Archiv der Kategorie: Länderküche

Enzyklopädie der alpinen Delikatessen

Liebe kochenden Kollegen, liebe Foodies und all´ Ihr Kochbuchsammler da draußen…..

Heute gibt´s ein ganz besonderes Food-Lexikon @ Toms Kochbuchblog und zwar das einer der phantastischsten europäischen Regionen überhaupt. Naja und es geht ja einmal mehr um eine meine Lieblingsküchen…..

Es ist das Nachschlagewerk zu „Das kulinarische Erbe der Alpen“………

Und hier ist es:

Copyright (c) by AT-Verlag
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Enzyklopädie der alpinen Delikatessen, von Dominik Flammer und Sylvan Müller, erschienen im AT-Verlag. 352 Seiten, 80 Farbfotos, gebunden. ISBN 978-3-03800-829-3 € 29,90

 Dieses mal Rezepte, aber trotzdem zum Lesen, Nachschlagen und verlieben !

Alle Lebensmittel, Kräuter, landwirtschaftliche Produkte, Früchte, Pflanzen, hochprozentiges, Gebäck, außergewöhnliche Würste, Käse und Getreidesorten, insgesamt über 500 kulinarische Raritäten aus dem alpinen Raum finden wir in diesem einzigartigen Nachschlagewerk!

Dieses handliche Lexikon ist die ideale Ergänzung zu „Das kulinarische Erbe der Alpen“.

Ebenso wichtig wie die beschriebenen Delikatessraritäten ist der große Anhang des Lexikons, mit Kapiteln wie „Ausgewählte Produkte nach Regionen“ und natürlich hunderten von Bezugsadressen und Links von der Aargauer Rueblitorte. über Kirschstängli und Quittenpästli bis zum Zuger Rötel.

Entstanden ist dieses Prachtstück in Partnerschaften mit Slow Food, Bio Suisse, ProSpecieRara, Genussland Österreich und vielen anderen Vereinigungen, welche sich das Ziel gesetzt haben das kulinarische Erbe der Alpenregion zu wahren und zu fördern!

Eine ganz tolle und nachhaltige Idee, die jegliche Unterstützung verdient!

Fazit:

Nicht nur etwas für Profiköche und kochbegeisterte Laien, eigentlich ein Muss für alle, nicht nur kulinarischen, Liebhaber dieser phantastischen Region! Es ist ein mehr als lesenswertes Lexikon zum Thema vergessene kulinarische Raritäten aus dem Alpenraum !

Wunderbar!

Das österreichische Weinkochbuch

Hallo Ihr Foodies und Gastrojunkies, heute gibt´s österreichische Weinküche in Form eines phantastischen neuen Kochbuchs von Isa Svec, Diplom Sommelière und der führenden österreichischen Weinfachfrau.

Und hier ist es, der Gewinner der Gourmand Awards 2015 in der Kategorie „Best Matching Food and Drinks Book“ in Austria

Copyright (c) by Pichler Verlag
Copyright (c) by Pichler Verlag

Das österreichische Weinkochbuch – Genuss-Geschichten und kostbare Rezepte aus Österreichs Küchen und Kellern von Isa Svec, erschienen im Pichler Verlag.

ISBN 978-3-85431-673-2, € 29,99

 

Das Buch ist nicht nur etwas für Liebhaber der österreichischen Küche, denn die Österreicher können nicht nur kochen, sie können auch Wein !

Vertreten sind alle Charakterköpfe und Regionen des österreichischen Weinbaus, von Wien über Niederösterreich über´s Burgenland bis in die Steiermark. Aus jeder Weinregion lernt der Leser die besten Winzer vom „Jurtschitsch“ im Kamptal bis zum „Krutzler“ im Südburgenland kennen. Ich war kürzlich erst zu einer Weinverkostung und durfte einen Grünen Veltliner „Loiserberg“ 2013 von Alwin Jurtschitsch verkosten und bin absolut begeistert, in den Weinen dieser jungen Winzergenerationen steckt unglaublich viel Leidenschaft, Passion und Handwerkskunst, genauso wie man die Leidenschaft und die Liebe zum Detail im vorliegenden Buch von Isa Svec findet.

Rund vierzig Winzer mit Ihren Familien und deren Anbaugebiete werden vorgestellt, alle wichtigen Angaben zu den Winzern finden wir vor, so das es ganz problemlos möglich ist direkt einen Kontakt herzustellen.

Im zweiten Teil des Buches finden wir das „Weinkochbuch“ mit phantastischen, kreativen Rezepten in denen die österreichischen Weinklassiker Ihre verdiente Verwendung finden.

Von Suppen über Vorspeisen bis hin zu Hauptgängen und Desserts, hier finden wir klassisch-kreative österreichisch und ein wenig europäisch angehauchte Küche „en detail“. Von der weißen Eierschwammerlsuppe oder den gefüllten Teigtascherl, bis zum steirischen Backhenderl mit Brut-Blanc-Panade vom Gut Pössnitzberg oder der geschmorten Hirschkalbschulter mit Rotgipfler-Polenta vom Freigut Thallern, das ist Österreich pur! Nun ja, die Desserts…….ich sage nur gebackene Apfelknödel mit Zimtschaum…..oder Göttweiger Brezenschmarren mit Marillen…….JA, ich will !

Zu allen Gerichten gibt es tolle, sehr passende und äußerst gelungene Weinempfehlungen!

Fazit:

Die Rezepte sehr stimmig in sich, wir finden alles von traditioneller österreichischer Hausmannskost bis hin zu Signature Dishes, tolle Weinempfehlungen (es muss ja nicht immer etwas aus Frankreich, Italien oder aus Übersee sein) und natürlich für alle Liebhaber der österreichischen Küche ein absolutes MUSS ! Ein absolut verdienter Sieger der 2015er Gourmand Awards! Mehr als empfehlenswert!

Kartoffel-Karotten-Tajine mit Erbsen

Liebe Foodies, heute gibts mal keine Kochbuchrezension, sondern etwas „gekochtes“ aus dem zuletzt vorgestellten Kochbuch „Vegetarische Tajine & Coucous“ aus dem Haedecke-Verlag.

Copyright (c) by Toms Kochbuchblog
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Das war eines der unzähligen Gerichte aus diesem Kochbuch, die mich regelrecht dazu verleitet haben sie auszuprobieren, naja und heute gibts das auch mal komplett dokumentiert und mit Rezept! Es war einfach nur genial und „ultra-lecker“! Die Gewürze und Kräuter verhelfen diesem göttlich einfachen Gericht zu wahren Geschmacksexplosionen!

So, und hier jetzt das Rezept:

2-3 EL                        Ghee, Smen oder Arganöl, alternativ 1 EL Olivenöl                mit 1 EL Butter

2                     Zwiebeln, geschält und in Streifen geschnitten

4                     Knoblauchzehen, geschält

2-3 cm         frische Ingwerknolle, geschält

1-2                 rote Chilischoten, Samen und Scheidewände entfernt      (ich hab noch eine grüne und gelbe Schote dazu geschnitten)

1 TL                Kreuzkümmelsamen, grob gemörsert

1 TL                Koriandersamen, grob gemörsert

2 TL                Kurkumapulver

15-18 St.      kleine Kartoffeln (Drillinge)

4 Stück          Karotten, geschält und jeweils in 3-4 Stücke geteilt

600 ml           gute Gemüsebrühe (ohne Glutamatschrott)

225 g             frische Erbsen, oder TK-Ware

1                     Limette, unbehandelt und ausgepresst

1                     kleiner Bund glattblättrige Petersilie, grob geschnitten

1                     kleiner Bund frische Minze, grob geschnitten

Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle, (ich habe meinen wunderbaren Tellicherry-Pfeffer verwendet, ich finde einfach, er hat eine sublimere, feinere und nicht so aufdringliche Würze, bzw. Schärfe wie normaler schwarzer Pfeffer)

Zubereitung:

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Das Fett in einer Casserole erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten, Knoblauch, Ingwer, Chili, Kreuzkümmel und Koriander zugeben und kurz mit anschwitzen.

Mit dem Kurkumapulver „abstäuben“ und kurz mit anschwitzen.

Kartöffelchen halbieren und mit

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den Karotten zugeben, kurz mitdünsten und anschließend mit der Brühe auffüllen.

Bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen, dann bei geöffnetem Deckel nochmals 5 bis 10 Minuten ganz leicht simmern lassen, so das die Brühe noch ein klein wenig einreduziert und etwas mehr Bindung bekommt.

Mit Pfeffer und Meersalz würzen.

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Kurz vor Schluss die geschnittenen Kräuter unterziehen. Ein klein wenig der

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Kräuter übrig lassen und nach dem Anrichten auf die Kartöffelchen streuen.

Das Rezept sollte ausreichend für 4 Personen sein, entweder als Beilage oder als eigenständiges Gericht, vielleicht mit wunderbarem krossen Pain Paillasse!

Es ist ein wahres Götteressen!

Vegetarische Tajine & Couscous

Hallo Ihr Herdgeiseln und Hobby-Foodies da draußen, nach Tagen der mit Sicherheit nicht fleischlosen Völlerei wird es dann zum Jahresende mal köstlich marokkanisch-vegetarisch.

Es muss ja auch nicht immer nur Fleisch sein, oder?

Copyright (c) by Haedecke-Verlag
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Vegetarische Tajines & Couscous von Ghillie Basan, erschienen im Hädecke-Verlag. ISBN 978-3-7750-0673-6
Also ich muss ja ganz ehrlich zugeben, das ich nicht der Freak bin wenn es um marokkanische Küche geht, ABER……. ich liebe Couscous in allen Variationen, hab vor ein paar Tagen mal ein Tom´s-Reste-Couscous gemacht (hatte noch nen halben Granatapfel, etwas Feta und Schlotten, das Ganze zu nem Salat verarbeitet), frisches Pain Paillasse von meinem Lieblingsbäcker dazu und fertig, einfach aber göttlich!

Copyright (c) by Haedecke-Verlag
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Nun ja, jetzt aber zum Buch……

Marokko……..und die marokkanische Küche, sie ist von so unglaublich vielen Einflüssen geprägt, Zentral- und Nordafrika, den Traditionen der arabischen Welt, Byzanz, den andalusischen Aromen Südspaniens, alle haben sie im Lauf der Jahrhunderte die marokkanische Küche beeinflusst und ihre Spuren hinterlassen, das ist einzigartig und wunderbar!

Das eigentliche Herz der marokkanischen Tradition und auch der Küche bilden die Souks und alten Medinas, hier präsentiert sich in atemberaubenden Auslagen alles, was das Herz und die marokkanische Küche so begehrenswert macht, ein wahres Fest an Eindrücken für jeden der diese Küche liebt!

Wie immer bei Hädecke, so auch dieses mal ist das Buch wieder von wunderschönen ganzseitigen Fotos geprägt, alles passend in Szene gesetzt und perfekt abgelichtet, so machen Kochbücher einfach Spaß!

Zu finden gibt es nicht nur das klassische Couscous, kleine und große Tajines, sondern auch Vorspeisen, Suppen, sowie auch Salate, Eingelegtes und Eingemachtes.

Diese Art zu kochen, die vielen wunderbaren Gewürze und Kräuter wie Cumin, Koriander, Kardamom, Kurkuma, Minze und Limetten, das ist einfach phantastisch, es eröffnet einem ganz neue Geschmackswelten. Die Verwendung von Rosenblättern, Ghee und Granatapfelsirup und allen voran Safran, das ist einfach unbeschreiblich gut!

Das Erste Rezept welches ich ausprobieren werde ist die Schmorkartoffel-Tajine mit Zwiebel, Fenchel, Sumach und Balsamessig, (die Drillinge hab ich schon), bin so gespannt wie es wird, das Rezept verheißt wunderbares!

Einen weiteren Liebling hab ich auch schon entdeckt, das Couscous mit scharfem Aprikosen-Chutney und Halloumi, das harmoniert einfach alles perfekt miteinander.

Mehr werde ich hier an dieser Stelle wie immer nicht verraten, nur noch eines, auch das letzte Kapitel „Salate, Eingelegtes & Eingemachtes“, ist mehr als vielversprechend !

Die Tomatenkonfitüre mit Zimt und geröstetem Sesam hat es mir jetzt schon angetan!

Fazit:

Für alle Liebhaber der marokkanischen Küche ist dieses Buch ein wahre Fundgrube an kulinarischen Köstlichkeiten! Ich finde es mehr als gelungen! Tolle Rezepte, alles sehr fein kombiniert und absolut einfach auch zuhause umsetzbar, auch wenn man keine Couscousière zuhause hat !

Yannick Alléno – Französische Küche

Hallo Ihr Gastro-Junkies und Herdgeiseln da draußen, es ist fast geschafft, die letzte Weihnachtsschicht naht und dann gibt es vielleicht mal ein paar Tage zum „Durchatmen“.

Und wie es nun einmal an Weihnachten ist, so gibt es auch bei Toms Kochbuchblog am zweiten Weihnachtsfeiertag etwas ganz besonderes, DAS ist für mich eines der 5 Kochbücher des Jahres 2014, ein Buch geprägt von solcher Eleganz, Gerichte die das Wirken eines Kochs in unglaublicher Ausdrucksstärke aber gleichzeitig auch in minimalistisch und auf das Hauptprodukt bezogener Anrichteweise dokumentieren.

Ganzseitige, wunderschöne Fotografien, die den „Betrachter“ immer wieder auf ein neues fesseln und faszinieren, einfach unbeschreiblich!

Für diesen „Schwergewichter“ der französischen Haute Cuisine fallen mir hier und jetzt, spontan zwei Adjektive ein, „atemberaubend“ und „wunderschön“. Es sind vielleicht nicht punktuell die zutreffendsten, aber es sind die. die meine tiefsten und innersten Empfindungen beim „Durchblättern“ dieses Prachtexemplars der Küchenliteratur ausdrücken!

Auch für den MATTHAES-Verlag ist es soweit ich mich entsinne, ein Novum, einen solchen „Großformater“ herauszubringen (was Kochbücher angeht, so habe ich fast alles aus den Reihen meines „Lieblings-Fachbuchverlages“), aber dieses Release ist in mehr als eindrucksvoller Weise gelungen, es ist ein absolutes Meisterwerk geworden, ich denke genauso hat Yannick Alléno sich das auch vorgestellt!

So, und hier ist es jetzt endlich:

Copyright (c) by Matthaes-Verlag
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Yannick Alléno, Französische Küche, erschienen im Matthaes-Verlag.                                                                                                                           129,00 EUR
782 Seiten
1. Auflage 2014
Hardcover, 266 x 360 mm
Matthaes Verlag
ISBN: 978-3-87515-094-0

Alléno, der von sich selbst sagt, „Ich habe drei Mal in meinem Leben kochen gelernt“, ist einer der ganz Großen, der sich in eine lange Riege besternter französischer Küchen-Superstars einreiht. Er ist einer der „neuen“ Superstars, die angetreten sind, Köche wie Joel Robuchon oder Alain Ducasse zu beerben. Sein Handwerk hat er bei Meistern wie Manuel Martinez, Jacky Fréon, dem Großmeister Gabriel Biscay, Roland Durand, Martial Enguehard und dem phantastischen Louis Grondard gelernt, alles hochdekorierte Meister und Träger des „MOF“ (dem Meilleur Ouvrier de France), einer Auszeichnung des französischen Arbeitsministeriums, welche an herausragende Vertreter der unterschiedlichsten Handwerke vergeben wird.

Er ist der Vertreter der „Cuisine Moderne“, die er im Jahr 2012 einführte. Es gibt kaum moderne Techniken, wie Thermalisierer, Rotationsverdampfer oder ähnliches, das ist auch gut so ! Genug derer haben wir ja bereits.

Alléno spezialisiert sich mit seiner Cuisine Moderne auf die echte französische Küche, auf die Verwendung lokaler Produkte (Yeah! Foie Gras et Truffes en masse!) und vor allem aber stützt er sich auf die Grundpfeiler der klassischen Cuisine francaise, den Saucen und Fonds! Wunderbar!

Auch er ist wie viele seiner Kollegen längst zu einem Global Player, mit Hot Spots in allen Teilen der Welt geworden, aber er ist eben Franzose und wird nie (wie viele andere unseres Gewerbes) vergessen, wo seine Wurzeln liegen und wo er hin gehört, an den Herd!

Jetzt aber endlich etwas zum Buch:

Begonnen wird mit einem faszinierenden Portrait zu Alléno, danach geht es direkt mit dem los, wonach sich der Leser sehnt, Rezepten und Fotos.

Die Layouter und Grafiker haben sich für dieses Buch etwas besonderes ausgedacht: Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es mehrere Übersichtsseiten, mit verkleinerten Fotos der jeweiligen Gerichte, dem Namen und der Seite auf der es zu finden ist, sehr durchdacht und in absoluter Perfektion umgesetzt!

Kapitel wie Canapés, Amuse-Bouches, Kalte Vorspeisen, Krustentiere, Fisch, Fleisch und Geflügel, Wild und Innereien, sowie Käse, Vordesserts, Desserts und Mignardises machen aus diesem Buch ein luxoriöses, vom Matthaes-Verlag perfekt umgesetztes Meisterwerk der französischen Haute Cuisine!

Rezepte werde ich dieses mal keine daraus vorstellen, „erkundet“ es selbst, es ist mehr als nur ein Kochbuch, es ist ein Kunstwerk geworden, ein „Buch-gewordener“ „Henri Matisse“, es ist voller Kontraste, es präsentiert höchste Kreativität, es verbindet Luxus und Bodenständigkeit miteinander, es stellt die neue Haut Cuisine, oder die Cuisine Moderne in absoluter Vollendung dar! Es ist Fauvismus, nicht auf Leinwand gebannt, sondern in Form eines unglaublichen Kochbuchs!

Dieses Buch muss ein Koch und Foodie sich einfach selbst zum Geschenk machen!

Das ist purer Luxus für 129 €, wunderbar!

Dan May´s Chili Kochbuch

Hallo Ihr Herdgeiseln, Gastro-Junkies und Kochbuchfanatiker. Heute wird es scharf @ Toms Kochbuchblog.

Heute gibt´s Chili und zwar in allen Variationen in einem richtig genialen Kochbuch aus dem Hädecke-Verlag.

Vorhang auf, hier ist es:

Copyright (c) by Haedecke Verlag
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Dan May´s Chili Kochbuch, erschienen im Hädecke-Verlag

Knallig bunt, richtig passend zum Thema kommt es daher und macht nicht nur Spaß beim durchblättern und stöbern, sondern auch beim Nachkochen ! Absolut passendes Layout, tolle, hauptsächlich ganzseitige Fotos von Peter Cassidy machen einfach Lust auf alles rund um die Chili, vom Anbau bis zum Verarbeiten.

Zum Start gibt es interessantes über Geschichte und Verbreitung der Chilis, Ernährungsphysiologisches, Tips zur Bestimmung von Chilis und natürlich für alle Hobbyzüchter „Dan´s Leitfaden für die eigene Chili-Aussaat“ und natürlich auch noch ein sehr interessanter Artikel zum Thema „Woher kommt die Schärfe“, alles wirklich sehr interessant verfasst!

Im Ersten Kapitel befasst sich der Autor mit Suppen und Salaten, hier gibt es ein leckeres Crossover vom Chilli Billi Bi, einer modernen Variante des bretonischen Klassikers der Muschelsuppe über die Thailändische Nudelsuppe mit Rindfleisch, bis zum Rindercarpaccio mit grünem Salat und Meerrettichdressing.

Jedem der Gerichte im Buch sind die passenden Chilisorten zugeordnet und zusätzlich ist jedes in einer Schärfeskala eingeordnet, natürlich ist alles auch individuell „justierbar“ !

Die Gerichte sind wunderschön in Szene gesetzt, auf absolut zum Thema passendem Geschirr angerichtet und wie bereits eingehend gesagt perfekt fotografiert! So macht ein Kochbuch wirklich Spaß!

Die Rezepturen sind sehr übersichtlich gegliedert und wie ich beim Ausprobieren des bereits 4 Rezeptes festgestellt habe auch in sich sehr stimmig!

Das zweite Kapitel, Snacks & Vorspeisen finde ich absolut gelungen (der Graved Lachs mit Chili-Beize ist DER Hammer), ebenso die gegrillten Garnelen in Chili-Soja Marinade!

Kapitel drei widmet sich dann den Hauptgerichten, ich war sehr gespannt das erste der rund 23 Rezepte auf Herz & Nieren zu prüfen, und wie eigentlich immer bei Hädecke, so wurde ich auch dieses mal nicht enttäuscht, das „Peruanische Chili-Knoblauch-Huhn“ ist in jeglicher Hinsicht genial, die Aromen passen perfekt, die Zusammenstellung ist eine Wucht, naja und vom Geschmack ganz zu schweigen, es war ein absoluter Erlebnis! Als nächstes gibt es den Chili-Gemüse-Burger mit getrockneten Tomaten und scharfem Zwiebelrelish, bin sehr gespannt!

Den Hauptgängen folgen in Kapitel vier die Beilagen, köstlich-scharfes aus aller Welt ist hier vertreten, vom mexikanischen Kartoffelsalat über den indischen Dhal bis zu den Patatas bravas, eine wirklich sehr gelungene und „würzige“ Auswahl!

Im fünften Kapitel dreht sich alles um die wichtigsten „Sides“ überhaupt, Sauce, Salsas und Marinaden, unbedingt erwähnenswert hier die Jamaikanische Jerk-Marinade, sowie die Würz- und Kräutermischungen, einfach Klasse!

Zum Schluß gibt es natürlich auch noch süßes in Form von Kapitel sechs mit Desserts & Getränken, von der Chili-Eiscreme über Schoko-Cookies mit Chili-Ingwer Note bis zur Chili-Schokolade und der perfekten Bloody Mary, alles absolut passend zum Thema!

Fazit:

Nicht nur für Chili-Liebhaber, sondern auch für alle andern, die es kreativ anders mögen!

Ein tolles Buch, das unglaublich Spaß am ausprobieren und tüfteln in der eigenen Küche macht, sehr informativ und für mich ein absolutes Highlight!

Unbedingte Empfehlung für alle die es scharf mögen !

Texas BBQ – meat, smoke, love

Hallo Ihr BBQ-Freaks, Grilljunkies und Küchenchaoten da draußen. es ist kalt, stürmisch und einfach nur eklig da draußen, was liegt da näher als die Winter-Grillsaison einzuläuten ??

Und für all die Grillfreaks unter Euch gibt´s heute eine geniale Buchneuerscheinung:

Copyright (c) by Haedecke-Verlag
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TEXAS BBQ – meat-smoke-love, von Jonas Cramby, erschienen bei Hädecke

Das Green Egg ist befüllt, das Gartenhaus ist warm, heute Abend gibt’s „Brisket“ mit einem Rub aus dieser „Bibel“, genannt „Angel Dust“, bin seeeehr gespannt drauf, er riecht jedenfalls göttlich!

Aber jetzt zu den Facts:

Unglaublich viele Bücher zum Thema Grillen sind in den letzten beiden Jahren erschienen, das hier ist ein reines BBQ-Buch, ich bin nicht abgeneigt zu sagen, das ist die neue BBQ-Bibel…..das ist der „BBQ-Road-Trip“ durch Texas!

Ein wenig „derb“, aber sehr passend zum Thema kommt es daher, festes Papier, kein Hochglanz (das würde auch nicht passen), Fotos, die teilweise ein wenig an alte Photochrome erinnern, hier passt wirklich eins zum anderen! Die Food-Fotos phantastisch und auch wiederum absolut passend zum Thema BBQ in Szene gesetzt.

Der Inhalt:

Überrascht nicht, eigentlich habe ich das erwartet, wie bereits gesagt, perfektes Layout, der Inhalt ebenfalls tadellos zusammengestellt.

Nach eine kurzen Erklärung zum Thema „Was ist BBQ“ , startet auch direkt Teil eins mit den BBQ Basics vom richtigen Smoker, über perfektes Werkzeug, Holz, Kohle und Räucherholz bis hin zu Tips und Techniken, Rubs (der Angel-Dust ist der Knaller!)…….und natürlich den BBQ-Saucen!

Im zweiten Teil gehts dann an den Start durch die verschiedenen texanischen Regionen, hier „Central Texas“, hier gibt´s alles vom Brisket (Yeah, ich freu mich aufs Abendessen) über Pork & Beef Ribs, bis hin zum Chopped Beef Sandwich und dem T-Bone!

Der dritte Teil befaßt sich mit East Texas…….je weiter man in den texanischen Osten reist, desto „schweiniger“ und klebriger wird es. Hier spürt man die Nähe zu den Südstaaten und deren „afroamerikanischer Grillkultur“! Hier kommen göttliche Schweinereien wie das Pulled Pork Sandwich, die Red Neck Porchetta und die St. Louis Spareribs auf den Tisch……… (oh Gott, ich möchte einmal ziellos von einem zum nächsten BBQ durch Texas reisen)……..

Im vierten Teil dreht sich alles um West Texas und wie soll es auch anders sein, hier wird’s mexikanisch mit Asado de Puerco, Beef Barbacoa, Ancho braised Short Ribs und Fajitas……. die Rezepte sind einfach nur der Hammer!

Der fünfte Teil, (na was fehlt denn noch????) kümmert sich um die „Kleinigkeiten“ dazu, hier gibts wunderbare „Sides“ von Sourdough White Bread über die klassischen Bohnen bis zu Crispy Greens (ein klein wenig gesund muss ja sein) und noch viele andere Leckereien wie den all time classic „Corn on the cob“.

Jetzt aber genug der Lobhudelei………vor mir liegt meiner Meinung nach das BBQ-Buch des Jahres 2014, es ist nicht vollgestopft mit Rezepten, nein, es ist wohldosiert mit dem Besten von allem gefüllt!

Also Ihr Grillfreaks, es sind noch 12 Tage bis Weihnachten, ab mit Euch in die nächste Buchhandlung, schaut es Euch an, ihr werdet genau so begeistert sein, wie ich es bin!

Rosenwasser & Granatapfelkerne

Liebe Foodies, Cookies und Gastrochaoten, heute gibt´s noch ein Kochbuch aus der Kategorie „ich kam, sah und musste sofort haben“, eines aus des Kochbuchsammlers tiefster Begierde.

Und hier ist es, für alle Freunde der einfachen, originalen und unverfälschten orientalischen Küche…….

Copyright (c) by Knesebeck
Copyright (c) by Knesebeck

Rosenwasser & Granatapfelkerne von Suzanne Zeidy, erschienen bei Knesebeck

 Das ist mal wieder eines der Bücher, die einem beim Schlendern durch die Kochbuchabteilung meiner Lieblingsbücherei direkt ins Auge stechen und leise flüstern: nimm mich mit……. und genauso war es in diesem Fall auch, ich hab es gesehen und gar nicht drüber nachdenken müssen ob ich nicht wohl langsam genug orientalische Kochbücher habe, ich hab es einfach gekauft und ich wurde schon wieder nicht enttäuscht (so ein Pech aber auch).

Vor mir liegt ein vom Umschlag bis zur letzten Seite wunderschön gestaltetes und in seinem Layout und seiner Haptik sehr authentisch wirkendes orientalisches Kochbuch.

Aber wir wollen ja ehrlich sein, was nutzen die schönsten Fotos und das beste Layout, wenn der wichtigste Teil des Inhalts nicht stimmt, die Rezepte der Cairo-Kitchen-Restaurants und auch noch ein wenig Geschichte, Geschichten und gute Warenkunde.

Aber hier stimmt wirklich alles, phantastische und vor allem authentische Rezepte, tolle, stilechte Fotografien, gepaart mit ein wenig Geschichte und alles nochmals vermischt mit exzellenter Warenkunde.

Zum Buchaufbau:

Der ist klassisch, vom Frühstück, über Mezza, Suppen, Brot, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide, bis zum zum Thema „Für den Familientisch“ finden wir alles was die ägyptische Küche so beneidenswert macht.

Natürlich werden auch die in der orientalischen Küche so wichtigen Pickles, Dressings, Konfitüren und Pasten mit einem Kapitel bedacht, die Desserts und Getränke bilden einen perfekten Abschluss des Ganzen.

Zwischen den Kapiteln findet sich immer die Beschreibung eines ägyptischen „Klassikers“ wie zum Beispiel dem Feteer, einem pizzaähnlichen Fladen, der mit den verschiedensten Zutaten, egal ob pikant oder süß belegt/gefüllt, gebacken und anschließend dampfend heiß verzehrt wird.

Eines der Rezepte (mehr verrate ich wie immer nicht), welches ich als erstes ausprobieren werde (dann kommt meine alte handgetriebene Gusspfanne auch endlich mal wieder zum Einsatz) ist die Shakshuka ein „Grundnahrungsmittel“ im gesamten Orient, es besteht aus geschmortem Gemüse und Setzeiern, bin sooo gespannt.

Fazit:

Es ist eigentlich alles gesagt, ein wunderschönes Kochbuch für alle Freunde und „Anwender“ der orientalischen Küche, passt außerdem noch prima unter Euren Weihnachtsbaum! Absolut gelungen!

Il Po- Kulinarische Impressionen

Liebe Köchegemeinde, liebe Foodies, liebe Kochbuchsüchtige……. heute gibt es ein Glaubensbekenntnis, eine Hommage an die italienische Küche in all´ ihrer Reinheit, Ehrlichkeit und liebe zum Einfachen.

Ein Buch so beeindruckend schön, so wunderbar einfach, so aufrichtig und fein wie es nur eines über die italienische Küche sein kann.

Keine den Teutonen angepasste, unehrliche Küche wie „Spaghetti Carbonara“ mit Schinken- Sahne- Sauce mit geronnenem Ei drin, nein, genauso wie es sein soll, mit Pancetta, Eigelb und vielleicht etwas Nudelwasser um sie schön sämig zu machen…….

 

Die Große Ebene am Südrand der Alpen, mittlerweile hoch industrialisiert, aber niemals den Bezug zu uralten handwerklichen Traditionen verlierend, ist für mich die Wiege der klassischen italienischen Küche, einfaches Essen, welches sich nicht aus Überfluss, sondern aus Mangel und Armut entwickelt hat. Wen verwundert es da, das hier die Slow Food- Bewegung ihre Wurzeln hat!

Jetzt aber zum Buch:

 

Copyright (c) by Edition Styria
Copyright (c) by Edition Styria

Il Po – Kulinarische Impressionen von Michael Langoth, erschienen in der Edition Styria

 

Beeindruckende, sich auf wenige, einfache aber gute Zutaten beschränkende Küche, das ist die „Cucina povera“, auch die Küche einfacher, armer und hart arbeitender Menschen.

Ich erachte es als eine der höchsten Künste, hieraus Gerichte zu zaubern, deren kulinarischer Stellenwert im Lauf der Jahrhunderte einfach unanfechtbar geworden ist. Ich erinnere hier an Hochgenüsse wie Gnocchi in Salbeibutter, oder eine einfach wunderbare Minestrone, das ist Kochkunst in absolut unbestreitbarer Vollendung!

Schaut man sich die Po-Ebene auf der Landkarte an, so verwundert es nicht, das hier die Wiege alles Guten liegt. Von Aosta bis Alba, über Mailand, Piacenza und Alba, bis nach Modena und Bologna, ganz im Norden begrenzt durch San Daniele und Udine, das sind alles Namen die jedem Gastrosophen das Herz höher schlagen lassen. Hier liegt die Wiege des Lardo, des San Daniele, der Pancetta und des Aceto…………..einfach phantastisch !

Diese klassische italienische Küche ist auch eine Küche der Jahreszeiten, oder gibt es etwas vergleichbares, wie einen Radicchio Tardivo im Winter zu einer „Götterspeise“ werden zu lassen, indem er grob geschnitten mit etwas Pancetta oder Lardo kurz angebraten und mit Parmesan geadelt wird……. etwas guten Balsamico drüber und frisches Ciabatta dazu, es gibt nichts besseres, das ist „vivere il puro“ in köstlicher Vollendung.

Zu Beginn des Buches gibt es wie bereits bei seinem Vorgänger „Mekong“ erst einmal Warenkunde zu den italienischen Klassikern, phantastisch beschrieben und vor allem fotografisch durch den Autor und das „Studio Trizeps“ unglaublich schön in Szene gesetzt. Mehr als beeindruckend finde ich die Fotos der hängenden Culatelli in Polesine Parmense, die bereits mit den Namen ihrer Käufer versehen sind, hier findet sich annähernd alles was am „Sternenhimmel“ einen Namen hat, von Troigros über Gennaro Esposito bis Rene Redzepi und Gualtiero Marchesi dem italienischen Küchengott.

Natürlich finden wir neben den beeindruckenden Fotos, auch sehr viel wissenswertes und tolle Warenkunde, aber am wichtigsten natürlich Rezepte zu allen italienischen Klassikern, von Gnocchi bis Osso Buco, vom Ragù alla Bolognese bis zum Verdure alla Griglia.

Alle relevanten Kochtechniken und die zugehörigen Gerichte werden vorgestellt und in Themen wie „Auf den Punkt gebracht“, „Die Kunst des Schmorens“ oder „Minestre & Zuppe“- vom Kochen mit Wasser vorgestellt. Es fehlt einfach nichts in diesem perfekten „Koch-Lese-und einfach nur drin-blättern-und-träumen-Buch“.

Dieses Buch vereint alle Kulinarischen Glaubenssätze in sich, von „Gutes Essen ist einfach“ über „Essen nach Jahreszeiten“ bis zu höchster „Handwerklicher Intelligenz“, es ist wunderbar!

Fazit:

Ein absolutes „Muss“ für jeden Liebhaber der italienischen Küche, es ist nicht einfach nur ein Standardwerk italienischer Küche, es ist ein Kunstwerk wie eines von Modigliani oder Botticelli!

Das marktfrische AIDA Kochbuch – Märkte und Meer

Hallo Ihr Herdakrobaten und Kochbuchverrückten, heute gibt´s marktfrisches aus aller Welt. Wir begeben uns auf „Kochzeitsreise“ durch die ganze Welt. Ganz besonders wird dieses Buch die ehemaligen „Seebären“ unter Euch interessieren! Es ist wirklich phantastisch gemacht, ein buntes und köstliches „Crossover“ der Häfen und Märkte dieser Welt, von Cadiz am Atlantik über New York, Curacao, Istanbul, Ho Chi Minh City, Stockholm, Cochin und Palermo. Alles wunderbar in Szene gesetzt durch die beiden AIDA- Küchenchefs Frank Meissner und Günther Kroack.

Rezepte, die mir ganz persönlich fernweh machen, da ich alle die oben genannten Häfen bereits auch während meiner Zeit auf der Sea Goddess 1 und der Crystal Harmony sehen, erkunden und vor allen riechen und schmecken durfte. Märkte, die durch ihre unglaubliche Vielfalt an Exoten faszinieren und inspirieren. Einfach nur wunderbar!

Jetzt aber zum heutigen Buch:

(c) by Delius Klasing
(c) by Delius Klasing

Das marktfrische AIDA Kochbuch – Märkte und Meer , erschienen bei Delius Klasing.

 Wie bereits eingehend gesagt, gibt das Buch einen phantastischen Eindruck all der wunderbaren Märkte in den Häfen dieser Welt wieder, wunderschöne Fotos gepaart mit toller Warenkunde zu den jeweiligen Landestypischen Spezialitäten und Rezepten aus der Feder der AIDA- Küchenchefs.

Zu jedem Hafen/ Land gibt es ganz viel wissenswertes und interessantes zu lesen und natürlich auch das landestypische Essen in Form von passenden Vorspeisen, Hauptgängen und natürlich auch die köstlichsten Desserts.

Wer einmal den prachtvollen und bunten Markt der „Inseln unter dem Wind“ in Willemstad auf Curacao besuchen oder erkunden

(c) by Tom´s Kochbuchblog
(c) by Tom´s Kochbuchblog

durfte, wer einmal den Fischmarkt in Cadiz gesehen hat oder auch nur ein einziges mal in Südostasien auf einem der Märkte frische Mango, oder gar Jackfrucht probiert hat, der kann dieses Gefühl der Fernweh nachempfinden, wenn ein ehemaliger Schiffskoch irgendwo einen der großen Cruiseliner sieht, das ist bei aller „Heimatverbundenheit“ Fernweh und Sehnsucht pur!

Von der scharf gewürzten Dorade, dem Kaninchen in Mandel-Sherry-Sauce, Spare Ribs mit Bohnensalat, Hähnchenleber mit Mango oder geschmortem Wels mit Orangen ist alles dabei, was das kosmopolitische Feinschmeckerherz höher schlagen lässt!

Mehr wird wie immer hier an dieser Stelle nicht verraten!

Fragen dürft Ihr natürlich immer und zu jeder Zeit gerne!

Fazit:

Dieses Buch macht einfach Lust zu kochen, ein wirklich tolles „Crossover-Buch“ für den heimischen Herd! Unbedingte Kaufempfehlung!

Verführerisches Zypern – Eine kulinarische Reise

Hallo liebe Foodies, lebenslängliche der Gastronomie und Kochbuch- Jäger und natürlich auch alle anderen Essensverliebten !

Als ich das nachfolgende Werk –noch verpackt- zum ersten mal in den Händen hielt (vor 3 Tagen um genau zu sein) geriet ich ins Grübeln, Zypern…… gibt es das eigentlich schon als Kochbuch?? Meine Ahnung bestätigte sich sehr schnell beim Lesen der ersten Buchbeschreibung im Umschlag, NEIN, das gibt es noch nicht !

Eine wunderbare Insel ohne ein eigenes Kochbuch in deutscher Sprache. Acht Foodies machten sich auf das zu ändern: Rita Henss als Autorin, Markus Bassler als Food-Fotograf, Anja Jahn, ebenfalls als Fotografin, Oliver Hick-Schulz als Designer und Herdverrückter, Marianne Salentin-Träger, die Kontakt- und Kreativ- Frau, Astrid Zieglmeier die Sommelière, Marilena Joannides, eine passionierte Forscherin, die sich seit Jahren den ursprünglichen und vergessenen Genüssen ihrer Heimat hingebungsvoll widmet und natürlich last but not least der wunderbare, geniale Franz Keller, den lasse ich hier unkommentiert! Eine wunderbare Idee ihn für dieses Buchprojekt mit ins Boot zu holen.

Aber jetzt zum Buch:

(c) by Callwey
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Verführerisches Zypern – Eine kulinarische Reise, von Marianne Salentin-Träger (Hrsg.) erschienen im Callwey- Verlag.

An was denkt man zuerst wenn man Zypern hört? Türkei, Griechenland, Schafskäse, Meer, Mezé, Olivenöl, Wein, frischer Fisch?

Zypern ist ein Schlaraffenland für Menschen, die sich ehrlichem, aufrichtigem und unverfälschtem Genuss verschrieben haben, getreu dem Motto: Vom Einfachen das Beste!

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So auch das Buch, schnörkelloses, tolles Design, tolle Haptik und wunderschöne Fotografien, passend zum Buch, farbenfroh und prächtig, aber kein Hochglanz-Design, gepaart mit ganz viel Geschichte, Geschichten und wunderbaren authentischen Rezepten, einfach gesagt, genau das was ich von Callwey erwarte und auch bisher gewöhnt bin!

Zum Inhalt:

Unterteilt ist das Buch in die verschiedenen, wichtigsten Regionen und Städte der Insel.

Nikosia macht den Anfang, mit Troodos, Zyperns höchstem Gebirge geht es weiter, Weinland Zypern beschäftigt sich mit den uralten

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Rebsorten der Insel, Pafos steht für den Küstenlandstrich mit seinen göttlichen Meeresschätzen, Limassol steht für Unkonventionalität, kreativ- verrücktes und Aufbruchstimmung. Das letzte Kapitel widmet sich Larnaka, einer Region voller Kontraste, mit türkisblauem Meer, goldenen Stränden und fruchtbarer roter Erde.

Das alles klingt im Ansatz wie ein Reiseführer, ein klein wenig ist es das auch, eine Hommage an eine viel zu wenig beachtete Insel; das Buch beschreibt eingehend und in wunderbarer Art und Weise die

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verschiedenen Regionen und den Lebensstil der Zyprioten, einfach nur schön ! Und natürlich, sonst wäre es ja auch kein Werk, welches sich der zypriotischen Kulinarik widmet, gibt es zu jeder der genannten Regionen auch die passenden Köstlichkeiten und die Rezepte dazu.

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Rezepte wie Kräuter-Senf-Braten, Kaninchen mit wilden Fenchelblüten, dazu wunderbar einfache, aber göttliche Mezé und Köstlichkeiten aus dem Mittelmeer spiegeln die ganze Pracht und Kultur ein wunderschönen Insel wieder, den passenden Rahmen dazu bildet dieses Buch! Aber mehr wird wie immer an dieser Stelle nicht verraten!

Fazit:

Tolle, einfach umzusetzende Rezepte, gepaart mit sehr viel Kultur; interessantes und wissenswertes zu Land und Leuten mit wundervollen Fotos.

Ein absoluter Volltreffer für alle Freunde und Liebhaber der

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mediterranen Küche, sowie des einzigartigen von sehr vielen Kulturen geprägten „Savoir Vivre“ der Zyprioten, getreu dem Motto:

„Zyprioten feiern gerne, im Dorf, in der Stadt, in der Taverne!“

Unbedingte Kaufempfehlung!

Frisch gekocht in Südtirol

Hallo Ihr Küchenchaoten und Kochbuchfreaks da draußen, heute gibt’s wieder mal Küche, die mir unglaublich am Herzen liegt und die ich wegen ihrer Bodenständigkeit und sich aufs wesentliche begrenzende unglaublich mag!

Ja, es geht mal wieder um Südtirol, um Natur, um bäuerliche, einfache aber trotzdem wunderbare Küche.

 Frisch gekocht in Südtirol – Die besten Bäuerinnen- Rezepte für 

Löwenzahn_2563_U1_Prader_Frisch-gekocht-in-Südtirol_02.inddjeden Tag von Maria Reichhalter Prader und Veronika Mahlknecht Stampfer erschienen im Löwenzahn Verlag.

 

Die beiden Autorinnen leben seit vielen Jahren mit ihren Familien auf  ihren Höfen in Südtirol, was liegt da näher als uns die phantastische und einfache, aber köstliche Südtiroler Küche im Wandel der Jahreszeiten näher zu bringen?

Wunderbar unkomplizierte und köstliche Zubereitungen regionaler Produkte, die ganze Bandbreite der Südtiroler Köstlichkeiten legen uns die Autorinnen ans Herz.

 Zum Buch:

Von kleinen Gaumenfreuden vor dem Essen über Suppen und Vorspeisen bis hin zu den vorzüglichen Hauptgerichten der beiden Autorinnen, an alles ist gedacht.

Die Desserts  sind zum dahinschmelzen, die Kuchen, das Brot und das Gebäck einfach zum Verlieben lecker! Und natürlich gibt’s auch wie bei uns früher zuhause (und auch heute noch) die genialen Leckereien für die Vorratskammer vom Holunder-Apfel- Gelee über den eingelegten Knoblauch bis hin zu den Zucchini in Öl. So machte man sich eben früher (und auch heute zum Glück noch und wieder), die Genüsse der Erntezeit auch im kargen Winter zugänglich!

Einige der Rezepte, wie die Kartoffelteigtaschen mit Lachs-Frischkäse-Füllung, die orientalische Gemüse-Fleisch-Pfanne oder  die Kalbsschnitzel mit Zitronensauce sind etwas, na sagen wir mal neuzeitlicher geprägt, verlieren aber niemals den Bezug zur klassischen Südtiroler Küche. Während andere wie das Biergoulasch mit Serviettenknödeln, der Mangold-Topfen-Pressknödel an Käsesauce oder der Schweinsschopf mit Rosmarinsauce die ganze liebe der Autorinnen zur Südtiroler Heimat wiederspiegeln.

Bei den Desserts sind es Genialitäten wie die süßen Schlutzer, die Brot- oder Apfelkiachl oder der Apfel-Walnuss-Schmarrn die Lust auf mehr machen!

Die Kornspitze waren das erste Rezept das ich ausprobiert habe, und sie sind phantastisch geworden, wenn ich ihnen auch vielleicht etwas mehr Teigruhe hätte gönnen sollen, aber ich war so versessen darauf, das mir das Warten einfach zu lange war, allein schon deshalb da ich Kümmel und Koriander zu meinen absoluten Lieblingsgewürzen zähle! Im übrigen ist der Kornspitz eines der am meisten verkauften Gebäcke weltweit !

Der Walnuss-Apfel-Kuchen ist das nächste Rezept zum ausprobieren auf meiner Liste, zumal unsere Äpfel im Garten dieses Jahr phantastisch schmecken.

Es passt einfach alles in diesem Buch, die Rezepte sind sehr einfach und ohne großen Aufwand alle zuhause umsetzbar !

Die Fotos von Karin Reichhalter machen einfach Lust auf Südtirol in der eigenen Küche zuhause!

Fazit:

Für alle Fans einfacher und bodenständiger Küche und vor allem für Österreich- und Südtirol- Verliebte ist dieses Buch ein absolutes MUSS !

Paris in meiner Küche von Rachel Khoo

Hallo Ihr Herdakrobaten, Kellnerquäler und Kochbuchfreaks !

Heute gibt´s bei kochbuch.tips ein Buch, in das ich mich direkt verliebt habe (ihr werdet jetzt alle sagen, naja typisch Koch, nur weil es eine bildhübsche Köchin geschrieben hat), nein, dieses mal ist es nicht so, das ist für mich definitiv eines der Kochbücher der letzten Jahre!

Geschrieben hat es eine geniale Köchin, ihres Zeichens Wahl- Pariserin, die es sich zum Ziel gemacht hat, die klassische französische Küche auch einem jüngeren, oder jungem Publikum nahe zu bringen und schmackhaft zu machen. Sie ist aufgebrochen und hat 120 französische „Klassiker“ in der winzig kleinen Küche ihrer Pariser Wohnung neu interpretiert und entstaubt! Und das in einer Lebensfreude und Leichtigkeit die ihresgleichen sucht. Das Buch vereinigt ihren Charme, ihre ganze Lebensfreude und Experimentierfreudigkeit in sich, es macht einfach unglaublich Spaß, zwischen den Rezepten auch ihre Geschichten vom Pariser Alltag zu lesen, manchmal meint man mitten im Marché Bastille zu stehen und die wunderbaren Düfte von frischem Fougasse oder wunderbarem Comté einzuatmen, einfach phantastisch!

So, aber jetzt zu unserer „bildhübschen Wahl- Pariserin“, es geht um, na wen wohl…….Vorhang auf für………

9783831022601-2Rachel Khoo und ihr Buch Paris in meiner Küche – 120 fabelhafte Rezepte für jeden Tag, erschienen bei Dorling Kindersley.

Und jetzt endlich zum Buch:

Ich hab´s einfach mal aufgeschlagen und bin direkt im Elsaß gelandet. Rachels Interpretation des „choucroute Alsacienne“ ist einfach phantastisch und ganz weit entfernt von der klassischen „Ein- Topf- Methode“, das Kraut hat einen leichten Biss, der Schweinebauch eine knusprige Schwarte! „Magnifique“ werden die beiden Gäste des kleinsten „Restaurant parisienne“ wohl jubiliert haben.

Dieses Gefühl von ungezwungenem und lustvoll kreativem Kochen zieht sich wie ein roter Faden durch Rachels Buch.

Einfache, aber wunderschöne und ausdrucksstarke Fotos begleiten Rachels Interpretationen französischer Klassiker auf eine Art und Weise, die einen schlichtweg dazu auffordert, sich schnellstens in die eigene Küche zu begeben und ihre Rezepte auszuprobieren.

Ihr „Croque Madame Muffins“ ist von solch einfacher Genialität, daß es mir beim Gedanken an die „zärtliche Verbindung“ von Sauce Mornay und Comté die Geschmacksrezeptoren jubilieren lässt, das ist pure Lust am Essen!

Rachel beim Pochieren ihrer „Iles flottantes“ zuzusehen, ist eine ähnliche Augenweide, wie der anschließende Genuß der selbigen. Zarte Baisernocken mit Mandelkrokant in göttlicher Créme anglaise badend,………wer kann da schon „non merci“ sagen !

Mehr zu den Rezepten gibt es jetzt nicht, erkocht Euch selbst dieses Buch und Ihr werdet sehen und vor allem schmecken wie genial Rachel ist!

Die Rezepte reichen von der Alltagsküche übers Picknick bis zum Dinner mit Freunden und Familie.

Im Anhang gibt es noch die nötigen Grundrezepturen, die jede Menge Spielraum zu eigenen Kreationen lassen.

Ganz zum Schluß gibt´s Rachels „Carnet d´adresses parisiennes“, quasi Ihr „Schatzkästchen“ an Einkaufstipps für Paris!bastille_puces1

Einfach magnifique !

Fazit:

Es gibt nicht mehr viel zu sagen, nur eines noch an dieser Stelle…….UNBEDINGT KAUFEN.

Kick and Cook- Das Kochbuch zur Fußball-WM 2014

So, die WM läuft zwar schon zwei Wochen, aber für´s Essen ist es ja bekanntlich nie zu spät J

Heute gibt es passend zur Weltmeisterschaft ein ganz wunderbar nützliches Kochbuch !

Und das Euch allen nach der WM das gegrillte nicht zu den Ohren rauskommt hab ich noch schnell den passendne WM- Begleiter für Euch:

Kick and Cook, das Kochbuch zur Fußball- WM 2014 von Katrin Roßnick erschienen im Verlag die Werkstatt.

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Natürlich geht es im Buch in erster Linie um die wunderbaren Länderküchen der 32 teilnehmenden Nationen, aber auch um Fußball, oder war das andersherum?

Zuerst gibt es immer kurze und knappe, aber sehr interessante und kurzweilige Informationen rund um das jeweilige Teilnehmerland, dann folgt jeweils ein „Nationalrezept“.

Die Rezepte sind allesamt sehr stimmig, leicht nach zu kochen und alle Zutaten sind bis auf wenige kleine Ausnahmen „Supermarkttauglich“, d.h. in einem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Sollte etwas im Markt nicht auffindbar sein, so werden im Buch auch sehr gute Bezugsquellen genannt.

Die Rezepte, ausnahmslos landestypische Klassiker, wie die „Chorizo a la pomarola“ aus Argentinien, das wunderbare „Gallo pinto“ aus Costa Rica, oder das „Govjadina po stroganovski“……..ich glaube nicht, das ich diesen russischen Klassiker näher erläutern muss  !

Kick and Cook ist ein sehr schönes und interessantes „Sammelsurium“ aus tollen Rezepten und interessanten Infos, welche für die nötige Kurzweil auch in der Halbzeitpause sorgen.

Fazit:

Die Autorin Katrin Roßnick ist zwar seit frühester Jungend eine glühende Anhängerin von Hannover 96, aber das sei ihr hier an dieser Stelle einmal verziehen !

Danke Frau Roßnick für diesen tollen (nicht nur !) WM- Begleiter !

Das Buch macht richtig Spaß!

Von der Alp auf den Teller- Käsekultur in Vorarlberg

Hallo liebe Foodies und Kochbuchbesessenen, heute Abend gibt´s Käse, wunderbaren Vorarlberger Käse!

Wenn´s auch mit dem Fußball bei unseren österreichischen Nachbarn nicht so klappt,so haben sie doch vom Kochen und von gutem Käse reichlich Ahnung !

Die heutige Buchvorstellung kommt druckfrisch direkt aus Österreich, ein tolles Buch aus dem Löwenzahn- Verlag aus Innsbruck.

Von der Alp auf den Teller- Käsekultur in Vorarlberg, von Kurt Bracharz, Florian Mairitsch und Mike Schwarzenbacher.

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Zum Buch:

Keine Hochglanzoptik, aber wunderbare Fotos im momentan sehr modernen Vintage- Style und mit schönem, griffigem und festen Papier kommt es daher.

Der erste Eindruck war mehr als positiv, ich bin mal wieder überrascht !

Das Geleit zum Buch stammt aus der Feder eines wahren „Käseprofis“, nämlich keinem geringeren als Josef J. Rupp, dem Geschäftsführer der Privatkäserei Rupp in Hörbranz, der auch maßgeblich an der Entstehung des Buchs beteiligt war.

Die Einleitung des Buches „Was ist Käse“ ist sehr schnell beantwortet:

Käse ist Milch die erwachsen wurde, natürlich könnten wir das auch mit Nathan Myhrvold´s Worten beantworten, wie es im Buch auch getan wird, aber ganz so wissenschaftlich werden die Autoren nicht, das würde den Stil des Buches auch verfehlen.

Trotzdem geht man sehr eingehend und nie langweilig werdend, auch wieder mit wunderschönen Fotos auf das Grundprinzip der Käseherstellung ein.

Im ersten Kapitel, „Milch, Rahm und Sauerrahm“, gibt’s gleich das erste Rezepthighlight wie ich finde: Sauerrahmeis mit Fraxner Kirschen, einfach genial.

Auch hier begleiten wieder unglaublich Appetitanregende Fotos die einzelnen Rezepturen……….man schmilzt dahin und wird genötigt sofort auszuprobieren, bzw. nachzukochen.

Den ersten Rezepten folgen wieder sehr schöne und kurzweilige Geschichten zur Käserei in Vorarlberg.

Dem folgen Rezepte mit Joghurt, Buttermilch, Molke und Sig, der sogenannten Älplerschokolade, einfach nur göttlich und gaaaaaanz viele wunderbare Kalorien J

Das nächste Kapitel zeigt in eindrucksvoller Weise und wieder in sehr schönen Fotos die Arbeit auf der Alp im Lauf der Jahreszeiten, einfach wunderbar!

Das vorletzte Rezeptkapitel behandelt Sauerkäse, Topfen und Seagen, das ausgeflockte und abgeseihte Eiweiß, das nach dem Aufkochen der Molke entsteht.

Noch ein weiteres sehr schönes Kapitel behandelt das Thema Käse in der Küche.

Im letzten Kapitel geht es um Alpkäse, Bergkäse, Emmentaler und Bachensteiner, hier gibt’s Rezepte wie einen „Alpkäseschmarren“ oder „Riebeltascherln mit Emmentaler“.

Einfach nur göttliche und super zuhause nachzukochende Rezepte, die Lust auf Österreich machen!

Fazit:

Ein Muß für alle Liebhaber der deftigen, ursprünglichen österreichischen Küche!

Danke nach Innsbruck für ein fabelhaftes Buch!

„Indien- Das Kochbuch“ von Pushpesh Pant

„Sie kleideten sich in komische Gewänder und irrten planlos umher“, so mag es für manch „außergastronomischen“ aussehen, wenn im Hochbetrieb einer Küche alle Zahnrädchen (oder auch Köche) seltsamen Befehlen des Chefs folgen und nahezu nahtlos ineinandergreifen!

Liebe Foodies, Kochbuchsüchtige und alle die auf dem Weg dahin sind es zu werden, zum Pfingstsonntag starten wir mit etwas ganz besonderem, exotisch- wunderbarem:

„Indien, das Kochbuch“ von Pushpesh Pant, erschienen im Verlag Edel by Phaidon.

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Schon das Cover, bzw. die „Verpackung“ macht mehr als neugierig, ich finde es eine ganz wunderbare Idee ein Kochbuch in einem kleinen Stofftäschchen, welches einem 2,5 kg Reisbeutel mehr als ähnelt, zu verpacken. Den authentischen Druck noch drauf und fertig ist der Geniestreich eines „Buchfutterals“, einfach perfekt!

Dieses Buch ist mein drittes über die indische Küche, aber ich muß eingestehen, es macht die anderen beiden komplett überflüssig.

Ich habe mich sehr lange damit beschäftigt bevor ich diese Rezension vom Stapel lasse und bin zu der Überzeugung gekommen:

Das ist das einzige Buch über die indische Küche, das man besitzen sollte! Es ist einfach nur genial und in jeder Hinsicht Klasse gemacht.

Man klappt es auf und spürt direkt, okay, da ist noch mehr, nicht nur die faszinierenden Photos im Anhang an jedes der rund 15 Kapitel, nein, auch die Papierauswahl passt einfach zu der Art von Kochbuch, griffiges, in seiner Struktur leicht „grobes“ Papier, lassen das Buch einfach zu einem Gesamterlebnis werden!

Natürlich startet das Buch mit kulinarischer Geschichte und Informationen zu den Bundesstaaten, hochinformativ, aber niemals langweilig werdend geschrieben.

Pushpesh Pant hat die Rezepte im Buch in über mehr als zwanzig Jahren in ganz Indien zusammengetragen, sie geben die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aller Regionen Indiens beeindruckend wieder und stellen das Beste dar, was die traditionelle indische Küche zu bieten hat.

Über die Rezepte hier zu berichten ist nicht mein anliegen, das würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, es sind 1000 an der Zahl in diesem Prachtstück, zusammengefasst in Kapiteln wie „Gewürzmischungen und Pasten“ (yeah, ich liebe es !),

„Pickles, Chutneys und Raitas“, „Häppchen und Snacks“, „Hauptgerichte“, „Brot“ und andere mehr.

Wobei diese Unterteilung ganz besonders zum Thema „Hauptgerichte“, eher die „europäisierte“ Version einer indischen Mahlzeit ist, denn die traditionelle indische Mahlzeit unterscheidet sich in elementarer Art und Weise von dem was man in unseren Breitengraden unter „Essen“ versteht.

Es gibt kein klassisches Essen in „Gängen“, oder die Nachspeise am Ende einer Speisenfolge, nein, die Gerichte werden zusammen arrangiert und auf einem „thali“, einem großen Tablett oder auf Bananenblatt serviert, es ist einfach eine ganz andere wunderbar entspannte Art der Nahrungsaufnahme.

Aber erlebt es einfach selbst, beim Nachkochen von Dals, Chutneys, phantastischen Fisch-, Fleisch-, und Gemüsegerichten, bis hin zu Chapati und Naan, es wird Euch genaus faszinieren und begeistern, wie es das Buch bei mir getan hat.

Mischt Euer erstes Masala, riecht daran und Ihr wisst was ich meine!

Die Bezugsquellen sind im übrigen auch sehr gut recherchiert!

 

Fazit:

Pushpesh Pant und Edel zeigen uns in wunderbarer Art und Weise auf, daß zur Küche Indiens weitaus mehr als nur Currys gehören.

Dieses Buch ist für jeden von Euch der nur ein klein wenig exotisch ausgerichtet ist, ein absolutes „Must Have“ !!! Ich kann es Euch nur ans Herz legen!

Es ist absolut nachvollziehbar warum die „Gourmand Cookbook Awards“ in 2011 titelten „Das beste indische Kochbuch der Welt“……….es ist einfach so!

 

Hier geht’s direkt zum Buch !

Unsere Lieblingsrezepte für die Welt

Zum ausklingenden Freitag Abend gibt´s für Euch Kochbuchfreaks und Foodies noch etwas ganz besonderes…..

Eine wunderbare Buchidee wie ich finde, jedes verkaufte Buch unterstützt mit 3 € die Organisation Women for Women International, eine Organisation, die mit Frauen in Ländern wie Afghanistan, Bosnien, dem Kongo, dem Irak oder beispielsweise dem Südsudan, also alles von Krieg und Zerstörung zerrütteten Ländern zusammenarbeitet.

Die Programme der Organisation, ermöglichen es diesen Frauen, von Opfern zu Überlebenden und zu aktiven Bürgerinnen zu werden.

Unter den Rezeptautoren finden wir Namen wie Meryl Streep, Annie Lennox, Paul Mc Cartney, Richard Branson, René Redzepi, Peter Gabriel und viele, viele bekannte Persönlichkeiten mehr. Sie alle fördern oder unterstützen dieses Projekt, bzw. diese Organisation in der einen oder anderen Art und Weise.

„Unsere Lieblingsrezepte für die Welt“, herausgegeben von Alison Oakervee, erschienen im Callwey- Verlag, mit einem wunderbaren Vorwort von Meryl Streep.

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Zum Buch:

Unterteilt ist es in Kapitel wie Genießen (Gesunde Rezepte für jeden Tag) , Fördern (Gesunde Familienrezepte), Teilen (Rezepte zum Teilen), und Feiern (Rezepte um Frieden an den Tisch zu bringen).

Die Food-Fotografie hat Philip Webb übernommen.

 

Es gibt zu jedem der oben genannten Länder eine kurze Beschreibung mit der Vorstellung einer Frau aus diesen Ländern, die sehr eindrücklich beschreibt, was für ein großes Leid Krieg und Zerstörung über diese Nationen und ihre Bevölkerung gebracht haben.

Zu jedem Rezept im Buch gibt es Vorweg ein Zitat des Verfassers.

Rezepte wie Pasta mit Brokkoli, Chili Flocken und Knoblauch, Crumble mit Äpfeln, Beeren und Haferflocken, Curryeintopf mit Süßkartoffeln, Gartenbohnen und Kohl, oder ein genialer Graupen- Granatapfel- Salat und vielen weiteren auch landestypischen Spezialitäten aus den genannten Ländern, machen wirklich große Lust zu probieren und zu experimentieren.

Alle Gerichte sind in ganzseitigen wunderschönen Fotos im Vintage-Style dargestellt.

Es macht einfach großen Spaß sich durch dieses Buch zu „probieren“ und zu lesen.

Ich finde es absolut gelungen, und so ganz nebenbei unterstützt man(n) beim Kauf dieses überaus gelungenen Kochbuchs noch eine tolle Hilfsorganisation!

Das sollte es Euch allen Wert sein, der Muttertag ist zwar vorbei, aber ist es nicht mal wieder Zeit für ein Buchgeschenk liebe Männer und Kollegen der kochenden Zunft??

Im Kapitel „Mitwirkende“ werden alle Rezeptautoren in einer kurzen Vita vorgestellt, so bekommt man einen noch tieferen Eindruck der Schicksale der Menschen die dieses Buch geschrieben und publiziert haben.

Fazit:

Ein tolles Buch, zu einer sehr mutigen und wunderbaren Organisation. Phantastische Rezepte, sehr stimmig und auch wunderbar zum zuhause kochen.

www.callwey.de

La Cucina Italiana von der Accademia Italiana della Cucina

Guten Abend Ihr Kochbuchfreaks und Gastronauten!
Heute hab ich was ganz besonderes für Euch………..
Was passiert wohl, wenn man 7600 Akademiemitglieder aus den 30 Sektionen der
Accademia Italiana della Cucina losschickt, und die authentischsten Gerichte der einzelnen Regionalküchen Italiens aufzeichnen und analysieren lässt?
Hier wurde das komplette Erbe der italienischen Regionalküchen in einer noch nie da gewesenen Art und Weise dokumentiert!
Entstanden ist etwas wunderbares, etwas das dick ist wie ein Telefonbuch, in seinem Aufbau ähnlich, nur das hier keine Personen sondern unglaublich gute und sehr alte (Familien)- Rezepte aufgeführt sind, ein phantastisches Kochbuch………
Los geht’s also, hier ist DAS italienische Kochbuch „La Cucina- Die originale Küche Italiens“ von der Accademia Italiana della Cucina, erschienen im Callwey-Verlag!
Zum Buchaufbau:
Wir finden zunächst die „klassische“ Unterteilung beginnend mit Antipasti, Pizza und Saucen, Suppen, Pasta, Polenta & Reis, Fisch, Fleisch & Geflügel, Gemüse, Käse und Desserts.
Jedem der oben genannten Kapitel sind die verschiedensten Rezepte aus Italiens Regionen zugeordnet. Man erfährt unglaublich viel über die Regionen, lokale Traditionen zu den Rezepten, die Geschichte der Rezepte und deren regionale Prägungen, die teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten.
In diesem Buch steckt so unglaublich viel Arbeit, wie es von einem einzelnen Autor nie zu bewältigen wäre, Rezepturen aus Familien, Rezepte wie sie der „normale“ Italien-Reisende niemals aufgetischt bekommt……….
Die Rezepturen, wundert Euch nicht, erscheinen teilweise etwas „ungenau“, aber das ist auch so gewollt, sie sind das Ergebnis unglaublicher Bemühungen, teilweise ein Mix aus vielen Varianten einer einzigen Rezeptur, so bleibt auch Spielraum für die eigenen Vorlieben beim würzen, oder die eigene Kreativität, das ist wunderbar.
Sehr schön auch immer wieder die bereits angesprochene Erwähnung lokaler Traditionen beim Kochen, das macht Mut zu vielen Eigeninterpretationen und nicht nur zum sturen, grammgenauen nachkochen.
Rezepte möchte ich an dieser Stelle keine erwähnen, nur so viel sei verraten: Die Caponata ist der Hammer !
Des weiteren finden sich unglaublich viele „Regionalitäten“, die so noch nie einen Weg in eines der vielen italienischen Kochbücher gefunden haben, einfach wunderbar!
Fazit:
Wer wirklich authentisch italienisch kochen will, der sollte dieses Prachtstück in seinen „Reihen“ stehen haben!

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Thai Food von David Thompson

So liebe Kochbuchfans, nach einem wieder mal viel zu kurzen Wochenende gibts heute Abend noch etwas ganz besonderes !
Bei Kochbüchern ist es nun mal nicht unbedingt der Fall, daß man wie in der Literatur sagen kann „Das ist ein Klassiker“ da sie nach wenigen Jahren bereits wieder vom Markt verschwinden, aber bei diesem Buch bin ich geneigt dazu mich umstimmen zu lassen !
Es wurde bereits im Jahr 2002 zum Ersten mal aufgelegt und steht in mittlerweile dritter Auflage immer noch in den besten Buchhandlungen!
Der Preis ist ein stolzer, so mancher wird denken, waaaas 75 € für ein Kochbuch??? Aber in diesem speziellen Fall ist jeder einzelne Cent mehr als gerechtfertigt!
So, genug der Vorrede, wir sprechen über „Thai- Food“, das pinkfarbene Meisterstück von David Thompson aus der Collection Rolf Heyne.
Dieses Buch ist DIE Bibel der Thailändischen Küche, absolut authentisch, unverfälscht und original, nicht wie das Zeugs vom Thailänder um die Ecke, bei dem einmal in der Woche der Tiefkühl-LKW mit holländischem Kennzeichen hält !
Wer wahre thailändische Küche kennenlernen will muss definitiv auf den Floating Markets des Chao Praya gegessen haben, oder die Gerichte aus diesem Buch nach kochen.
Natürlich ist es schwer viele der Zutaten hier bei uns zu bekommen, aber dank des wunderbaren Versandhandels und Feinkosthändlern wie Ralf Bos, ist auch das mittlerweile fast flächendeckend möglich!
Zum Buchaufbau:
Das Buch beginnt mit ganz viel Geschichte und Kultur, die wirklich ungemein zum Verständnis der thailändischen Küche und ihrer immensen Vielfältigkeit beitragen.
Dem folgt ein großes und sehr wichtiges Kapitel zum Thema Essen in Thailand, die verschiedenen Regionen Thailands, die sich in Ihren Küchen ebenfalls ungemein unterscheiden, ganz einfaches Beispiel hierfür sind die Schärfen der Gerichte, die von Region zu Region sehr unterschiedlich sind.
Der zweite Teil des Buches widmet sich den Grundlagen der Thailändischen Kochkunst, der Küchenausstattung und den Zubereitungs- und Garmethoden.
Dem folgt eines der wichtigsten Kapitel, die Zutaten der Thailändischen Küche und deren sehr eingehende Beschreibungen.
Bevor ich es vergesse zu erwähnen, das hier ist nicht nur ein Thailändisches Kochbuch, wie viele auf dem Markt mit immer den gleichen Standard- Rezepturen, in diesem Buch finden sich wirklich jahrhundertealte und absolut unverfälschte und authentische Rezepte die David Thompson mit Hilfe vieler Thailänder/innen und aus unzähligen sehr alten Thailändischen Kochbüchern hier zusammengetragen hat.
Thompson war/ist übrigens der einzige, der jemals für seine Thailändische Küche einen Stern des Guide Michelin bekommen hat!
Nun aber weiter im Text, nach dem phantastisch strukturierten und unglaublich gut beschriebenen Kapitel Zutaten und Zubereitung steigen wir mit „Relishes“ in die Rezepte ein.
Diese hier beschreiben zu wollen, wäre vermessen von mir, dessen bin ich auch nicht mächtig. Es gibt nur so viel zu sagen, sie sind unbeschreiblich gut, immer wieder gespickt mit Kultur, etwas Geschichte und niemals langweilig werdenden Erklärungen. Es finden sich ganze Menüs, phantastische Snacks und auch nicht zu vergessen, das wunderbare Street Food, das hier mehr als irgendwo anders auf der Welt „zelebriert“ wird.
In diesem Sinne:
Das Buch ist keins zum sofort loskochen, da man viele der Zutaten wirklich ausschließlich in Thai- Läden bekommt, aber wenn es dann soweit ist, bekommt man feuchte Hände, wenn man zum ersten mal die unglaublichen Geschmacks- und Geruchsexplosionen verspürt die diese Art zu kochen mit sich bringt! Leider ist es nun fast 10 Jahre her, das Thompson als Gastkoch bei Roland Trettl im Hangar 7 in Salzburg gastierte………vielleicht ergibt sich irgendwann im nächsten Leben einmal mehr die Chance David Thompson zu genießen……. ein immer wieder wunderbarer Anfang das zu tun ist dieses Buch; es ist die Bibel des Thai- Food !
Danke CRH !

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