Ente – Das Kochbuch

Hallo Ihr Herdakrobaten, Hobbyfoodies und Gastronauten, es ist wieder mal soweit, noch eine wunderbare Neuerscheinung so kurz vor Weihnachten !

Und zudem noch ein Buch, auf das wieder unglaublich viele gewartet haben, da es von einem „besternten“ Koch kommt, einem der sein Handwerk bei Größen wie Heinz Winkler in Aschau und Stefan Marquard im Lenbach in München gelernt hat.

Vorhang auf für :

Copyright (c) by Tre Torri / Wiesbaden

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Ente – Das Kochbuch von Michael Kammermeier, erschienen bei Tre Torri

 

Die Ente, wer verbindet es nicht mit einem ganz bestimmten Namen, Klaus-Peter Wodarz, in den 80ern und 90ern eine der Wegbereitenden Institutionen, einer der wenigen, die sich damals aufmachten um dem „Michel“ die französische Küche nahe zu bringen. Vor diesen Herren wie Witzigmann, Winkler, Wohlfahrt beschränkte sich das Kulinarische Know How auf Schnitzel und Geschnetzeltes, sie waren es, die uns Göttlichkeiten wie die Canard à la Presse, Gänsestopfleber und Seeteufel nahebrachten, von ihnen lernten wir, das Physalis keine Geschlechtskrankheit ist!

Und hier ist ein nicht mehr so ganz „Neuer“, zwar noch sehr junger Kollege, der sich aufgemacht hat nach den Sternen zu greifen. Und das gelingt ihm wie wir alle wissen, in fast schon berauschender Art und Weise!

Michael Kammermeier steht am Anfang einer ganz großen Karriere und wir wollen alle hoffen, daß er uns hier in Hessen noch sehr lange erhalten bleibt!

Mittlerweile ist er dabei seinen ganz eigenen persönlichen Stil zu finden, seine „Herkunft“ lässt sich aber nicht verleugnen, geprägt ist er durch Heinz Winklers wunderbare „Cuisine vitale“ und dem witzig-kreativ-verrückten Stil von Stefan Marquard.

Bei aller Kreativität verliert er jedoch niemals seine Bodenständigkeit, schnörkellos und auf wenige Produkte begrenzt und diese gekonnt inszeniert, das ist ein Stil der mehr als Zukunft hat! Auch hat er mit seinen 28 Jahren schon seine „Signature Dishes“ wie die „Gehobelte Leber“ oder das „Hummercapaccio“, ich bin absolut der Überzeugung, das wir von Michael Kammermeier noch sehr viel hören werden. Und nach Ikonen wie Wodarz, Langendorf und Eis, ist es wunderbar zu wissen, daß ein junger, genialer Koch wie Michael Kammermeier der oberste „Löffelschwinger“ der Ente ist! Wunderbar!

Jetzt aber endlich zum Buch:

Gestaltung, Artwork und Fotografie haben wir bei diesem Werk Guido Bittner aus Wiesbaden zu verdanken, übrigens eine sehr gute Wahl Herr Frenzel.

An diesem Buch stimmt einfach alles, das Papier, die Fotos des Herrn Bittner, das Geschirr aus der ASA-Selection, die den Gerichten von Michael Kammermeier die perfekte Bühne, oder sagen wir Manege bieten, es ist einfach perfekt geworden.

Dieses Buch und seine Gerichte stellen nicht nur ein perfektes Kochbuch dar, nein, es ist Inspiration, es ist auch einfach mal nur dazu da, um es in die Hand zu nehmen, mit den Augen zu genießen, zu schwelgen und nachzudenken. Es auch einfach nur aufzuschlagen und darin zu blättern , sich an der perfekten Inszenierung der Gerichte zu freuen ist phantastisch!

Die Gerichte, phantastische Interpretationen, geniale Kombinationen, wie „Entenschinken & warmes Waldpilzgelee, mit Pilzen, Pilzerde und Rote Bete“ oder „Entengriebenkruste auf Steinbutt mit Petersiliencreme, Kohlrabi, Steinpilzen und geräuchertem Linsenjus“, das alles zeigt den Stil Kammermeiers sehr deutlich auf und der wird noch sehr viel besser! Er macht eine unglaublich Entwicklung!

Eines möchte ich gerne noch verraten, das beweist ganz einfach, das auch (gewisse Grundkenntnisse vorausgesetzt) Sterneküche zuhause umsetzbar sein kann, das zeigt und Michael Kammermeier eindrucksvoll bei seiner „Confierten Entenkeule mit Bohnencassoulet“, einfach, aufs wesentliche beschränkt und ein absolutes Götteressen!

Fazit:

Das Warten hat sich mehr als gelohnt, vor mir liegt ein absolutes „Must Have“-Kochbuch aus der deutschen Sternegastronomie!

Chapeau Herr Kammermeier, Chapeau Herr Frenzel!

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