Vegetarische Tajine & Couscous

Hallo Ihr Herdgeiseln und Hobby-Foodies da draußen, nach Tagen der mit Sicherheit nicht fleischlosen Völlerei wird es dann zum Jahresende mal köstlich marokkanisch-vegetarisch.

Es muss ja auch nicht immer nur Fleisch sein, oder?

Copyright (c) by Haedecke-Verlag
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Vegetarische Tajines & Couscous von Ghillie Basan, erschienen im Hädecke-Verlag. ISBN 978-3-7750-0673-6
Also ich muss ja ganz ehrlich zugeben, das ich nicht der Freak bin wenn es um marokkanische Küche geht, ABER……. ich liebe Couscous in allen Variationen, hab vor ein paar Tagen mal ein Tom´s-Reste-Couscous gemacht (hatte noch nen halben Granatapfel, etwas Feta und Schlotten, das Ganze zu nem Salat verarbeitet), frisches Pain Paillasse von meinem Lieblingsbäcker dazu und fertig, einfach aber göttlich!

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Nun ja, jetzt aber zum Buch……

Marokko……..und die marokkanische Küche, sie ist von so unglaublich vielen Einflüssen geprägt, Zentral- und Nordafrika, den Traditionen der arabischen Welt, Byzanz, den andalusischen Aromen Südspaniens, alle haben sie im Lauf der Jahrhunderte die marokkanische Küche beeinflusst und ihre Spuren hinterlassen, das ist einzigartig und wunderbar!

Das eigentliche Herz der marokkanischen Tradition und auch der Küche bilden die Souks und alten Medinas, hier präsentiert sich in atemberaubenden Auslagen alles, was das Herz und die marokkanische Küche so begehrenswert macht, ein wahres Fest an Eindrücken für jeden der diese Küche liebt!

Wie immer bei Hädecke, so auch dieses mal ist das Buch wieder von wunderschönen ganzseitigen Fotos geprägt, alles passend in Szene gesetzt und perfekt abgelichtet, so machen Kochbücher einfach Spaß!

Zu finden gibt es nicht nur das klassische Couscous, kleine und große Tajines, sondern auch Vorspeisen, Suppen, sowie auch Salate, Eingelegtes und Eingemachtes.

Diese Art zu kochen, die vielen wunderbaren Gewürze und Kräuter wie Cumin, Koriander, Kardamom, Kurkuma, Minze und Limetten, das ist einfach phantastisch, es eröffnet einem ganz neue Geschmackswelten. Die Verwendung von Rosenblättern, Ghee und Granatapfelsirup und allen voran Safran, das ist einfach unbeschreiblich gut!

Das Erste Rezept welches ich ausprobieren werde ist die Schmorkartoffel-Tajine mit Zwiebel, Fenchel, Sumach und Balsamessig, (die Drillinge hab ich schon), bin so gespannt wie es wird, das Rezept verheißt wunderbares!

Einen weiteren Liebling hab ich auch schon entdeckt, das Couscous mit scharfem Aprikosen-Chutney und Halloumi, das harmoniert einfach alles perfekt miteinander.

Mehr werde ich hier an dieser Stelle wie immer nicht verraten, nur noch eines, auch das letzte Kapitel „Salate, Eingelegtes & Eingemachtes“, ist mehr als vielversprechend !

Die Tomatenkonfitüre mit Zimt und geröstetem Sesam hat es mir jetzt schon angetan!

Fazit:

Für alle Liebhaber der marokkanischen Küche ist dieses Buch ein wahre Fundgrube an kulinarischen Köstlichkeiten! Ich finde es mehr als gelungen! Tolle Rezepte, alles sehr fein kombiniert und absolut einfach auch zuhause umsetzbar, auch wenn man keine Couscousière zuhause hat !

Yannick Alléno – Französische Küche

Hallo Ihr Gastro-Junkies und Herdgeiseln da draußen, es ist fast geschafft, die letzte Weihnachtsschicht naht und dann gibt es vielleicht mal ein paar Tage zum „Durchatmen“.

Und wie es nun einmal an Weihnachten ist, so gibt es auch bei Toms Kochbuchblog am zweiten Weihnachtsfeiertag etwas ganz besonderes, DAS ist für mich eines der 5 Kochbücher des Jahres 2014, ein Buch geprägt von solcher Eleganz, Gerichte die das Wirken eines Kochs in unglaublicher Ausdrucksstärke aber gleichzeitig auch in minimalistisch und auf das Hauptprodukt bezogener Anrichteweise dokumentieren.

Ganzseitige, wunderschöne Fotografien, die den „Betrachter“ immer wieder auf ein neues fesseln und faszinieren, einfach unbeschreiblich!

Für diesen „Schwergewichter“ der französischen Haute Cuisine fallen mir hier und jetzt, spontan zwei Adjektive ein, „atemberaubend“ und „wunderschön“. Es sind vielleicht nicht punktuell die zutreffendsten, aber es sind die. die meine tiefsten und innersten Empfindungen beim „Durchblättern“ dieses Prachtexemplars der Küchenliteratur ausdrücken!

Auch für den MATTHAES-Verlag ist es soweit ich mich entsinne, ein Novum, einen solchen „Großformater“ herauszubringen (was Kochbücher angeht, so habe ich fast alles aus den Reihen meines „Lieblings-Fachbuchverlages“), aber dieses Release ist in mehr als eindrucksvoller Weise gelungen, es ist ein absolutes Meisterwerk geworden, ich denke genauso hat Yannick Alléno sich das auch vorgestellt!

So, und hier ist es jetzt endlich:

Copyright (c) by Matthaes-Verlag
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Yannick Alléno, Französische Küche, erschienen im Matthaes-Verlag.                                                                                                                           129,00 EUR
782 Seiten
1. Auflage 2014
Hardcover, 266 x 360 mm
Matthaes Verlag
ISBN: 978-3-87515-094-0

Alléno, der von sich selbst sagt, „Ich habe drei Mal in meinem Leben kochen gelernt“, ist einer der ganz Großen, der sich in eine lange Riege besternter französischer Küchen-Superstars einreiht. Er ist einer der „neuen“ Superstars, die angetreten sind, Köche wie Joel Robuchon oder Alain Ducasse zu beerben. Sein Handwerk hat er bei Meistern wie Manuel Martinez, Jacky Fréon, dem Großmeister Gabriel Biscay, Roland Durand, Martial Enguehard und dem phantastischen Louis Grondard gelernt, alles hochdekorierte Meister und Träger des „MOF“ (dem Meilleur Ouvrier de France), einer Auszeichnung des französischen Arbeitsministeriums, welche an herausragende Vertreter der unterschiedlichsten Handwerke vergeben wird.

Er ist der Vertreter der „Cuisine Moderne“, die er im Jahr 2012 einführte. Es gibt kaum moderne Techniken, wie Thermalisierer, Rotationsverdampfer oder ähnliches, das ist auch gut so ! Genug derer haben wir ja bereits.

Alléno spezialisiert sich mit seiner Cuisine Moderne auf die echte französische Küche, auf die Verwendung lokaler Produkte (Yeah! Foie Gras et Truffes en masse!) und vor allem aber stützt er sich auf die Grundpfeiler der klassischen Cuisine francaise, den Saucen und Fonds! Wunderbar!

Auch er ist wie viele seiner Kollegen längst zu einem Global Player, mit Hot Spots in allen Teilen der Welt geworden, aber er ist eben Franzose und wird nie (wie viele andere unseres Gewerbes) vergessen, wo seine Wurzeln liegen und wo er hin gehört, an den Herd!

Jetzt aber endlich etwas zum Buch:

Begonnen wird mit einem faszinierenden Portrait zu Alléno, danach geht es direkt mit dem los, wonach sich der Leser sehnt, Rezepten und Fotos.

Die Layouter und Grafiker haben sich für dieses Buch etwas besonderes ausgedacht: Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es mehrere Übersichtsseiten, mit verkleinerten Fotos der jeweiligen Gerichte, dem Namen und der Seite auf der es zu finden ist, sehr durchdacht und in absoluter Perfektion umgesetzt!

Kapitel wie Canapés, Amuse-Bouches, Kalte Vorspeisen, Krustentiere, Fisch, Fleisch und Geflügel, Wild und Innereien, sowie Käse, Vordesserts, Desserts und Mignardises machen aus diesem Buch ein luxoriöses, vom Matthaes-Verlag perfekt umgesetztes Meisterwerk der französischen Haute Cuisine!

Rezepte werde ich dieses mal keine daraus vorstellen, „erkundet“ es selbst, es ist mehr als nur ein Kochbuch, es ist ein Kunstwerk geworden, ein „Buch-gewordener“ „Henri Matisse“, es ist voller Kontraste, es präsentiert höchste Kreativität, es verbindet Luxus und Bodenständigkeit miteinander, es stellt die neue Haut Cuisine, oder die Cuisine Moderne in absoluter Vollendung dar! Es ist Fauvismus, nicht auf Leinwand gebannt, sondern in Form eines unglaublichen Kochbuchs!

Dieses Buch muss ein Koch und Foodie sich einfach selbst zum Geschenk machen!

Das ist purer Luxus für 129 €, wunderbar!

Dan May´s Chili Kochbuch

Hallo Ihr Herdgeiseln, Gastro-Junkies und Kochbuchfanatiker. Heute wird es scharf @ Toms Kochbuchblog.

Heute gibt´s Chili und zwar in allen Variationen in einem richtig genialen Kochbuch aus dem Hädecke-Verlag.

Vorhang auf, hier ist es:

Copyright (c) by Haedecke Verlag
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Dan May´s Chili Kochbuch, erschienen im Hädecke-Verlag

Knallig bunt, richtig passend zum Thema kommt es daher und macht nicht nur Spaß beim durchblättern und stöbern, sondern auch beim Nachkochen ! Absolut passendes Layout, tolle, hauptsächlich ganzseitige Fotos von Peter Cassidy machen einfach Lust auf alles rund um die Chili, vom Anbau bis zum Verarbeiten.

Zum Start gibt es interessantes über Geschichte und Verbreitung der Chilis, Ernährungsphysiologisches, Tips zur Bestimmung von Chilis und natürlich für alle Hobbyzüchter „Dan´s Leitfaden für die eigene Chili-Aussaat“ und natürlich auch noch ein sehr interessanter Artikel zum Thema „Woher kommt die Schärfe“, alles wirklich sehr interessant verfasst!

Im Ersten Kapitel befasst sich der Autor mit Suppen und Salaten, hier gibt es ein leckeres Crossover vom Chilli Billi Bi, einer modernen Variante des bretonischen Klassikers der Muschelsuppe über die Thailändische Nudelsuppe mit Rindfleisch, bis zum Rindercarpaccio mit grünem Salat und Meerrettichdressing.

Jedem der Gerichte im Buch sind die passenden Chilisorten zugeordnet und zusätzlich ist jedes in einer Schärfeskala eingeordnet, natürlich ist alles auch individuell „justierbar“ !

Die Gerichte sind wunderschön in Szene gesetzt, auf absolut zum Thema passendem Geschirr angerichtet und wie bereits eingehend gesagt perfekt fotografiert! So macht ein Kochbuch wirklich Spaß!

Die Rezepturen sind sehr übersichtlich gegliedert und wie ich beim Ausprobieren des bereits 4 Rezeptes festgestellt habe auch in sich sehr stimmig!

Das zweite Kapitel, Snacks & Vorspeisen finde ich absolut gelungen (der Graved Lachs mit Chili-Beize ist DER Hammer), ebenso die gegrillten Garnelen in Chili-Soja Marinade!

Kapitel drei widmet sich dann den Hauptgerichten, ich war sehr gespannt das erste der rund 23 Rezepte auf Herz & Nieren zu prüfen, und wie eigentlich immer bei Hädecke, so wurde ich auch dieses mal nicht enttäuscht, das „Peruanische Chili-Knoblauch-Huhn“ ist in jeglicher Hinsicht genial, die Aromen passen perfekt, die Zusammenstellung ist eine Wucht, naja und vom Geschmack ganz zu schweigen, es war ein absoluter Erlebnis! Als nächstes gibt es den Chili-Gemüse-Burger mit getrockneten Tomaten und scharfem Zwiebelrelish, bin sehr gespannt!

Den Hauptgängen folgen in Kapitel vier die Beilagen, köstlich-scharfes aus aller Welt ist hier vertreten, vom mexikanischen Kartoffelsalat über den indischen Dhal bis zu den Patatas bravas, eine wirklich sehr gelungene und „würzige“ Auswahl!

Im fünften Kapitel dreht sich alles um die wichtigsten „Sides“ überhaupt, Sauce, Salsas und Marinaden, unbedingt erwähnenswert hier die Jamaikanische Jerk-Marinade, sowie die Würz- und Kräutermischungen, einfach Klasse!

Zum Schluß gibt es natürlich auch noch süßes in Form von Kapitel sechs mit Desserts & Getränken, von der Chili-Eiscreme über Schoko-Cookies mit Chili-Ingwer Note bis zur Chili-Schokolade und der perfekten Bloody Mary, alles absolut passend zum Thema!

Fazit:

Nicht nur für Chili-Liebhaber, sondern auch für alle andern, die es kreativ anders mögen!

Ein tolles Buch, das unglaublich Spaß am ausprobieren und tüfteln in der eigenen Küche macht, sehr informativ und für mich ein absolutes Highlight!

Unbedingte Empfehlung für alle die es scharf mögen !

Kalbstafelspitz mal anders – Sous Vide by SEVERIN

Kalbstafelspitz……. ich hab mir gedacht, den kann man auch mal anders machen, nicht immer nur kochen wie Wäsche, aber mit allen klassischen Komponenten wie Wurzelgemüse, Meerrettich, Kartoffeln, Rote Bete, einfach aber durchdacht, und ohne großen Chi-Chi, wenig Deko, halt eben auf´s wesentliche konzentriert, getreu dem Motto: einfach mal ausprobieren!

Hier die Rezepturen:

Gepökelter Kalbstafelspitz (24/65) Sous Vide, Kartoffel-Rote-Bete-Espuma, lauwarme Wurzelgemüse-Relish und Meerrettichschaum

 

Copyright (c) by Toms Kochbuchblog
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Der klassische Tafelspitz mal etwas anders, die Kartoffeln als feine Espuma mit Roter Bete, das klassische Wurzelgemüse als pikant-süß-säuerliche Relish und den Tafelspitz gepökelt und Sous vide gegart ! Das Fleisch war unglaublich gut !

 

Pökellake:

 2 l       Wasser

100 g  Salz

40 g    Zucker

30 g    Sweet Chili Sauce

10 g    Pökelsalz

 Den Kalbstafelspitz (ca. 1,1kg) sauber parieren.

Das Wasser mit dem Salz, dem Zucker und der Sweet-Chili-Sauce aufkochen und erkalten lassen. Nach dem erkalten das Pökelsalz unterrühren. Den Tafelspitz mit ein wenig der Pökellake spritzen (hierfür eine handelsübliche Einwegspritze oder idealerweise eine isi-Flasche mit Injektionsnadel) verwenden. Den so behandelten Tafelspitz für 24 Stunden in die Lake legen.

Nach der Pökelzeit mit Küchenkrepp trocknen und in einem Sous Vide fähigen Vakuumierbeutel einvakuumieren und für 38 Stunden bei 65°C zum Garen in den Thermalisierer geben.

 Wurzelgemüserelish:

 120 g  Apfel (Golden Delicious)

90 g    Karotte

80 g    Petersilienwurzel

80 g    Sellerie

80 g    Lauch

10 g    Knoblauch

50 g    Butter

40 g    Rohrzucker

60 ml  Wasser

25 ml  Balsamicoessig, weiß

2 g      Tellicherry Pfeffer

3 g      Fleur de Sel

1 Msp.            Piri-Piri

 Den Rohrzucker in einen Topf geben und ganz leicht karamellisieren lassen, die kalte Butter in den karamellisierten Zucker einrühren und mit Balsamico und Wasser ablöschen. Das Gemüse zugeben und auf niedriger Temperatur mit Deckel langsam weichdünsten lassen (es darf noch etwas Biss haben). Anschließend den Deckel vom Topf nehmen und den Fond noch etwas einreduzieren lassen. Zur Seite stellen und erkalten lassen.

Kartoffel-Rote-Bete-Espuma:

 300 g  Kartoffel, mehlig

2         Rosmarinzweige

100 ml           Milch

50 ml  Sahne

50 ml  Rote Bete Saft

2 EL Olivenöl

2         Knoblauchzehen

½        Zitrone

0,25 g Salz

0,25 g Pfeffer

0,25 g Muskatnuss

 Die Kartoffeln geschält und gewürfelt in Salzwasser mit einem Rosmarinzweig ca. 10 Minuten weich kochen, abgießen und ausdampfen lassen. Milch mit dem Knoblauch und einem Rosmarinzweig aufkochen lassen und die Sahne unterrühren. Die warmen Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse in die heiße Flüssigkeit pressen (keinen Stabmixer verwenden) Rote Bete Saft zugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Das Püree mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Zitronenabrieb abschmecken. 2-3 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen. Das Püree sollte eine flüssige Konsistenz haben. Die Masse durch ein feines Sieb streichen und in eine isi-Flasche füllen. Eine Sahnekapsel aufschrauben und kräftig schütteln. Die Flasche bis zum Gebrauch bei max. 75°C warm stellen.

Vor dem servieren nochmal kräftig schütteln.

 Meerettichschaum:

 50 g    Kochs Meerrettich

100 ml           Sahne

Fleur des  Sel

Pfeffer, weiß, gemahlen

1 Spritzer Zitronensaft

20 g    Butter zum montieren                 

 Die Sahne mit dem Meerrettich zusammen aufkochen, mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft würzen. Alles etwas einreduzieren lassen und mit kalter Butter und Stabmixer aufmontieren.

Vorratsbibel – Alles zum Selbermachen

Hallo Ihr Foodies, Gastros und Hobbyköche. Heute geht´s ans Eingemachte, im wahrsten Sinne des Wortes.

Manchmal gibt es Kochbücher da denke ich naja, mal sehn was da kommt. Meist mit leicht skeptischen Hintergedanken, schon durch das schiere betrachten des Einbandes, bzw. der Titelseite. Bei der heutigen Buchvorstellung ging es mir anfangs genauso, aber schon nach dem ersten durchblättern wurde ich ganz schnell eines besseren belehrt !

Ich muss ganz ehrlich sein, der Einband ist ein wenig „antiquiert“, aber wie so oft kommt es doch auf die inneren Werte an, oder?

Also, jetzt aber:

Copyright (c) by pichler verlag
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Vorratsbibel – Alles zum Selbermachen von Ingrid Pernkopf und Willi Haider, erschienen im Pichler Verlag/ Verlagsgruppe Styria

Wie bereits eingehend gesagt, die Umschlaggestaltung hätte ich anders realisiert, aber das hatten andere zu entscheiden. Die Autoren Ingrid Pernkopf und Willi Haider haben ein wirkliche „Bibel der Bevorratung“ mit diesem Buch geschaffen.

Sie haben an wirklich alles gedacht! Nun ja, mich erinnert das Coverfoto immer an die eingekochten Kirschen und Stachelbeeren meiner Mutter, aber nicht nur das ist „einkochen“ oder „einmachen“ wie man bei uns sagt, da ist noch so vieles mehr wenn es ums Thema Haltbarmachen geht!

Nach kurzem Vorwort der Autoren, geht’s auch direkt ans „Eingemachte“………Das erste Kapitel startet mit dem Einmaleins der Vorratsküche, hier werden alle Techniken, der richtige Gebrauch von Einkochgeschirr und-utensilien und die Lagerung und Haltbarkeit des „Selbstgemachten“ beschrieben.

Dann geht’s los, mit Marmeladen, Gelees und Aufstrichen, wirklich tolle, kreative und leckere Rezepte, die auch in allen weiteren Kapiteln von grundlegenden Tips zur Vorgehensweise und Herstellung begleitet werden. Die Autoren haben wirklich an alles gedacht!

Im nächsten Kapitel geht es um pikante Marmeladen, Chutneys und Relishes, das ist eines meiner Lieblingskapitel! Dem folgen weitere Kapitel wie Säfte, Sirupe & Hochprozentiges, Kompotte, Muse & Röster, Aromatische Öle & Essige, Pikantes & Süss-Saures sowie mein absolutes „Favourite“, Senf, Würz-, Salatsossen & Pasten, hier gibt es alles vom Apfelsenf über Zwiebel- & Feigensenf, bis hin zum Ajvar und zum Mohnpesto! Einfach nur tolle Ideen und Rezepte!

Weiter geht’s mit Salzen, Gewürz- und Zuckermischungen & in Honig eingelegtem.

Dem folgt Backen im Einmachglas, Brote & süße Festtagsgebäcke und dann (yummieeee), mein drittes Lieblingskapitel Herzhaftes zur Jause, mit Buttermischungen (Butter ist mein Sternzeichen), Schmalz, Würsten, Schinken und Sulzen, und dazu frisches Brot…….dafür lass ich jedes Filet stehen!

Zum Schluss wird ebenfalls noch ein sehr wichtiges Kapitel zum Thema Haltbarmachen behandelt, nämlich Trocknen & Dörren (hab ich ja in meinem Blog bereits auch zum Thema gemacht).

Im Anhang gibt es noch einen kulinarischen Jahreszeitenkalender, das Rezeptregister, einen „Österreichisch-Deutsch“- Übersetzer sowie tolle Tips zu Lieferanten und Partnern!

Fazit:

Das sind 382 Seiten geballtes und wunderbar fundiertes Wissen, nicht nur zum Thema „Einmachen“. Ein tolles Buch!

Himmlisch Pikant – Geheimes aus der Klosterküche

Liebe Kochende (aus was für Gründen auch immer ) Kollegen, liebe Foodies, liebe Kochbuchsammler, heute wird´s himmlisch pikant @ Toms Kochbuchblog.

Es gibt mal wieder „geheimes“ aus der Klosterküche in Form eines wunderbaren neuen Buchtitels !

Vorhang auf, hier ist es:

Copyright (c) by Verlag Anton Pustet
Copyright (c) by Verlag Anton Pustet

Himmlisch Pikant – Geheimes aus der Klosterküche – Die Zubereitung von Fleischspeisen und Beilagen nach alten Handschriften aus Klöstern und Abteien, zusammengetragen von Ernst & Karin Kaufmann, sowie Günther Haderer.

Erschienen im Verlag Anton Pustet.

 

Nach dem tollen Erfolg des ersten Klosterkochbuches „Sündig Süß“, haben sich die Autoren zum zweiten mal auf die Suche gemacht.

Gefunden haben sie dieses mal wunderbar wärmende und stärkende Suppen, schmackhaft- deftige Hauptspeisen und pikante Beilagen. Sehr schön und sehr passend finde ich zudem die Verwendung der Sprache, wie sie in den uralten Rezepturen vorkommt und die nur unwesentlich, für ein besseres Verständnis abgeändert worden ist.

Himmlisch pikant lädt den Leser auch dieses mal wieder auf eine ganz besondere kulinarische Zeitreise durch die Klosterküchen ein. Neben vielen, beinahe vergessenen Gerichten, gibt es auch köstliche Pasteten und viele andere Klassiker der Fleischküche.

Immer folgt man den alten Traditionen in der Zubereitung, welche zwar das eine oder andere mal etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber dafür ist der Genussfaktor auch anschließen umso höher.

Begonnen wird auch dieses mal wieder mit etwas Geschichte und den Regeln des „Heiligen Benedikt“, die da besagen, daß jedem so viel zugeteilt sei, wie er nötig habe, ……

Also her damit !

Das erste Kapitel „Aus den Häfn“, beginnt mit Suppen und Suppeneinlagen, Klassiker von der klaren Rindssuppe, bis zur Eiergersten- und Kräutersuppe, die wunderbaren Einlagen wie Speckknödel, Markknödel oder Fleischstrudel natürlich nicht zu vergessen.

Im zweiten Kapitel geht es dann richtig zur Sache, „Aus Pfann´ und Tiegel“, hier gibt’s gebratenes vom Herd und zwar in seinen schönsten Formen, vom Hähnchen, über die Entenbrust, bis hin zum Filetsteak, Rostbraten, Kaninchen und Kalbsbrust.

Das dritte Kapitel wird richtig deftig „Aus Topf und Rein“ befasst sich mit gekochtem und gedünstetem vom Kalbsvögerl über Bohnenfleisch und Krautwickel bis zum gebeizten Schweinefilet und „göttlichem“ Lammfleisch mit Paprika.

„Aus´n Rohr“, im Backrohr geschmort und gebraten heißt das nächste Kapitel, hier gibt es von der Ente im Pfefferrock, gerollter Truthahn mit Schinken in Senfsauce oder das gebratene Lammschlegel, alles aus dem Backofen!

Im folgenden Kapitel „Dazua“, geht’s um die Beilagen und um deftige Salate, von denen verrate ich mal nichts, nur so viel…..sie sind genial!

Das vorletzte Kapitel ist „Für´n kloan Hunga“, kleine Speisen für Zwischendurch und im letzten Kapitel wird´s „Drunter´gmischt und Drüber´gossn“, was kann das anderes sein als Saucen & Kräuter. Im übrigen sind die Erläuterungen zu den Kräutern wirklich toll geworden, ein kurzer knapper Mix aus hervorragender Warenkunde, Geschichte und vielfältigen Anwendungsbeispielen.

Fazit:

Für alle Liebhaber der deftigen, (auch österreichischen) aber nicht ungesunden Küche ein wunderbares kleines „Prachtstück“. Ich kann es nur empfehlen!

Tomatenpesto by SEVERIN

Hallo Ihr Foodies und Kochbuch- süchtigen da draußen, heute gibt´s mal wieder einen Produkttest bei Toms Kochbuchblog, hab mir endlich mal einen Dörrautomaten

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und ein neues Stabmixer-Set von SEVERIN für zuhause zugelegt. Und die Geräte sind jetzt seit annähernd 4 Tagen im Dauertest, es wird gedörrt, gemixt und püriert was das Zeug hält !

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Aus dem Dörrautomaten gab es als erstes getrocknete Tomaten, und ich kann ohne Umschweife sagen, das er perfekt funktioniert. Da ich ihn voll bestückt hatte (alle vier Siebträger voll) musste ich lediglich die Einsätze ab und zu mal tauschen (an Hand ihres Dörrgrades) , das er nicht ganz gleichmäßig von unten nach oben dörrt. Aber wie gesagt, er war ja auch voll bestückt!

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So und dann hatte ich aus knapp 1,5 kg frischen Strauchtomaten noch rund 120 g getrocknete Tomaten übrig, das Aroma war phantastisch! So folgte logischerweise dann auch der folgende Produkttest des Zauberstabs mit Pürieraufsatz, und den hat er mit Bravour bestanden! Alll Zutaten für meine rote Pesto nach und nach püriert und das Ergebnis könnt Ihr ja sehen, ein göttliches rotes Pesto!

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Hier auch das Rezept:

Tomatenpesto „Severin“ by Toms Kochbuchblog

 Zutaten:

Rispentomaten                                1,3 kg, fertig getrocknet rund 110 g

Olivenöl                                                130 ml

Pinienkerne, geröstet                      65 g

Parmigiano Reggiano                      70 g

Knoblauch, frisch                               12 g

Pfeffer aus der Mühle

Fleur de Sel

Balsamico

Herstellung:

Die Tomaten waschen, den Strunk herausschneiden, anschließend die Tomaten in 6 mm dicke Scheiben schneiden und nicht zu eng auf die Trägersiebe des Dörrautomaten setzen.

Alle vier Träger auf den Dörrautomat setzen und in ca. 10 -12 Stunden die Tomaten trocknen, bis sie eine feste Textur aufweisen (bei Vollbestückung des Dörrautomaten die Träger zwei bis dreimal von oben nach unten tauschen).

Die Pinienkerne rösten.

Nach dem Trocknen die Tomaten nach und nach in den Arbeitsbehälter (mit Messer) des Zauberstabes geben, die Motoreinheit aufsetzen und das Ganze zusammen mit den gerösteten Pinienkernen, dem Parmigiano und dem Knoblauch fein mixen.

Das Olivenöl nach und nach zugeben.

Mit Fleur de Sel, Pfeffer aus der Mühle und einem Esslöffel gutem Balsamicoessig würzen.

In kleine Weck Gläser füllen und kalt stellen.

Verwendbar als Aufstrich pur, zur Herstellung von Tomatenfrischkäse und natürlich zu frischer Pasta !

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So und seit nunmehr zwei Tagen läuft der Dörrautomat ununterbrochen mit Äpfeln, die

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Kinder lieben sie!

Das nächste Projekt wird gedörrtes Gemüse (Sellerie, Lauch , Karotten zum haltbar machen für Gemüsebrühe), bin gespannt wie es wird!

Würde mich übrigens sehr freuen, wenn Ihr die Pesto selbst auch mal probieren würdet, sie ist genial!

Texas BBQ – meat, smoke, love

Hallo Ihr BBQ-Freaks, Grilljunkies und Küchenchaoten da draußen. es ist kalt, stürmisch und einfach nur eklig da draußen, was liegt da näher als die Winter-Grillsaison einzuläuten ??

Und für all die Grillfreaks unter Euch gibt´s heute eine geniale Buchneuerscheinung:

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TEXAS BBQ – meat-smoke-love, von Jonas Cramby, erschienen bei Hädecke

Das Green Egg ist befüllt, das Gartenhaus ist warm, heute Abend gibt’s „Brisket“ mit einem Rub aus dieser „Bibel“, genannt „Angel Dust“, bin seeeehr gespannt drauf, er riecht jedenfalls göttlich!

Aber jetzt zu den Facts:

Unglaublich viele Bücher zum Thema Grillen sind in den letzten beiden Jahren erschienen, das hier ist ein reines BBQ-Buch, ich bin nicht abgeneigt zu sagen, das ist die neue BBQ-Bibel…..das ist der „BBQ-Road-Trip“ durch Texas!

Ein wenig „derb“, aber sehr passend zum Thema kommt es daher, festes Papier, kein Hochglanz (das würde auch nicht passen), Fotos, die teilweise ein wenig an alte Photochrome erinnern, hier passt wirklich eins zum anderen! Die Food-Fotos phantastisch und auch wiederum absolut passend zum Thema BBQ in Szene gesetzt.

Der Inhalt:

Überrascht nicht, eigentlich habe ich das erwartet, wie bereits gesagt, perfektes Layout, der Inhalt ebenfalls tadellos zusammengestellt.

Nach eine kurzen Erklärung zum Thema „Was ist BBQ“ , startet auch direkt Teil eins mit den BBQ Basics vom richtigen Smoker, über perfektes Werkzeug, Holz, Kohle und Räucherholz bis hin zu Tips und Techniken, Rubs (der Angel-Dust ist der Knaller!)…….und natürlich den BBQ-Saucen!

Im zweiten Teil gehts dann an den Start durch die verschiedenen texanischen Regionen, hier „Central Texas“, hier gibt´s alles vom Brisket (Yeah, ich freu mich aufs Abendessen) über Pork & Beef Ribs, bis hin zum Chopped Beef Sandwich und dem T-Bone!

Der dritte Teil befaßt sich mit East Texas…….je weiter man in den texanischen Osten reist, desto „schweiniger“ und klebriger wird es. Hier spürt man die Nähe zu den Südstaaten und deren „afroamerikanischer Grillkultur“! Hier kommen göttliche Schweinereien wie das Pulled Pork Sandwich, die Red Neck Porchetta und die St. Louis Spareribs auf den Tisch……… (oh Gott, ich möchte einmal ziellos von einem zum nächsten BBQ durch Texas reisen)……..

Im vierten Teil dreht sich alles um West Texas und wie soll es auch anders sein, hier wird’s mexikanisch mit Asado de Puerco, Beef Barbacoa, Ancho braised Short Ribs und Fajitas……. die Rezepte sind einfach nur der Hammer!

Der fünfte Teil, (na was fehlt denn noch????) kümmert sich um die „Kleinigkeiten“ dazu, hier gibts wunderbare „Sides“ von Sourdough White Bread über die klassischen Bohnen bis zu Crispy Greens (ein klein wenig gesund muss ja sein) und noch viele andere Leckereien wie den all time classic „Corn on the cob“.

Jetzt aber genug der Lobhudelei………vor mir liegt meiner Meinung nach das BBQ-Buch des Jahres 2014, es ist nicht vollgestopft mit Rezepten, nein, es ist wohldosiert mit dem Besten von allem gefüllt!

Also Ihr Grillfreaks, es sind noch 12 Tage bis Weihnachten, ab mit Euch in die nächste Buchhandlung, schaut es Euch an, ihr werdet genau so begeistert sein, wie ich es bin!

Ente – Das Kochbuch

Hallo Ihr Herdakrobaten, Hobbyfoodies und Gastronauten, es ist wieder mal soweit, noch eine wunderbare Neuerscheinung so kurz vor Weihnachten !

Und zudem noch ein Buch, auf das wieder unglaublich viele gewartet haben, da es von einem „besternten“ Koch kommt, einem der sein Handwerk bei Größen wie Heinz Winkler in Aschau und Stefan Marquard im Lenbach in München gelernt hat.

Vorhang auf für :

Copyright (c) by Tre Torri / Wiesbaden
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Ente – Das Kochbuch von Michael Kammermeier, erschienen bei Tre Torri

 

Die Ente, wer verbindet es nicht mit einem ganz bestimmten Namen, Klaus-Peter Wodarz, in den 80ern und 90ern eine der Wegbereitenden Institutionen, einer der wenigen, die sich damals aufmachten um dem „Michel“ die französische Küche nahe zu bringen. Vor diesen Herren wie Witzigmann, Winkler, Wohlfahrt beschränkte sich das Kulinarische Know How auf Schnitzel und Geschnetzeltes, sie waren es, die uns Göttlichkeiten wie die Canard à la Presse, Gänsestopfleber und Seeteufel nahebrachten, von ihnen lernten wir, das Physalis keine Geschlechtskrankheit ist!

Und hier ist ein nicht mehr so ganz „Neuer“, zwar noch sehr junger Kollege, der sich aufgemacht hat nach den Sternen zu greifen. Und das gelingt ihm wie wir alle wissen, in fast schon berauschender Art und Weise!

Michael Kammermeier steht am Anfang einer ganz großen Karriere und wir wollen alle hoffen, daß er uns hier in Hessen noch sehr lange erhalten bleibt!

Mittlerweile ist er dabei seinen ganz eigenen persönlichen Stil zu finden, seine „Herkunft“ lässt sich aber nicht verleugnen, geprägt ist er durch Heinz Winklers wunderbare „Cuisine vitale“ und dem witzig-kreativ-verrückten Stil von Stefan Marquard.

Bei aller Kreativität verliert er jedoch niemals seine Bodenständigkeit, schnörkellos und auf wenige Produkte begrenzt und diese gekonnt inszeniert, das ist ein Stil der mehr als Zukunft hat! Auch hat er mit seinen 28 Jahren schon seine „Signature Dishes“ wie die „Gehobelte Leber“ oder das „Hummercapaccio“, ich bin absolut der Überzeugung, das wir von Michael Kammermeier noch sehr viel hören werden. Und nach Ikonen wie Wodarz, Langendorf und Eis, ist es wunderbar zu wissen, daß ein junger, genialer Koch wie Michael Kammermeier der oberste „Löffelschwinger“ der Ente ist! Wunderbar!

Jetzt aber endlich zum Buch:

Gestaltung, Artwork und Fotografie haben wir bei diesem Werk Guido Bittner aus Wiesbaden zu verdanken, übrigens eine sehr gute Wahl Herr Frenzel.

An diesem Buch stimmt einfach alles, das Papier, die Fotos des Herrn Bittner, das Geschirr aus der ASA-Selection, die den Gerichten von Michael Kammermeier die perfekte Bühne, oder sagen wir Manege bieten, es ist einfach perfekt geworden.

Dieses Buch und seine Gerichte stellen nicht nur ein perfektes Kochbuch dar, nein, es ist Inspiration, es ist auch einfach mal nur dazu da, um es in die Hand zu nehmen, mit den Augen zu genießen, zu schwelgen und nachzudenken. Es auch einfach nur aufzuschlagen und darin zu blättern , sich an der perfekten Inszenierung der Gerichte zu freuen ist phantastisch!

Die Gerichte, phantastische Interpretationen, geniale Kombinationen, wie „Entenschinken & warmes Waldpilzgelee, mit Pilzen, Pilzerde und Rote Bete“ oder „Entengriebenkruste auf Steinbutt mit Petersiliencreme, Kohlrabi, Steinpilzen und geräuchertem Linsenjus“, das alles zeigt den Stil Kammermeiers sehr deutlich auf und der wird noch sehr viel besser! Er macht eine unglaublich Entwicklung!

Eines möchte ich gerne noch verraten, das beweist ganz einfach, das auch (gewisse Grundkenntnisse vorausgesetzt) Sterneküche zuhause umsetzbar sein kann, das zeigt und Michael Kammermeier eindrucksvoll bei seiner „Confierten Entenkeule mit Bohnencassoulet“, einfach, aufs wesentliche beschränkt und ein absolutes Götteressen!

Fazit:

Das Warten hat sich mehr als gelohnt, vor mir liegt ein absolutes „Must Have“-Kochbuch aus der deutschen Sternegastronomie!

Chapeau Herr Kammermeier, Chapeau Herr Frenzel!

Wild Backen

Hallo Ihr Gastrochaoten und Herdgeiseln, heute wird es wild @ Toms Kochbuchblog.

Aber kein Wild aus Wald und Feld, sondern wild im Sinne von leidenschaftlich, kunterbunt, undiszipliniert und göttlich kreativ und natürlich auf den Namen der Autorin bezogen.

Es geht ums Backen und um phantastische Patisserie……

Und hier ist es, das erste Buch der bildhübschen und ungemein begabten „Deutschlands bester Bäcker“ Jurorin:

Copyright (c) by Pichler Verlag
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Wild backen von Eveline Wild, erschienen im Pichler Verlag

Ich habe sehr lange darauf gewartet und war wahnsinnig gespannt, was dabei rauskommt, und das Warten hat sich gelohnt kann ich nur sagen. Es ist phantastisch geworden.

Jetzt aber zum Buch:

Das Inhaltverzeichnis verrät uns Ansatzweise was uns hier erwartet, von einigen klassischen Grundrezepten wie Biskuit, Buttermürbteig, oder der Anglaise geht’s direkt weiter zu dem was Österreich so beliebt macht, die wunderbaren warmen Mehlspeisen.

Im nächsten Kapitel widmet sie sich phantastischen Kuchen und Tartes vom Apfel-Streusel bis zum Kokos-Ananaskuchen, einfach zum Niederknien gut!

Immer wieder gibt es unter den Rezepturen kleine QR-Codes zum einscannen, dahinter verbergen sich kleine Filmchen, welche einem zum Beispiel das korrekte ausrollen eines Mürbteiges zeigen, sehr praktisch!

Im nächsten Kapitel „riecht“ es nach klassischer Patisserie, wie es der Titel bereits verrät, Desserts und Eis. Und es geht auch gleich mit halbflüssigen, gebackenen Schokoladenpralinés los! Ihre Interpretation des uralten Klassikers Pêche Melba sieht mich an und sagt: Probier mich sofort aus ! Einfach göttlich!

Weiter geht es im nächsten Kapitel mit den Paradestücken der „kalten Kondi“, mit Torten von einer verlockenden Marille-Vanille-Wolke, über eine Mango-Schokoladenmousse-Torte, bis hin zur weißen Schokoladen-Vanille-Kuppel mit Passionsfrucht, einfach nur der Hammer! Und das beste daran ist, diese Rezepturen sind mit ein wenig Sachkenntnis und Erfahrung auch problemlos zuhause umzusetzen.

Und wenn mal etwas schief geht, Ihr wisst ja, immer weiter probieren, bis es perfekt wird!

So und eines fehlt in dieser süßen Riege nun noch, das sind die Plätzchen. Auch hier wie bei allen Kapiteln zuvor ein wunderbarer Querschnitt durch die Konditorenkunst.

Fazit:

Das Buch macht von der ersten bis zur letzten Seite Spaß, die Rezepte super, die Kombinationen auch bei den Torten unglaublich stimmig und das alles mit einer „hochprozentigen Geling-Garantie“ auch für zuhause!

Also, ab mit Euch zum Buchhändler Eures Vertrauens, seht es Euch an. Das ist mein persönlicher Geschenktipp, nicht nur zu Weihnachten, das gehört in eines jeden Hobby-Bäckers Bücherregal!

Rosenwasser & Granatapfelkerne

Liebe Foodies, Cookies und Gastrochaoten, heute gibt´s noch ein Kochbuch aus der Kategorie „ich kam, sah und musste sofort haben“, eines aus des Kochbuchsammlers tiefster Begierde.

Und hier ist es, für alle Freunde der einfachen, originalen und unverfälschten orientalischen Küche…….

Copyright (c) by Knesebeck
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Rosenwasser & Granatapfelkerne von Suzanne Zeidy, erschienen bei Knesebeck

 Das ist mal wieder eines der Bücher, die einem beim Schlendern durch die Kochbuchabteilung meiner Lieblingsbücherei direkt ins Auge stechen und leise flüstern: nimm mich mit……. und genauso war es in diesem Fall auch, ich hab es gesehen und gar nicht drüber nachdenken müssen ob ich nicht wohl langsam genug orientalische Kochbücher habe, ich hab es einfach gekauft und ich wurde schon wieder nicht enttäuscht (so ein Pech aber auch).

Vor mir liegt ein vom Umschlag bis zur letzten Seite wunderschön gestaltetes und in seinem Layout und seiner Haptik sehr authentisch wirkendes orientalisches Kochbuch.

Aber wir wollen ja ehrlich sein, was nutzen die schönsten Fotos und das beste Layout, wenn der wichtigste Teil des Inhalts nicht stimmt, die Rezepte der Cairo-Kitchen-Restaurants und auch noch ein wenig Geschichte, Geschichten und gute Warenkunde.

Aber hier stimmt wirklich alles, phantastische und vor allem authentische Rezepte, tolle, stilechte Fotografien, gepaart mit ein wenig Geschichte und alles nochmals vermischt mit exzellenter Warenkunde.

Zum Buchaufbau:

Der ist klassisch, vom Frühstück, über Mezza, Suppen, Brot, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide, bis zum zum Thema „Für den Familientisch“ finden wir alles was die ägyptische Küche so beneidenswert macht.

Natürlich werden auch die in der orientalischen Küche so wichtigen Pickles, Dressings, Konfitüren und Pasten mit einem Kapitel bedacht, die Desserts und Getränke bilden einen perfekten Abschluss des Ganzen.

Zwischen den Kapiteln findet sich immer die Beschreibung eines ägyptischen „Klassikers“ wie zum Beispiel dem Feteer, einem pizzaähnlichen Fladen, der mit den verschiedensten Zutaten, egal ob pikant oder süß belegt/gefüllt, gebacken und anschließend dampfend heiß verzehrt wird.

Eines der Rezepte (mehr verrate ich wie immer nicht), welches ich als erstes ausprobieren werde (dann kommt meine alte handgetriebene Gusspfanne auch endlich mal wieder zum Einsatz) ist die Shakshuka ein „Grundnahrungsmittel“ im gesamten Orient, es besteht aus geschmortem Gemüse und Setzeiern, bin sooo gespannt.

Fazit:

Es ist eigentlich alles gesagt, ein wunderschönes Kochbuch für alle Freunde und „Anwender“ der orientalischen Küche, passt außerdem noch prima unter Euren Weihnachtsbaum! Absolut gelungen!

On Food and Cooking

Hallo Ihr Küchenchaoten da draussen, es ist der zweite Advent und es geht stark auf Weihnachten zu……(ach ehrlich? ist es schon wieder so weit??).

Heute gibt es bei Toms Kochbuchblog mal wieder etwas zum „selbst beschenken“, natürlich könnt Ihr es auch verschenken, ich jedenfalls behalte es selbst!

Und hier ist er endlich auch auf Deutsch, der „Mc Gee“……….

Copyright (c) by Matthaes Verlag
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On Food and Cooking , Das Standardwerk der Küchenwissenschaft von Harold Mc Gee, erschienen im Matthaes-Verlag Stuttgart.

Nun ja, was soll ich dazu sagen, endlich hat sich nach dreißig Jahren, der Lieblingsverlag aller Gastro´s mal einer Lektüre angenommen, deren erscheinen in Deutsch schon längst überfällig gewesen ist. Aber warum hat das so unglaublich lange gedauert, ein solches Küchenkompendium in deutsch zu veröffentlichen?? Aber über das deutsche Verlagswesen wollen wir ja hier nicht philosophieren! Ich habe die englische Ausgabe bereits 1993 in New York gekauft, als Ferran Adria damit begann, sich Gedanken über Texturen und Dekonstrukte zu machen, aber jetzt ist es ja endlich da und ich finde es gehört genauso wie der „Hering“ in die Hand eines jeden Kochs, Gastronomen und bewanderten Hobby-Foodies.

Es ist nicht unbedingt ein Lexikon, wenn es vielleicht auch ein wenig den Anschein erweckt, es ist alles außer einem Rezeptbuch, aber es ist auch keine streng wissenschaftliche und trockene Abhandlung über Lebensmittel, es ist unglaublich fundierte und perfekt recherchierte Fachkunde zum Thema Lebensmittel und deren Wissenschaft.

Es ist einfach das Standardwerk der Küche, es ist ein bischen „Junger Koch“ nur umfassender, es ist Warenkunde, nur tiefgründiger, es ist auch ein wenig „Herings Lexikon der Küche“, nur ohne Kurzrezepturen, es ist Wissenschaft, aber für jeden verständlich, ich bin der Meinung dieses Buch sollte zum Standard für alle in der „Ernährungsindustrie“ werden, vom kleinen Koch-Azubi über den Küchendirektor, bis hin zum Abteilungsleiter in der Lebensmittelindustrie.

Mc Gee ist auf eine Stufe zu stellen mit Brillat-Savarin, nie zuvor wurde sich neben der Lebensmittelkunde, so intensiv mit dem Thema „Was passiert wann und warum“ in einem Buch befasst!

Unterteilt ist dieses 955 Seiten starke Prachtstück unter anderem in Kapitel wie Milch- und Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Essbare Pflanzen, Gemüse, Obst, Teige und Teigmassen, Saucen, Garmethoden und Kochutensilien.

Immer wieder gibt es zu einzelnen Themen oder Produkten hochinteressante und nie langweilig werdende Fakten, Tabellen und wichtige Daten.

Auch die Etymologischen Erläuterungen zu vielen Produkten finde ich sehr lehrreich und interessant, wenn sie auch nichts zum wissenschaftlichen Verständnis beitragen, so gehören sie unbedingt dazu!.

Fazit:

Das ist ein Buch, welches wie bereits gesagt, eigentlich in die Hand eines jeden gehört, der sich aus welchen Gründen auch immer mit dem Thema Essen befasst. Es ist keine wissenschaftliche Abhandlung, es erklärt, es hilft dabei herauszufinden, warum dieses oder jenes Gericht auf eine ganz bestimmte Art und Weise zubereitet wird, oder warum welche Produkte auf gerade diese oder jene Art und Weise reagieren.

Und ein Autor, der sich in seinem Vorwort mit dem Satz „Fisch ist für mich auch eine Art von Fleisch“ selbst zitiert, macht dieses Werk noch um unglaublich vieles sympathischer!

Im übrigen halte ich es für eine DER wichtigsten Neuerscheinungen des ausgehenden Jahres 2014

Also ab mit Euch zum Buchhändler eures Vertrauens oder direkt in den Matthaes-Online Shop.

Beyond the Wall – Jenseits der Mauer

Liebe Freunde von Toms Kochbuchblog !

Und wieder einmal befinde ich mich auf „Abwegen“. Ich habe da etwas ganz wunderbares für eigentlich alle unter uns gefunden.       25 Jahre nach der Wiedervereinigung ist ein Buch erschienen, so prächtig und wunderbar, wie nur Benedikt Taschen in der Lage ist, ein solches Werk zu publizieren.

Ich empfinde es als phantastischen Katalog, einer sagen wir mal, völlig misslungenen, aber heute hochinteressanten, „41 jährigen Dauerausstellung“ einer Realsozialistischen Einparteien-Diktatur in all´ ihren Facetten.

Ich kann mit Stolz sagen, das ich zumindest den letzten Teil der Wende über Wochen hautnah in Berlin miterlebt habe und mich noch immer für diese unglaubliche Zeit und diesen ehemaligen „Klassenfeind“ in all seinen Tatsachen und Einzelheiten interessiere.

Für alle denen es ähnlich geht, ist dieses wunderbare Buch erschienen:

Copyright (c) by TASCHEN
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Beyond the Wall – Jenseits der Mauer, Katalog der Ausstellung im Wende Museum/ Los Angeles von Justinian Jampol erschienen bei TASCHEN.

Jenseits der Mauer: Kunst und Alltagsgegenstände aus der DDR
Justinian Jampol
Hardcover, quarter-bound, with ribbon bookmark, thumb index and booklet, 22 x 32 cm, 904 Seiten, € 99,99

Noch nie zuvor wurde ein so unglaubliches Spektrum an Alltagsgegenständen, Kunst, Technik, Uniformen, offizieller Symbolik, Möbelstücken, einfach allen Dingen, na sagen wir mal, aus denen die DDR bestand, ausgestellt oder gezeigt. Justinian Jampol hat sie in den letzten 25 Jahren zusammen getragen und daraus (leider in Los Angeles) „sein“ Wende-Museum entstehen lassen. Einzigartige Fotodokumente aus privaten Nachlässen dokumentieren ungeschönt das tägliche Leben in der DDR, welches von Mangelwirtschaft und Verzicht geprägt war. Einfach unglaublich interessant.

In Kapiteln wie „Essen, Trinken & Rauchen“, „Zuhause“, „Design & Mode“

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oder „Unterhaltung & Erholung“ wird in wunderbar beeindruckender Art und Weise nicht nur das alltägliche Leben, sondern auch der erst nach der Wende entstandene Begriff „Ostalgie“ eingehend verdeutlicht, warum war das so??? Trotz des ständigen Mangels an den einfachsten Dingen des täglichen Lebens, entstand nach der Wende auch eine gewisse Sehnsucht nach diesen Ost-Produkten, die früher einfach zu haben waren, egal ob es die Cabinet-Zigaretten, oder die Vita-Cola war.

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Mein erster Kontakt mit der DDR war eine 3- tägige Reise als Konfirmand mit der Kirchengemeinde in unsere damalige „Schwestergemeinde“ in der DDR in der Nähe von Weimar, ich denke noch heute an die „Durchsuchung“ unserer beiden VW-Busse mit denen wir unterwegs waren, die kleinen überdachten „Fließbänder“ in Helmstedt- Marienborn, auf denen die Pässe vom ersten zum zweiten Kontrollpunkt transportiert wurden, der Zwangsumtausch, bei dem sich jeder von und damals schon fragte, was wir wohl mit dem Geld tun sollten, das monotone Rattern auf der Transitstrecke, welches durch die Dehnungsfugen der aneinander gegossenen Betonplatten entstand…….aber die

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irgendwo größte, nennen wir es einmal „Betroffenheit“ stellte sich erst bei der Ankunft in dem kleinen Ort ein, ich werde das niemals vergessen, (nicht das diese Menschen nicht auch zufrieden waren mit dem was sie hatten, ABER……) irgendwo sah es dort, damals in 1983/84 noch so aus wie hier im Westen Mitte oder Ende der 50er Jahre, war hier die Zeit stehen gebelieben???? Zu allen weiteren, folgenden Besuchen in der „Schwestergemeinde“ versuchte man natürlich alles mögliche (vom Fahrradschlauch bis zur Audiokasette) mit zu schicken, was dort überhaupt nicht, oder nur sehr schwer verfügbar war und es irgendwie an den „Grenzern“ vorbei zu bekommen. Der Kreativität des „Schmuggelns“ waren hier keine Grenzen gesetzt. Angst hatte man keine, im Gegenteil, es war eher der Ansporn zu helfen und jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Oft waren es für uns einfache banale Dinge des täglichen Lebens, meine Mutter schickte immer Stapelweise Strumpfhosen mit, ich werde das nie vergessen, verrückt oder…….

Copyright (c) by TASCHEN
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Genug ausgeschweift, jetzt wieder zum Buch, Jampol hat wirklich an absolut alles gedacht, es ist phantastisch und unbeschreiblich, was er zusammengetragen hat, die unendlich vielen, oftmals in der Zeitschrift „Kultur im Heim“ beschriebenen Einrichtungsgegenstände, typischer „Ost-Schick“, die immer wieder auf ein neues faszinierenden Fotos aus allen Bereichen des täglichen Lebens, Plakate, Broschüren, Speisekarten (ich hab auch noch eine originale in 1989 ergattern können), die einfach mit einem schmunzeln zu lesenden, handgeschriebenen Brigadeberichte aus Kombinaten……..die FDJ-Berichte und natürlich das alles dominierende politische Räderwerk aus SED, FDJ, Stasi und allen anderen Machtapparaten, es ist einfach unbeschreiblich was hier entstanden ist!

Dazu gibt es ein knapp 60–seitiges Faksimile eines Familienalbums und mehr als 10 Stunden digitales Bonusmaterial mit Film- und Tondokumenten aus der DDR, welche über die „Blippar“-App abgerufen werden können.

Fazit:

Ein absolutes „Must-Have“ für jeden „Ostalgiker“ und Geschichtsinteressierten, ein Zeitzeugnis von allerhöchstem Rang, dank Benedikt Taschen und Justinian Jampol……

You did an unbelievable job !

Steaks

Liebe Gastronauten und Küchenchaoten, manchmal gibt es Bücher, da wartet Man(n) sehnsüchtig drauf, heute stell´ ich Euch eines davon vor. Es ist das erste aus einer ganzen Serie die noch folgen wird.

„Verwandt“ ist es mit einem ebenso genialen „Männer-Magazin“, der BEEF.

Und Vorhang auf, Yeah hier ist es endlich:

Copyright (c) by Tre Torri Verlag
Copyright (c) by Tre Torri Verlag

STEAKS – Meisterstücke für Männer, erschienen im Tre Torri Verlag.

Wie bereits gesagt, das ist eines der Pakete, die man in freudiger Erwartung furchtbar schnell aufreißt und was blickt einen vom Buchcover an ??

Genau das, was Man(n) erwartet, zwei riesengroße, wunderbare, riesige Côte de Bœf in all´ ihrer Pracht und genau so wie man es auch vom Magazin BEEF erwartet!

Dieses Prachtstück behandelt einfach alles, es ist das komplette und meiner Meinung nach, aktuell beste Kompendium zum Thema (Rind)-Fleisch !

Von der Aufzucht der Tiere, über Rinderrassen, das Schlachten, die Zerlegung, die einzelnen Fleischstücke (super finde ich hier die Bezeichnung der „Cuts“ in sieben verschiedenen Sprachen) und alle bekannten und beliebten Zubereitungsarten von den verschiedenen Grillvarianten bis zum Niedergaren oder Sous vide wird alles in absoluter Perfektion abgehandelt.

Natürlich wird auch dem so wichtigen „Beiwerk“ wie Rubs, Marinaden, Saucen, Chutneys und Buttermischungen ein ganzes Kapitel gewidmet, wer braucht schon Beilagen…….mir reicht zu einem göttlichen Steak oder wie auch immer meistens ein Stück knackiges, krachiges Pain Paillasse, einfacher und besser geht’s doch nicht!

Zum Buch gibt es nur so viel zu sagen, wie das wunderbare Fotos einfach den Carnivoren in uns wecken, wunderbares Fleisch, phantastisch und aufs wesentliche konzentriert in Szene gesetzt, schnörkellos und ohne großes Chi-Chi, wie es sich für ein solches Buch gehört!

Tolle Warenkunde auch zum Thema Pfeffer, Salz und Chili, alles perfekt ausgearbeitet, dieses Buch wird bald die ersten Flecken haben, da ich sicherlich sehr oft damit „herumexperimentieren“ werde. Das ist eines der Kochbücher, die unbedingt in die Küche und nicht ins Regal gehören!

Zu den Rezepten muss ich dieses mal etwas mehr verraten (um Euch die Münder so richtig wässrig zu machen)………

Zum Niederknien und anbetungswürdig ist die Kombination Hüftsteak/geröstetes Brioche/Portulak/Eggs Benedict/ Sauce Béarnaise, einfach gigantisch, oder der Semerrolle gepökelt und geräuchert mit Frankfurter-Grii-Soos-Terrine, Yeah sag ich da nur!

Wunderbar natürlich auch, die Verwendung oft vergessener Fleischstücke wie der Semerrolle (es muss ja nicht immer Sauerbraten sein……….) oder dem Flank Steak (zu gut für die Suppe)…….endlich mal ein Buch nicht nur mit Filet und Roastbeef!

So Ihr Herdgeiseln, genug der Lobhudelei, ich finde es einfach nur gigantisch, also ran an´s BEEF, das ist das Buch, welches Ihr Euch unbedingt selbst zu Weihnachten schenken solltet (ich schenke mir schon seit Jahren zu Weihnachten immer selbst ein Kochbuch)…….

Fazit:

Es ist denke ich alles gesagt……… ab mit Euch zum Buchhändler Eures Vertrauens

Sous Vide by SEVERIN

Hallo Ihr Kochbuchverrückten , heute gibt es den dritten Test des Thermalisierers von SEVERIN.

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Copyright (c) by Toms Kochbuchblog

Es gab Entenbrust in Teriyaki und Tellycherry-Pfeffer mariniert, das ganze für drei Stunden bei 55°Celsius in den Thermalisierer, dazu gab es ein wunderbares Cous Cous mit Raz el Hanout, Granatapfelkernen und ein ganz wenig frischer Minze.

Zum Dippen gab es selbst gemachte Plum-Sauce und eine Reduktion aus karamellisiertem Rohrzucker, Balsamico und Granatapfelsaft!

Es war göttlich, der Thermalisierer verrichtet sein Werk perfekt! Es macht wirklich großen Spaß mit diesem Gerät zuhause rum zu tüfteln und rum zu experimentieren.

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Ach so und seit heute habe ich endlich meine „Pure Oak“-Bretter aus feinster Eiche, zum Anrichten von BM-Woodworks in Münchhausen, sie sind traumhaft geworden! Hab sie heute nur noch mit Olivenöl eingerieben. Danke Bodo, you made my day!

Sollte jemand Interesse daran haben, schreibt mir einfach in welcher Stückzahl und Größe Ihr sie braucht, meine haben die Maße 22x11x2 cm und sind IMG_2441einfach die perfekte „Bühne“ für Vorspeisen. Bei den Größen habt Ihr freie Wahl, Preise nur auf Anfrage.

Schwarzwälder Tapas

Liebe „lebenslänglichen“ der Gastronomie, hallo Ihr Kochbuchverrückten, heute gibt´s bei Toms Kochbuchblog Tapas, und zwar Tapas vom feinsten aus dem Schwarzwald, gepackt in ein absolut geniales Kochbuch.

Und hier ist es:

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Schwarzwälder Tapas von Verena Scheidel & Manuel Wassmer, präsentiert von der LOGO GmbH/ Schwarzwaldmarie.

Wunderbar passend im schwarzen Einband kommt es daher, mit stilisierten Tannen und Esswerkzeug als Titelbild, absolut kreativ und passend zum Gesamtwerk wie ich finde.

„Schwappas“ könnte man sie auch nennen, die leckersten, kleinen Nebensächlichkeiten zu Wein und Bier. Im Buch finden wir alles dazu, vieles komplett, von den beiden Autoren Verena Scheidel und Manuel Wassmer, neu interpretiert, Klassiker einfach durch moderne Anrichteweisen perfekt in Szene gesetzt. Das buch macht von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur Spaß, ganz im Stile der klassischen spanischen Tapas, von einfach bis anspruchsvoll, von Hits für Kids über vegetarisch bis vegan ist an alles gedacht worden. Über 130 Rezepte, traditionell inspiriert und oft auch aufregend anders.

Toll finde ich einige wichtige Informationen zu Beginn des Buches, hier bleibt bei allen Rezepturen, viel Freiraum für die eigene Kreativität. Und ganz besonders wird zum Ausdruck gebracht, das beim Fotografieren ohne „Netz und doppelten Boden“ gearbeitet worden ist, das heißt, es wurde weder mit Glanzsprays noch mit Farbstoffen o.ä. gearbeitet und so wie es sein soll, nach dem Fotografieren alles gemächlich verspeist.

Super sind auch  die Tips der Schwarzwaldmarie und den Saisonkalender zu jeder Rezeptur, alles richtig gemacht kann ich da nur sagen!

Jetzt aber zum wichtigsten, den Rezepten:

Hirsebälle
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Jedem Rezept hat man eine sehr kreative Kurzbeschreibung „verpasst“, so nennt man zum Beispiel die Flädle in Aspik mit Remouladensauce „Stars in Streifen“, oder die Tafelspitzsülze mit Meerrettich den „Badischen Scharfmacher“, dieser witzig-kreative Stil der beiden Autoren zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und macht so von Seite zu Seite immer mehr Spaß und erhöht die Neugierde auf das, was wohl als nächstes kommen mag. Hat man das Buch einmal in der Hand, legt man es so schnell nicht mehr weg und will einfach nur noch ausprobieren.

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Mein absolutes „Favourite“ sind die kleinen „Herrgottsbscheißerle“mit hauchdünn geschnittenem und ausgebratenen Speck und Schmelzzwiebeln „getoppt“……….die machen süchtig!

Der „Turmbau zu Baden“, eine Hausmacher Wurstpraline mit Kirschchutney und Honig-Senf-Creme hat ebenso einen hohen Suchtfaktor wie desch junge „Mischtkratzerle“, ein Bibbele in Riesling mit Graupenrisotto und karamellisierten Apfelspalten.

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Gespannt gemacht haben mich auch die vegetarischen und veganen „Schwappas“, wie das badische Dreielei, eine köstliche Kombination aus Spinatecken, marinierten Pilzen und „Kratzede“ mit Speck oder die Hirsebällchen mit Räuchertofu und Himbeermus, wirklich alles sehr gut kombiniert, ausgewählt und durchdacht !

Edel wird es bei „Schwappas“ wie den Wachtelpralinen mit Bühler Zwetschgenchutney oder dem „Gepullten“ Ochsenschwanz auf Spitzkohlsalat, einfach phantastisch kann ich dem nur erwiedern.

So und jetzt ist Schluß, mehr wird nicht verraten, ich kann Euch dieses Buch nur empfehlen, es macht Spaß von der Ersten bis zur letzten Seite!

Fazit:

Lange hab ich drauf gewartet und das Warten hat sich mehr als gelohnt, das ist mal wieder ein Kochbuch-(Konzept), dem man ohne weiteres die Note 1 geben könnte, aber findet es selbst heraus! Ganz viel Spaß damit!

Norman Mailer. JFK.

Liebe Foodies, Kochbuchverrückte und Fans von Toms Kochbuchblog, heute bin ich mal wieder auf Abwegen unterwegs, aber ich hoffe ihr werdet mir das einmal mehr nachsehen.

Das heutige Buch handelt von einem ganz besonderen Menschen, einen den auch ich als USA-Fan bis zum heutigen Tag mehr als bewundere, es gibt nur sehr wenige Bücher oder Reportagen über ihn, die ich nicht „verschlungen“ habe, es geht um John Fitzgerald Kennedy und um eine ganz besondere Buch-Neuerscheinung, für die ich hier bei uns nur einen Verlag dazu in der Lage halte, ein solches Werk stilecht und erfolgreich zu veröffentlichen, Benedikt Taschen und den TASCHEN-Verlag.

Und hier ist es endlich, das Buch der Bücher über Norman Mailers legendäre , im Jahr 1960 im Esquire-Magazin erschienene Reportage „Superman comes to the Supermarket“ über den Wahlkampf und das Leben des wohl populärsten Mannes der je das Amt des US-Präsidenten inne hatte.

Diese Reportage in dieser Zeit war etwas ganz neues, nie zuvor war so über eine Person berichtet worden, auch ging Mailer was überhaupt das journalistische angeht, hier neue Wege und die Esquire war die Bühne dafür. Ich spreche von einer zu dieser Zeit ganz und gar neuen Art des Journalismus, etwas das auch ich bei meinen Buchbesprechungen versuche auszudrücken, ich bediene mich zwar keiner besonderen literarischen Stilmittel, versuche aber eher subjektiv, also mich von meinen persönlichen Gefühlen, jedoch niemals voreingenommen oder befangen, bei meinen Besprechungen leiten zu lassen. So auch Norman Mailer bei Superman comes to the Supermarket. Er folgte in seiner Reportage über JFK, dem von Tom Wolfe geprägten „New Journalism“, wie bereits gesagt, einer höchst subjektiven Art des modernen Journalismus, der sich aber trotz aller literarischen Stilmittel immer korrekt an die Fakten hielt……leider, so finde ich bedient man sich heute viel zu wenig dieser Art des Journalismus.

So, aber jetzt bleiben wir mal ganz „objektiv“ und wenden uns endlich den wunderbaren Fakten zu, hier ist es also dieses Prachtstück:

Copryright (c) by TASCHEN
Copryright (c) by TASCHEN

Norman Mailer. JFK. Superman kommt in den Supermarkt,
Norman Mailer, Nina Wiener, J. Michael Lennon, erschienen bei TASCHEN
Hardcover, 29 x 39,5 cm, 370 Seiten
€ 99,99

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Oh mein Gott, was gebe ich hier gerade von mir, was bewegt mich dazu? Meine Gefühle? Meine Sucht nach solchen Büchern? Die Lust diese Bücher immer und immer wieder anzusehen und sich an ihnen zu erfreuen? Ja, das alles und noch vieles mehr, es ist auch der Durst nach Wissen, in diesem ganz speziellen Fall, da es ja KEIN Kochbuch ist, das Interesse an den Kennedys, immer mehr über sie zu erfahren. Diese unglaublichen und teils unveröffentlichten Fotos im Buch zu sehen. Es ist nicht nur endlich der vollständige Text aus Mailers Reportage, es sind auch die Fotos , der Legenden des Fotojournalismus dieser Zeit wie Cornell Capa, Jacques Lowe und Gary Winogrand, welche Kennedy in der Zeit seiner politischen Kampagne und in seinem Privatleben dokumentieren.

Mailers Reportage in der Esquire war nicht nur ein positives Portrait des Präsidentschaftskandidaten, nein, ich denke sie war für JFK genauso Wegbereitend wie es die erste Kandidatendebatte im Fernsehen überhaupt gewesen ist, hier rang Kennedy seinem politischen Gegner Nixon damals die entscheidenden Punkte ab. Alles das dokumentiert dieses Buch in phantastischen Fotos und Texten.

Der erste Teil befasst sich eingehend mit dem „Truimph at the Biltmore“ und der kompletten Reportage aus der Esquire.

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Der zweite Teil widmet sich der Zeit beginnend mit der Wahlkampagne bis zur „Presidential Inauguration“.

Der dritte Teil des Buches beschäftigt sich mit dem „Weg ins Weiße Haus“, mit dem leben Kennedys und seiner Familie und natürlich mit der absoluten Stilikone dieser Zeit, mit Jackie Kennedy. Wunderbar und

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hier auch noch erwähnt sei das Kapitel „The Candidate in Print“ mit unzähligen Abdrucken von Titelblättern und Artikeln aus den Zeitungen dieser Zeit, phantastisch!

Fazit:

Nicht nur für Kennedy-Fans und Sammler, auch etwas für alle politisch interessierten und denen, die einfach Lust auf und Interesse an Zeitgeschichte haben!

Es ist in jeglicher Hinsicht gigantisch geworden!

einfach genial

Hallo Ihr Foodies, Gastroprofis und Kochbuchliebhaber da draussen, es ist Sonntag und es gibt mal wieder eine genial- unkonventionelle Kochbuch- Neuerscheinung wie ich finde. Dieses mal aus der Schweiz, wie immer grandios in Szene gesetzt durch die wunderbaren Fotografien von Lukas Bidinger und Foto Plus aus Luzern.

Copyright (c) by FotoPlus GmbH Luzern
Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH Luzern

einfach genial, einfach gekocht und genial präsentiert von Mario Garcia erschienen bei Foto Plus Schweiz GmbH.

Auch dieses mal setzen Lukas Bidinger und sein Team zusammen mit dem Team Kapitän der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft Mario Garcia, wieder ein absolutes Highlight (im übrigen das siebte nacheinander) voran gingen Konzepte wie „Mürner Level“ und „Ecken und Kanten“, ebenfalls zwei wunderschöne Kochbücher!

Wie bei den Vorgängern aus dem Hause Foto Plus müsst Ihr Euch wieder beeilen, es wird wieder sehr schnell ausverkauft sein!

Jetzt aber zum heutigen „Prachtstück“ im Paperback kommt es daher, sehr passend für dieses tolle Konzept; griffiges, festes, hochwertiges Papier und perfekte, nahezu einmalige Food-Fotografie, gepaart mit bodenständiger Küche und hochwertigen Produkten. So unkonventionell wie das Ganze Buch, so auch die Namen der drei Kapitel:

„Willkommen, Setz Dich & Verweile…….“

Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH, Luzern
Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH, Luzern

Das Ganze in einem wirklich den Gerichten und Rezepturen angepassten Layout (beim ersten durchblättern werdet Ihr es sofort merken, was ich meine). Rundum, es passt einfach mal wieder eins zum anderen, einfach genial, wie der Titel schon sagt!

Beginnend schon beim gebeizten Saibling mit Bohnen- Speck-

Copyright (c) by FotoPlus GmbH, Schweiz
Copyright (c) by FotoPlus Schweiz GmbH, Luzern

Birnen- Salat, spürt man die angesprochene Bodenständigkeit von Mario Garcia. Einfache, aber frische und gute Produkte, perfekt auch zuhause umsetzbare Rezepturen ohne große Effekthascherei, tolles Geschirr und höchst kreative Anrichteweisen, das macht es aus und das macht riesigen Spaß!

Die Rezepte sind ein wunderbarer Mix aus köstlichen „Kleinigkeiten“ nicht nur für den  „Steh-Empfang“ zuhause, wie Zwiebel-Tomaten-Grissini oder Kräuterbrot Birnenmousse mit Gruyère-Chips und vielen weiteren Genialitäten aus Garcias Feder. Natürlich widmet sich Mario Garcia auch klassischen Tellergerichten, wie einem Rosa gebratenen Tafelspitz mit Frühlingsgemüse und Brezel-Pilz-Knödel oder einer gebratenen Pouletbrust mit Kaperngnocchi, Pepperonata und Cicorino rosso.

Das alles macht einfach Lust zum Nachkochen und ausprobieren. Ganz zu schweigen von Garcias angebratenem Kalbstatar, ich kenne seit gerade unsere Vorspeise für Weihnachten………göttlich!

Den Rehrücken im Speckmantel gibt es kommende Woche aus dem Sous Vide Bad, bin mal gespannt wie er wird.

So, aber wie immer werde ich an dieser Stelle nicht mehr über die Rezepte im Buch verraten; nur eines noch, natürlich gibt es auch Desserts und die machen richtig Laune……..

Und wiederholen muss ich mich jetzt zum Schluss auch noch einmal, wirklich ein Geniestreich finde ich die Idee, das Layout nicht dem Konzept des Buches (oder umgekehrt) , sondern jedem einzelnen Gericht anzupassen, unter anderem das (und natürlich auch Marios Rezepte und Anrichteweisen) machen dieses Buch wirklich zu etwas ganz einzigartig-wunderbarem!

Fazit:

Viel gibt es nicht mehr zu sagen. Unbedingte Kaufempfehlung für jeden versierten Hobby-Foodie zuhause, aber natürlich auch für alle Kollegen der kochenden Zunft!

Merci vielmals Lukas, merci Mario!

Wochenmarkt

Hallo liebe Gastro-Kollegen, Hobby-Foodies und (Koch)-Buch-verrückte, heute gibt es ZEIT @ Tom´s Kochbuchblog, zwar nur im übertragenen Sinne, aber in Form einer wunderbaren Kochbuche-Neuerscheinung.

So und heute auch ohne lange Vorrede, es geht direkt los mit „Vorhang auf für“:

Copyright (c) by Berlin Verlag/ Bloomsbury Berlin
Copyright (c) by Berlin Verlag/ Bloomsbury Berlin

Wochenmarkt – Die frischen, einfachen Rezepte aus dem ZEIT-MAGAZIN, von Elisabeth Raether, erschienen bei Bloomsbury Berlin/ Berlin-Verlag.

 Lange haben wir eifrigen „ZEIT“-Leser darauf gewartet, seit Oktober ist es endlich da, das Buch, der wie ich persönlich finde, charmantesten unter allen Rezeptkolumnistinnen!

In 2011 hat Elisabeth Raether die Rezeptkolumne „Wochenmarkt“ für das ZEIT-Magazin erdacht und entwickelt und seit der Zeit ist sie mit ihrem „Wochenmarkt“ zur erfolgreichsten und der am meist gelesenen Rezeptkolumne in Deutschland geworden.

Und das zu Recht, die „Leichtigkeit“ und „Aufrichtigkeit“ die sie auszeichnet, ihr zwangloser, unkomplizierter aber doch höchst respektvoller Umgang mit Lebensmitteln, ihr feinsinniges Gespür dafür, etwas einfaches zu etwas wunderbarem zu „verzaubern“, all` das sind Charakterzüge bzw. Charaktereigenschaften die einen „Foodie“ ausmachen.

Wir sprechen hier nicht von großem übermäßigem Ehrgeiz (ihre Mutter sagt über sie, sie könne nicht kochen)……. nein, es ist einfach etwas, das einem in die Wiege gelegt wird, nicht zu beschreiben…….Ihr vielen Kollegen der kochenden Zunft da draußen wisst was ich meine!

Copyright (c) by Andreas Lux
Copyright (c) by Andreas Lux

Ich mag ihre Art wie sie die Dinge sieht, mit einem gewissen Pragmatismus, alles beim Namen nennend, in Ihrem Vorwort spricht sie von den Heerscharen an Fernsehköchen und Kochshow-Juroren mit Profilneurosen, das sehe ich nach 27 Jahren in der Gastronomie ähnlich, diese Jungs haben nicht nur Profilneurosen, nein, sie haben auch jeglichen Bezug zum Herd verloren, sie machen Kochen zu etwas wie einem „Wettbewerb“ und das tut uns allen in der Branche nicht gut………aber wem sage ich das!

Aber genug der Dinge, ich schweife schon wieder aus. Ich habe mich riesig über die Beschreibung ihres Lieblings-Kochbuches gefreut, WIR haben das Gleiche!!!!!

Ein „Schinken“ aus dem Jahr 1977, das die Küche in all ihrer Lust, Kreativität, Freude am Kochen und Leben beschreibt! Ein Buch vom Grand Maître Paul Bocuse……..Ich haaaaaab´s auch !

Jetzt aber endlich zu Elisabeth´s Buch:

Das Inhaltsverzeichnis verrät schon sehr viel, ich habe ein tolles, schlicht, aber ganz im Stil des „ZEIT-Magazins“designtes Kochbuch, das sich dem Wandel der Jahreszeiten anpasst vor mir liegen.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter, das sind die Namen der Kapitel und so wird auch gekocht, wunderbar einfach, aber göttlich gut……Beim Aufschlagen „sprang“ mich ein Rezept regelrecht an, ein Rezept des Sommers, ein „Himbeer-Schokoladen-Clafoutis“.

Und da es mein großes Glück ist, mich stolzer Besitzer eines eigenen Gartens nennen zu dürfen in dem reichlich Himbeeren und Brombeeren gedeihen, so hab ich natürlich noch welche in der Truhe und somit wird dieses wunderbar sommerliche Rezept an diesem Wochenende auch ausprobiert!

Mit rund 90 wunderbaren Rezepten aus „aller Welt“ von der Minosuppe zumTabbouleh, von der Tagliate bis zu Ceviche und vom marokkanischen Hühncheneintopf bis zum Chääsfondue, sie hat einfach an alles gedacht und alles ausprobiert.

Ich probiere sehr gerne und viel aus, aber ich liebe auch diese einfache, unspektukuläre Art zu kochen, wobei, was kann schon spektakulärer sein, als eine frische Caponata, eigentlich eine italienisches „Arme Leute“-Essen, von dem es unzählige Variationen gibt, nur ein kleines Problem habe ich mit Elisabeth´s Variante der Caponata………ich mag keine Rosinen, aber zum Glück kann man die ja weglassen!

Fazit:

Ein tolles Kochbuch für zu Hause, für absolut jeden der gerne kocht und sich auch nicht immer ganz genau an die Rezepte halten mag……..dieses Buch macht einfach Spaß!

Chapeau liebe Elisabeth!

Tatar – Mehr als Fleisch

Hallo Ihr Foodies, Gastronauten und Kochbuchverrückten da draußen, weiter geht’s an diesem wunderbar verregneten und kalten „meaty-weekend“ bei Tom´s Kochbuchblog mit etwas, das ich schon zu meiner Lehrzeit geliebt habe, Tatar in allen erdenklichen Variationen, eine wunderbare Neuerscheinung , die es wirklich in sich hat!

Copyright (c) by Hädecke-Verlag
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TATAR – Mehr als Fleisch-Roh und Köstlich von Jean-Guillaume Dufour erschienen bei einem meiner „favourite publishers“, dem Hädecke-Verlag.

Dufour, der seit 2003 mit den Restaurants „Les Cantines des Tontons“ äußerst erfolgreich ist, hat sich ganz und gar dem Tatar in allen erdenklichen Variationen verschrieben; so etwas funktioniert halt auch nur in der Grande Nation, dem Land der Gourmands und in einer Stadt wie Paris!

Schon allein das wunderbare Thunfischtatar auf dem Einband des Buches macht Lust auf „Rohes“, die Kombination aus frischem Thunfisch, Schalotten, Olivenöl, Zitronensaft, Kerbel und Sel de Guérande macht Lust auf mehr, dazu frische selbst geschnittene Pommes frites und Salat, was gibt es schöneres auf dieser Welt……

Der Anblick des mediterranen Kalbstatars mit Pinienkerne und Cornichons löst in mir wahre Begeisterungsstürme aus, ebenfalls eine phantastische und geschmacklich höchst ausbalancierte Kombination aus Kalbsrücken, Kirschtomaten, Pinienkernen, Cornichons, Eigelb, Kerbel und Kapern, sowie Sel de Guérande und poivre noir, dazu einen Rucolasalat und/oder frisches Ratatouille in Begleitung eines Glases Pic Saint-Loup aus dem Languedoc……das ist Savoir vivre in seiner schönsten Form !

Mehr verrate ich wie immer an dieser Stelle nicht, ich sage nur „ran ans Tatar“.

Vor mir liegt es das „kleine Prachtstück“ und ich liebe es, sehr schöne, ganzseitige Fotos, tolles, nie langweiliges, sondern eher „peppiges“ Layout machen das Lesen und ausprobieren zum Erlebnis.

Unterteilt ist es in Kapitel wie „Klassiker“, „Fleisch“, „Tatar aus der Pfanne“, „Fisch“, „Vegetarisch“ und „Beilagen“, alles sehr eingehend aber trotzdem „kurz uns bündig“ erklärt, „comme il se doit“ wie die Franzosen sagen würden.

Eingehend werden die Grundzutaten und deren Beschaffenheitenkurz erklärt, anschließend befasst sich der Autor mit dem Thema Geschmack und Textur und dann geht´s auch direkt mit den Rezepten los.

Alle sind, wie soll man es von einem Franzosen auch anders erwarten, sehr stimmig, die Zutaten ebenfalls alle im guten Handel erhältlich und auch zuhause sehr einfach umzusetzen!

Fazit:

Ein Buch zum darin lesen ist es nicht, aber wie bereits gesagt: „Comme il se doit“, wie es sein soll, ein kleines, perfekt „zubereitetes“ Kochbuch, das Seite für Seite unheimlich viel Spaß und Appetit macht (die Pfannentatars sind DER HAMMER !).

Unbedingte Kaufempfehlung für alle die es auch mal roh und nur aromatisiert mögen!

Im übrigen hat es mich gerade dazu verleitet ein Tatar aus den Resten meiner Sous Vide-Ananas von gestern, mit etwas selbst geräucherten und ganz kross gebratenem Speck, Schnittlauch und Tellycherry- Pfeffer und Schnittlauch zu machen…..

Schnelle Kekse

Liebe Foodies, Cookies, Gastro-Junkies, Backwütige und Kochbuchliebhaber………

Es ist kalt und regnerisch, es ist Sonntag und was liegt da in dieser Jahreszeit näher?

Plätzchen und Kekse backen, am besten noch mit Kindern…….

Und dazu hat Tom´s Kochbuchblog heute genau das richtige.

Copyright (c) by pichler verlag
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Schnelle Kekse – Backen für Eilige von Angelika Kirchmayer, erschienen im Pichler Verlag der Styria Verlagsgruppe.

Vor mir liegt ein wirklich sehr schönes, farbenfrohes und zum Thema passend gestaltetes, und fotografiertes „Plätzchen-Backbuch“.

Beginnend mit den wichtigsten Tips zu den nötigen Utensilien, zur Zubereitung der Teige und Massen, Dekotips, Aufbewahrung und was ich super finde auch zur „Resteverwertung“.

Los geht’s mit dem ersten Kapitel: „Löffelkekse“, der Name begründet sich in der Weiterverarbeitung der Massen, hier werden nämlich alle mit einem Löffel geformt oder aufs Backblech gesetzt. Im übrigen werden alle Teige und Massen nach der von Angelika Kirchmaier erdachten „Gabeltechnik“ hergestellt, das heißt , man gibt alle Zutaten nacheinander in eine Rührschüssel und vermengt sie mit einer Gabel, fertig ist der Teig, eine Küchenmaschine oder ähnliches wird nicht benötigt!

Hier gibt´s Plätzchen wie „Rehrückenschokis“, „Feigenzwickis“ oder „Ingwerkringel“ und viele mehr. Die kleinen Köstlichkeiten werden ausnahmslos alle mit Weizen- oder Dinkelvollkornmehl gebacken, was sie auch für Ernährungsbewusste „interessant“ macht .

Nach den „Löffelkeksen“ kommen die „Knuspis“, hier handelt es sich um Kekse, die nach dem Auskühlen erst so richtig in „Schwung“ kommen, das heißt richtig knusprig werden.

Eigentlich sind die meisten der „Knuspis“ ja sogenannte „Ganzjahreskekse“, will heißen, sie schmecken und passen nicht nur zu Weihnachten wie die altbekannten Klassiker. Hier gibt’s vom „Mandel-Zimt-Knusperle“ über die „Honig-Saaten-Knuspis“ bis zum „Erdnussknusperle“ alles was des Plätzchensüchtigens Herz höher schlagen lässt.

Wirklich wunderbare und in sich stimmige Rezepte paaren sich mit fundiertem Wissen und guten Hintergrundinformationen.

Das nächste Kapitel widmet sich den „Streuselkeksen“, danach gibt´s noch „In Form gebrachtes“ mit den Klassikern wie „Kipferln“,

Copyright (c) by Tom´s Kochbuchblog
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„Sauerrahm-Limetten-Mürbis“ oder „Mandelmürbis“. Zum Schluß gibt´s noch „Kunterbuntes“, tolle Gewürzmischungen und sogar eine Pannenhilfe, wenn mal etwas „verunglückt“.

Zu den Nährwertangaben zu allen Plätzchen gibt es auch noch die wichtigsten Tips zu Diabetes, milch-, glutenfrei und vegan.

Fazit:

Ein rundum gelungenes „Plätzchenbackbuch“ mit wirklich köstlichen Rezepten, welches auch wichtige Themen wie Diabetes und andere nicht außer acht lässt!

Absolute Kaufempfehlung für alle Plätzchen- und Keksliebhaber!

Sous vide by SEVERIN – zweiter Teil

Guten Morgen liebe Foodies und Gastroprofis.

Gestern wurde es dann Ernst und mein neues Sous Vide- Bad von SEVERIN hatte seine erste Bewährungsprobe. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen, es war phantastisch und ich bin von den beiden Geräten (Vakuumierer und Thermalisierer) einfach nur begeistert! Sie machen einen perfekten Job.

Jetzt aber zum gestrigen Menü, Ihr werdet sagen, alles ein bisschen „fleischlastig“, aber es war halt nun mal mein erstes Anliegen, die Geräte so zu testen!

Zum ersten gab es wie bereits vorgestellt „Schweinebauch 36/65“, dann gab es Roastbeef und anschließend noch Ananas.

Das Menu „Saturday Meat Fever“:

Copyright (c) by Tom´s Kochbuchblog
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Schweinebauch „36 hours“ mit „dekonstrukt“ von der Schwarte, Erbsenpüree

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Roastbeef „55/64“,

(noch etwas in Butter aromatisieren)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ananas 20/66, Karamell/Sahne/Vanille/

Sternanis

 

 

 

 

 

 

Das alles war einfach „the pure taste“…….es war göttlich! Ich denke die Fotos sagen alles.

Sous Vide by SEVERIN

Hallo liebe Foodies, Gastrofreaks und ambitioniertes Hobby-Koch-Volk, heute gibts mal wieder einen Test bei Tom´s Kochbuchblog.

Cpoyright (c) by Tom´s Kochbuchblog
Cpoyright (c) by Tom´s Kochbuchblog

Es ist endlich da, mein Sous Vide- Wasserbad by SEVERIN und den Vakuumierer hab ich mir auch gleich dazu bestellt. Heute kam es und naja, wie soll es auch anders sein, sowas muß „Mann“ auch direkt ausprobieren. Also ab zum Metzger, 1,5 kg frischen Schweinebauch besorgt und ein

Copyright (c) by Tom´s Kochbuchblog
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wenig mit selbst gemörserter Cajun-Gewürzmischung eingerieben.

Und jetzt folgt der erste Test, der Vakuumierer FS3609 von Severin funktioniert tadellos, also das Fleisch einvakuumiert und ins bereits vorgewärmte Wasserbad gepackt. Er geht jetzt nach der Antoniewicz- Methode „Schweinebauch 36/65“, also 36 Stunden bei 65 Grad „baden“.

Copyright (c) by Tom´s Kochbuchblog
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Das Wasserbad mit der Typenbezeichnung SV 2447 ist super einfach in der Bedienung, macht einen wirklich sehr hochwertigen Eindruck und hat im unteren Temperaturbereich bis 70°C eine Abweichung von cirka 1°Celsius, das ist für ein Gerät dieser Güte absolut okay!

Im oberen Bereich ab 70°C sind es laut Herstellerangaben rund 3°C Abweichung nach oben, aber auch das ist kein Problem, man bleibt einfach diese 3°C unter der Solltemperatur!

Copyright (c) by Tom´s Kochbuchblog
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Wie gesagt, beide Geräte machen einen wirklich tollen Eindruck und funktionieren tadellos, „on Top“ gibt es die ersten 5 Vakuumierbeutel und zwei Jahre Garantie! Preise und alle technischen Daten zu den beiden Geräten findet Ihr unter den obigen Links auf der SEVERIN– Homepage. Viel Spaß beim Stöbern!

Ich werde vom weiteren Vorgehen und mit dem Schweinebauch uns natürlich auch weiteren Sous-Vide- Projekten berichten! Es wird „Suchtfaktor“ haben.

Understanding the World

Hallo liebe Foodies, Gastronauten, Kochbuchverrückte und „sonstige“ Buchliebhaber.

Heute gibt es ein ganz besonderes Schwergewicht, ausnahmsweise mal keinKochbuch. Es ist vollgepackt mit sogenannten Infografiken! Wie ich finde, eine der schönsten und praktischsten journalistischen Darstellungsformen um Informationen visuell aufzubereiten und verständlich zu machen.

Infografiken sind die effizienteste Form zur Vermittlung von Fakten. Sie legen großen Wert auf Klarheit, Genauigkeit und Anschaulichkeit. Unsere visuelle Wahrnehmung steht an oberster Stelle der Informationsaufnahme, Texte müssen erst verstanden und danach inhaltlich eingeordnet werden. Und genau hier liegt der Vorteil und die Stärke von Infografiken. Ein bekanntes Sprichwort fasst das mehr als prägnant zusammen: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ und genau dieses Thema greift TASCHEN mit diesem, wie immer praktischerweise in Deutsch, Englisch und Französisch verfassten Titel auf:

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

Understanding the World, The Atlas of Infographics von Sandra Rendgen und Ed. Julius Wiedemann, erschienen bei TASCHEN.

Hardcover, 24,6 x 37,2 cm, 456 Seiten

€ 49,99

Ich habe sehr lange dafür gebraucht, dieses Prachtstück zu beschreiben, um hierzu meine eigenen, ganz persönlichen Eindrücke, Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen, da ich es grundsätzlich vermeide die Buchbeschreibungen der Verlage wiederzugeben. Ich habe es immer wieder in die Hand genommen, darin geblättert um diese Fülle von so unglaublich vielfältigen und unterschiedlichen, stets hochinteressant dargestellten Informationen zu „genießen“.

Wie bereits mehrmals erwähnt, ich besitze nicht nur weit über 1000 Kochbücher, sondern auch noch diverse Literatur zu Thematiken aus allen Gebieten der Literatur und des Wissens.

Copyright(c) by Lokesh Dakar
Copyright(c) by Lokesh Dakar

Aber dieses Buch aus dem TASCHEN- Verlag setzt erneut einmal wieder allen anderen die Krone auf! Es ist so unglaublich umfassend, es ist in ganz besonderer Art und Weise ein, nennen wir es einmal „visueller Almanach unserer Welt“, die einzelnen Kapitel des Buches beginnend bei „Natur & Umwelt“ über „Wissenschaft & Technologie“, „Wirtschaft & Entwicklung“, „Gesellschaft & Menschen“, sowie „Kultur & Media“ geben ein unglaublich breit gefächertes Spektrum des Wissens der zuvor genannten Themen wider. Es ist einfach immer wieder mehr als interessant die Infografiken zu betrachten, ja regelrecht von ihnen gefesselt zu werden.

Copyright (c) by National Post, Canada
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So zum Beispiel die über 4 Seiten reichende und schon zum Klassiker gewordene Grafik  aus National Geographic der fast 200 Weltraummissionen innerhalb unseres Sonnensystems, einfach gigantisch, oder die Grafik der „flugbereiten Atomwaffen“, einfach fesselnd und zugleich beängstigend.

Aber nicht nur an die Wissenschaft und Wirtschaft hat man beim zusammenstellen der Kapitel gedacht, im Kapitel „Gesellschaft und Menschen“ gibt es phantastische Grafiken zu Themen wie „mit welchen Gütern das organisierte Verbrechen weltweit handelt“ oder eine unglaublich fesselnde Grafik , welche sich mit „Death in Transit“ befasst, hier sind die schlimmsten „Verkehrsunglücke“ der letzten 100 Jahre erfasst.

Copyright (c) by Pop Chart Lab
Copyright (c) by Pop Chart Lab

Das letzte Kapitel „Kultur und Media“ befasst sich mit Themen wie Unterhaltung, Essen, Social Media, aktuellen Trends, Kuriositäten oder auch dem Film. Auch hier wieder unglaublich interessante Themen, wie zum Beispiel eine Infografik über Leben, Werke, Wirken und Stilrichtungen von Malern der „Moderne“ wie Gustav Klimt oder Jason Pollock, einfach unglaublich interessant für jeden „Wissbegierigen“.

Ebenfalls immer wieder genial in diesem Kapitel die Infografik zu „Pulp Fiction“ und das in Chronologischer Reihenfolge, ich glaube mir hat beim Ersten betrachten der Mund sehr weit und sehr lange offen gestanden, es ist einfach unbeschreiblich!

Oder wer von Euch professionellen Foodies kennt es nicht, das „Käserad“, welches die bekanntesten Käsesorten nach Herkunft der Milch und nach Härtegrad des Käses zeigt.

So könnte ich ununterbrochen fortfahren, aber lassen wir das, werft selbst einen Blick hinein und lasst Euch von diesem phantastischen Buch „fesseln“, das tut es immer und immer wieder auf ein neues!

Fazit:

Was soll ich noch sagen?? Das Buch zeigt in wunderbar beeindruckender Art und Weise die visuelle Darstellung von Informationen aller Interessen- und Wissensgebiete sowie die immer weiter perfektionierte visualisierte Darstellung derselben.

Dieses Buch ist für mich ein Meilenstein zum Thema Allgemeinbildung und Wissen in seiner schönsten Form!

Kochbücher. Küche. Genuss. Kochen.