Lavazza Kalender 2017 – Turin

Lavazza

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„We are all world defenders“, das sind die Worte von Francesca Lavazza, welche sie mir in mein Exemplar des Lavazza-Kalenders 2017 geschrieben hat!

Ich formuliere den Satz etwas um und lasse daraus ein Frage werden: „Wäre es nicht ganz wunderbar, wenn wir alle irgendwie zu World Defenders werden würden?“ – So beginne ich meinen heutigen Artikel zu einem phantastischen zwei-Tages-Trip nach Turin – natürlich hab ich auch ganz viele Fotos gemacht, die findet Ihr hier !

Also, los geht´s: Ich war dann mal in Italien, genauer gesagt in Turin – DER italienisch-europäischen Kaffee-Metropole! Um es auf den Punkt zu bringen, es geht um Lavazza und um die Vorstellung des neuen Lavazza- Kalenders 2017, welches man mit einer meisterlichen Ausstellung in der ehemaligen Turiner Börse, grandios zur Umsetzung gebracht hat.

Zeitgleich zur Vorstellung vom 22. bis 26. September fand natürlich auch in diesem Jahr der Terra Madre Salone del Gusto in Turin statt. Dieses alle zwei Jahre stattfindende kulinarische Event der Extraklasse stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von 20 Jahre Slow Food – hier nutzte Lavazza auch die Gelegenheit um seinen beeindruckenden Nachhaltigkeits-Report 2015 vorzustellen!

Hier ist neben vielen anderen wichtigen Fakten unter anderem zu erfahren, das daß Engagement zum Thema Nachhaltigkeit in den letzten drei Jahren um 70% auf rund 7 Millionen Euro erhöht wurde.

Francesca Lavazza

Francesca Lavazza © by kochbuch.tips

Aber, hinter all` dem steht mehr als die bloße Vorstellung eines Kalenders – Nein, Lavazza zelebrierte in diesem Jahr den letzten Teil seiner Kalender-Trilogie, welche in ganz enger Zusammenarbeit mit Carlo Pedrini, dem Gründer von Slow Food entstanden ist – im übrigen arbeitet Lavazza nun schon seit über 20 Jahren mit Carlo Pedrini und Slow Food zusammen und hat sich dessen Grundsätze, was Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Verhalten angeht zum Leitsatz gemacht!

Ähnlich wie bei einem großen italienischen Reifenhersteller, ist dieser Kalender mittlerweile zu einem begehrten Kunst- und Sammlerobjekt geworden.

In einer langen Reihe von Fotografen finden sich Namen wie Helmut Newton, Ellen von Unwerth, Annie Leibovitz, Steve McCurry und in diesem Jahr der wunderbare Denis Rouvre, übrigens bereits Gewinner des World Press Photo Awards, welcher die beeindruckende Trilogie unter dem Namen „Earth Defenders“ beendet – aber da steckt noch sehr viel mehr dahinter:

Denis Rouvre

Denis Rouvre © by kochbuch.tips

Die eindrucksvollen Portraits des französischen Fotografen Denis Rouvre würdigen die symbiotische Beziehung asiatischer Erntearbeiter mit ihrer Umwelt. Dabei ist jedem Portrait eine beeindruckende Landschaftsaufnahme gegenübergestellt. Daraus entsteht ein Gesamtkunstwerk, in dem sich die Wesensmerkmale von Mensch und Natur überlagern und zu einer neuen Aussage verschmelzen.

Lavazza

Earth Defenders © by kochbuch.tips

Der Lavazza- Kalender 2017 schlägt das dritte und letzte Kapitel des Fotoprojekts „Earth Defenders“ auf, das unter der kreativen Leitung von Armando Testa steht. Nach Steve McCurrys Bildern aus Afrika (2015) und jenen von Joey L. aus Mittel- und Südamerika (2016) hat sich der französische Fotograf Denis Rouvre nach Asien begeben, um dort die Beziehung und die Liebe der Menschen zur Natur und ihr Bestreben, die Umwelt zu schützen, in seinen Fotografien zu dokumentieren. Der Kalender mit dem Titel „We are what we live“ präsentiert zwölf Motive – jeweils ein Duo aus einem Portrait und einer Landschaft: Jedes Portrait scheint wie eine Landschaft und jede Landschaft wie ein Portrait.

Denis Rouvre

Denis Rouvre & Tom @ Spazio Lavazza © by kochbuch.tips

Wirken die Kombinationen aus Portraitfotos mit sehr dunklem, ja fast schwarzem Hintergrund und Landschaftsaufnahme zunächst etwas schwermütig oder gar traurig, da es doch normalerweise die hellen Farben sind, denen man eine positive Symbolik zuspricht, erfährt man aber bei tiefgehender Betrachtung schnell, worum es hier eigentlich geht: Gesichter und Landschaft werden einender gegenübergestellt, so das eine erkennbare Symbiose aus Mensch und Natur entsteht. Denis Rouvre zeigt die Menschen und ihren Lebensraum, den sie leidenschaftlich verteidigen – die Earth Defenders also.

Ganz Turin zeigte sich dieser Tage geprägt vom Salone del Gusto und vom Lavazza-Kalender, aber nicht im Stile übermäßiger und aufdringlicher Werbung, sondern passend zu diesem Projekt, zurückhaltend, ruhig und wohldosiert!

Lavazza

Coffee Tasting @ Lavazza © by kochbuch.tips

Am Rande der Ausstellung durften wir an einem phantastisch moderierten Coffee-Tasting teilnehmen, bei welchem wir zum Thema Kaffee eigentlich komplett neu „eingenordet“ wurden, es war einfach großartig! Ich für mich kann sagen, das ich seit diesem Tasting einen komplett neuen Bezug zum Kaffe entwickle und bereits entwickelt habe. Kaum ein Genussgetränk ist so facettenreich, vielschichtig und nuanciert in seinen Geschmacksnoten, wie es der Kaffee sein kann.

Der Tag endete in einem großartigen und herzberührenden Klavierkonzert mit der

Teatro Carignano

Teatro Carignano © by kochbuch.tips

Musik zum Lavazza-Kalender des Komponisten Ezio Bosso im Teatro Carignano, einem der schönsten klassischen „Logen-Theater“ in ganz Italien! Es war einfach nur unglaublich!

Der zweite Tag begann mit der Besichtigung des neuen, noch im Bau befindlichen Lavazza-Hauptquartiers, der Nuvola in Turin, hier sollen nach Einweihung alle der rund 600 Lavazza-Mitarbeiter in Turin (welche im Moment noch an vier verschiedenen Orten in Turin arbeiten) gebündelt an einem Ort zusammen arbeiten. Ebenfalls angesiedelt in der Nuvola ist das renommierte IAAD- das Istituto d´Arte Applicata e Design; das ebenfalls neue und bereits bezogene Hauptquartier der IAAD ist ein Gemeinschaftsprojekt von Lavazza, der Stadt Turin und der Industrie.

Nuvola

Nuvola di Lavazza © by kochbuch.tips

Erwähnenswert hier finde ich noch, das man beim Ausschachten für den Neubau auf Fundamente einer christlichen Siedlung aus dem 4. oder 5. Jahrhundert stieß und diese nun durch eine Art gläsernes Auge in den Neubau integriert und sie so auch der Öffentlichkeit zugänglich macht!

Den krönenden Abschluss stellten für mich der Rundgang über den Salone del Gusto und der Genuß eines Bicerin im 1780 eröffneten Caffè Fiorio dar!

 

Eines sei hier noch am Rand erwähnt, obwohl dieses Projekt eigentlich eines eigenen Artikels würdig ist:

Lavazza hat bereits im Jahr 2003 mit der Lavazza Foundation das Projekt ¡Tierra! ins Leben gerufen. Hier wurde ein Meilenstein zum Thema nachhaltiges Handeln gelegt.

Die Initiative wurde zeitlich in zwei Phasen unterteilt:

Die erste Phase, die 2009 endete, beinhaltete drei Gemeinden in Peru, Honduras und Kolumbien. Die zweite, welche 2010 begann, umfasste Indien, Brasilien und Tansania. Seit 2013 wurde das Projekt um zwei weitere Gemeinden in Äthiopien und Vietnam erweitert.

Die Projekte haben vor Ort zwei Ziele:

  • die Lebensbedingungen, die soziale Entwicklung und das wirtschaftliche Wachstum von landwirtschaftlichen Gemeinschaften verbessern.
  • mit neuen landwirtschaftlichen Techniken und Produktionswerkzeugen qualitativ hochwertige Produktionsabläufe mit immer weniger schädlichen Einflüssen auf die Umwelt entwickeln, um so wettbewerbsfähiger und unabhängiger zu werden.
¡Terra!

Project ¡Terra! di Lavazza © by kochbuch.tips

Im Rahmen dieses Projektes wurden erst kürzlich durch den Genuss-Botschafter von Lavazza-Deutschland, den Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt zwei neue ¡Terra!-Länder-Kaffees vorgestellt: der „¡Tierra! Brasile“ und der „¡Tierra! Tanzania“, welche wieder einmal den Einklang von Produkt, sozialem Engagement und Umweltverträglichkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Bei Lavazza ist das gelebte Philosophie. War es doch der Frimengründer Luigi Lavazza, der bereits 1935 erklärte: „Ich möchte nicht Teil einer Welt sein, die die Schätze der Natur zerstört“.

Hier geht´s zum Ethik-Kodex von Lavazza!

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