

Gespannt gemacht haben mich auch die vegetarischen und veganen „Schwappas“, wie das badische Dreielei, eine köstliche Kombination aus Spinatecken, marinierten Pilzen und „Kratzede“ mit Speck oder die Hirsebällchen mit Räuchertofu und Himbeermus, wirklich alles sehr gut kombiniert, ausgewählt und durchdacht !

Edel wird es bei „Schwappas“ wie den Wachtelpralinen mit Bühler Zwetschgenchutney oder dem „Gepullten“ Ochsenschwanz auf Spitzkohlsalat, einfach phantastisch kann ich dem nur erwiedern.

So und jetzt ist Schluß, mehr wird nicht verraten, ich kann Euch dieses Buch nur empfehlen, es macht Spaß von der Ersten bis zur letzten Seite!

Fazit:

Lange hab ich drauf gewartet und das Warten hat sich mehr als gelohnt, das ist mal wieder ein Kochbuch-(Konzept), dem man ohne weiteres die Note 1 geben könnte, aber findet es selbst heraus! Ganz viel Spaß damit!

Norman Mailer. JFK.

Liebe Foodies, Kochbuchverrückte und Fans von Toms Kochbuchblog, heute bin ich mal wieder auf Abwegen unterwegs, aber ich hoffe ihr werdet mir das einmal mehr nachsehen.

Das heutige Buch handelt von einem ganz besonderen Menschen, einen den auch ich als USA-Fan bis zum heutigen Tag mehr als bewundere, es gibt nur sehr wenige Bücher oder Reportagen über ihn, die ich nicht „verschlungen“ habe, es geht um John Fitzgerald Kennedy und um eine ganz besondere Buch-Neuerscheinung, für die ich hier bei uns nur einen Verlag dazu in der Lage halte, ein solches Werk stilecht und erfolgreich zu veröffentlichen, Benedikt Taschen und den TASCHEN-Verlag.

Und hier ist es endlich, das Buch der Bücher über Norman Mailers legendäre , im Jahr 1960 im Esquire-Magazin erschienene Reportage „Superman comes to the Supermarket“ über den Wahlkampf und das Leben des wohl populärsten Mannes der je das Amt des US-Präsidenten inne hatte.

Diese Reportage in dieser Zeit war etwas ganz neues, nie zuvor war so über eine Person berichtet worden, auch ging Mailer was überhaupt das journalistische angeht, hier neue Wege und die Esquire war die Bühne dafür. Ich spreche von einer zu dieser Zeit ganz und gar neuen Art des Journalismus, etwas das auch ich bei meinen Buchbesprechungen versuche auszudrücken, ich bediene mich zwar keiner besonderen literarischen Stilmittel, versuche aber eher subjektiv, also mich von meinen persönlichen Gefühlen, jedoch niemals voreingenommen oder befangen, bei meinen Besprechungen leiten zu lassen. So auch Norman Mailer bei Superman comes to the Supermarket. Er folgte in seiner Reportage über JFK, dem von Tom Wolfe geprägten „New Journalism“, wie bereits gesagt, einer höchst subjektiven Art des modernen Journalismus, der sich aber trotz aller literarischen Stilmittel immer korrekt an die Fakten hielt……leider, so finde ich bedient man sich heute viel zu wenig dieser Art des Journalismus.

So, aber jetzt bleiben wir mal ganz „objektiv“ und wenden uns endlich den wunderbaren Fakten zu, hier ist es also dieses Prachtstück:

Copryright (c) by TASCHEN
Copryright (c) by TASCHEN

Norman Mailer. JFK. Superman kommt in den Supermarkt,
Norman Mailer, Nina Wiener, J. Michael Lennon, erschienen bei TASCHEN
Hardcover, 29 x 39,5 cm, 370 Seiten
€ 99,99

006_xl_mailer_jfk_150_151_02887_1408061653_id_830249
Copyright (c) by TASCHEN

Oh mein Gott, was gebe ich hier gerade von mir, was bewegt mich dazu? Meine Gefühle? Meine Sucht nach solchen Büchern? Die Lust diese Bücher immer und immer wieder anzusehen und sich an ihnen zu erfreuen? Ja, das alles und noch vieles mehr, es ist auch der Durst nach Wissen, in diesem ganz speziellen Fall, da es ja KEIN Kochbuch ist, das Interesse an den Kennedys, immer mehr über sie zu erfahren. Diese unglaublichen und teils unveröffentlichten Fotos im Buch zu sehen. Es ist nicht nur endlich der vollständige Text aus Mailers Reportage, es sind auch die Fotos , der Legenden des Fotojournalismus dieser Zeit wie Cornell Capa, Jacques Lowe und Gary Winogrand, welche Kennedy in der Zeit seiner politischen Kampagne und in seinem Privatleben dokumentieren.

Mailers Reportage in der Esquire war nicht nur ein positives Portrait des Präsidentschaftskandidaten, nein, ich denke sie war für JFK genauso Wegbereitend wie es die erste Kandidatendebatte im Fernsehen überhaupt gewesen ist, hier rang Kennedy seinem politischen Gegner Nixon damals die entscheidenden Punkte ab. Alles das dokumentiert dieses Buch in phantastischen Fotos und Texten.

Der erste Teil befasst sich eingehend mit dem „Truimph at the Biltmore“ und der kompletten Reportage aus der Esquire.

mailer_jfk_xl_gb_open003_02887_1408111650_id_830835
Copyright (c) by TASCHEN

Der zweite Teil widmet sich der Zeit beginnend mit der Wahlkampagne bis zur „Presidential Inauguration“.

Der dritte Teil des Buches beschäftigt sich mit dem „Weg ins Weiße Haus“, mit dem leben Kennedys und seiner Familie und natürlich mit der absoluten Stilikone dieser Zeit, mit Jackie Kennedy. Wunderbar und

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

hier auch noch erwähnt sei das Kapitel „The Candidate in Print“ mit unzähligen Abdrucken von Titelblättern und Artikeln aus den Zeitungen dieser Zeit, phantastisch!

Fazit:

Nicht nur für Kennedy-Fans und Sammler, auch etwas für alle politisch interessierten und denen, die einfach Lust auf und Interesse an Zeitgeschichte haben!

Es ist in jeglicher Hinsicht gigantisch geworden!

einfach genial

Hallo Ihr Foodies, Gastroprofis und Kochbuchliebhaber da draussen, es ist Sonntag und es gibt mal wieder eine genial- unkonventionelle Kochbuch- Neuerscheinung wie ich finde. Dieses mal aus der Schweiz, wie immer grandios in Szene gesetzt durch die wunderbaren Fotografien von Lukas Bidinger und Foto Plus aus Luzern.

Copyright (c) by FotoPlus GmbH Luzern
Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH Luzern

einfach genial, einfach gekocht und genial präsentiert von Mario Garcia erschienen bei Foto Plus Schweiz GmbH.

Auch dieses mal setzen Lukas Bidinger und sein Team zusammen mit dem Team Kapitän der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft Mario Garcia, wieder ein absolutes Highlight (im übrigen das siebte nacheinander) voran gingen Konzepte wie „Mürner Level“ und „Ecken und Kanten“, ebenfalls zwei wunderschöne Kochbücher!

Wie bei den Vorgängern aus dem Hause Foto Plus müsst Ihr Euch wieder beeilen, es wird wieder sehr schnell ausverkauft sein!

Jetzt aber zum heutigen „Prachtstück“ im Paperback kommt es daher, sehr passend für dieses tolle Konzept; griffiges, festes, hochwertiges Papier und perfekte, nahezu einmalige Food-Fotografie, gepaart mit bodenständiger Küche und hochwertigen Produkten. So unkonventionell wie das Ganze Buch, so auch die Namen der drei Kapitel:

„Willkommen, Setz Dich & Verweile…….“

Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH, Luzern
Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH, Luzern

Das Ganze in einem wirklich den Gerichten und Rezepturen angepassten Layout (beim ersten durchblättern werdet Ihr es sofort merken, was ich meine). Rundum, es passt einfach mal wieder eins zum anderen, einfach genial, wie der Titel schon sagt!

Beginnend schon beim gebeizten Saibling mit Bohnen- Speck-

Copyright (c) by FotoPlus GmbH, Schweiz
Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH, Luzern

Birnen- Salat, spürt man die angesprochene Bodenständigkeit von Mario Garcia. Einfache, aber frische und gute Produkte, perfekt auch zuhause umsetzbare Rezepturen ohne große Effekthascherei, tolles Geschirr und höchst kreative Anrichteweisen, das macht es aus und das macht riesigen Spaß!

Die Rezepte sind ein wunderbarer Mix aus köstlichen „Kleinigkeiten“ nicht nur für den  „Steh-Empfang“ zuhause, wie Zwiebel-Tomaten-Grissini oder Kräuterbrot Birnenmousse mit Gruyère-Chips und vielen weiteren Genialitäten aus Garcias Feder. Natürlich widmet sich Mario Garcia auch klassischen Tellergerichten, wie einem Rosa gebratenen Tafelspitz mit Frühlingsgemüse und Brezel-Pilz-Knödel oder einer gebratenen Pouletbrust mit Kaperngnocchi, Pepperonata und Cicorino rosso.

Das alles macht einfach Lust zum Nachkochen und ausprobieren. Ganz zu schweigen von Garcias angebratenem Kalbstatar, ich kenne seit gerade unsere Vorspeise für Weihnachten………göttlich!

Den Rehrücken im Speckmantel gibt es kommende Woche aus dem Sous Vide Bad, bin mal gespannt wie er wird.

So, aber wie immer werde ich an dieser Stelle nicht mehr über die Rezepte im Buch verraten; nur eines noch, natürlich gibt es auch Desserts und die machen richtig Laune……..

Und wiederholen muss ich mich jetzt zum Schluss auch noch einmal, wirklich ein Geniestreich finde ich die Idee, das Layout nicht dem Konzept des Buches (oder umgekehrt) , sondern jedem einzelnen Gericht anzupassen, unter anderem das (und natürlich auch Marios Rezepte und Anrichteweisen) machen dieses Buch wirklich zu etwas ganz einzigartig-wunderbarem!

Fazit:

Viel gibt es nicht mehr zu sagen. Unbedingte Kaufempfehlung für jeden versierten Hobby-Foodie zuhause, aber natürlich auch für alle Kollegen der kochenden Zunft!

Merci vielmals Lukas, merci Mario!

Understanding the World

Hallo liebe Foodies, Gastronauten, Kochbuchverrückte und „sonstige“ Buchliebhaber.

Heute gibt es ein ganz besonderes Schwergewicht, ausnahmsweise mal keinKochbuch. Es ist vollgepackt mit sogenannten Infografiken! Wie ich finde, eine der schönsten und praktischsten journalistischen Darstellungsformen um Informationen visuell aufzubereiten und verständlich zu machen.

Infografiken sind die effizienteste Form zur Vermittlung von Fakten. Sie legen großen Wert auf Klarheit, Genauigkeit und Anschaulichkeit. Unsere visuelle Wahrnehmung steht an oberster Stelle der Informationsaufnahme, Texte müssen erst verstanden und danach inhaltlich eingeordnet werden. Und genau hier liegt der Vorteil und die Stärke von Infografiken. Ein bekanntes Sprichwort fasst das mehr als prägnant zusammen: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ und genau dieses Thema greift TASCHEN mit diesem, wie immer praktischerweise in Deutsch, Englisch und Französisch verfassten Titel auf:

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

Understanding the World, The Atlas of Infographics von Sandra Rendgen und Ed. Julius Wiedemann, erschienen bei TASCHEN.

Hardcover, 24,6 x 37,2 cm, 456 Seiten

€ 49,99

Ich habe sehr lange dafür gebraucht, dieses Prachtstück zu beschreiben, um hierzu meine eigenen, ganz persönlichen Eindrücke, Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen, da ich es grundsätzlich vermeide die Buchbeschreibungen der Verlage wiederzugeben. Ich habe es immer wieder in die Hand genommen, darin geblättert um diese Fülle von so unglaublich vielfältigen und unterschiedlichen, stets hochinteressant dargestellten Informationen zu „genießen“.

Wie bereits mehrmals erwähnt, ich besitze nicht nur weit über 1000 Kochbücher, sondern auch noch diverse Literatur zu Thematiken aus allen Gebieten der Literatur und des Wissens.

Copyright(c) by Lokesh Dakar
Copyright(c) by Lokesh Dakar

Aber dieses Buch aus dem TASCHEN- Verlag setzt erneut einmal wieder allen anderen die Krone auf! Es ist so unglaublich umfassend, es ist in ganz besonderer Art und Weise ein, nennen wir es einmal „visueller Almanach unserer Welt“, die einzelnen Kapitel des Buches beginnend bei „Natur & Umwelt“ über „Wissenschaft & Technologie“, „Wirtschaft & Entwicklung“, „Gesellschaft & Menschen“, sowie „Kultur & Media“ geben ein unglaublich breit gefächertes Spektrum des Wissens der zuvor genannten Themen wider. Es ist einfach immer wieder mehr als interessant die Infografiken zu betrachten, ja regelrecht von ihnen gefesselt zu werden.

Copyright (c) by National Post, Canada
Copyright (c) by National Post, Canada

So zum Beispiel die über 4 Seiten reichende und schon zum Klassiker gewordene Grafik  aus National Geographic der fast 200 Weltraummissionen innerhalb unseres Sonnensystems, einfach gigantisch, oder die Grafik der „flugbereiten Atomwaffen“, einfach fesselnd und zugleich beängstigend.

Aber nicht nur an die Wissenschaft und Wirtschaft hat man beim zusammenstellen der Kapitel gedacht, im Kapitel „Gesellschaft und Menschen“ gibt es phantastische Grafiken zu Themen wie „mit welchen Gütern das organisierte Verbrechen weltweit handelt“ oder eine unglaublich fesselnde Grafik , welche sich mit „Death in Transit“ befasst, hier sind die schlimmsten „Verkehrsunglücke“ der letzten 100 Jahre erfasst.

Copyright (c) by Pop Chart Lab
Copyright (c) by Pop Chart Lab

Das letzte Kapitel „Kultur und Media“ befasst sich mit Themen wie Unterhaltung, Essen, Social Media, aktuellen Trends, Kuriositäten oder auch dem Film. Auch hier wieder unglaublich interessante Themen, wie zum Beispiel eine Infografik über Leben, Werke, Wirken und Stilrichtungen von Malern der „Moderne“ wie Gustav Klimt oder Jason Pollock, einfach unglaublich interessant für jeden „Wissbegierigen“.

Ebenfalls immer wieder genial in diesem Kapitel die Infografik zu „Pulp Fiction“ und das in Chronologischer Reihenfolge, ich glaube mir hat beim Ersten betrachten der Mund sehr weit und sehr lange offen gestanden, es ist einfach unbeschreiblich!

Oder wer von Euch professionellen Foodies kennt es nicht, das „Käserad“, welches die bekanntesten Käsesorten nach Herkunft der Milch und nach Härtegrad des Käses zeigt.

So könnte ich ununterbrochen fortfahren, aber lassen wir das, werft selbst einen Blick hinein und lasst Euch von diesem phantastischen Buch „fesseln“, das tut es immer und immer wieder auf ein neues!

Fazit:

Was soll ich noch sagen?? Das Buch zeigt in wunderbar beeindruckender Art und Weise die visuelle Darstellung von Informationen aller Interessen- und Wissensgebiete sowie die immer weiter perfektionierte visualisierte Darstellung derselben.

Dieses Buch ist für mich ein Meilenstein zum Thema Allgemeinbildung und Wissen in seiner schönsten Form!

Auf die Hand

Yeaah, heute gibts in Tom´s Kochbuchblog im wahrsten Sinne „was auf die Hand“ und zwar in Form von Sandwiches, Burger & Toasts. Aus einem phantastischen, neuen, völlig abgefahrenen Buch, das wirklich erstmals die kreative Vielfalt rund um Toasts, Sandwiches, Bagels, Burger & Co. aufzeigt.

Aufgegriffen wird ein Thema, welches weltweit mehr und mehr um sich greift, einmal ganz von der nahezu explodierenden Street-Food – Kultur abgesehen erleben momentan kulinarische Köstlichkeiten, gleich welcher Art auch immer, gepackt auf oder zwischen zwei Brotscheiben eine wahre Revolution!

Aber warum jetzt erst? Musste erst wieder ein Tipping Point überschritten werden, haben die Menschen keine Zeit mehr zum Essen, oder ist es einfach die Lust am Street-Food, die Lust in der Schlange vor einen Food-Truck zu stehen und auf etwas derart köstliches wie einen Bagel mit frisch gegrilltem Lachs oder ein Fougasse mit frisch gebratenen Merguez zu warten? Wahrscheinlich ist es das alles unisono, das „draussen“ essen, zusammen mit anderen, Sonne, Menschen, gemeinsames Essen, Gespräche, ungezwungenes Quick-Lunch vielleicht?? Ich vermag das nicht einzuschätzen, dessen bin ich nicht in der Lage, aber zu etwas bin ich außerordentlich gut in der Lage, ein gutes Kochbuch zu erkennen……..und dieses hier ist nicht nur ein gutes, es ist phantastisch, es macht Spaß, es ist voller Lebensfreude und ich liebe es, seit ich es das erste mal gesehen haben ………

Jetzt aber genug, hier ist es endlich:

Copyright (c) by Brandstätter Verlag
Copyright (c) by Brandstätter Verlag

Auf die Hand – Sandwiches, Burgers & Toasts, Fingerfood & Abendbrote von Stevan Paul mit Fotos von Daniela Haug. Erschienen im Brandstätter Verlag.

 Mit dieser Art von Essen, dem Street Food, ist auch eine neue Generation von Köchen herangewachsen, auch wenn es sich um Street- oder Fast Food handelt, man ist heute weg von fetttriefenden-nur-kurz-sattmachern ohne jeglichen Nährwert.

Auch hier ist eine ganz klare Richtung zu erkennen, frisch zubereitet, gute, frische Zutaten, egal ob der Fleischeslust gefrönt wird, oder es „veggie“ wird, frische zählt!

Und wer jetzt glaubt, es ginge hier nur mal wieder um ein langweiliges Sandwich-Buch, der täuscht sich gewaltig………“Auf die Hand“ ist mehr als nur das, es ist eine der Neuerscheinungen des Herbstes, vollgepackt mit genialen Rezepten, phantastisch fotografiert und von sorgsam zum Thema ausgewählter Haptik, dickes, griffiges Papier, es passt einfach alles!

Und jetzt wollt Ihr sicherlich auch noch was über den Inhalt erfahren……..weshalb sonst liest man auch eine Rezension, oder?

Also, beginnen wir mal mit den „Klassikern“, vom katalanischen Pa amb Tomáquet (dem spanischen Bruder des italienischen Bruschetta), über das Steak Baguette mit Dijonsenf-Mayonnaise, dem englischen Klassiker Fish ´n´Chips oder dem vietnamesischen Bánh mì, nichts ist vergessen worden !

Im nächsten Kapitel mit dem Titel „Toasts & Sandwiches“ ist der Name Programm, vom Clubsandwich über Toast Hawaai bis zu Tramezzini ist auch hier wieder an alles gedacht, aber es gibt wie zu allen Kapiteln nicht nur ganzseitige Fotos und Rezepte, sondern auch interessante und kurzweilige Geschichten und Reportagen.

Das dritte Kapitel (ich liebe es!) behandelt Hot Dogs & Rolls, vom Po´Boy über die klassischen Hot Dogs bis hin zur Lobster Roll, dem amerikanischen „Hummer- Klassiker“ im Brötchen……..eigentlich ein Wahnsinn, aber unglaublich köstlich! Nicht fehlen darf hier natürlich auch das Submarine Sandwich (SUB) und das Nachtschwärmer- Köfte- Ekmek………..pahntastisch!

Im vorletzten Kapitel mit dem vielversprechenden Namen „Abendbrot & Imbiss“ gibt´s vom Smørrebrød mit Graved Lachs oder Heringsdips, bis zu köstlichen Aufstrichen wie den Obazda oder einen Kernöl-Topfen-Aufstrich, und natürlich auch den Rinder-Tatar oder die Krabbenbrote, die Dinge auf die man sich einen ganzen Tag freut bevor man Abends nach Hause kommt. Selbst der LKW (Leberkäsewecken) und die Ochsensemmel vom Viktualienmarkt hat man nicht vergessen. Es gibt noch so unendlich vieles mehr zu entdecken, aber mehr wird wie immer hier nicht verraten !

Im letzten Kapitel „Drüber, drunter, drauf, dazu!“ geht es um alles, was wir „dazu“ brauchen, egal ob Krautsalat, Teriyaki-Sauce, Aioli, Pesto oder auch Burger Buns und Hot Dog Brötchen…………auch hier ist wieder an alles gedacht, sogar die Teige!

Fazit:

Wie schon gesagt, ich halte „Auf die Hand“ für eine der kreativsten und schönsten Neuerscheinungen in diesem Herbst und das nicht nur zum Titelthema!!

Dieses Buch ist nicht nur etwas für die junge Generation, nein, es soll Euch alle begeistern, Euch ermutigen neues zu testen, modernes auszuprobieren und vor allem und das ist eine der wichtigsten Botschaften dieses Buches: Fast Food muss nicht immer wabbelig, lauwarm und in Papier eingepackt sein, Fast Food kann auch auch zum „Health & Brain“-Food werden!

Ich kann nur sagen: Beim nächsten Gang in die Buchhandlung werft einen Blick rein und ihr wollt es einfach nur noch haben!

The Art of simple Food – Alice Waters

Hallo Ihr Kochbuchbesessene und Gastro-Lebenslängliche, heute gibt´s ein Buch einer Köchin und Gastronomin, die ich selbst unglaublich bewundere, ein Frau, die bereits Anfang der 1970 er die konsequente Verwendung von regionalen und frischen Zutaten forderte und in ihrem eigenen „Hot Spot“, dem Chez Panisse in Berkeley/Kalifornien, das auch auf eine Art und Weise umsetzte, die bis heute ihres gleichen sucht!

Sie setzt sich vor allem dafür ein, ausschließlich Lebensmittel zu verwenden, die in der Region angebaut werden, um den nach ihrer Ansicht weiträumigen und umweltschädigenden Transport von massenproduzierten Lebensmitteln zu vermeiden.

Natürlich funktioniert das meiner Meinung nach nicht immer und ist auch nicht global anwendbar, aber wenn jeder beim Einkaufen ein klein wenig mitdenken würde, hätten wir viele Umweltprobleme erst gar nicht!

Ihre Ideen zum Thema Esserziehung bei Kindern finde ich phantastisch, sie bringen Kindern den Wert von frischem (auch selbst angebautem „Essen“ aus dem eigenen Garten) erst so richtig nahe. Was geht schon über Dinge wie selbst gezüchtete und mit Kindern „ausgebuddelte“ und anschließend eingekochte rote Beete ! Wir finden es einfach göttlich. So lernen unsere Kinder  auch den Wert des einfachen, frischen und selbstgemachten zu schätzen. Und das ist unschätzbar wertvoll!

Nach dem kurzen Ausflug in die Philosophie der heutigen Köchin, jetzt aber endlich zu ihr und ihrem Buch:

(c) by Prestel
(c) by Prestel

The Art of simple Food – Rezepte und Glück aus dem Küchengarten, von Alice Waters, erschienen bei Prestel.

Gleich im Einband des Buches finden wir ein „Was wir tun können“, die beiden prägendsten und wichtigsten Floskeln seien hier genannt: Zum einen „Die Landwirte wertschätzen“ und zum zweiten „Kinder die Kunst des Essens lehren“, hier zeigt Alice Waters ihre beiden essentiellsten Anliegen an uns, einfach das wert zu schätzen was wir täglich auf unserem Teller haben, dieses unseren Kindern nahe zu bringen, ihnen Respekt vor Lebensmitteln zu verschaffen!

Zum Inhalt:

Nach dem Vorwort von Carlo Petrini, dem Gründer von „Slow Food International“, geht es los mit Teil eins des Buches „Geschmack als Inspiration“ der möglichen Vielfalt in unserem Garten und den korrespondierenden Rezepten zu allem was wir anbauen können. Hier beschreibt Alice Waters kurz aber sehr eindrucksvoll, was für ein großes Glück es sein kann, einen eigenen Garten haben zu dürfen., wie es ist mit eigenen Händen etwas anzubauen, man bekommt einfach auch ein ganz anderes Verhälnis zu dem was man nach der Ernte in Händen hält und lernt dabei sich in Bauern und Landarbeiter hineinzuversetzen.

Weiter geht es dann mit den wichtigsten Gartenkräutern im Kapitel „Duft und Schönheit“, deren Anbau und ihren Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Fotos finden wir keine im Buch, das wäre bei diesem Buch auch nicht unbedingt passend wie ich finde. Vielmehr gibt es sehr schöne Zeichnungen und Illustrationen zu allem was in unserem Garten „möglich“ ist.

Zu allen erwähnten Kräutern, Gemüsen, Salaten und Früchten gibt es natürlich auch die passenden Rezepte! Erwähnen möchte ich hier nur eines, welches ich unter Salbei gefunden und auch direkt ausprobiert habe, das ist die „In Milch geschmorte Schweineschulter mit Salbei“………ein absolutes Highlight wie wir fanden.

Es folge Kapitel wie „Zarte Blätter“, „Geheime Helden“, „unterirdische Schätze“, „knackige Stängel“ und viele weitere, alles in Anlehnung an den Lauf der Jahreszeiten, einfach phantastisch „inszeniert und interpretiert“ !

 Der zweite Teil widmet sich unserem Garten und unserem „Grünen Daumen“, hier gibt es von Basics bis Insidertips alles was uns auf dem Weg zum eigenen Garten begleitet und unterstützt.

Im Anhang finden sich noch wichtige Werkzeug- und Quellenangaben sowie tolle Einkaufstipps und Adressen rund um den Gartenbau!

 Ich hoffe ich konnte Euch ein klein wenig der Philosophie dieser wunderbaren Frau nahe bringen und Euch Lust auf dieses wunderbare „Nicht-nur-Kochbuch“ machen !

Es ist einfach phantastisch geworden!

Fazit: Unbedingte Kaufempfehlung, auch wenn Ihr keinen eigenen Garten habt. Gärtnern kann auch im kleinen auf dem Balkon oder auf der Fensterbank stattfinden!

New York Times – 36 hours by TASCHEN

Liebe (Koch)- Buchverrückte, Herdgeiseln und Gastronomiefreaks, Tom´s Kochbuchblog befindet sich ausnahmsweise mal wieder auf Abwegen. Zur Abwechslung gibt es heute mal kein Kochbuch, sondern einen ganz besonderen Reiseführer, nicht irgendeinen, sondern „DEN“ Reiseführer für die USA überhaupt, er hat sogar mich als USA- Besessenen in höchstes erstaunen und „frohlocken“ versetzt. Er ist anders als all´ die anderen, er ist einfach etwas besonderes, gerade auch weil er einem ganz besonderen Verlag entstammt und seinen Ursprung in einer der berühmtesten und faszinierendsten Tageszeitungen dieser Welt hat (ich erinnere hier nur an die Wochenendausgabe dieser Zeitung mit weit über 1000! Seiten). Seit 2002 erscheint in der New York Times eine Kolumne mit dem Titel „36 hours“, diese Rubrik entführt die Leser jede Woche zu einem perfekt recherchierten und durchdachten (Wochenend)-Ausflug mit zwei Übernachtungen. Die Kurztrips sind wunderbar durchdacht, sie stellen nicht nur die Highlights des Reiseziels vor, sondern auch dessen ganz besonderen Eigenheiten und Charme.

 Jetzt aber endlich zum Titel:

(c) by TASCHEN
(c) by TASCHEN

The New York Times, 36 Hours, USA & Kanada, herausgegeben von Barbara Ireland, erschienen bei TASCHEN.

 

Vor mir liegt die komplett aktualisierte und überarbeitete Auflage, des meiner Meinung nach am besten recherchierten und interessantesten Reiseführers, den ich bisher zu den USA gelesen habe (und verlasst Euch drauf, ich habe so einige).

150 Ziele in Nordamerika, von den wichtigsten Städten, bis hin zu

(c) by TASCHEN
(c) by TASCHEN

weniger bekannten Orten. Wer weiß schon, wo er Frank Lloyd Wrights „Fallingwater“ findet, oder in welchem Reiseführer findet man Städtchen wie Ann Arbor/ Michigan oder Jackson/ Wyoming so charmant und eindrucksvoll beschrieben, das es einem einfach nur Spaß macht, selbst die Restaurant– und Übernachtungstips zu lesen und den Webadressen neugierig zu folgen. Diese Beschreibungen machen einfach unglaubliche Lust auf die USA.

Es fehlt einfach an nichts, von detaillierten Karten und wunderschönen Fotos,

(c) by TASCHEN
(c) by TASCHEN

perfekten Ortsbeschreibungen, einem „Daumenregister“ unterteilt in die verschiedenen Regionen vom „Nordosten“ bis zur „Westküste“ und tollen Illustrationen der Mailänderin Olimpia Zagnoli.

Alle 150 Trips (und das ist eben das besondere dieses Reiseführers) sind immer jeweils in drei Tage mit zwei Übernachtungen unterteilt (im Buch eben von Freitag bis Sonntag), es wird so ein perfekter Mix zwischen Kurzweil, Kultur und natürlich Sehenswürdigkeiten geschaffen. Zu jedem Trip gibt es in Kurzform die nötigen Basics zu Anreise und Übernachtung.

Natürlich ist der Reiseführer nicht nur für „Weekender“ gedacht, dafür wäre er viel zu schade, im Gegenteil, er eignet sich gerade durch seine unkonventionelle, zwanglose und vor allem perfekt recherchierte Art auch wunderbar zur Planung eines längeren Trips vom „Alten Kontinent“ in die „Neue Welt“ aus.

Mittlerweile gibt es noch weitere Bänder der Serie 36 hours, unter anderem auch der „alte Kontinent“ Europa, sowie Australien, Asien, Ozeanien und Lateinamerika und Karibik.

Und wenn Ihr, wie ich annehme in diesem Jahr bereits „unterwegs“ wart, so ist dieser Reiseführer auch einfach mal nur eine wunderschöne und hochinformative Lektüre zum Entspannen und „schwelgen“……. vielleicht in Erinnerungen ????

Fazit:

Zu sagen gibt es an dieser Stelle nicht mehr viel, die erste Auflage war sehr schnell vergriffen, einen Band der zweiten darf ich nun mein eigen nennen.

Einfach ein wundervoll, detailverliebter, lesenswerter, immer wieder neu beeindruckender und grandios gemachter Reiseführer!

 

TASCHEN

NYT. 36 Hours. USA & Kanada

Barbara Ireland

Flexicover, 16,8 x 24 cm, 744 Seiten

€ 29,99

Taschen – Das Magazin

Benedikt Taschen und sein phantastisches Team zeichnen nicht nur für wunderbare Bücher und überragende Buchprojekte verantwortlich und hier möchte ich das in Zusammenarbeit mit National Geographic  entstandene Werk 125 Years of National

(c) by TASCHEN
(c) by TASCHEN

Geographic, sowie das unglaubliche Sumo-Projekt mit Annie Leibovitz und an die mehr als überwältigende Genesis  des Sebastião Salgado (noch niemals sind solche ergreifende und unglaublicheFotos unseres wundervollen Planeten geschossen worden) erinnern. Nein, bei Taschen wird selbst etwas, nennen wir es  einmal „selbstverständlich-banales“ wie das Taschen- Magazin zu einem Highlight, auf das man sehnlichst wartet.

Es ist nicht nur ein Journal um die Neuzugänge des Verlages zu promoten, nein, auch hier stimmt wieder einmal alles ! Wunderbares Layout, gepaart mit Photos aus den vorgestellten Büchern, na ja von Annie Leibovits Coverfoto ganz zu schweigen, und ganz viel Wissenswertes, Geschichte und Fakten zu den Büchern und deren Themen!

Einfach wunderschön zu lesen, auch wenn ich es mittlerweile fast auswendig kenne, so kann ich die Finger einfach nicht davon lassen!

Danke an Benedikt Taschen und sein Team für dieses regelmäßig erscheinende Meisterstück der Verlagswerbung!

Das marktfrische AIDA Kochbuch – Märkte und Meer

Hallo Ihr Herdakrobaten und Kochbuchverrückten, heute gibt´s marktfrisches aus aller Welt. Wir begeben uns auf „Kochzeitsreise“ durch die ganze Welt. Ganz besonders wird dieses Buch die ehemaligen „Seebären“ unter Euch interessieren! Es ist wirklich phantastisch gemacht, ein buntes und köstliches „Crossover“ der Häfen und Märkte dieser Welt, von Cadiz am Atlantik über New York, Curacao, Istanbul, Ho Chi Minh City, Stockholm, Cochin und Palermo. Alles wunderbar in Szene gesetzt durch die beiden AIDA- Küchenchefs Frank Meissner und Günther Kroack.

Rezepte, die mir ganz persönlich fernweh machen, da ich alle die oben genannten Häfen bereits auch während meiner Zeit auf der Sea Goddess 1 und der Crystal Harmony sehen, erkunden und vor allen riechen und schmecken durfte. Märkte, die durch ihre unglaubliche Vielfalt an Exoten faszinieren und inspirieren. Einfach nur wunderbar!

Jetzt aber zum heutigen Buch:

(c) by Delius Klasing
(c) by Delius Klasing

Das marktfrische AIDA Kochbuch – Märkte und Meer , erschienen bei Delius Klasing.

 Wie bereits eingehend gesagt, gibt das Buch einen phantastischen Eindruck all der wunderbaren Märkte in den Häfen dieser Welt wieder, wunderschöne Fotos gepaart mit toller Warenkunde zu den jeweiligen Landestypischen Spezialitäten und Rezepten aus der Feder der AIDA- Küchenchefs.

Zu jedem Hafen/ Land gibt es ganz viel wissenswertes und interessantes zu lesen und natürlich auch das landestypische Essen in Form von passenden Vorspeisen, Hauptgängen und natürlich auch die köstlichsten Desserts.

Wer einmal den prachtvollen und bunten Markt der „Inseln unter dem Wind“ in Willemstad auf Curacao besuchen oder erkunden

(c) by Tom´s Kochbuchblog
(c) by Tom´s Kochbuchblog

durfte, wer einmal den Fischmarkt in Cadiz gesehen hat oder auch nur ein einziges mal in Südostasien auf einem der Märkte frische Mango, oder gar Jackfrucht probiert hat, der kann dieses Gefühl der Fernweh nachempfinden, wenn ein ehemaliger Schiffskoch irgendwo einen der großen Cruiseliner sieht, das ist bei aller „Heimatverbundenheit“ Fernweh und Sehnsucht pur!

Von der scharf gewürzten Dorade, dem Kaninchen in Mandel-Sherry-Sauce, Spare Ribs mit Bohnensalat, Hähnchenleber mit Mango oder geschmortem Wels mit Orangen ist alles dabei, was das kosmopolitische Feinschmeckerherz höher schlagen lässt!

Mehr wird wie immer hier an dieser Stelle nicht verraten!

Fragen dürft Ihr natürlich immer und zu jeder Zeit gerne!

Fazit:

Dieses Buch macht einfach Lust zu kochen, ein wirklich tolles „Crossover-Buch“ für den heimischen Herd! Unbedingte Kaufempfehlung!

Moos Fisch Rinde Blatt – Genuss der Landschaft

Hallo liebe Herdgeiseln, Gastrojunkies und Kochbuchliebhaber !

Die heutige Buchvorstellung ist etwas ganz besonderes, ein wunderschönes und überaus gelungenes Kochbuch aus der Edition Styria.

Ein Kochbuch, das man auch einfach nur mal anschaut, um sich an den wunderbaren Fotografien und den phantastischen Farben der Natur zu erfeuen.

Natur ist dieses mal auch das prägende Stichwort des heutigen Beitrags, getreu dem geflügelten Wort von Johann-Peter Hebel: „In der Ganzen Natur ist kein Lehrplatz, lauter Meisterstücke“ zeigen uns die beiden Autoren Valentino Brienza und Luisa Martini in eindrucksvoller Weise Ihre Liebe zur Natur.

Der Leser wird immer wieder auf ein Neues erstaunt, was Wald, Wiese, Wasser und Feld und für Schätze zu bieten haben, einfach gigantisch, das Prinzip ist sehr einfach aber unglaublich Facettenreich : „Schauen, was die Natur hergibt“!

Aber jetzt zur heutigen Vorstellung:

IMG_2283Moos Fisch Rinde Blatt von Valentino Brienza und Luisa Martini erschienen in der „Edition Styria“ im September 2014

„Freestyle- Naturküche“ haben die beiden Autoren ihre geniale Art des Kochens genannt, weil uns die Natur unendlich viele Möglichkeiten des Kombinierens aufzeigt, von deren grenzenloser Fülle an ungewöhnlichen Zutaten ganz zu schweigen.

Phantasie ist auch beim Ausprobieren der sehr geschmackvoll, nuancenreich und feinfühlig ausbalancierten Kreationen gefragt,IMG_2285 welche aber trotz allem sehr viel Spielraum für die eigene Kreativität lassen; das zu probieren und zu erfahren ist wundervoll !

Wir finden 61 phantastische Schöpfungen (ich verwende dieses Wort hier ganz bewusst) wie „Steinpilz/Ei/Wiesenlabkraut“, „Kaninchen/Chioggiarübe/Einkorn oder Blunzn/Rotkraut/ Haferwurzel.

Unterteilt ist das Buch in verschiedene Genuss-Landschaften wie IMG_2287Wald, Wiese, Feld und Wasser. Zu alledem noch die passenden Grundrezepturen und wir halten ein wirkliches Gesamtkunstwerk der Kochbuchliteratur in Händen.

Zwei der beeindruckenden Gerichte (eigentlich ist dieses Wort viel zu gewöhnlich), möchte ich dieses mal aber doch noch kurz beschreiben:

  1. Romanesco/Pulpo/Moos – Mit Sepiacrumble und Moosmayonnaise, eine wunderschöne und geschmacklich absolut perfekt ausbalancierte Kombination, allein die Moosmayonnaise ist göttlich!
  2. Wachtel/Buttermilch/Maishaar – transparentes, mit Petersilie und Chili parfümiertes Buttermilchgelee, trifft auf in getrocknetem Maishaar paniertes Wachtelbrüstchen, diese Kraetion ist so einfach wie aber auch genial!

Wie bereits eingehend gesagt, setzt der Fotograf Michael Rathmeyer der Kreativität und der schöpferischen Neugierde der Autoren dank seiner wunderschönen Fotografien noch die Krone auf, es ist alles unglaublich schön in Szene gesetzt, ein Fest für die Augen!IMG_2288

Ein großes Dankeschön den Autoren Valentino Brienza und Luisa Martini für Ihre Genialität bei der Erschaffung dieses Buches, es ist „Der Natur gewidmet. Und dem Genuss der Landschaft“ !

Fazit:

Absolute Kaufempfehlung und ohne drüber nachdenken zu müssen, mein….. „Buch des Monats Oktober“ !

An American Odyssey by TASCHEN

Liebe Gastronauten und heute mal nicht nur Kochbuch- sondern im allgemeinen Buchverrückte; heute gibt es mal etwas total anderes, etwas völlig gegensätzliches zu den Kochbüchern, die ich sonst in meinem Blog vorstelle.

Ich muß Euch dieses Buch einfach ans Herz legen, es hat mich als absoluten USA- Freak so unglaublich beeindruckt und gefesselt, daß mir auch nach mehrmaligem durchblättern und schwelgen in Reiseerinnerungen immer noch der Mund offen stehen bleibt. Dieses Buch ist eines derer, welche für immer fest in meiner literarischen DNA verankert sein werden!

Man blättert mit höchster Vorsicht und Respekt darin, weil man Angst davor hat, das der Einband oder der Schnitt kleinste Dellen oder Druckstellen, oder die Seiten vielleicht kleinste Eselsohren bekommen könnten!

Es ist einfach nur phantastisch gemacht. Schon hier, jetzt und vorweg: Danke an Benedikt Taschen für die Realisierung dieses unglaublichen und wunderschönen Buchprojektes!

An American Odyssey, Photos from the Detroit Photographic Company, 1888 – 1924, von Marc Walter und Sabine Arqué.

Copyright by TASCHEN
Copyright by TASCHEN

TASCHEN
An American Odyssey
Marc Walter und Sabine Arqué
Hardcover mit Ausklappern, 612 Seiten
€ 150

Es fällt mir nicht leicht zu beschreiben was ich hier vor mir liegen habe, es ist atemberaubend, wie das Land selbst über das es berichtet, ein Buch voller unglaublicher Eindrücke, wundervoller Fotos, sogenannter Photocrome, (das war das erste Verfahren, welches es ermöglichte Farbfotos herzustellen, erfunden hat´s der Schweizer Hans- Jakob Schmidt im Jahr 1889) die ein Land im Aufbruch in den Jahren zwischen 1888 und 1924 zeigen. Es ist eine phantastische (Zeit)-Reise durch einen Kontinent zwischen Atlantik und Pazifik und vom tiefsten Süden der USA bis zum nördlichen Wendekreis.

Fotografien in deren Szenerie man eintaucht und plötzlich meint, in diese Zeit zurückversetzt zu sein, fesselnd unglaublich schön und einen immer wieder neugierig machend, was wohl auf der nächsten Seite kommen mag. Fotos die so kraftvoll, voller Leben und ausdrucksstark sind, das man denken mag, wofür braucht man heute digitale Fotografie oder die vielen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung.

Copyright by TASCHEN
Copyright by TASCHEN

Beginnen tut es wo wohl ? Natürlich am „Big Apple“, New York, dem wahrgewordenen Traum von Millionen von Auswanderern des „alten Kontinentes“. Nennen möchte ich hier nur einige, wie zum Beispiel das, des im Bau befindlichen Flatiron- Buildings, einfach nur unglaublich schön, da wirken meine vielen Fotos einfach nur erbärmlich dagegen…..Von New York aus geht es an der Ostküste weiter bis nach Quebec, „Je me souviens“. Von dort aus „reist“ man weiter über die Great Lakes in den Mittleren Westen.

Copyright by TASCHEN
Copyright by TASCHEN

Dem folgen der „Alte Süden“ und „The Caribbeans“. Dann wird es wild und wir tauchen tief in die fesselnde Geschichte des Wilden Westens ein. Das Highlight zum Schluß bildet die „Pacific Coast“ und ihre Bundesstaaten Oregon, Washington und Kalifornien.

Unglaublich beeindruckend ist das ganzseitige Foto der Häuptlingstochter zum Start des letzten Kapitels, man hat wirklich den Eindruck als würde man ihr gegenüber sitzen !

Beim Betrachten der Fotos der Monterey Bay Area und von Carmel fällt einem auf, daß sich dort in den letzten 100 Jahren nicht sehr viel verändert hat, da dieses heute unter besonderem Schutz stehende Gebiet zum Glück von übermäßiger Bebauung verschont geblieben ist! Nicht zu vergessen und zum Schluß möchte ich natürlich auch noch „San Fran“ erwähnen, das doppelseitige Foto der Zerstörungen des großen Bebens von 1906 hat mehr Aussagekraft alles alle die ich bisher davon gesehen habe. Ganz zu schweigen von den Fotos des Golden Gate Parks und des leider nicht mehr existenten Cliff House, die wie das Presidio heute zum Glück alle unter einem besonderen Schutz stehen.

Genug der Worte, ich weiß nicht, ob das hier von mir dargebrachte überhaupt diesem Buch gerecht werden kann, ich könnte noch stundenlang so weiter-(be)-schreiben, aber das ist nicht Sinn und Zweck meines Blogs.

Fazit:

Ich glaube es ist alles zu diesem prächtigen Buch von TASCHEN gesagt.

Einfach nur wunderbar!

An American Odyssey

Liebe Gastronauten und heute mal nicht nur Kochbuch-  sondern im allgemeinen Buchverrückte; heute gibt es mal etwas total anderes, etwas völlig gegensätzliches zu den Kochbüchern, die ich sonst in meinem Blog vorstelle.

Ich muß Euch dieses Buch einfach ans Herz legen, es hat mich als absoluten USA- Freak so unglaublich beeindruckt und gefesselt, daß mir auch nach mehrmaligem durchblättern und schwelgen in Reiseerinnerungen immer noch der Mund offen stehen bleibt. Dieses Buch ist eines derer, welche für immer fest in meiner literarischen DNA verankert sein werden!

Man blättert mit höchster Vorsicht und Respekt darin, weil man Angst davor hat, das der Einband oder der Schnitt kleinste Dellen oder Druckstellen, oder die Seiten vielleicht kleinste Eselsohren bekommen könnten!

Es ist einfach nur phantastisch gemacht. Schon hier, jetzt und vorweg: Danke an Benedikt Taschen für die Realisierung dieses unglaublichen und wunderschönen Buchprojektes!

An American Odyssey, Photos from the Detroit Photographic Company, 1888 – 1924, von Marc Walter und Sabine Arqué.

american_odyssey_xl_int_3d_05772_1403241114_id_767500
Copyright by Taschen

TASCHEN
An American Odyssey
Marc Walter und Sabine Arqué
Hardcover mit Ausklappern, 612 Seiten
€ 150

Es fällt mir nicht leicht zu beschreiben was ich hier vor mir liegen habe, es ist atemberaubend, wie das Land selbst über das es berichtet, ein Buch voller unglaublicher Eindrücke, wundervoller Fotos, sogenannter Photocrome, (das war das erste Verfahren, welches es ermöglichte Farbfotos herzustellen, erfunden hat´s der Schweizer Hans- Jakob Schmidt im Jahr 1889) die ein Land im Aufbruch in den Jahren zwischen 1888 und 1924 zeigen. Es ist eine phantastische (Zeit)-Reise durch einen Kontinent zwischen Atlantik und Pazifik und vom tiefsten Süden der USA bis zum nördlichen Wendekreis.

Fotografien in deren Szenerie man eintaucht und plötzlich meint, in diese Zeit zurückversetzt zu sein, fesselnd unglaublich schön und einen immer wieder neugierig machend, was wohl auf der nächsten Seite kommen mag. Fotos die so kraftvoll, voller Leben und ausdrucksstark sind, das man denken mag, wofür braucht man heute digitale Fotografie oder die vielen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung.

page_fo_american_odyssey_068_069_1402041614_id_677954
Copyright by Taschen

Beginnen tut es wo wohl ? Natürlich am „Big Apple“, New York, dem wahrgewordenen Traum von Millionen von Auswanderern des „alten Kontinentes“. Nennen möchte ich hier nur einige, wie zum Beispiel das, des im Bau befindlichen Flatiron- Buildings, einfach nur unglaublich schön, da wirken meine vielen Fotos einfach nur erbärmlich dagegen…..Von New York aus geht es an der Ostküste weiter bis nach Quebec, „Je me souviens“. Von dort aus „reist“ man weiter über die Great Lakes in den Mittleren Westen.

page_fo_american_odyssey_427_428_1402041618_id_678044
Copyright by Taschen

Dem folgen der „Alte Süden“ und „The Caribbeans“. Dann wird es wild und wir tauchen tief in die fesselnde Geschichte des Wilden Westens ein. Das Highlight zum Schluß bildet die „Pacific Coast“ und ihre Bundesstaaten Oregon, Washington und Kalifornien.

Unglaublich beeindruckend ist das ganzseitige Foto der Häuptlingstochter zum Start des letzten Kapitels, man hat wirklich den Eindruck als würde man ihr gegenüber sitzen !

Beim Betrachten der Fotos der Monterey Bay Area und von Carmel fällt einem auf, daß sich dort in den letzten 100 Jahren nicht sehr viel verändert hat, da dieses heute unter besonderem Schutz stehende Gebiet zum Glück von übermäßiger Bebauung verschont geblieben ist! Nicht zu vergessen und zum Schluß möchte ich natürlich auch noch „San Fran“ erwähnen, das doppelseitige Foto der Zerstörungen des großen Bebens von 1906 hat mehr Aussagekraft alles alle die ich bisher davon gesehen habe. Ganz zu schweigen von den Fotos des Golden Gate Parks und des leider nicht mehr existenten Cliff House, die wie das Presidio heute zum Glück alle unter einem besonderen Schutz stehen.

 Genug der Worte, ich weiß nicht, ob das hier von mir dargebrachte überhaupt diesem Buch gerecht werden kann, ich könnte noch stundenlang so weiter-(be)-schreiben, aber das ist nicht Sinn und Zweck des ganzen.

Fazit:

Ich glaube es ist alles zu diesem prächtigen Buch von TASCHEN gesagt.

Einfach nur wunderbar!