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Das isst Berlin

Hey Ihr Genussakrobaten, heute gibt’s Berlin serviert – „Das isst Berlin“, das Kochbuch zur Szenehauptstadt. Hier pocht/kocht nicht nur politisch, sondern auch kulinarisch das Herz der Republik!

In kaum einer anderen deutschen Stadt findet man solch eine kulinarische Bandbreite vor wie in Berlin. Die Stadt vereint kulinarische Strömungen aus aller Welt, ist mit seinen hippen Bezirken der kulinarische Hot Spot der Republik.

Zu finden ist alles was des Kulinarikers Herz begehrt, von asiatisch bis arabisch, von klassisch bis modern, von einfach bis ausgefallen und extravagant. Die Berliner Küche ist jung, unglaublich lebendig und irre vielfältig.

„Das isst Berlin“ bringt die ganze geschmackliche Bandbreite der Hauptstadt in die heimische Küche. Das Kochbuch nimmt den Leser mit auf einen faszinierenden Streifzug und überträgt das einzigartige Berliner Flair in tolle Rezepte und spannende Reportagen.

Das Inhaltsverzeichnis sagt glaube ich alles über diesen genialen, kulinarischen Berlin- Begleiter:

  • Wochenend-Brunch & Kater-Frühstück
  • Street-Food
  • Multikulti an der Spree
  • Mittagessen & After Work
  • Süsses zum Kaffee
  • Party-Hunger & Mitternachts-Happen
  • Altberliner Klassiker

und………

  • total geniale Restauranttipps !

 

Vom Ostalgie-Ragout Fin, oder dem Kreuzköllner Menemen mit Pul Biber und Schafskäse, von Stullen und Belach bis zu den Vietnamesischen Sommerrollen mit Chilidip oder dem Hauptstadtbarsch von Florian Glauert, Küchenchef des „Duke“ im Hotel Ellington – sie alle repräsentieren das kulinarische Gesicht unserer Hauptstadt in der Buletten mit Schmorjemüse auf exotische Bulgogi mit Kimchi treffen.

Natürlich gibt’s auch Kadir Nurman´s Erfindung aus den 1960 ern, den Döner, obwohl kein Berliner darauf kommen würde, sich den zuhause nachzubasteln, gibt es ihn doch an fast jeder Ecke für kleines Geld!

Unter „Nicht alles Mampe“ gibt´s tolle Geschichten rund um echte Berliner Gebräue und andere hochprozentige Leckereien- natürlich auch ums Craft-Bier und um Berliner Gin!

Am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine spannende Reportage zum jeweiligen Thema, so etwa zur Berliner Breakfest-Kultur oder zu Berlins süßer Seite.

Sie geben einen tollen Einblick in Historie, Vielfalt und aktuelle Entwicklungen der berliner Küche, fangen die Atmosphäre in den Restaurants, Imbissen und Straßen der Stadt ein und runden das Kochbuch so perfekt ab.

 

Steckbrief zum Buch:

 

Das isst Berlin
Copyright © by Dorling Kindersley

 

Rose Marie Donhauser, Manuela Blisse,

Uwe Lehmann

Das isst Berlin

Das Hauptstadt-Kochbuch

Dorling Kindersley

240 Seiten, gebunden

140 Farbfotografien

ISBN 978-3-8310-3119-1

€ 24,95

 

Fazit:

Das ist ein Buch für „Culinary-Traveller“, wie ich es bin! Mit diesem Buch holt Ihr Euch Berlin nach Hause!

Absolute Kaufempfehlung! *****

Beef Bottle Party by Otto Gourmet

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Da war sie nun endlich, die lang ersehnte „BEEF BIG BOTTLE PARTY“. Es war ein wundervoller Spätsommerabend in Heinsberg bei  OTTO-GOURMET.

Die legendäre Bottle Party kriegt Verstärkung mit GUTEM FLEISCH!

Satte 25 Jahre Erfahrungsschatz in der Berliner Sternegastronomie und eine große Leidenschaft für Kochen & Weine kann Spitzensommelier Gunnar Tietz vorweisen, der seit letztem Jahr als Fleischbotschafter Teil des OTTO GOURMET-Teams ist. Eine Veranstaltung hat dem sympathischen Weinexperten Renommee über die Hauptstadt Berlin hinaus gebracht: die von ihm initiierte und lange Jahre durchgeführte Big Bottle Party.

Nur große Flaschen hatten auch die rund 30 ausgezeichneten deutschen Winzer im Gepäck, als sie sich am 3. September 2016 auf den Weg nach Heinsberg machten. Zu der 1. BEEF BOTTLE PARTY BY OTTO GOURMET im Fleischkompetenz-Zentrum in Heinsberg.

Lediglich 300 Gäste kamen in den Geschmack exklusiver, deutscher Weine aus großen Flaschen sowie exzellentem Fleisch, dass von renommierten Gastköchen sowie vom OTTO GOURMET- Köcheteam zubereitet wurde.

TEILNEHMENDE WEINGÜTER 

Baden   Bernhard Huber, Dr. Heger, Franz Keller, Heitlinger
Nahe    Emrich-Schönleber, H. Dönnhoff, Schlossgut Diel
Mosel-Saar-Ruwer    Dr. Loosen, NIK WEIS – St. Urbans-Hof, Reichsgraf von Kesselstatt, Von Othegraven
Franken    Horst Sauer, Rudolf Fürst
Rheinhessen    Battenfeld Spanier, Wagner-Stempel, Wittmann
Pfalz    A. Christmann, Dr. Wehrheim, Friedrich Becker, Von Winning – Dr. Deinhard
Ahr    Meyer-Näkel
Württemberg    Graf Adelmann, Rainer Schnaitmann
Rheingau    Weingut Leitz

Phantastische Winzer, tolles Essen, cooles Ambiente, tolle Menschen und wunderbare Gespräche!

DANKE an die Veranstalter, es war ein perfekter Abend!

Jerk Chicken

So Ihr Genussmenschen, heute gibt´s Jerk (Chicken) ! Das liebe ich ganz besonders!

Jerk Chicken
Copyright © by Toms Kochbuchblog

Eigentlich bezeichnet „Jerk“ die Mischung aus Kräutern und Gewürzen, die in das Fleisch hineingerieben wird, bevor man es über mit Pfeffer bestreuter Holzkohle grillt. In Jamaica wurde diese Würzmischung urpsrünglich nur für Schweinefleisch verwendet, aber ich finde „Jerk-Hähnchen“ einfach unschlagbar gut, besonders dann, wenn es leicht angeräuchert und durch den Rum beschwippst vom Feuer kommt!

Überhaupt ist die karibische/creolische Küche mein Ding, ich liebe diese Vielfalt der Traditionen und Kulturen, die zum Kennzeichen des karibischen Raums geworden sind.

Die unterschiedlichsten Völker und Kulturen lebten und leben auf diesen wunderschönen Inseln und haben sie auf vielfältigste Weise geprägt. Jede Gruppe brachte ihre traditionellen Kochtechniken und ihre beliebtesten Nahrungsmittel mit und all dies wurde im Lauf der Zeit in das bestehende integriert. Entstanden ist so im Lauf der Jahrhunderte eine einzigartige und vielfältige Küche!

Jerk Chicken
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Wichtig ist, so finde ich, das das Fleisch, egal ob Schwein oder Hähnchen mindestens 24 Stunden in der Jerk.-Marinade badet!

Das weiter unten aufgeführte Rezept ist eine grobe Richtung (ich find´s so genial), natürlich gibt es auch hier wie bei vielen anderen „Standard-Rezepturen“ hunderte von Variationen und Möglichkeiten!

Jerk Chicken
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Also forscht doch einfach mal ein wenig und findet Eure Lieblings-Jerk-Mischung! Wichtig ist in diesem Fall einfach nur, das es auf Kohle gegrillt wird. Ich gebe kurz bevor es seinen optimalen Garpunkt erreicht hat einfach noch ein paar eingeweichte Eichen-Räucherchips in die Glut und decke die Broiler mit ner großen Blechschüssel ab – ich bin verrückt nach diesem leichten Rauchgeschmack!

Jerk Chicken
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Toll ist es auch frische Kräuter, wie Lorbeer oder Thymian in die Glut zu geben, das ist einfach genial!

Aber das allerwichtigste ist natürlich wie immer und bei allem der vernünftige Einkauf, denn bekanntlich fängt hier ja gutes Kochen an!

Ich hab mir für mein Jerk-Chicken zwei wunderschöne Mistkratzer (und das durften die wirklich!), von meiner Verwandschaft aus Eifa besorgt.

Hab sie einfach nur halbiert und etwas „plattiert“, d.h. mit der Hand etwas platt gedrückt,……… das ist bei Jerk-Chicken nun mal so, manche zerlegen es auch, aber ich finde es so am Stück einfach schöner!

 

Naja und den Rest zeigen die Fotos denke ich !

Probiert es aus, es ist einfach genial!

 

 

 

 

 

Jerk Chicken
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Jerk Marinade (reicht für zwei schöne Broiler):

2 Stück           mittelgroße Zwiebeln

2 Stück           Knoblauchzehen

1 TL                Ingwer, frisch gerieben

1TL                 Thymian, getrocknet, oder auch gerne frisch

1 EL                gehackte Frühlingszwiebeln

1 TL                Piment, gemahlen

1 TL                Zimt, gemahlen

¼ TL               Muskatnuss

2-3 Stück       Lorbeerblätter

2 TL                Chiliflocken, oder frische Chilischote

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

2 TL                Rohrohrzucker

4cl                  Brauner Rum

Saft von einer Limette

Green Curry Chicken

Hallo Ihr Herdvirtuosen, hallo Ihr Kochbuchfanatiker!

Heute gibt es mal wieder kein Kochbuch, dafür aber „gekochtes“ und zwar aus einer meiner Lieblingsküchen, der Thailändischen!

Copyright © by Toms Kochbuchblog/ kochbuch.tips
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Und das ist auch gleichzeitig einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr, nicht nur Bücher, sondern ab und zu auch mal was aus meiner Küche!

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Und ja, ich weiß, es wird wie immer welche geben, die sagen werden: Die Gemüse sind aber nicht authentisch-thailändisch, aber, ich lebe in der Nordhessischen Provinz und da ist es nun mal immens schwer am Tag nach Neujahr (wenn es dann auch noch ein Samstag ist, hat Koch völlig verloren), vernünftiges Gemüse zu bekommen!

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Naja und wenn es dann auch noch spezielles wie Pak-Choi, , Kaffirlimettenblätter, frischer Ingwer, Zitronengras oder ähnliches sein soll, dann wird im lokalen Supermarkt gleich die Parlamentärsfahne gehisst!

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Aber nichtsdestotrotz: Es wird thailändisch am Sonntag geben!

Also schnell im Gewürzschrank nachgesehen, sch……, ich hab es geahnt, meine selbstgemörserte/-gemischte Grüne Currymischung hat´s auch mal wieder dahingerafft!

So, also fangen wir wieder ganz vorne an, die passenden Gewürze (Basilikum, Bockshornkleesaat, Brauner Rohrzucker, Korinaderkörner, Ingwer, grüne, selbstgetrocknete Jalapeños, Cumin, etwas Piri-Piri, Estragon, Zitronengras (hatte ich noch ein wenig getrocknet), Kardamomsaat, Tellicherry-Pfeffer, Knoblauch, Zitronenschale, Minze und frischer Koriander, alles in den Mörser und dann Feuer frei!

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Ich finde, nirgendwo werden die Einflüsse Indiens, Europas und Chinas so deutlich spürbar wie in der thailändischen Küche. Durch all diese Einflüsse wurde im Lauf der Jahrhunderte die typisch thailändische Landesküche geboren.

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Teil 1 wäre somit erledigt!

Ach so, nur um alle Unklarheiten zu beseitigen, das ist eine Trockengewürzmischung, der frische Koriander kommt grob geschnitten kurz vor Fertigstellung in mein Hühnchen-Curry, also beinahe alles „comme il faut“…….

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Aber der eigentliche Grund, nein eigentlich sind es zwei Gründe, weshalb es heute Hühnchen-Curry gibt, sind folgende:

  1. Thailändische/Asiatische Küche, schnell, gesund und unglaublich lecker !
  2. Meine neue d. die Pfanne, heute bist du fällig Baby……. ich bin soooo gespannt wie sie sich schlägt!

Also, Schneidebrett aufbauen, Paprika, Karotten, Knoblauch, Frühlingszwiebeln (das waren übrigens auch die letzten am heutigen Samstag im lokalen Supermarkt – und ich musste sie noch mit meinem Einkaufswagen verteidigen), braune Champignons, Chilis, Staudensellerie und Koriander sowie die Hähnchenbrust geschnitten, gehackt oder zerdrückt und meine neue Pfanne „hochgefahren“.

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Dann kommt der Moment der Wahrheit, die Ochsenbäckchen von neulich hat sie mit Bravour gemeistert und mein Hähnchen-Curry wird ebenfalls kein Problem für sie sein, oder Tommy?????

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So, jetzt aber an den Start:

Das Hähnchenfleisch mit dem grünen Curry mariniert und in meiner neuen Pfanne mit den fein gehackten (fast Capsaicin-freien) Chilischoten scharf „angeschossen“, anschließend das Gemüse angebraten und dann alles zusammen mit Kokosmilch in der Pfanne „vermählt“, würzen brauchte ich nicht mehr viel, etwas grobes Salz aus der Mühle, etwas Ingwerpaste und ein Schuß Sweet-Chili Sauce.

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Das wars!

Verzeiht mir bitte, das es heute mal kein Rezept dazu gibt, ich habe heute einfach mal getreu dem Motto „ Ich bin Koch und kein Apotheker“ gearbeitet.

Copyright © by Toms Kochbuchblog/ kochbuch.tips
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Aber das eben ist auch der Vorteil an der asiatischen/ thailändischen Küche, es ist so wunderbar einfach, aber trotzdem göttlich gut, ich denke die Fotos sagen alles aus!

In diesem Sinne Ihr kochwütigen da draußen: Ran an die Pfannen!

Carrie´s Kitchen

Hallo Ihr Topfpiraten, Herdfreaks und Gernekocher!

Heute gibt´s essen für die Seele @ Toms Kochbuchblog in Form eines wunderbaren neuen Kochbuchs aus dem Knesebeck-Verlag.

Ein wahrer „kulinarischer Roadtrip“ durch die USA, einfach ein richtig geniales Kochbuch, nicht nur für´s „every-day-cooking“ zuhause.

So und hier ist es jetzt auch:

Copyright (c) by Knesebeck-Verlag
Copyright (c) by Knesebeck-Verlag

Carrie´s Kitchen

Kulinarischer Roadtrip durch die USA

Carrie Solomon

Knesebeck-Verlag

Gebunden, 224 Seiten

mit 200 farbigen Abbildungen

€ 24,95

ISBN 978-3-86873-823-0

Erscheinungstermin: 17. September 2015

 

Schon der Erste Eindruck, beim ansehen des Buchcovers macht Lust auf amerikanische Küche bzw. auf´s Buch, Carrie in einer gestreiften Latzschürze mit einer großen typisch amerikanischen Papiertüte im Arm…..

Beim Ersten durchstöbern des Buches fallen mir das Layout und die Fotografien auf, absolut passend zum Thema, auch beim der Wahl des Papieres, hat man sich für eine stabile und „griffige“ Variante entschieden, sehr gute und vor allem passende Wahl wie ich finde!

So aber jetzt zu dem was Euch am meisten interessiert – Der Inhalt………

Aufgeteilt ist es in lediglich vier Kapitel – aber das ist auch völlig ausreichend wie ich finde – , die da lauten:

Breakfast and Brunch, Sandwiches, Soups and Salads, Dinners & Desserts.

224 Seiten voller amerikanischer Lebensfreude, Küchenkultur und wunderbarer Klassiker der Nordamerikanischen Küche, die so bunt üppig und vielfältig ist, wie Land und Leute selbst.

Hier stellt man immer wieder fest, (das habe auch ich schon mehrmals in vorangegangen Beiträgen betont), das die regionalen Küchen der USA weitaus mehr zu bieten haben als nur Burger, HotDogs, Cookies & Co.

Carrie stellt in ihrem Buch 80 Rezeptklassiker, von Frühstück bis Dessert und von der Ost- bis zur Westküste vor.

Natürlich gibt es Pastrami-Sandwich am Big Apple und die New England Clam Chowder, aber da ist noch so vieles mehr zu entdecken !

Von den wichtigsten Hot-Dog-Regeln, selbstgemachten Bagels, Orange-Curd, Donuts oder wunderbaren Cole Slaw-Rezepten bis hin zu Barbecued Ribs, dem Soda-Can-Barbecued Chicken und meinem Favourite, dem Pastrami, sowie vielen Tipps und Tricks zur Zubereitung der Rezepte hat Carrie einfach an alles gedacht, was die Nordamerikanische Küche ausmacht!

Noch erwähnenswert und wirklich Klasse finde ich Carries Beschreibung der regionalen Küchen der USA, von der kalifornischen Küche, über die indianische und Tex-Mex-Küche, von der Nordwestlichen Pazifikküste über den mittleren Westen in den Osten zu den Amish aus Pennsylvania, bis hin in die klassische Südstaatenküche mit ihrem phantastischen Cajun- und Creole-Style, alles phantastisch erzählt und in ihren Ursprüngen beschrieben.

Oooooh, ich vergaß natürlich die vielen wunderbaren Adressen für amerikanische Lebensmittel etc. am Ende des Buches, da war auch ich direkt stöbern ! Hier sind einige davon:  www.us-food.de , www.americansoda.de, www.usfoodz.de! Viel Spaß beim Stöbern!

Fazit:

Das Buch von Carrie Solomon ist ein absolutes „Must-Have“ für alle Liebhaber und Freaks der nordamerikanischen Küche! Ich als absoluter USA-Freak finde es absolut gelungen!

Brotbackbuch Nr. 2

Hallo Ihr Gerne-Esser, Dauerkocher und Lecker-Bäcker, nach einigen Tagen Pause melde ich mich mit einem nagelneuen Buch für alle Professionellen- und Hobby-Bäcker unter Euch zurück!

Und hier ist es auch gleich:

Copyright (c) by Ulmer-Verlag/ Geißler/Hollensteiner
Copyright (c) by Ulmer-Verlag/ Geißler/Hollensteiner

Brotbackbuch Nr. 2

Alltagsrezepte und Tipps für naturbelassenes Brot.

Erschienen im Ulmer-Verlag.

Lutz Geißler, Björn Hollensteiner. 2015.

272 S., 815 Farbfotos, gebunden.

ISBN 978-3-8001-8374-6.

€ 29,90

 

Endlich das Zweite seiner Art, nachdem das Brotbackbuch Nr. 1 bereits mit einer Goldmedaille durch die GAD bedacht wurde, wird diese, so denke ich auch beim Zweiten Band nicht lange auf sich warten lassen.

Das ist Brot backen in Perfektion und das nicht nur für zuhause, sondern auch für die professionellen des backenden Gewerbes unter Euch! Es müssen ja nicht immer nur Zentnerweise fertige Backmischungen sein, oder? Aber die Handwerksbäcker unter Euch wissen denke ich wovon ich rede!

Ihr werdet Euch jetzt fragen: Brot backen in der eigenen Küche?? Ja, das geht und zwar sehr gut, was nur vielen unter uns einfach fehlt ist die Zeit dafür, es muss ja leider Gottes immer nur alles „Husch-Husch“ gehen……… und am besten auch noch den billigen Discounter-Schrott, wo es die Semmel für 9 cent gibt……….Allein der Gedanke daran und diese bodenlose Frechheit mit der hierfür Werbung betrieben wird, machen mich unglaublich wütend!

Eigentlich sollen meine Rezensionen ja immer relativ neutral bleiben, hab ich mir zumindest irgendwann mal vorgenommen, aber das funktioniert leider nicht immer, zumindest dann wenn ich sehe wie ehrliches und aufrichtiges Handwerk mit einem solchen Schrott niedergemacht wird!

Aber jetzt wieder zurück zum Buch:

In diesem Buch ist wirklich für jeden etwas dabei, ob Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrote und Brötchen, mit Hefe oder mit Sauerteig, mit praktischer und natürlich sehr förderlicher Übernachtgare oder no-knead-Brote, an alles ist gedacht und für jeden Geschmack ist auch dieses mal wieder etwas dabei!

Alltagstaugliche Grundteige lassen sich durch kleine Änderungen an die gewünschte Teigführung und Eure eigenen Zeitvorstellungen anpassen.

Unterteilt ist dieses Prachtstück der Brotbackkunst (das Brotbacken ist für mich genauso eine Art Kunst wie es bei uns Köchen das Kochen ist, insofern es ehrlich, mit Hingabe, Liebe, Enthusiasmus und Verstand betrieben wird), in einen Grundlagenteil, der zeigt, wie man mit wenigen Zutaten und einfachem Zubehör die leckersten Brote und Brötchen backen kann.

Des weiteren gibt es absolut alltagstaugliche Rezepte (auch wenn alles wirklich sehr professionell aufgebaut ist) in je vier zeitlichen und geschmacklichen Varianten mit vielen Tipps für unzählige weitere Variationen.

Insgesamt 100 Rezepte und rund 800 Fotos – für Brot in dem wir wirklich wissen was drin ist!

Vom freigeschobenen Dinkelbrot, einem wunderbaren Camembert-Brot bis hin zum Roggenschrotbrot, an alle Geschmäcker ist gebracht.

Naja und wie gesagt, sehr professionell ist es auch noch dazu, Brotfehler werden eingehend behandelt, ein ganzes Kapitel zum Schluß befasst sich nur mit der Gare, Begriffe wie Anstellgut, Nullteig, Koch- oder Brühstück und Teigausbeute werden perfekt erklärt!

Fazit:

Keine Angst mehr vorm Brotbacken, auch zuhause, das Buch ist nach eingehender Lektüre ein perfekter Begleiter für die eigene Heimbäckerei, jetzt könnt Ihr nicht mehr sagen, das dauert alles zu lange und ist zu schwierig! Mit diesem Buch ist alles perfekt planbar, einfach „Backen wenn´s passt“ !

Put a lot of Love in it

Hallo Ihr Herdakrobaten und Foodies, es ist mal wieder ein 12-Stunden-Tag rum und ich muss Euch unbedingt noch ein neues, wirklich tolles Kochbuch einer österreichischen Food-Bloggerin vorstellen.

Es ist launisch, es ist unkompliziert, aber vor allem ehrlich und spontan und es macht furchtbar viel Spaß.

Und hier ist es:

Copyright (c) by edition styria
Copyright (c) by edition styria

Put a lot of love in it

von Alexandra Palla,

erschienen in der Edition Styria.

ISBN: 978-3-99011-073-7

Seiten: 192

Einband: Franz. Broschur

Format: 17,5 x 27,0 cm

€ 24,99

 

Alexandra Palla ist seit 2011 leidenschaftliche Food-Bloggerin, das spürt man, wenn man ihr Buch und Ihre Rezepte liest, da steckt so unglaublich viel Leidenschaft, ganz viel Lebenslust und Freude am Kochen drin.

Ihr Blog, der roughcutblog.com hat mittlerweile tausende von Lesern pro Monat, sie schreibt in Zeitungen und Zeitschriften und mit „Put a lot of love in it“ präsentiert sie jetzt auch endlich ihr erstes Kochbuch.

Ich frage mich wirklich gerade, was mich als Koch an Alexandra so begeistert, ist es ihre unkonventionelle Art zu kochen? Sind es nicht beste Zutaten, eine perfekte mise en place und das ultimative Rezept???? Oder wird das alles zur Nebensache, wenn eine große Portion Liebe und ganz viel Leidenschaft mit im Spiel ist??

Naja zur Nebensache werden werden beste Zutaten natürlich nicht, aber Liebe und Leidenschaft gehören einfach dazu. Kochen ist Liebe, kochen ist Leidenschaft, egal ob zu Hause oder wenn man diesen Job lebt, wie so viele von uns in der Gastronomie! Ohne Leidenschaft geht gar nichts!

Es ist Alexandras Kreativität, wie bereits gesagt, man spürt es ihren Rezepten an, es ist nichts inszeniert, man hat einfach den Eindruck, das alles so fotografiert wurde, wie es auch entstanden ist.

Die Fotos finde ich einfach nur cool, kein Licht, kein Styling, kein Studio, alles einfach so wie es entstanden ist, natürlich einfach, so wie Alexandra!

Die Kapitel von Knackfrisch, Easypeasy, Ruckzuck, Potluck (mein Lieblingskapitel) und Süßstoff sprechen Bände und sagen alles über Alexandras Philosophie „The only secret ist o put a lot of Love in it“…….

Von Bärlauchpasta und Melanzani-Aufstrich über einen Schweinsbraten oder den Wassermelonensalat, von Ceviche, Wurstsalat und Rote Rüben Mon dieu, bis hin zu Paprikahuhn, Faschiertem Braten und Porchetta Betonküche! und natürlich ganz vielen süßen Eskapaden wie den Nutella Marmorkuchen oder die Pavlova gibt es in Alexandra´s Buch wirklich Küche für jeden Tag, Küche die schnell geht und unglaublich viel Spaß macht du noch dazu gesund und äußerst nahrhaft ist! Rezepte für jeden Anlass und Rezepte für jede Küche, auch für die kleinste! Und vor allem sind sie alle „Rough-Cut-tauglich“…….

Fazit:

Dieses Kochbuch ist einfach ein Knaller, keine Pinzettenküche, einfach erfrischend und unglaublich lecker!

Pia, Pecorino & Das Big Green Egg

Da kommt man nach 10 Stunden arbeiten nach Hause (Jaaa, das war nur ein Dreiviertel Arbeitstag……) und findet ein wunderbares kleines, sehnsüchtig erwartetes Päckchen meiner wunderbaren Freundin Pia mit der Aufschrift „Express“ vor der Haustür! Nur so viel, sie war über Ostern in der Toskana

Da denkt der Koch, heute ist Weihnachten, Ostern und mein Geburtstag auf einen Tag gefallen.

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Ich muß zugeben, hab es gierig geöffnet um das darin enthaltene „Etwas“ endlich mit allen Sinnen begutachten zu können!

Es handelt sich um wunderbaren Pecorino, yeah!

Folgendes hat mir Pia dazu geschrieben:

„Der Käse kommt aus Semproniano, Provinz Grosseto. Die Dame, die ihn macht, ist Ende 70. Sie hat Schafe (und Hühner, Truthähne, Hasen etc) und macht sowohl großartigen Ricotta als eben auch diesen wunderbaren Pecorino. Milch kommt (frisch von Schaf mit keinen Zusätzen und nix mit erhitzt etc) in

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einen großen Topf, der kommt übers offene Feuer (auf dem kocht sie meist). Erhitzen auf 37 Grad (mit dem Finger gemessen), dann irgendwas rein zum Stocken, aber kein Lab, ich meine es ist Kalium. In Form gebracht reift der Käse unter der Treppe. Wenn es zu kalt ist, kommt ein Topf mit heißer Asche/Glut in den Raum. Oben drauf ab und an grobes Salz, Schale also unbehandelt, man könnte sie mitessen. Also echte Handarbeit. Entspricht keinen EU Vorgaben (yeah).“

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So, und da hab ich mir doch direkt gedacht, was liegt näher als………..frische Pizza, mit nichts mehr als etwas Sugo, Salami, roten Zwiebeln und Pia´s göttlichem Pecorino. Also schnell etwas Pizzateig gemacht, die Grillsaison eröffnet und das „Big Green Egg“ angeheizt um meinen neuen Pizzastein auszuprobieren.

 

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Und was soll ich sagen, es war ein sooooo unglaublicher Genuss (außer das dem Pizzateig die nötige Teigruhe gefehlt hat, weil ich einfach zu naja, gierig war), ich hätte immer weiter essen können, aber ich muss zur Zeit leider etwas auf mein Gewicht achten …….ha..ha..ha….

Das ist eine Hommage an einfach italienische Küche, an naturbelassene und zum Glück nicht EU-Konforme Lebensmittel aus eigener Herstellung……. es gibt nichts schöneres auf dieser Welt!

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Danke liebste Pia, Du hast mir nach einem harten, arbeitsreichen Freitag einen wunderbaren Feierabend beschert!

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Kartoffel-Karotten-Tajine mit Erbsen

Liebe Foodies, heute gibts mal keine Kochbuchrezension, sondern etwas „gekochtes“ aus dem zuletzt vorgestellten Kochbuch „Vegetarische Tajine & Coucous“ aus dem Haedecke-Verlag.

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Das war eines der unzähligen Gerichte aus diesem Kochbuch, die mich regelrecht dazu verleitet haben sie auszuprobieren, naja und heute gibts das auch mal komplett dokumentiert und mit Rezept! Es war einfach nur genial und „ultra-lecker“! Die Gewürze und Kräuter verhelfen diesem göttlich einfachen Gericht zu wahren Geschmacksexplosionen!

So, und hier jetzt das Rezept:

2-3 EL                        Ghee, Smen oder Arganöl, alternativ 1 EL Olivenöl                mit 1 EL Butter

2                     Zwiebeln, geschält und in Streifen geschnitten

4                     Knoblauchzehen, geschält

2-3 cm         frische Ingwerknolle, geschält

1-2                 rote Chilischoten, Samen und Scheidewände entfernt      (ich hab noch eine grüne und gelbe Schote dazu geschnitten)

1 TL                Kreuzkümmelsamen, grob gemörsert

1 TL                Koriandersamen, grob gemörsert

2 TL                Kurkumapulver

15-18 St.      kleine Kartoffeln (Drillinge)

4 Stück          Karotten, geschält und jeweils in 3-4 Stücke geteilt

600 ml           gute Gemüsebrühe (ohne Glutamatschrott)

225 g             frische Erbsen, oder TK-Ware

1                     Limette, unbehandelt und ausgepresst

1                     kleiner Bund glattblättrige Petersilie, grob geschnitten

1                     kleiner Bund frische Minze, grob geschnitten

Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle, (ich habe meinen wunderbaren Tellicherry-Pfeffer verwendet, ich finde einfach, er hat eine sublimere, feinere und nicht so aufdringliche Würze, bzw. Schärfe wie normaler schwarzer Pfeffer)

Zubereitung:

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Das Fett in einer Casserole erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten, Knoblauch, Ingwer, Chili, Kreuzkümmel und Koriander zugeben und kurz mit anschwitzen.

Mit dem Kurkumapulver „abstäuben“ und kurz mit anschwitzen.

Kartöffelchen halbieren und mit

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den Karotten zugeben, kurz mitdünsten und anschließend mit der Brühe auffüllen.

Bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen, dann bei geöffnetem Deckel nochmals 5 bis 10 Minuten ganz leicht simmern lassen, so das die Brühe noch ein klein wenig einreduziert und etwas mehr Bindung bekommt.

Mit Pfeffer und Meersalz würzen.

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Kurz vor Schluss die geschnittenen Kräuter unterziehen. Ein klein wenig der

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Kräuter übrig lassen und nach dem Anrichten auf die Kartöffelchen streuen.

Das Rezept sollte ausreichend für 4 Personen sein, entweder als Beilage oder als eigenständiges Gericht, vielleicht mit wunderbarem krossen Pain Paillasse!

Es ist ein wahres Götteressen!

Kalbstafelspitz mal anders – Sous Vide by SEVERIN

Kalbstafelspitz……. ich hab mir gedacht, den kann man auch mal anders machen, nicht immer nur kochen wie Wäsche, aber mit allen klassischen Komponenten wie Wurzelgemüse, Meerrettich, Kartoffeln, Rote Bete, einfach aber durchdacht, und ohne großen Chi-Chi, wenig Deko, halt eben auf´s wesentliche konzentriert, getreu dem Motto: einfach mal ausprobieren!

Hier die Rezepturen:

Gepökelter Kalbstafelspitz (24/65) Sous Vide, Kartoffel-Rote-Bete-Espuma, lauwarme Wurzelgemüse-Relish und Meerrettichschaum

 

Copyright (c) by Toms Kochbuchblog
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Der klassische Tafelspitz mal etwas anders, die Kartoffeln als feine Espuma mit Roter Bete, das klassische Wurzelgemüse als pikant-süß-säuerliche Relish und den Tafelspitz gepökelt und Sous vide gegart ! Das Fleisch war unglaublich gut !

 

Pökellake:

 2 l       Wasser

100 g  Salz

40 g    Zucker

30 g    Sweet Chili Sauce

10 g    Pökelsalz

 Den Kalbstafelspitz (ca. 1,1kg) sauber parieren.

Das Wasser mit dem Salz, dem Zucker und der Sweet-Chili-Sauce aufkochen und erkalten lassen. Nach dem erkalten das Pökelsalz unterrühren. Den Tafelspitz mit ein wenig der Pökellake spritzen (hierfür eine handelsübliche Einwegspritze oder idealerweise eine isi-Flasche mit Injektionsnadel) verwenden. Den so behandelten Tafelspitz für 24 Stunden in die Lake legen.

Nach der Pökelzeit mit Küchenkrepp trocknen und in einem Sous Vide fähigen Vakuumierbeutel einvakuumieren und für 38 Stunden bei 65°C zum Garen in den Thermalisierer geben.

 Wurzelgemüserelish:

 120 g  Apfel (Golden Delicious)

90 g    Karotte

80 g    Petersilienwurzel

80 g    Sellerie

80 g    Lauch

10 g    Knoblauch

50 g    Butter

40 g    Rohrzucker

60 ml  Wasser

25 ml  Balsamicoessig, weiß

2 g      Tellicherry Pfeffer

3 g      Fleur de Sel

1 Msp.            Piri-Piri

 Den Rohrzucker in einen Topf geben und ganz leicht karamellisieren lassen, die kalte Butter in den karamellisierten Zucker einrühren und mit Balsamico und Wasser ablöschen. Das Gemüse zugeben und auf niedriger Temperatur mit Deckel langsam weichdünsten lassen (es darf noch etwas Biss haben). Anschließend den Deckel vom Topf nehmen und den Fond noch etwas einreduzieren lassen. Zur Seite stellen und erkalten lassen.

Kartoffel-Rote-Bete-Espuma:

 300 g  Kartoffel, mehlig

2         Rosmarinzweige

100 ml           Milch

50 ml  Sahne

50 ml  Rote Bete Saft

2 EL Olivenöl

2         Knoblauchzehen

½        Zitrone

0,25 g Salz

0,25 g Pfeffer

0,25 g Muskatnuss

 Die Kartoffeln geschält und gewürfelt in Salzwasser mit einem Rosmarinzweig ca. 10 Minuten weich kochen, abgießen und ausdampfen lassen. Milch mit dem Knoblauch und einem Rosmarinzweig aufkochen lassen und die Sahne unterrühren. Die warmen Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse in die heiße Flüssigkeit pressen (keinen Stabmixer verwenden) Rote Bete Saft zugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Das Püree mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Zitronenabrieb abschmecken. 2-3 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen. Das Püree sollte eine flüssige Konsistenz haben. Die Masse durch ein feines Sieb streichen und in eine isi-Flasche füllen. Eine Sahnekapsel aufschrauben und kräftig schütteln. Die Flasche bis zum Gebrauch bei max. 75°C warm stellen.

Vor dem servieren nochmal kräftig schütteln.

 Meerettichschaum:

 50 g    Kochs Meerrettich

100 ml           Sahne

Fleur des  Sel

Pfeffer, weiß, gemahlen

1 Spritzer Zitronensaft

20 g    Butter zum montieren                 

 Die Sahne mit dem Meerrettich zusammen aufkochen, mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft würzen. Alles etwas einreduzieren lassen und mit kalter Butter und Stabmixer aufmontieren.

Vorratsbibel – Alles zum Selbermachen

Hallo Ihr Foodies, Gastros und Hobbyköche. Heute geht´s ans Eingemachte, im wahrsten Sinne des Wortes.

Manchmal gibt es Kochbücher da denke ich naja, mal sehn was da kommt. Meist mit leicht skeptischen Hintergedanken, schon durch das schiere betrachten des Einbandes, bzw. der Titelseite. Bei der heutigen Buchvorstellung ging es mir anfangs genauso, aber schon nach dem ersten durchblättern wurde ich ganz schnell eines besseren belehrt !

Ich muss ganz ehrlich sein, der Einband ist ein wenig „antiquiert“, aber wie so oft kommt es doch auf die inneren Werte an, oder?

Also, jetzt aber:

Copyright (c) by pichler verlag
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Vorratsbibel – Alles zum Selbermachen von Ingrid Pernkopf und Willi Haider, erschienen im Pichler Verlag/ Verlagsgruppe Styria

Wie bereits eingehend gesagt, die Umschlaggestaltung hätte ich anders realisiert, aber das hatten andere zu entscheiden. Die Autoren Ingrid Pernkopf und Willi Haider haben ein wirkliche „Bibel der Bevorratung“ mit diesem Buch geschaffen.

Sie haben an wirklich alles gedacht! Nun ja, mich erinnert das Coverfoto immer an die eingekochten Kirschen und Stachelbeeren meiner Mutter, aber nicht nur das ist „einkochen“ oder „einmachen“ wie man bei uns sagt, da ist noch so vieles mehr wenn es ums Thema Haltbarmachen geht!

Nach kurzem Vorwort der Autoren, geht’s auch direkt ans „Eingemachte“………Das erste Kapitel startet mit dem Einmaleins der Vorratsküche, hier werden alle Techniken, der richtige Gebrauch von Einkochgeschirr und-utensilien und die Lagerung und Haltbarkeit des „Selbstgemachten“ beschrieben.

Dann geht’s los, mit Marmeladen, Gelees und Aufstrichen, wirklich tolle, kreative und leckere Rezepte, die auch in allen weiteren Kapiteln von grundlegenden Tips zur Vorgehensweise und Herstellung begleitet werden. Die Autoren haben wirklich an alles gedacht!

Im nächsten Kapitel geht es um pikante Marmeladen, Chutneys und Relishes, das ist eines meiner Lieblingskapitel! Dem folgen weitere Kapitel wie Säfte, Sirupe & Hochprozentiges, Kompotte, Muse & Röster, Aromatische Öle & Essige, Pikantes & Süss-Saures sowie mein absolutes „Favourite“, Senf, Würz-, Salatsossen & Pasten, hier gibt es alles vom Apfelsenf über Zwiebel- & Feigensenf, bis hin zum Ajvar und zum Mohnpesto! Einfach nur tolle Ideen und Rezepte!

Weiter geht’s mit Salzen, Gewürz- und Zuckermischungen & in Honig eingelegtem.

Dem folgt Backen im Einmachglas, Brote & süße Festtagsgebäcke und dann (yummieeee), mein drittes Lieblingskapitel Herzhaftes zur Jause, mit Buttermischungen (Butter ist mein Sternzeichen), Schmalz, Würsten, Schinken und Sulzen, und dazu frisches Brot…….dafür lass ich jedes Filet stehen!

Zum Schluss wird ebenfalls noch ein sehr wichtiges Kapitel zum Thema Haltbarmachen behandelt, nämlich Trocknen & Dörren (hab ich ja in meinem Blog bereits auch zum Thema gemacht).

Im Anhang gibt es noch einen kulinarischen Jahreszeitenkalender, das Rezeptregister, einen „Österreichisch-Deutsch“- Übersetzer sowie tolle Tips zu Lieferanten und Partnern!

Fazit:

Das sind 382 Seiten geballtes und wunderbar fundiertes Wissen, nicht nur zum Thema „Einmachen“. Ein tolles Buch!

Tomatenpesto by SEVERIN

Hallo Ihr Foodies und Kochbuch- süchtigen da draußen, heute gibt´s mal wieder einen Produkttest bei Toms Kochbuchblog, hab mir endlich mal einen Dörrautomaten

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und ein neues Stabmixer-Set von SEVERIN für zuhause zugelegt. Und die Geräte sind jetzt seit annähernd 4 Tagen im Dauertest, es wird gedörrt, gemixt und püriert was das Zeug hält !

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Aus dem Dörrautomaten gab es als erstes getrocknete Tomaten, und ich kann ohne Umschweife sagen, das er perfekt funktioniert. Da ich ihn voll bestückt hatte (alle vier Siebträger voll) musste ich lediglich die Einsätze ab und zu mal tauschen (an Hand ihres Dörrgrades) , das er nicht ganz gleichmäßig von unten nach oben dörrt. Aber wie gesagt, er war ja auch voll bestückt!

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So und dann hatte ich aus knapp 1,5 kg frischen Strauchtomaten noch rund 120 g getrocknete Tomaten übrig, das Aroma war phantastisch! So folgte logischerweise dann auch der folgende Produkttest des Zauberstabs mit Pürieraufsatz, und den hat er mit Bravour bestanden! Alll Zutaten für meine rote Pesto nach und nach püriert und das Ergebnis könnt Ihr ja sehen, ein göttliches rotes Pesto!

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Hier auch das Rezept:

Tomatenpesto „Severin“ by Toms Kochbuchblog

 Zutaten:

Rispentomaten                                1,3 kg, fertig getrocknet rund 110 g

Olivenöl                                                130 ml

Pinienkerne, geröstet                      65 g

Parmigiano Reggiano                      70 g

Knoblauch, frisch                               12 g

Pfeffer aus der Mühle

Fleur de Sel

Balsamico

Herstellung:

Die Tomaten waschen, den Strunk herausschneiden, anschließend die Tomaten in 6 mm dicke Scheiben schneiden und nicht zu eng auf die Trägersiebe des Dörrautomaten setzen.

Alle vier Träger auf den Dörrautomat setzen und in ca. 10 -12 Stunden die Tomaten trocknen, bis sie eine feste Textur aufweisen (bei Vollbestückung des Dörrautomaten die Träger zwei bis dreimal von oben nach unten tauschen).

Die Pinienkerne rösten.

Nach dem Trocknen die Tomaten nach und nach in den Arbeitsbehälter (mit Messer) des Zauberstabes geben, die Motoreinheit aufsetzen und das Ganze zusammen mit den gerösteten Pinienkernen, dem Parmigiano und dem Knoblauch fein mixen.

Das Olivenöl nach und nach zugeben.

Mit Fleur de Sel, Pfeffer aus der Mühle und einem Esslöffel gutem Balsamicoessig würzen.

In kleine Weck Gläser füllen und kalt stellen.

Verwendbar als Aufstrich pur, zur Herstellung von Tomatenfrischkäse und natürlich zu frischer Pasta !

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So und seit nunmehr zwei Tagen läuft der Dörrautomat ununterbrochen mit Äpfeln, die

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Kinder lieben sie!

Das nächste Projekt wird gedörrtes Gemüse (Sellerie, Lauch , Karotten zum haltbar machen für Gemüsebrühe), bin gespannt wie es wird!

Würde mich übrigens sehr freuen, wenn Ihr die Pesto selbst auch mal probieren würdet, sie ist genial!

Sous Vide by SEVERIN

Hallo Ihr Kochbuchverrückten , heute gibt es den dritten Test des Thermalisierers von SEVERIN.

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Es gab Entenbrust in Teriyaki und Tellycherry-Pfeffer mariniert, das ganze für drei Stunden bei 55°Celsius in den Thermalisierer, dazu gab es ein wunderbares Cous Cous mit Raz el Hanout, Granatapfelkernen und ein ganz wenig frischer Minze.

Zum Dippen gab es selbst gemachte Plum-Sauce und eine Reduktion aus karamellisiertem Rohrzucker, Balsamico und Granatapfelsaft!

Es war göttlich, der Thermalisierer verrichtet sein Werk perfekt! Es macht wirklich großen Spaß mit diesem Gerät zuhause rum zu tüfteln und rum zu experimentieren.

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Ach so und seit heute habe ich endlich meine „Pure Oak“-Bretter aus feinster Eiche, zum Anrichten von BM-Woodworks in Münchhausen, sie sind traumhaft geworden! Hab sie heute nur noch mit Olivenöl eingerieben. Danke Bodo, you made my day!

Sollte jemand Interesse daran haben, schreibt mir einfach in welcher Stückzahl und Größe Ihr sie braucht, meine haben die Maße 22x11x2 cm und sind IMG_2441einfach die perfekte „Bühne“ für Vorspeisen. Bei den Größen habt Ihr freie Wahl, Preise nur auf Anfrage.

Wochenmarkt

Hallo liebe Gastro-Kollegen, Hobby-Foodies und (Koch)-Buch-verrückte, heute gibt es ZEIT @ Tom´s Kochbuchblog, zwar nur im übertragenen Sinne, aber in Form einer wunderbaren Kochbuche-Neuerscheinung.

So und heute auch ohne lange Vorrede, es geht direkt los mit „Vorhang auf für“:

Copyright (c) by Berlin Verlag/ Bloomsbury Berlin
Copyright (c) by Berlin Verlag/ Bloomsbury Berlin

Wochenmarkt – Die frischen, einfachen Rezepte aus dem ZEIT-MAGAZIN, von Elisabeth Raether, erschienen bei Bloomsbury Berlin/ Berlin-Verlag.

 Lange haben wir eifrigen „ZEIT“-Leser darauf gewartet, seit Oktober ist es endlich da, das Buch, der wie ich persönlich finde, charmantesten unter allen Rezeptkolumnistinnen!

In 2011 hat Elisabeth Raether die Rezeptkolumne „Wochenmarkt“ für das ZEIT-Magazin erdacht und entwickelt und seit der Zeit ist sie mit ihrem „Wochenmarkt“ zur erfolgreichsten und der am meist gelesenen Rezeptkolumne in Deutschland geworden.

Und das zu Recht, die „Leichtigkeit“ und „Aufrichtigkeit“ die sie auszeichnet, ihr zwangloser, unkomplizierter aber doch höchst respektvoller Umgang mit Lebensmitteln, ihr feinsinniges Gespür dafür, etwas einfaches zu etwas wunderbarem zu „verzaubern“, all` das sind Charakterzüge bzw. Charaktereigenschaften die einen „Foodie“ ausmachen.

Wir sprechen hier nicht von großem übermäßigem Ehrgeiz (ihre Mutter sagt über sie, sie könne nicht kochen)……. nein, es ist einfach etwas, das einem in die Wiege gelegt wird, nicht zu beschreiben…….Ihr vielen Kollegen der kochenden Zunft da draußen wisst was ich meine!

Copyright (c) by Andreas Lux
Copyright (c) by Andreas Lux

Ich mag ihre Art wie sie die Dinge sieht, mit einem gewissen Pragmatismus, alles beim Namen nennend, in Ihrem Vorwort spricht sie von den Heerscharen an Fernsehköchen und Kochshow-Juroren mit Profilneurosen, das sehe ich nach 27 Jahren in der Gastronomie ähnlich, diese Jungs haben nicht nur Profilneurosen, nein, sie haben auch jeglichen Bezug zum Herd verloren, sie machen Kochen zu etwas wie einem „Wettbewerb“ und das tut uns allen in der Branche nicht gut………aber wem sage ich das!

Aber genug der Dinge, ich schweife schon wieder aus. Ich habe mich riesig über die Beschreibung ihres Lieblings-Kochbuches gefreut, WIR haben das Gleiche!!!!!

Ein „Schinken“ aus dem Jahr 1977, das die Küche in all ihrer Lust, Kreativität, Freude am Kochen und Leben beschreibt! Ein Buch vom Grand Maître Paul Bocuse……..Ich haaaaaab´s auch !

Jetzt aber endlich zu Elisabeth´s Buch:

Das Inhaltsverzeichnis verrät schon sehr viel, ich habe ein tolles, schlicht, aber ganz im Stil des „ZEIT-Magazins“designtes Kochbuch, das sich dem Wandel der Jahreszeiten anpasst vor mir liegen.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter, das sind die Namen der Kapitel und so wird auch gekocht, wunderbar einfach, aber göttlich gut……Beim Aufschlagen „sprang“ mich ein Rezept regelrecht an, ein Rezept des Sommers, ein „Himbeer-Schokoladen-Clafoutis“.

Und da es mein großes Glück ist, mich stolzer Besitzer eines eigenen Gartens nennen zu dürfen in dem reichlich Himbeeren und Brombeeren gedeihen, so hab ich natürlich noch welche in der Truhe und somit wird dieses wunderbar sommerliche Rezept an diesem Wochenende auch ausprobiert!

Mit rund 90 wunderbaren Rezepten aus „aller Welt“ von der Minosuppe zumTabbouleh, von der Tagliate bis zu Ceviche und vom marokkanischen Hühncheneintopf bis zum Chääsfondue, sie hat einfach an alles gedacht und alles ausprobiert.

Ich probiere sehr gerne und viel aus, aber ich liebe auch diese einfache, unspektukuläre Art zu kochen, wobei, was kann schon spektakulärer sein, als eine frische Caponata, eigentlich eine italienisches „Arme Leute“-Essen, von dem es unzählige Variationen gibt, nur ein kleines Problem habe ich mit Elisabeth´s Variante der Caponata………ich mag keine Rosinen, aber zum Glück kann man die ja weglassen!

Fazit:

Ein tolles Kochbuch für zu Hause, für absolut jeden der gerne kocht und sich auch nicht immer ganz genau an die Rezepte halten mag……..dieses Buch macht einfach Spaß!

Chapeau liebe Elisabeth!

Tatar – Mehr als Fleisch

Hallo Ihr Foodies, Gastronauten und Kochbuchverrückten da draußen, weiter geht’s an diesem wunderbar verregneten und kalten „meaty-weekend“ bei Tom´s Kochbuchblog mit etwas, das ich schon zu meiner Lehrzeit geliebt habe, Tatar in allen erdenklichen Variationen, eine wunderbare Neuerscheinung , die es wirklich in sich hat!

Copyright (c) by Hädecke-Verlag
Copyright (c) by Hädecke-Verlag

TATAR – Mehr als Fleisch-Roh und Köstlich von Jean-Guillaume Dufour erschienen bei einem meiner „favourite publishers“, dem Hädecke-Verlag.

Dufour, der seit 2003 mit den Restaurants „Les Cantines des Tontons“ äußerst erfolgreich ist, hat sich ganz und gar dem Tatar in allen erdenklichen Variationen verschrieben; so etwas funktioniert halt auch nur in der Grande Nation, dem Land der Gourmands und in einer Stadt wie Paris!

Schon allein das wunderbare Thunfischtatar auf dem Einband des Buches macht Lust auf „Rohes“, die Kombination aus frischem Thunfisch, Schalotten, Olivenöl, Zitronensaft, Kerbel und Sel de Guérande macht Lust auf mehr, dazu frische selbst geschnittene Pommes frites und Salat, was gibt es schöneres auf dieser Welt……

Der Anblick des mediterranen Kalbstatars mit Pinienkerne und Cornichons löst in mir wahre Begeisterungsstürme aus, ebenfalls eine phantastische und geschmacklich höchst ausbalancierte Kombination aus Kalbsrücken, Kirschtomaten, Pinienkernen, Cornichons, Eigelb, Kerbel und Kapern, sowie Sel de Guérande und poivre noir, dazu einen Rucolasalat und/oder frisches Ratatouille in Begleitung eines Glases Pic Saint-Loup aus dem Languedoc……das ist Savoir vivre in seiner schönsten Form !

Mehr verrate ich wie immer an dieser Stelle nicht, ich sage nur „ran ans Tatar“.

Vor mir liegt es das „kleine Prachtstück“ und ich liebe es, sehr schöne, ganzseitige Fotos, tolles, nie langweiliges, sondern eher „peppiges“ Layout machen das Lesen und ausprobieren zum Erlebnis.

Unterteilt ist es in Kapitel wie „Klassiker“, „Fleisch“, „Tatar aus der Pfanne“, „Fisch“, „Vegetarisch“ und „Beilagen“, alles sehr eingehend aber trotzdem „kurz uns bündig“ erklärt, „comme il se doit“ wie die Franzosen sagen würden.

Eingehend werden die Grundzutaten und deren Beschaffenheitenkurz erklärt, anschließend befasst sich der Autor mit dem Thema Geschmack und Textur und dann geht´s auch direkt mit den Rezepten los.

Alle sind, wie soll man es von einem Franzosen auch anders erwarten, sehr stimmig, die Zutaten ebenfalls alle im guten Handel erhältlich und auch zuhause sehr einfach umzusetzen!

Fazit:

Ein Buch zum darin lesen ist es nicht, aber wie bereits gesagt: „Comme il se doit“, wie es sein soll, ein kleines, perfekt „zubereitetes“ Kochbuch, das Seite für Seite unheimlich viel Spaß und Appetit macht (die Pfannentatars sind DER HAMMER !).

Unbedingte Kaufempfehlung für alle die es auch mal roh und nur aromatisiert mögen!

Im übrigen hat es mich gerade dazu verleitet ein Tatar aus den Resten meiner Sous Vide-Ananas von gestern, mit etwas selbst geräucherten und ganz kross gebratenem Speck, Schnittlauch und Tellycherry- Pfeffer und Schnittlauch zu machen…..

The Big Green Egg – Project # 4

Hallo Ihr Foodies und Gastroverrückte, heute gibt´s das vierte, wenn auch kurze Projekt zum Green Egg.

Es gab gebeiztes Schweinefilet

Das gebeizte Schweinefilet
Das gebeizte Schweinefilet

im Ganzen aus dem Green Egg, dazu gab es frische Gnocchi aus dem

Die göttlichen Gnocchi
Die göttlichen Gnocchi

wunderschönen „Il Po“-Kochbuch von Michael Langoth (das Rezept ist perfekt), gratinierten Chicoree und eine wunderbare Weißwein-Kräuter-Sauce.

Es war einfach klasse!

Chicorée al forno
Chicorée al forno
Ab in den Rauch....
Ab in den Rauch….

Das Schweinefilet hab ich bei rund 110°C knappe 40 Minuten im „Egg“ mit Kirschholzchips geräuchert. Es war absolut perfekt!

Das Endergebnis !
Das Endergebnis !

Auf die Hand

Yeaah, heute gibts in Tom´s Kochbuchblog im wahrsten Sinne „was auf die Hand“ und zwar in Form von Sandwiches, Burger & Toasts. Aus einem phantastischen, neuen, völlig abgefahrenen Buch, das wirklich erstmals die kreative Vielfalt rund um Toasts, Sandwiches, Bagels, Burger & Co. aufzeigt.

Aufgegriffen wird ein Thema, welches weltweit mehr und mehr um sich greift, einmal ganz von der nahezu explodierenden Street-Food – Kultur abgesehen erleben momentan kulinarische Köstlichkeiten, gleich welcher Art auch immer, gepackt auf oder zwischen zwei Brotscheiben eine wahre Revolution!

Aber warum jetzt erst? Musste erst wieder ein Tipping Point überschritten werden, haben die Menschen keine Zeit mehr zum Essen, oder ist es einfach die Lust am Street-Food, die Lust in der Schlange vor einen Food-Truck zu stehen und auf etwas derart köstliches wie einen Bagel mit frisch gegrilltem Lachs oder ein Fougasse mit frisch gebratenen Merguez zu warten? Wahrscheinlich ist es das alles unisono, das „draussen“ essen, zusammen mit anderen, Sonne, Menschen, gemeinsames Essen, Gespräche, ungezwungenes Quick-Lunch vielleicht?? Ich vermag das nicht einzuschätzen, dessen bin ich nicht in der Lage, aber zu etwas bin ich außerordentlich gut in der Lage, ein gutes Kochbuch zu erkennen……..und dieses hier ist nicht nur ein gutes, es ist phantastisch, es macht Spaß, es ist voller Lebensfreude und ich liebe es, seit ich es das erste mal gesehen haben ………

Jetzt aber genug, hier ist es endlich:

Copyright (c) by Brandstätter Verlag
Copyright (c) by Brandstätter Verlag

Auf die Hand – Sandwiches, Burgers & Toasts, Fingerfood & Abendbrote von Stevan Paul mit Fotos von Daniela Haug. Erschienen im Brandstätter Verlag.

 Mit dieser Art von Essen, dem Street Food, ist auch eine neue Generation von Köchen herangewachsen, auch wenn es sich um Street- oder Fast Food handelt, man ist heute weg von fetttriefenden-nur-kurz-sattmachern ohne jeglichen Nährwert.

Auch hier ist eine ganz klare Richtung zu erkennen, frisch zubereitet, gute, frische Zutaten, egal ob der Fleischeslust gefrönt wird, oder es „veggie“ wird, frische zählt!

Und wer jetzt glaubt, es ginge hier nur mal wieder um ein langweiliges Sandwich-Buch, der täuscht sich gewaltig………“Auf die Hand“ ist mehr als nur das, es ist eine der Neuerscheinungen des Herbstes, vollgepackt mit genialen Rezepten, phantastisch fotografiert und von sorgsam zum Thema ausgewählter Haptik, dickes, griffiges Papier, es passt einfach alles!

Und jetzt wollt Ihr sicherlich auch noch was über den Inhalt erfahren……..weshalb sonst liest man auch eine Rezension, oder?

Also, beginnen wir mal mit den „Klassikern“, vom katalanischen Pa amb Tomáquet (dem spanischen Bruder des italienischen Bruschetta), über das Steak Baguette mit Dijonsenf-Mayonnaise, dem englischen Klassiker Fish ´n´Chips oder dem vietnamesischen Bánh mì, nichts ist vergessen worden !

Im nächsten Kapitel mit dem Titel „Toasts & Sandwiches“ ist der Name Programm, vom Clubsandwich über Toast Hawaai bis zu Tramezzini ist auch hier wieder an alles gedacht, aber es gibt wie zu allen Kapiteln nicht nur ganzseitige Fotos und Rezepte, sondern auch interessante und kurzweilige Geschichten und Reportagen.

Das dritte Kapitel (ich liebe es!) behandelt Hot Dogs & Rolls, vom Po´Boy über die klassischen Hot Dogs bis hin zur Lobster Roll, dem amerikanischen „Hummer- Klassiker“ im Brötchen……..eigentlich ein Wahnsinn, aber unglaublich köstlich! Nicht fehlen darf hier natürlich auch das Submarine Sandwich (SUB) und das Nachtschwärmer- Köfte- Ekmek………..pahntastisch!

Im vorletzten Kapitel mit dem vielversprechenden Namen „Abendbrot & Imbiss“ gibt´s vom Smørrebrød mit Graved Lachs oder Heringsdips, bis zu köstlichen Aufstrichen wie den Obazda oder einen Kernöl-Topfen-Aufstrich, und natürlich auch den Rinder-Tatar oder die Krabbenbrote, die Dinge auf die man sich einen ganzen Tag freut bevor man Abends nach Hause kommt. Selbst der LKW (Leberkäsewecken) und die Ochsensemmel vom Viktualienmarkt hat man nicht vergessen. Es gibt noch so unendlich vieles mehr zu entdecken, aber mehr wird wie immer hier nicht verraten !

Im letzten Kapitel „Drüber, drunter, drauf, dazu!“ geht es um alles, was wir „dazu“ brauchen, egal ob Krautsalat, Teriyaki-Sauce, Aioli, Pesto oder auch Burger Buns und Hot Dog Brötchen…………auch hier ist wieder an alles gedacht, sogar die Teige!

Fazit:

Wie schon gesagt, ich halte „Auf die Hand“ für eine der kreativsten und schönsten Neuerscheinungen in diesem Herbst und das nicht nur zum Titelthema!!

Dieses Buch ist nicht nur etwas für die junge Generation, nein, es soll Euch alle begeistern, Euch ermutigen neues zu testen, modernes auszuprobieren und vor allem und das ist eine der wichtigsten Botschaften dieses Buches: Fast Food muss nicht immer wabbelig, lauwarm und in Papier eingepackt sein, Fast Food kann auch auch zum „Health & Brain“-Food werden!

Ich kann nur sagen: Beim nächsten Gang in die Buchhandlung werft einen Blick rein und ihr wollt es einfach nur noch haben!

The Big Green Egg – Tom´s third Project, pt. 2, Pastrami

Guten Morgen liebe Foodies, Herdgeiseln und Gastroverrückte….., es geht munter weiter mit meinen Projekten!

(c) by Tom´s Kochbuchblog
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Das dritte Projekt ist………..richtig geraten, PASTRAMI !

Hatte die Rinderbrust jetzt zweieinhalb Tage in einem phantastischen Fond aus den im ersten Teil beschriebenen

(c) by Tom´s Kochbuchblog
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Gewürzen und Pökelsalz eingelegt, ihn heute morgen rausgenommen und getrocknet.

Anschließend mit einer gemörserten Mischung aus 40 g schwarzem Pfeffer und 40 g

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Koriandersamen eingerieben und ihn nochmal fest in Folie gewickelt. Morgen gehts dann ans räuchern.

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The Big Green Egg – Tom´s second Project, pt. 3

So Ihr lieben, nach langer Wartezeit, hier nun endlich das unglaublich wunderbare und köstliche Ergebnis aus dem The Big Green Egg – Tom´s second Project, pt. 3:  mein erstes selbst produziertes Schwarzgeräuchertes! Es ist genial geworden !

Das Egg ist einfach nur phantastisch!

Genießt die Fotos !

(c) by Tom´s Kochbuchblog
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The Big Green Egg – Tom´s third Project

Hallo liebe Kollegen, kochbegeisterte, Grillfreaks und Kochbuchsammler, da mein zweites Projekt, das „Schwarzgeräucherte“ aus dem genialen Big Green Egg jetzt im Vorratskeller hängt und langsam trocknet, wird es Zeit sich dem dritten Projekt zu widmen.

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Verraten wird´s aber noch nicht was es gibt, vielleicht bekommt Ihr es ja selbst heraus!

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Also, ich habe jeweils zwei Esslöffel schwarze Pfefferkörner, Koriandersamen und Senfkörner langsam in der Pfanne geröstet und anschließend gemörsert, dazugegeben habe ich anschließend jeweils zwei Esslöffel rote Chiliflocken, Pimentkörner, zwei Zimtstangen (gemahlen), ganze Nelken, jeweils ein Esslöffel Macis und gemahlenen Ingwer.

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Mit einem Teil dieser Gewürzmischung werde ich Montag eine Beize ansetzen und dann gehts weiter ……….

So und jetzt ratet mal was es werden könnte 🙂

Moos Fisch Rinde Blatt – Genuss der Landschaft

Hallo liebe Herdgeiseln, Gastrojunkies und Kochbuchliebhaber !

Die heutige Buchvorstellung ist etwas ganz besonderes, ein wunderschönes und überaus gelungenes Kochbuch aus der Edition Styria.

Ein Kochbuch, das man auch einfach nur mal anschaut, um sich an den wunderbaren Fotografien und den phantastischen Farben der Natur zu erfeuen.

Natur ist dieses mal auch das prägende Stichwort des heutigen Beitrags, getreu dem geflügelten Wort von Johann-Peter Hebel: „In der Ganzen Natur ist kein Lehrplatz, lauter Meisterstücke“ zeigen uns die beiden Autoren Valentino Brienza und Luisa Martini in eindrucksvoller Weise Ihre Liebe zur Natur.

Der Leser wird immer wieder auf ein Neues erstaunt, was Wald, Wiese, Wasser und Feld und für Schätze zu bieten haben, einfach gigantisch, das Prinzip ist sehr einfach aber unglaublich Facettenreich : „Schauen, was die Natur hergibt“!

Aber jetzt zur heutigen Vorstellung:

IMG_2283Moos Fisch Rinde Blatt von Valentino Brienza und Luisa Martini erschienen in der „Edition Styria“ im September 2014

„Freestyle- Naturküche“ haben die beiden Autoren ihre geniale Art des Kochens genannt, weil uns die Natur unendlich viele Möglichkeiten des Kombinierens aufzeigt, von deren grenzenloser Fülle an ungewöhnlichen Zutaten ganz zu schweigen.

Phantasie ist auch beim Ausprobieren der sehr geschmackvoll, nuancenreich und feinfühlig ausbalancierten Kreationen gefragt,IMG_2285 welche aber trotz allem sehr viel Spielraum für die eigene Kreativität lassen; das zu probieren und zu erfahren ist wundervoll !

Wir finden 61 phantastische Schöpfungen (ich verwende dieses Wort hier ganz bewusst) wie „Steinpilz/Ei/Wiesenlabkraut“, „Kaninchen/Chioggiarübe/Einkorn oder Blunzn/Rotkraut/ Haferwurzel.

Unterteilt ist das Buch in verschiedene Genuss-Landschaften wie IMG_2287Wald, Wiese, Feld und Wasser. Zu alledem noch die passenden Grundrezepturen und wir halten ein wirkliches Gesamtkunstwerk der Kochbuchliteratur in Händen.

Zwei der beeindruckenden Gerichte (eigentlich ist dieses Wort viel zu gewöhnlich), möchte ich dieses mal aber doch noch kurz beschreiben:

  1. Romanesco/Pulpo/Moos – Mit Sepiacrumble und Moosmayonnaise, eine wunderschöne und geschmacklich absolut perfekt ausbalancierte Kombination, allein die Moosmayonnaise ist göttlich!
  2. Wachtel/Buttermilch/Maishaar – transparentes, mit Petersilie und Chili parfümiertes Buttermilchgelee, trifft auf in getrocknetem Maishaar paniertes Wachtelbrüstchen, diese Kraetion ist so einfach wie aber auch genial!

Wie bereits eingehend gesagt, setzt der Fotograf Michael Rathmeyer der Kreativität und der schöpferischen Neugierde der Autoren dank seiner wunderschönen Fotografien noch die Krone auf, es ist alles unglaublich schön in Szene gesetzt, ein Fest für die Augen!IMG_2288

Ein großes Dankeschön den Autoren Valentino Brienza und Luisa Martini für Ihre Genialität bei der Erschaffung dieses Buches, es ist „Der Natur gewidmet. Und dem Genuss der Landschaft“ !

Fazit:

Absolute Kaufempfehlung und ohne drüber nachdenken zu müssen, mein….. „Buch des Monats Oktober“ !

The Big Green Egg – Tom´s second project, pt. 2

Hallo Ihr lieben Koch-, Grill-, Bücher- und Gastronomiefreaks !

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Habe ja angekündigt, das mitte kommender Woche mein zweites Projekt folgt, aber wie das nun mal oft so ist, man(n) kann´s kaum

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erwarten, also bin ich heute mit meinem, wunderbar mit vier der edelsten Pfeffersorten und Fenchelsaat mariniertem Schweinebauch in „Klausur“ gegangen und hab ihn mit einer Mischung aus Buchen- und Kirschholzchips geräuchert! Ich kann Euch nur sagen, schade, daß man Gerüche nicht per Email versenden kann! Er ist

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genial geworden, den ersten hab ich bei 120° zweieinhalb Stunden geräuchert, den zweiten bei knapp unter 100° rund 4 Stunden.

Jetzt hängt er erst mal noch für ein bis zwei Wochen im gut

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gekühlten und durchlüfteten

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Vorratskeller (hoffentlich halt ich das so lange durch und fall nicht schon vorher drüber her).

Im übrigen funktioniert das Räuchern einfach nur unglaublich gut mit dem Egg, das wichtigste ist einfach hierbei der Faktor Zeit !

Mein nächstes Projekt werde ich kommende Woche vorbereiten! Ihr dürft gespannt sein !

 

„Genießt“ die Fotos 🙂

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The Big Green Egg – Toms second Project

Es ist wieder soweit, The Big Green Egg – Toms second Project geht an den Start!

(c) by Tom´s Kochbuchblog
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Dieses mal auch wieder Schweinebauch, aber gepökelt. Hab ihn mit einem „Rub“ aus Kubebenpfeffer, Sechuanpfeffer, Borbonense- und Bergpfeffer, sowie mit etwas gemörserten Fenchelsamen eingerieben und wieder vakuumiert, das Ganze zieht jetzt seit 5 Tagen schön im Kühlschrank vor sich hin. Ich denke ich werde ihn 10 Tage marinieren lassen und dann ab mit ihm ins Egg und schön langsam mit einer Mischung aus Buchen- und Kirschholz räuchern!

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Fortsetzung folgt 🙂

Das Küchentagebuch von Nigel Slater

Wie fängt man die Besprechung eines solchen Buches an ?

Ach so, ich vergaß……. Hallo liebe Herdgeißeln, sonstige Gastro- Junkies und Kochbuchfanatiker………da fange ich meistens mit an !

Heute gibt es für mich DAS Buchhighlight diesen Herbstes (oder vielleicht eines der Highlights des ganzen Jahres), viele haben drauf gewartet, jetzt ist ER endlich da !

Ein 544 Seiten starke Hommage ans Kochen und genießen, eine Art Küchentagebuch, gewachsen über mehrere Jahre, ein Buch, das bei mir die nächste Zeit sehr viel in der Küche…….und auch noch auf dem Nachttisch stehen wird! Das ist so etwas wie Liebe auf den ersten Blick, auspacken, anfassen und nie wieder hergeben! Es wird eines derer sein, die irgendwann mit irgendwelchen Notizen oder Anmerkungen, die beim Kochen entstehen, vollgekritzelt sein wird.

So, um wen geht es heute? Er schreibt sich seit Jahren für den britischen „Observer“ in seiner Kolumne die Finger wund, er ist kein Koch und das will er auch nicht sein, er sagt von sich selbst er sei ein Amateurkoch, aber dieser Amateur hat mehr Spürsinn, Kreativität und vor allem Respekt vor Lebensmitteln und auch vor ihrer Verfügbarkeit im Wandel der Jahreszeiten, als es so mancher Koch jemals haben wird!

Für ihn muss ein Rezept mehr zeigen, als nur die Handschrift eines Autors, für ihn sind Rezepte nicht nur eine Aneinanderreihung von Befehlen und Maßangaben, bei ihm spielt es keine Rolle wie oder auf welchem Weg man zum Ergebnis kommt, wichtig ist, dass alles was in einer Küche entsteht, ehrlich, aufrichtig und wie er selbst sagt „zum Tellerablecken köstlich ist“. Sein neues Prachtstück ist am 20. August 2014 erschienen und es geht heute um:

 

9783832194772.jpg.21945Das Küchentagebuch, mit 250 Rezepten durch das Jahr, von Nigel Slater, erschienen bei DUMONT !

 

Bevor es ums Buch geht, möchte ich hier die Möglichkeit nutzen, um nochmal auf etwas hinzuweisen:

Es geht hier nochmals um die aufgekommene Diskussion des Buchhandels und vieler Autoren über E-Books und einen großen Online-nicht-mehr-nur-Buchhändler, Nigel Slater sagt hierzu in seiner Danksagung etwas ganz wunderbares:

„Danke an all die Buchhandlungen und die Menschen, die dort arbeiten, für ihren andauernden Enthusiasmus. Und an jeden, der in seine lokale Buchhandlung geht, den Zauber knarzender Regale entdeckt und erlebt, dass es nichts schöneres gibt, als das Gefühl und den Geruch eines Buches, das man in der Hand hält !

Damit ist alles gesagt!

Jetzt aber zum Buch:

Ich persönlich bin der Auffassung, das Slater´s neues Werk nicht nur imagesein Kochbuch ist, ich habe angefangen darin zu lesen und konnte es nicht mehr weg legen (zum Glück hab ich Urlaub, sonst wäre es mit dem Schlafen nichts geworden); man will es einfach auf einmal „verschlingen“, um es mit meinen einfachen Worten auf den Punkt zu bringen, es ist einfach unglaublich schön darin auch mal nur zu lesen und es auf andere Art und Weise zu images-2genießen als beim Ausprobieren der Rezepte!

Auffallend ist, (aber das habe ich nach einigen Stunden des Lesens erst bemerkt), daß es kein Inhaltsverzeichnis gibt und das finde ich toll (natürlich gibt es am Buchende einen Rezeptindex) ! Es ist für mich auch ein Ausdruck und ein Zeichen der Freiheit, die Slater sich bei seinen Rezepten und bei seiner unkonventionellen Art des Kochens nimmt! Einfach ein Meisterstück!

Die Rezepte, welche sich dem Lauf des Jahres und vor allem den Jahreszeiten in ihren Ingredienzen anpassen, sind nicht einfach nur stupide Rezepturen zum Abarbeiten, sie stellen Slaters ganze Art dar; da gibt es auch immer wieder kleine, (in seinen Aufzeichnungen waren es wohl gekritzelte Randnotizen) wie „durchsieben bringt nichts“ zum Thema Mehl gleich zu Anfang beim Cidre- Brot, oder die Anmerkung bei der Frittata aus Erbsen und Frühlingskräutern, die nach sanftem Garen in der Pfanne in der Mitte noch „wabbelig“ ist, das alles liest und kocht sich einfach nur wunderbar!

Göttlich auch der am 2. Juli zu findende Salat von Iberico-Schinken und dicken Bohnen……..Genial einfach – einfach genial kann ich da nur sagen!

So, mehr wird zu diesem Prachtstück an dieser Stelle jetzt nicht mehr verraten………..ich denke alles wesentliche ist gesagt, bzw. geschrieben.

Fazit:

An und in diesem Buch stimmt einfach alles, die Haptik, das Layout, die Fotos, die Rezepte, alles ist ungemein stimmig. Das ganze ist für mich so etwas wie ein „kochbarer Tagebuch- Roman“, einfach nur irre gut! Das Meisterstück gehört einfach in jede Küche, besonders in die eigene zuhause !