Homemade wishes and dishes

Hallo Ihr Jäger und Sammler der Kochbuchliteratur, hallo Ihr Topfrebellen da draußen, sechs Tage gab´s kein Kochbuch in Tom´s Blog (muß ja auch noch´n bischen arbeiten), heute gibt es deshalb wieder ein ganz wunderbares!

Der zweite Band von Löffelei & Gabelgunst by ArtdeSIGN.

Das Konzept, welches dahinter steht hab ich bereits in der Besprechung von „Hurry up Darling“ erwähnt……… und hier ist es :

Homemade wishes and Dishes – and a washing up –

„An Dich gedacht und selbstgemacht, getopft und getütet! Heiß geliebte Küchenschätze zum Verschenken und Selbstbehalten!“IMG_1948

Ihr liebt Leckereien und verschenkt gerne mal was „Scharfes“? Natürlich, wer tut das nicht, Selbstgemachtes schmeckt einfach besser!

In diesem Band verraten Gaumenschmauser und Leckerschmecker ihre kleinen Geheimnisse zum Einmachen und Anmachen, sündige Saucen, magische Marinaden und delikate Dips, für geliebte Gäste und richtig fette Feste!

Jetzt aber endlich zum Buch:

Es kommt, wie sein bereits besprochenes Pendant im wunderbar IMG_1950bunten und poppigen, aber niemals aufdringlich wirkenden Vintage- oder 50´s- Style daher, der einfach eine wunderbare Schmeichelei für die Augen is(s)t ! Hier macht auch einfach mal nur das Blättern von der Ersten bis zur letzten Seite einen riesen Spaß! Gäb es hier eine Bewertungsrichtlinie für das Layout, so müsste man glatt die Höchstpunktzahl vergeben! Einfach perfekt!

Aus dem Inhalt (wie immer auch alles sehr kreativ erdacht, wie die Kapitelnamen bereits erahnen lassen) :

IMG_1952„Fette Beute“- Butter ans Brot, „Die Essenz des guten Geschmacks“- mit selbstgemachten Essigen und Ölen, „Delikates im Dornröschenschlaf“- Eingelegt und eingemacht, „Zunder auf der Zunge“- Marinaden, „Mamas Lieblinge“- Saucen heiß und kalt, „Crème de la Crème“- Aufstriche und Dips, mein Lieblingskapitel, die „Süss-sauren Früchtchen“ mit phantastischen Chutneys, „Schlaraffenglück“- Marmelade, Konfitüre und Gelee, „Spritzig, süß und sahnig“- Bowle und Likör, sowie last but never least das „Fine tuning“ für Euer Selbstgemachtes: Poppige Etiketten zum Ausschneiden oder downloaden, einfach nur genial, köstlich und selbstverständlich kostenlos!

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Zu den Rezepten:

Die geölte Kräuterziege nach Onkel Jean, die Garnelenbutter mit Sellerie oder die Mango- Marinade mit Tomate und Paprika, sowie der wilde Pfirsich mit Lavendelduft in meinem Lieblingswein Chardonnay, machen einfach Lust nach meeeeehr!

Fazit:

Ich finde das vorliegende Buch ist genau wie sein Pendant absolut gelungen und das Highlight des Sommers für alle „Selbermacher“, egal ob mit oder ohne eigenem Garten, es gibt ja auch gute Gemüsehändler !

Naja und zum Design, bzw, zum Layout muß ich nichts mehr sagen, sonst würde man mich hier der Lodhudelei bezichtigen……..nur noch so viel sei gesagt: Grandios !

Hurry up, darling – Dinner is served

Hallo Ihr Herdakrobaten und Kochbuchjäger, es ist das Erste Ferienwochenende, wir haben wunderbares Wetter und Tom sitzt vor einem genialen Kochbuch !

Um aus dem Buch zu zitieren, heute gibt´s was für Eilige und Unverstandene, für samtige und Saucensanfte, Schnippler, Spüler und Chiliverbrannte, für Korkenzieher und Kochlöffelschwinger, Dosenöffner und Tellerbringer, für Kühlschrankdiebe und Heimlichesser !

Ihr habt Lust auf gutes Essen, aber Eure Lieblingsrezepte kommen Euch schon zu den Ohren raus?

Keine Bange, andere können auch kochen und hier verraten sie ihre Rezepte……

IMG_1944Hurry up darling, dinner is served ! Gepfefferte Lieblingsrezepte eifriger Küchenkünstler von Artischocke al dente bis Zander zungenzart- zum Abschmecken, anmachen und angeben !

Von Löffelei & Gabelgunst by artdeSIGN

 

 

Vor mir liegt ein knallig buntes, im modernen Vintage Style IMG_1942designtes Kochbuch, witzig, informativ und von der ersten bis zur letzten Seite niemals langweilig werdend!

Diese Rezension schreibe ich besonders gerne, da es „Löffelei und Gabelgunst“ ein besonderes Anliegen ist, mit dem erreichten Gewinn aus dem Verkauf der Bücher, jeweils ein ausgesuchtes Projekt für Mensch und Tier zu unterstützen, näheres hierzu unter gabelgunst.de

Jetzt aber endlich zum Buch:

Wie bereits gesagt, tolles, sehr ansprechendes, wunderschönes nostalgisches Layout, das einfach nur Spaß macht, die Rezeptüberschriften im Handschrift- Design, gespickt mit Bonmots und kleinen Spitzfindigkeiten.

IMG_1946Die Kapitel wie „Blatt für Blatt“- mit Salaten und Dressings, „Aus der Schüssel“ mit wunderbaren Suppen und Eintöpfen, „Ducks Eid of the Huhn“- Ei like Geflügel, „Be mine“- Goodies von Rind und Schwein, „Käpt´n Ahoi“- Fisch und Meeresfrüchte, „Famos dazu gelegt“- Beilagen,

„Extra ordinary“, „Ratz fatz“, „Dinner de Luxe“, „Süssholzgeraspel“ sowie „Kaffeklatsch und Kuchenkunst“ sind „gespickt“ mit 114 tollen, sehr kreativen und super nach zu kochenden Rezepten, von denen ich hier an dieser Stelle wie immer keine verraten werde! IMG_1945Einen Klassiker möchte ich hier auf Grund seines tollen Beinamens doch gerne erwähnen: „Etepetete mit Roter Bete- Boeuf Stroganoff“, einer der Küchenklassiker überhaupt!

Also an alle, deren Kreativität nach einem harten Arbeitstag gen Gefrierpunkt geht, hier ist genau das richtige Buch für Euch, es macht von der ersten bis zur letzten Seite mehr als Spaß!

Ab morgen ist es bei mir im Einsatz, dann heißt es ausprobieren und testen!

Fazit:

Es ist wirklich an alles gedacht, für jeden ist etwas dabei, von schnell bis aufwendig, von pikant bis süß und von leicht bis deftig!

Das ist nicht nur einfach eine Anleitung zur Essenszubereitung, dieses Buch hat einfach mehr zu bieten, findet es heraus !

Ich denke es ist alles gesagt, ab mit Euch in die Buchläden…….holt Euch dieses Schmuckstück und tut damit auch noch etwas Gutes!

 

On Fire – Grillen für Gourmets

Hallo Ihr Koch-, Grill- und Buchfreaks da draußen, nach einem wunderbaren Wochenende und einem mehr als phantastischen Sonntag bei einer Luxus- Landpartie mit Stefan Marquard, Horst Lichter, Frank Buchholz, Kolja Kleeberg und wunderbaren Winzern (an dem ich endlich auch Fleischpapst Wolfgang Otto kennenlernen durfte), gibt’s zum Start in die neue Woche gleich ein absolutes Highlight aus dem Hause Port Culinaire und dem Fackelträger Verlag, ein Buch auf das viele von Euch mit Sicherheit schon gewartet haben, ich finde es ist DAS neue Standardwerk für´s Gourmet- Grillen, es ist einfach phantastisch geworden !

Hier ist es endlich:

510b322aabOn Fire – Grillen für Gourmets, von Wolfgang und Stephan Otto, Thomas Ruhl und Rezepten von Nils Jorra !

 Zum Buch:

Das Vorwort des Thomas Ruhl unter der „Headline“ Burning Love, sagt alles aus, eine Hommage an Wolfgang Otto, der uns ähnlich wie George W. Kastner es einst getan hat, einfach aufzeigt, das es da noch mehr gibt, als helles fettfreies Hybridenfleisch und mit schmierigen Marinaden zugekleisterte Schweinenackensteaks. Ach so und nicht zu vergessen den Kartoffelsalat, der bei jedem Kleingartenkolonisten- Grillevent natürlich nicht fehlen darf; es ist ja noch nicht so lange bekannt, daß man Gemüse auch grillen kann!

Aufgebaut ist das Prachtstück wie alle wunderbaren Werke von Port Culinaire und Fackelträger; einer kurzen, aber faszinierenden Einführung folgt sehr viel Technik und Wissen rund um das Sommerthema der letzten Jahre : „Grillen“, alles auch die anschließenden Rezepturen von Nils Jorra, dem Küchenchef von Otto Gourmet, gepaart mit den phantastischen Fotografien des Thomas Ruhl, ergeben wieder einmal ein mehr als exzellentes Kulinarisches Meisterwerk in Form eines Kochbuches.

Wobei in diesem Falle die Bezeichnung Kochbuch eher einer Bagatellisierung gleichkommt, Kunstwerk trifft eher den Nagel auf den Kopf!

Aber jetzt genug der Lobhudelei, weiter geht’s mit dem „Kunstwerk“, des Kapiteln und Rezepturen.

Sofort nach Technik und Wissen geht’s direkt mit des Allemannen Liebling los, Grillwürstchen, aber nicht irgendwelchen, sondern solchen wie Lammwürstchen, Geflügelbratwürstchen, Salsiccia und Beef- Bangers, einfach nur genial und zu allen die perfekten Rezepturen mit der benötigten Hardware dazu (ich muss unbedingt meine Hardware aufstocken und mir ne kleine gebrauchte Füllmaschine für Würste besorgen) !

Wunderbar auch, wie ich finde lassen Nils Jorra´s Rezepte auch sehr viel Spielraum für eigene Interpretationen! Sie sind in Komposition und Geschmack einfach alle unglaublich stimmig, sie harmonieren in Ihren Grundkomponenten perfekt miteinander!

Nach den Würsten, das wichtigste Kapitel überhaupt, Steaks und Burger, auch hier wieder mehr als „besonderes“, absolute Extraklasse! Tomahawk vom American Wagyu oder Hereford- Ochsenkarree im Heu gegrillt; einfach ein Fest für die Augen: die Wagyu- Ribs mit Sieben- Pfeffer- Rub !

Im nächsten Kapitel „Schweinefleisch“ fehlt natürlich auch kein Klassiker wie Tataki vom Iberico Rücken, Pulled Pork mit grünen Erbsen, Porchetta „Lang gerollt“, oder krosser Bauch vom Cochinillo- Iberico. Das ist Luxus- Grillen pur!

Zum Start jedes Kapitels auch hier wieder höchst fundierte Warenkunde zum jeweiligen Tier, mit Bebilderung der wichtigsten Stücke.

Nach bestem Geflügel wird es ziemlich wild, mit bestem Wildbret vom Grill in Variationen wie einem gigantischen Reh- Burger mit Gänseleber und Trüffel !

Es folgen Kapitel wie „Seafood“, „Gemüse“ und „Desserts“, sowie „Sous Vide“ und Beilagen.

Zum Schluß wie immer noch einige wichtige Basisrezepturen, die das ganze vollkommen machen!

Aber ebenfalls wie immer gibt´s auch hier dieses mal wieder keine „abgekupferten“ Rezepturen, ich möchte Euch allen dieses wundervolle Buch einfach nur ans Herz legen.

Fazit:

Was soll ich noch sagen, das Buch ist ein absolutes Must Have, nicht nur für die Grillverrückten unter uns !

Man(n) muß es einfach haben!

Was Sie schon immer über die Gastronomie wissen wollten !

Hallo Ihr Kochbuchsüchtigen und Gastro- Lebenslänglichen, heute gibt’s mal kein Kochbuch in Tom´s Kochbuchblog, aber wie immer hat es natürlich auch dieses mal wieder etwas mit Gastronomie zu tun, so ganz ohne geht es nun doch nicht !

Heute geht es um ein kleines, aber sehr nett und kurzweilig geschriebenes Buch. Ein Buch über Dinge die halt eben nur Gastrochaoten verstehen, Dinge, die für Nicht- Gastronomen sehr schwer zu verstehen oder nachzuvollziehen sind und teilweise interessante Tips für alle die, die es mal mit Gastronomie versuchen wollen, aber keine Ahnung davon haben was auf sie zukommt!!

Was Sie schon immer über die Gastronomie wissen wollten –Ein Blick hinter die Kulissen- von Astrid Keim erschienen im Grössenwahn Verlag, Frankfurt am Main.

Zum Buch:

Astrid Keim, die mit Ihrem Mann selbst ein Restaurant in Frankfurt betreibt, gibt einen tiefen, wenn nicht auch immer ganz tiefsinnigen was-sie-schon-immer-ueber-die-gastronomie-wissen-wollten--6Einblick in die „Do´s and Dont´s“ der Gastronomie, sowohl aus der Sicht der Gäste als auch aus Sicht der Gastgeber.

Im 1. Gang gibt sie zum Besten, das Ihrer Meinung nach die Convenience (also vorgefertigte Lebensmittel) zum Maß aller Dinge geworden sind. Diese Aussage schockt mich insofern, da Frau Keim hier keine klare Trennung innerhalb der Gastronomischen Szene vollführt, irgendwo sind dem doch Unterschiede gesetzt, jeder sollte sich darüber im klaren sein, das Gutes Essen eben in den meisten Fällen auch etwas mehr kostet, und so mancher Restaurant- oder Kantinenbetreiber eben einmal auf solche Dinge zurückgreifen muß, sei es aus personellen, oder aus finanziellen Gründen.

Ich distanziere mich hier ausdrücklich davon eine Lobeshymne auf Convenience- Produkte singen zu wollen, aber haben Sie liebe Frau Keim nicht auch einen gewissen Kostendruck?? Was ist mit Krankenhaus- Küchen, großen Kantinenbetrieben, etc, die eine „Vollverpflegung“ für unter vier Euro am Tag kalkulatorisch zu bewerkstelligen haben. Und nicht alles ist schlecht, auch bei diesen Produkten kann es sich in der heutigen Zeit kaum ein Anbieter mehr leisten „Schrott“ anzubieten!

Und natürlich schließe mich auch dem Vorwort eines wunderbaren Kollegen aus meiner Frankfurter Zeit an, der da sagt „Wir sind in der Minderzahl“, mit „wir“ meint er alle von uns, denen es noch immer eine Herzensangelegenheit ist, ihren Gästen hochwertiges und sinnvoll zusammengestelltes Essen anzubieten, das den Eigengeschmack der Produkte unterstreicht!

Danke Oli Klimaschewski !

Im 2. Gang gibt es wichtige Tips zum Start in die gastronomische Selbstständigkeit, Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage !

Der 3. Gang beschreibt eigentlich das Leben und Arbeiten in der Gastronomie, der immerwährende Kampf auf der Suche nach guten und vor allem motivierten Mitarbeitern, egal ob es um Küche oder Service geht, auch hier wird Bourdain zitiert als es um „Springer“ und „Runner“ geht!

Dann kommt der Teil der uns Köchen am meisten gefällt, es geht um Beleidigung, um Hierarchie in großen Brigaden, um sadistische Küchenchefs (auch ich hatte mal so einen), es geht um Escoffier, um gute Saucen und um Speisekartengestaltung, das macht Spaß es zu lesen !

Es folgen bemerkenswerte Absonderlichkeiten der vergangenen Jahrhunderte, es geht darum Schildkröten zu kochen, und Maikäfersuppe zuzubereiten, also auch ganz viel interessante Geschichte.

Dann folgt der „Große“, Jean- Anthèlme Brillat- Savarin, wunderbar !

Astrid Keim erzählt, warum der Begriff „hausgemacht“ im Estragon durch „selbstgemacht“ ersetzt wurde, es geht um „Umami“, den Japaner Ikeba und um Natrium-Mono- Glutamat, dem eine große Beteiligung am fortschreitenden Übergewicht der Bevölkerung zugeschrieben wird.

Es geht um das heiße Thema mindere Qualität, Warenunterschlagung, Tafelspitz und Ochsenbrust die häufig unter falschem Namen verkauft werden!

Ein weiteres sehr schönes Thema wird mit dem Kapitel „Restaurants die sie besser meiden sollten“ aufgegriffen. Hier wirklich sehr interessant die Abhandlung über das deuten von Speisekarten !

Interessant auch das Thema Reklamationen, wer von uns hat noch nicht vor einem leergefegten Teller gestanden und sich vom Service die Reklamation eines Gastes dazu anhören müssen………manchmal denken Gäste wirklich sie befinden sich in einem Bazar!

Zum Schluss auch noch das leidige Thema Reservierungen und die Wünsche „spezieller Gäste“.

Fazit:

Ein sehr kurzweiliges und nett zu lesendes Buch, es hat ein klein wenig etwas von Anthony Bourdains „Geständnisse eines Küchenchefs“, oder Gregor Weber´s „Kochen ist Krieg“. Vincent Klink soll wohl darüber gesagt haben, es wäre das wichtigste kulinarische Buch der letzten Jahre, das kann ich so nicht ganz nachvollziehen, nennen wir es einmal „nett zu lesende, gastronomische Kurzweil“, gepaart mit einigen wichtigen Tips und Grundlagen zum Einstieg und Quereinstieg in die wunderbare Welt der Gastronomie.

Le Livre Blanc von Anne-Sophie Pic

Hallo liebe Fan´s von Tom´s Kochbuchblog, hallo Ihr schwitzenden Herdakrobaten da draußen !

Heute gibt´s etwas ganz besonderes, ich weiß, diese Floskel verwende ich des öfteren, aber so ist es halt, für mich sind Kochbücher eben etwas ganz besonderes, und die heutige Buchvorstellung ist wie ich finde eines der wunderbarsten Kochbücher der letzten Jahre überhaupt!

Geschrieben hat es eine Französin aus Valence, (na, hat es schon klick gemacht?), sie ist wie ich finde eine neben Elena Arzak aus San Sebastian eine der kreativsten und innovativsten Köchinnen weltweit, und außerdem ist sie „ECKART“– Preisträgerin…… (und??? wisst Ihr um wen es geht?), okay letzter Tip: ihr aktuelles Buch ist das „Livre Blanc“, jetzt dürfte jeder wissen um wen es heute geht:

Le Livre Blanc von Anne-Sophie Pic, erschienen im Matthaes- Verlag.

 Zum Buch:

41CBtYvw3iL._SY445_Wie der Name bereits sagt, ganz in weiß kommt es daher in einem wunderschönen Schuber, der Titel und Namen in kunstvoll gestalteten, durchbrochenen Lettern trägt, der Buchschnitt silbern eingefärbt, einfach ein Gesamtkunstwerk unter der künstlerischen Leitung von Rachel Cazadamont!

Schon die erste Doppelseite lässt erkennen, welch großer Wert hier auf die künstlerische Gestaltung gelegt wurde: Drei stilisierte schwarze Lettern setzen den Nachnamen der Autorin eindrucksvoll in Szene, wunderschön !

Weiß, die Farbe der Reinheit, weiß, die Farbe der Leichtigkeit von Anne-Sophies Küche, makellos wie ein leeres Blatt, das jeden Tag mit einer neuen Geschichte beschrieben werden will.

Eine unglaubliche Hymne an die Kreativität, was Anne-Sophie in der Küche ist, war eine Künstlerin wie Madonna auf der Bühne, beide immer auf der Suche nach Innovation und Perfektion, die unglaubliche Gabe sich ständig neu zu interpretieren, sich immer wieder neu zu erfinden, niemals ruhen, einfach unglaublich!

Anne-Sophie Pic hat ihren kulinarischen Stil seit dem erscheinen ihres Erstlingswerkes „Au nom du pére“ im Jahr 2004 radikal und in phantastischer Art und Weise verändert, durch die Reife ist ihr Stil feinsinniger und präziser geworden.

Anne-Sophie hat einen Rhythmus gefunden, ihren ganz eigenen, der sich aus einem ständigen Neubeginn und immer neuen Produkten nährt.

So entstehen Gerichte wie die „Taube aus der Drôme, mit Martinique- Rum flambiert, confierter Rhabarber und Foie gras mit Voatsiperifery- Pfeffer und Taubenjus“, das ist Perfektion und Handwerk in absoluter Vollendung!

Jedes der sechs Kapitel trägt Namen die in irgendeiner Form einen Bezug zu den jeweiligen Rezepten im Kapitel herstellen.

Kapitel 1: Jod unter der Erde

Kapitel 2: Saures gelb und zartes rosa

Kapitel 3 : Erinnerung und Gegenwart

Kapitel 4: Die Leichtigkeit von Luft

Kapitel 5: Tradition und Exzentrik

Kapitel 6: Jenseits der Grenze

Alle Kompositionen sind wunderbar vor einem rein weißen Hintergrund oder auf weißem Geschirr in Szene gesetzt und abgelichtet. Die Fotografien sind ausnahmslos zweiseitig.

Im zweiten Teil bei den Rezepten setzt man ganz bewusst auf Veränderung, ein anderes Papier mit anderer Haptik, naturgebräunt und in neuem Layout, zuerst die Rezeptbeschreibung und Arbeitsweise, dann im unteren Teil der jeweiligen Seite die Mengenangaben, einfach alles wunderbar stimmig und passend.

Rezepte und weitere Beschreibungen zu den Gerichten gibt es auch dieses mal wieder nicht, ich kann nur so viel sagen: Ab in die Buchläden, dieses Buch ist den weitesten Weg wert!

Fazit:

Ich denke zu diesem Prachtexemplar ist alles gesagt! Es ist einfach nur ein unglaublich schönes Kochbuch!

Eis, Eis, Baby ! Verrückt grandiose Rezepte für Eis am Stiel

Liebe Kollegen und Kochbuch-Jäger und Sammler !

Den Temperaturen angepasst, gibt’s heute mal was ganz köstliches.

Wer hat das nicht schon als Kind geliebt, wunderbares Eis am Stil !

Die heutige Buchvorstellung von kochbuch.tips und Tom´s Kochbuchblog ist eine wunderbare Hommage an das Stieleis in allen seinen Varianten.

Eis, Eis, Baby ! Verrückt grandiose Rezepte für Eis am Stiel von Nicole Emson, erschienen bei LV- Buch, Münster.

51fd1-wta0l-230x300Die in Texas aufgewachsene Autorin Nicole Emson lebt heute in Stockholm und betreibt dort das „StikkiNikki“, der Name ist Programm, Eis am Stil in allen möglichen, unmöglichen und verrückten Geschmacksrichtungen. Sorten wie Tin Roof, salty caramel oder peanut butter crumb machen Lust darauf, sofort nach Stockholm zu fliegen und im StikkiNikki Eis zu probieren bis nichts mehr geht !

Zum Buch:

Los geht’s mit einigen kurzen Tips rund um Hardware und Facts zur Eisherstellung.

Natürlich startet Nikki mit dem absoluten Klassiker, dem Vanilleeis, selbstverständlich mit echter Vanille !

Dann geht’s richtig los: Sorten wie Milk and Honey, Rice Pudding Pop, Toasted Almond, Rocky Road, Berry Buttermilk oder auch verrüchte Sorbets wie Cucumber Mint, machen mir als Eisverrücktem noch mehr Lust, aber auch Lust das alles selbst auszuprobieren, oder auch zu experimentieren!

Eines weiß ich sicherlich, daß ich bei einigen Rezepten den Sahneanteil deutlich erhöhen und den Milchanteil etwas verringern werde, bin schließlich Sternzeichen „Sahne“ und Aszendent „Butter“ wie mal ein berühmter, sehr medienverliebter Kollege zumBesten brachte!

Das erste was ich probiert habe, war das Greek Yoghurt, mit Erdbeer- Topping, es war eine Offenbarung, einfach nur göttlich!

Genial zum Beispiel auch als „Cocktail“ am Stil , die Spicy Margarita mit einem Hauch Cayennepfeffer.

Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Rezepte für hausgemachte Dopings und Streusel am Ende des Buchs, es hätte ja auch was gefehlt !

Die Rezepte (rund 50 an der Zahl), sind alle sehr gut verständlich, sehr stimmig in sich und aaaabsolut lecker!

Fazit

Ein Buch, daß nicht nur bei diesen hochsommerlichen Temperaturen Spaß macht, das ist Eisgenuß und Eisfreude für das ganze Jahr! Wirklich wunderbar!

Also nicht nur alles Geld zu „Gino“ bringen, sondern auch zuhause etwas rumexperimentieren! So macht Eis erst recht Spaß!

Das Lebensmittel- Rettungsbuch

Hallo liebe Kollegen und alle Fans von Tom´s Kochbuchblog,

heute befasst sich mein Blog mal mit etwas, wie ich finde ganz wichtigem und zwar mit dem Wegwerfen von Lebensmitteln, ich finde es gibt nichts schlimmeres, als etwas essbares, oder noch verwertbares wegzuwerfen.

Bedenkt man, das in Deutschland jährlich knapp 11 Millionen 3875fa580aTonnen Lebensmittel vernichtet werden (und davon allein rund 6,8 Millionen Tonnen in Privathaushalten), von denen ein Großteil noch verwertbar gewesen wäre, so fragt man sich doch: Warum?

Warum werden Tomaten oder Gurken, oder Orangen, die nicht zu 100% irgendwelchen EU- Normen entsprechen, oftmals bereits beim Züchter/ Hersteller vernichtet ???

Muß so etwas sein, geht es uns zu gut?

Hierzu gibt es ein kleines, aber toll recherchiertes und hochinteressantes Buch, welches sich mit der Rettung von Lebensmitteln beschäftigt:

Das Lebensmittel- Rettungsbuch, Genießbar – verwertbar – haltbar, von Alexander Glück, erschienen bei Hirzel.

Zum Buch:

Grundsätzlich gilt hier die Maxime: Lebensmittel sind zum Essen da, nicht zum Wegwerfen ! Sie vor der Mülltonne zu retten, ist Ziel dieses Buchs.

Wir erfahren, wie zu erkennen ist, ob etwas verdorben ist, in den allermeisten Fällen sind Lebensmittel auch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch weiter verwertbar.

Außerdem lernen wir, wie man erkennen kann, ob ein Lebensmittel von Mikroorganismen oder Schädlingen befallen ist, oder es bereits gesundheitsgefährdend ist.

Die Kapitel:

„Lebensmittelmanagement im Privathaushalt“,

„Die Haltbarkeit der Lebensmittel“,

„Die Haltbarkeit der Getränke“,

„Feinde der Haltbarkeit“,

„Lebensmittelkonservierung“, hier wird zum Beispiel erklärt, was oder bzw. welche Gase sich unter dem heißgeliebten Begriff „Schutzatmosphäre“ verstecken…….die verschiedenen Verfahren der Haltbarmachung und was beim Aufwärmen von Lebensmitteln passiert.

„Verderben durch Zubereitung“,

und „Lebensmittel nachverwerten“.

Ich finde dieses Buch wirklich sehr interessant und auch absolut wichtig, gerade in der heutigen Zeit, in der im Ganzen Jahr Obst und Gemüse in allen Variationen und völlig saisonal „abgekapselt“ unter spezieller Beleuchtung tagelang in den Regalen der Supermärkte ihr Dasein fristen und dabei jeglichen ernährungsphysiologischen Wert verlieren! Warum ist die Aussage „Tiefgekühltes Gemüse hat oftmals mehr Vitamine, als frisches Gemüse“, heute aktueller den je – eben aus diesem Grund der kompletten Überlagerung.

Fazit:

Ein wirklich hochaktuelles und wichtiges Thema, welches in diesem Buch behandelt wird, sehr interessant und niemals langweilig werdend geschrieben und recherchiert!

Vielleicht sollten wir alle und jeden Tag daran denken, wie gut es uns in dieser Hinsicht doch geht!

Unbedingt empfehlenswert!

Sündig süß, geheimes aus der Klosterküche

Hallo liebe Küchenfreaks und Kochbuchjunkies, so kurz vor dem absoluten Highlight des Sommers, kurz vor dem vierten Stern, gibt´s heute Nervennahrung in Form von sündig süßer Klosterküche.

Heute geht’s um die Zubereitung von süßen Speisen und Getränken nach alten Handschriften aus Klöstern und Abteien.

Sündig süß – Geheimes aus der Klosterküche von Ernst Kaufmann und Günther Haderer, erschienen im Verlag Anton Pustet Verlag, Salzburg.

Zum Buch :

Bereits im Vorwort stellen sich die Herausgeber eine sehr wichtige Frage…….. thumb_suendigsuess_2_650_“Warum ein weiteres Kochbuch?“, doch diese Frage ist sehr schnell und vortrefflich beantwortet; unglaublich viele Bücher geben sich dem Diät- und Gesundheitswahn hin, natürlich erachtet man auch das als essentiell, aber es ist doch eben sehr schade, das traditionelle Mehlspeisen seit geraumer Zeit ein Schattendasein führen und was wäre die österreichische und deutsche Küche ohne diese wunderbaren Klassiker?

Mit eben diesen tritt der Pustet-Verlag mit diesem Buch zum köstlichen und verführerischen Gegenangriff an.

Auch die Ingredienzen der süßen Verführungen, die scheinbar dem modernen Ernährungsbewusstsein entgegenstehen, werden einmal in einem anderen Licht dargestellt.

Kapitel wie „G´rissenes und G´angenes“ dokumentieren eindrucksvoll und wunderbar wie lustvoll es sein kann, sich dem Genuß frischer Zwetschenknödel oder Semmeldampfnudeln hinzugeben, Einfach phantastisch!

Weiter geht es mit „G´sterztem, G`stocktes, Aufläufen und Puddings“, Köstlichkeiten wie Orangenauflauf mit Mandeln, Apfelschaumauflauf, Mandelpudding und Reisflammerie, lassen jedem Freund der österreichischen und süddeutschen Küche das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Weitere Kapitel wie „G´ossenes und Wacklertes“ mit süßen Sulzen und Gelees, „G´ronnenes und G´frorenes, sowie „Zan Aufwama“ mit Tees, Weinen und Punsch.

Im letzten Kapitel mit dem schönen Namen „Zan Schlof´ngeh“ geht es um Liköre, Säfte und warme Getränke, also die besten „Mittelchen“ zum Schlafen gehen !

Zum Finale eines jeden Rezeptteils findet man eine Persönlichkeit, welche im wesentlichen dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für die Heilkraft guten Essens auch von weltlicher Seite aus zu fördern.

Am Buchende gibt es tolle Infos und geschichtliches zu den wichtigsten Ingredienzen des Buches.

Fazit:

Dieses wunderschöne Buch ist all denen gewidmet, die Mehlspeisen, Kuchen und Desserts lieben und diese auch selbst zubereiten. Es ist ein Buch, in dem Rezepten gehuldigt wird, die selten oder gar nicht mehr den Einzug in die modernen Kochbücher der heutigen Zeit finden.

Das Buch macht in vielen Dingen, auch teilweise in den etwas antiquierten Begriffen und Ausdrucksweisen, die gute alte Zeit ein klein wenig wieder lebendig!

Wunderbar!

BEEF! Für Männer mit Geschmack

Da ist sie endlich wieder, die zweimonatige Wartezeit hat sich mal wieder mehr als gelohnt, der „Playboy“ für essbegeisterte Männer ist endlich wieder da!

 

Die neue BEEF!, Ausgabe 04/2014 ist unter Jan Spielhagens Federführung mal wieder zu einem Glaubensbekenntnis an den Genuss und vor allem auch an gutes Fleisch geworden, eben „Alles was Männern Spaß macht“ , Chapeau Herr Spielhagen.

Zum Inhalt:

IMG_1869Der Titel mit „Ja , ich will“ bezieht sich auf des Deutschen Leibgericht, aber kein dickes ledriges Schweineschnitzel, sondern auf das „Wiener Original“ hauchdünn und natürlich vom Kalb!

Der Königsbeitrag der Ausgabe 04/2014 ist für mich zweifellos der über´s „Plankengrillen“, dem Grillen auf feuchten Holzplanken, die mit dem Gargut darauf in die Glut gelegt werden, einfach nur „Aromenexplosion“.

Und für alle Kerle gibt’s auch endlich mal nen „Wickelkurs“, damit Ihr endlich mal lernt……………………..wie wunderbare italienische Porchetta selbst gemacht wird !

Auch das zur schönen Sitte gewordene „BEEF- MENÜ“, wie immer mehrseitig ausklappbar ist mal wieder ein Knaller geworden und fotografisch durch die Westermann Studios wieder wunderbar in Szene gesetzt worden!

„Vergurkt“, so titetelt eine Hommage an die Gurke, ist dieser Bericht überhaupt nicht, begleitet von wunderbaren und sehr kreativen Rezepten, wird sich so mancher von Euch wundern, was man aus den grünen Prachtexemplaren so alles zaubern kann!

Ich will nicht zu viel verraten, Ihr sollt es ja selbst „erlesen“, eines steht bei mir in diesem Jahr auch auf dem Programm, auch dazu gibt es einen tollen Bericht, Apfelwein, und zwar selbst gemacht !

Also ab mit Euch an den Kiosk oder gleich Abonnieren!

LEON – Natürlich Fast Food, Ehrlich. Einfach. Gut.

Hallo liebe Foodies, Kollegen und anderweitig kochverrückte….

Heute gibt’s mal ein Kochbuch aus der „Abteilung“ : Dich leg ich nicht wieder weg…..

Es ist knallig, es ist bunt, es ist Retro, es ist Vintage, es ist ein bischen verrückt, es ist……Kult, es ist…………….

LEON, Natürlich Fast Food, ehrlich, einfach, gut von Henry Dimbleby und John Vincent, erschienen bei Dumont.

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Das ist für mich das Buch über die Freude am Kochen, überaus kreatives und unglaublich phantasieanregendes Layout vermittelt uns Lesern, was bei Leon wirklich passiert, warum sie ein halbes Jahr nach Eröffnung in London und England mit Preisen überschüttet wurden……

Das Ganze Konzept ist einfach unglaublich stimmig, es ist Lebensfreude pur!

Wie immer braucht kaum eines der Rezepte im Buch länger als zwanzig Minuten, dafür ist aber unendlicher Genuss garantiert.

Wunderbare Fotos, ein „approved by“ zu fast jedem Rezept, witzige und interessante Randnotizen und tolle Tipps machen das Buch zu etwas, das unsere Kochgewohnheiten dauerhaft verändern und nachhaltig beeinflussen könnte, es wäre sooo wünschenswert!

LEON ist wunderbar!

Zum Buch:

Wer nach der anfänglichen Beschreibung jetzt denkt, oh Gott was ist das denn…….. der sei hier eines besseren belehrt, wie bereits in meiner ersten Rezension zum wunderbaren Leon Fast Food vegetarisch, so möchte ich auch jetzt noch einmal erwähnen, Leon ist oder könnte kulinarische, nachhaltige Zukunft werden, auch was gastronomische Konzepte angeht, aber da ist uns Großbritannien weit voraus, siehe Wagamama……

Zu Beginn des Buches gibt’s eine eingehende Beschreibung wie Speisekammer und Gefrierschrank bestückt sein könnten, quasi das Geschmacksdepot und dessen „Aufmunitionierung“, einfach nur witzig und klasse dargestellt wie man es bei Leon´s vermutet.

Die „Gefrierschrank-Top-Ten“ entsprechen in etwa den meinen, außer das bei mir der Wodka schwedischer Herkunft ist und dekorativ im Regal steht .

Eine kurze eingehende Beschreibung, auch für diejenigen unter uns, die nicht unbedingt mit einem grünen Daumen bestückt sind, zum Thema „Grow your own“, zeigt wie einfach es möglich ist auch ohne großen Garten selbst etwas anzubauen.

Weiter geht es dann mit den zwei Hauptkapiteln des Buches, Fast Food und Slow Fast Food, Grundgedanke in der ersten Hälfte sind die schnellen Leckereien für jede Gelegenheit, der zweite Teil beschäftigt sich mit dem „langsamen Fast Food“, hier wird mit viel Muße und Hingabe vorbereitet um es dann in stressigen Zeiten schnell genießen zu können.

Gedacht ist an alles, vom flotten Frühstück (so auch der Kapitelname), über´s schnelle Mittagessen , den Sommer-Quickies, kochen mit Kindern und Party- Food wird nichts ausgelassen!

Im Kapitel Slow- Fast- Food, geht’s wie bereits erwähnt um langsameres und ein klein wenig zeitaufwendigeres kochen; Kapitel wie langsames Garen und Eintöpfe, sowie Schmorbraten, garen in der Folie und konserviertes, machen unheimlich Lust darauf alles, aber auch alles auszuprobieren. Jeder Seite mach auch dank des genialen Buchlayouts immer wieder auf´s neue Lust weiter zu probieren!

Oh Gott, fast hätte ich es vergessen, Desserts und Cocktails (Wodka im Gefrierfach!?!?) gibt es natürlich auch !

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Wie immer gibt’s es aber auch dieses mal wieder keine Rezepte, daß ist nicht der Sinn meines Blogs, das abkupfern überlasse ich anderen, ich möchte Euch allen dieses wunderbare Buch einfach nur ans Herz legen, es macht einfach unglaublich Spaß, auch einfach mal „nur“ drin zu schmökern!

91KO6saRv1L._SL1500_Zum Schluss seien hier nur noch ein paar kleine Leckereien aus dem Buch genannt, wie das göttliche Salz-Karamell- Bananen- Split, Geburtstags- Erbsensalat, Huhn mit grünen Oliven und eingelegten Zitronen oder Pierres Pain Perdu, ich habe das als kleines Kind bei meiner Mama kennen und lieben lernen dürfen, bei uns hieß es „Arme Ritter“ und niemand konnte sie so gut wie meine Mama, weil sie sie nicht aus altem Weißbrot, sondern aus frischem selbst gemachtem Brioche gemacht hat genau wie bei Leon!

Fazit:

Ich kann nur eins sagen: Geht zum Buchhändler Eures Vertrauens und bestellt es Euch! Es ist ein wunderbares Buch!

Tomatenliebe

Hallo Ihr lieben Kollegen der kochenden Zunft, nach dem gewonnenen Viertelfinale gegen „Les Bleus“, gibt´s heute erst mal was in Gedenken an die Squadra Azzura, (ha, ha, ha) ein wunderschönes Buch über Pomodori, Schönheiten in allen Formen und Farben und perfekt in die Jahreszeit passend.

 Tomatenliebe – Wie Amore und die Olympische Flamme den Weg in meinen Garten fanden von Melanie Grabner und Christine Weidenweber, erschienen im Ulmer- Verlag.

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 Zu den Autorinnen:

Melanie Grabner ist Gärtnermeisterin und begeistert auf Vorträgen und Pflanzenmärkten viele Tomatenfreunde.

Christine Weidenweber ist Redakteurin für Fach – und Sachbücher im Bereich Agrarwissenschaften und Gartenbau, also das perfekte „Gespann“ ein solches Buch zu publizieren.

Das steckt in diesem Buch:

Kapitel wie „Der Beginn einer Leidenschaft“, „Lieblingssorten“, „Wachsen und Gedeihen“, „Gaumenfreuden: Tomaten zum Genießen“ und „Service“.

Melanie Grabner vermittelt uns in höchst interessanter Art und Weise „Ihre“ kunterbunte Gartenlust, sie ist wahrlich vom Tomatenvirus infiziert.

Selbst wenn einem nicht das Glück eines eigenen Gartens wiederfahren ist, so eröffnet sie uns trotzdem in vielfältiger Art und Weise die Lust am Tomatenanbau, auch auf dem eigenen Balkon.

Sie beschreibt sehr eindringlich die Problematik von Monokulturen und der Anfälligkeit gegen Schädlinge, egal ob es um Tomaten, Mais oder andere Kulturgemüse geht, überall ist die Problematik die gleiche, viel zu oft wird die chemische Keule eingesetzt; aber wen wundert das alles noch, in Zeiten in denen 90% aller Supermarktkunden nur makelloses und gleichförmiges Gemüse verlangen, das in den Supermarktregalen speziell beleuchtet tagelang vor sich hin vegetiert und so auch noch das letzte bischen seiner natürlichen Aromen verliert! Ihr lobenswertes Engagement für die Vielfalt zeigt sich in der ganzen Bandbreite der von ihr gezüchteten und gezeigten Tomatensorten wie dem gelben Birnchen, dem Bulgarischen Ochsenherz, dem Himmelsstürmer, der Lime green Salad oder Kasachstan grüne Flasche, die wunderbar fleischige Olympische Flamme natürlich nicht zu vergessen. Die vielen wunderschönen Fotos lassen in jedem begeisterten (Hobby)-Koch die Lust aufkeimen, es selbst mit dem Tomatenanbau zu versuchen!

Zu jeder dokumentierten Tomatensorte gibt es genaue Beschreibungen zu Anbau und Kultivierung.

Im Kapitel „Wachsen und Gedeihen“ wird alles zur Aufzucht und zur Pflege sehr eingehend, verständlich und genauestens beschrieben, das macht es einem leicht, selbst wenn Euer „Grüner Daumen“ mal eine Saison pausieren sollte !

Auf Schädlinge und der Bekämpfung geht man natürlich auch ein, oft hilft hier schon ein zweckmäßig geplanter Mischanbau in dem Pflanzen wie Knoblauch und Tomaten nützliche Symbiosen eingehen können.

Im Kapitel „Gaumenfreuden“ widmet man sich den vielen Möglichkeiten die uns die Tomate eröffnet, von wunderbaren frischen Tomatenrezepten bis hin zur Konservierung, an alles ist gedacht!

Im Serviceteil am Ende des Buches, noch einmal alle Tomatensorten mit Standorttipps und Reifezeiten.

Interessante Links, besondere Gartenmärkte und weitere Kontakte zu Gärtnereien fehlen ebenfalls nicht.

Fazit:

Ein wunderbares Buch für Tomatenliebhaber, Hobbygärtner und alles die es mit diesem Buch vielleicht noch werden !

Absolut empfehlenswert!

Restaurant und Bar Design

Heute gibt es mal wieder etwas ganz besonderes, ein Buch zum Staunen, einfach nur zum drin blättern und sich daran erfreuen, ausnahmsweise mal kein Kochbuch, aber wie immer hat es auch dieses mal etwas mit Gastronomie zu tun, mit „Essthetik“, Design und Architektur.

Restaurant und Bar Design, Selected by „The Restaurant & Bar Design Awards“, erschienen im Taschen Verlag.

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Die Restaurant und Bar Design Awards haben es sich zur Aufgabe gemacht, weltweit die architektonisch kreativsten, ausgefallensten und aufregendsten Restaurantkonzepte aufzuspüren und auszuzeichnen. Im übrigen, die einzige Auszeichnung die es im Bereich des „Hospitality- Design“ gibt.

In jedem Jahr wetteifern „Beiträge“ aus den unterschiedlichsten Bereichen der Hospitality Branche wie Freizeit und Sport, Restaurant, Kreuzschifffahrt, Flugwesen und Einzelhandel um die begehrten Preise!

Die besten 100 Konzepte der oben beschriebenen Sparten aus allen fünf Kontinenten werden fotografisch ungeheuer Eindrucksvoll (wie es bei Taschen nun mal so üblich und bekannt ist) in Szene gesetzt und vorgestellt.

Jedem Kapitel ist ein einleitender Text eines führenden Experten und Jurors von „The Restaurant & Bar Design Awards“ vorangestellt.

Das Vorwort zum Buch stammt aus der Feder von Marco Rebora, Autor und Initiator der Awards.

Alle vorgestellten Konzepte werden mit ihren wichtigsten Eckdaten, wie Eröffnungsdatum, Baukosten, Größe, Auszeichnung und Kontaktdaten vorgestellt.

Einer jedoch, so muß ich ehrlich sagen, fehlt mir in dieser Hommage an das Hospitality- Design: Jordan Mozer, Star- Architekt aus Chicago, ich selbst durfte zwei Jahre in einem von ihm komplett durchgestylten Restaurant (dem damals einzigen in Europa) arbeiten, das legendäre Stars & Starlet in Frankfurt am Main.

Fazit:

Phantastische Fotos der schönsten und ausgeflipptesten Gastro- Hot Spots weltweit.

Ausgefallene, witzige und phantastische Innenarchitektur, Räumlichkeiten die unseren Sinnen alles bieten !

Tolle Beschreibungen, perfekt recherchierte Infos, ein Buch das mehr als inspiriert und erfreut, es macht Sehnsucht !

Ein MUSS für jeden Gastronomie (und Innenarchitektur) –Begeisterten!

Absolute Empfehlung!

 Restaurant & Bar Design

Julius Wiedemann, Marco Rebora

Erschienen bei Taschen

Hardcover, 23,9 x 25,6 cm, 432 Seiten

€ 39,99

Intecreative- Die Welt kocht im Quadrat

Hallo liebe Cookies, hallo Ihr vielen Gastronomiesüchtigen da draußen !

Heute gibt’s in Tom´s Blog und bei Kochbuch.tips mal etwas ganz besonderes (das schreib ich wohl öfters……), aber es ist ja auch so!

Ich möchte Euch heute etwas ganz wunderbares vorstellen!

Ja! Es geht wieder ums Kochen und selbstverständlich auch um ein Kochbuch.

Ein Kochbuch, hinter dem aber mehr steckt, ein Aktion, Menschen, die anderen Menschen helfen wollen.

Ein wunderbares Projekt, ins Leben gerufen von Studierenden der Universität Mannheim, allesamt Mitglieder der rund um die Welt an Universitäten vertretenen und in vielen sozialen Projekten tätigen Studenteninitiative „enactus“.

Entstanden ist das Projekt in Verbindung mit dem Caritasverband. Die Erlöse dieses „Projektes“ mit dem vielversprechenden Namen „Intecreative“ fließen in voller Höhe in die Einrichtung eines Sprachcafés in der Mannheimer Innenstadt.

Grundidee des Projektes ist es Asylbewerbern zu helfen und etwas für sie zu tun, aber was tun? Sie dürfen ja nicht arbeiten, also kam man in auf die geniale Idee mit Ihnen ein Kochbuch zu machen, die Studierenden um das Projekt „Intecreative“ verwenden hier, sagen wir einmal das geistige Eigentum der Asylbewerber, in dem sie deren wunderbare Rezepte sammeln und niederscheiben.

Intecreative- Die Welt kocht im Quadrat, ein Kulturkochbuch

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Appetit und kulinarischer Genuss kennen keine Grenzen, Zugehörigkeit und das Gefühl angekommen zu sein leider oftmals schon.

Zehn Asylbewerber teilen in diesem Buch ihre ganz persönlichen Geschichten. Sie alle sind aus Not geflohen und nach einer langen, oft gefährlichen Reise mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in der „Quadratestadt“ Mannheim gelandet (daher auch der Untertitel „Die Welt kocht im Quadrat“, so ist die Buchform und der Bezug zu Mannheim entstanden).

Mitgebracht haben sie ein Stück kulinarische Kultur: Lieblingsrezepte aus ihren Heimatländern.

Rezepte aus Afghanistan, dem Irak, Iran, Pakistan und Serbien zeigen in eindrucksvoller Art die kulinarische Vielfältigkeit dieser oftmals von Krieg, Gewalt und Anarchie gebeutelten Länder.

Ich musste nicht lange überlegen und sagte direkt zu, als man von „enactus“ bezüglich einer Buchbesprechung an mich herantrat.

Ich finde es ein tolles und würdiges Projekt, dessen Ziel es ist, gemeinsam etwas zu unternehmen, um das Leben in Deutschland für die Asylbewerber nachhaltig zu verbessern.

Zu erwerben gibt es das Buch momentan bundesweit in allen Thalia- Filialen.

Über einen Direktlink auf der Intecreative- Website wird es auch in kürze via Web bestellbar sein!

Bitte helft „enactus“ und „Intecreative“ indem Ihr Euch dieses tolle Buch bestellt oder kauft, es ist ein kleiner Beitrag, der eine große Wirkung haben kann!

Danke Euch allen für die Unterstützung dieses großartigen Projektes!

Euer Tom !

Zum Glück Gemüse

Heute gibt’s mal wieder, ein sogenanntes „Das will ich unbedingt haben“- Buch !

Ein sagen wir mal „leicht“ von der italienischen Küche inspiriertes Buch, da es um Gemüse geht und die italienische Küche nun einmal unglaublich gut mit Gemüse „kann“! Gemüse im Lauf der Jahreszeiten, essentieller und unverzichtbarer Bestandteil jeder Mahlzeit.

Egal ob frisch vom Markt, oder wie jetzt gerade aus eigenem Anbau- dieses Buch macht es Euch leicht, das ganze Jahr über frisch, gesund und auch mal ohne Fleisch zu kochen.

Ich finde das Buch ist ein absolutes  Standardwerk nicht nur für Gemüsefreaks und gehört in jedes Bücherregal, bzw. in jede Küche!

Zum Glück Gemüse, 350 Gemüserezepte für alle Jahreszeiten, erschienen im Verlag Phaidon by Edel.

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Zum Buch:

Schon dem Buchcover und dem Buchschnitt sieht man an, aus der Feder welchen Verlages dieses Buch stammen könnte……..wie immer äußerst kreativ und niemals langweilig werdend, man nimmt es einfach nur immer wieder gerne in die Hand.

Das Inhaltsverzeichnis ist zuerst in die vier Jahreszeiten und dann in die dazu gehörigen Gemüsesorten unterteilt.

Am Buchschnitt sehr schön zu erkennen, die unterschiedlichen Jahreszeiten, die dazugehörigen Fotoseiten sind etwas kürzer geschnitten, die darauf folgenden Rezepte zu den Jahreszeiten farblich abgesetzt! Einfach eine tolle Optik.

Das Buch zeigt in vielen Beispielen, wie man(n) auch ohne „Grünen Daumen“ mit einer kleinen Portion Ehrgeiz, einem kleinen Stück Land und auch einem guten Stück Arbeit zu phantastischem Gemüse aus dem Eigenanbau kommt.

Natürlich fehlen auch die Tips zum richtigen einkaufen und Lagern von Gemüse nicht, nicht jeder hat ja einen Garten und kann selbst anbauen.

Der Ernteplaner zu Beginn des Buchs ist in die Jahreszeiten, sowie in Aussaat- und Erntezeit unterteil und sehr übersichtlich gegliedert.

Jedes der vier Kapitel hat nochmal ein eigenes Inhaltverzeichnis, die Rezepte sind den Gemüsen im Lauf der vier Jahreszeiten zugeordnet.

Im Frühling sind das Spinat, Mangold, Wildgemüse, Artischocken, Spargel, Dicke Bohnen, Erbsen, Radieschen, Avocados, Zwiebeln und Chicoree.

Das Register fasst noch einmal alle Rezepte und dazugehörige Fotos zusammen.

Die Rezepte entsprechen ganz dem Stil der wunderbaren italienischen Küche, einfach, überaus stimmig, wenige Zutaten und wunderbar einfach in der Zubereitung, klassische Cucina italiana eben. Ein klein wenig erinnert das Buch an den phantastischen „Cucchiaio d´argento“, eines der bekanntesten und besten italienischen Kochbücher überhaupt.

Hier beschränkt man sich eben auf Gemüse und das in 350 wunderbaren Rezepten durch alle vier Jahreszeiten, natürlich nicht ganz fleischlos J aber eben die Gemüse in den Vordergrund gestellt!

Pasta mit Mais, Pancetta und jungem Spinat oder warmer Pilzsalat mit Orangendressing sind nur 2 von 350 phantastischen Kreationen die Lust auf Gemüse machen, aber vor allem auch die Sehnsucht wecken, in einer kleinen Dorftrattoria im Piemont, dem Alba oder der Toskana zu sitzen und das serviert zu bekommen, was die Nonna gerade im Garten gehackt hat. Wunderbar!

Fazit:

Dieses Buch könnte ein ähnlicher Topseller wie der „Silberlöffel“ werden, es paßt einfach alles, von der ersten bis zur letzten Seite………Es macht einfach nur Spaß.

Schaut es Euch an und Ihr werdet Euch verlieben!

Roggen und Schwarzbrot

Hallo liebe Kochbuchfreunde und Herdgeiseln……

Heute gibt´s mal was anderes, nix kochen, heute gibt´s backen, genauer gesagt heute geht´s um´s Brot !

Wo ist die Vielfalt an Brotsorten größer als bei uns in Deutschland und in Österreich?

Ich glaube nirgendwo anders auf der Welt wird so wunderbar und vielfältig geknetet und gebacken wie bei uns.

Naja und so ganz nebenbei erwähnt, mich hat es nach annähernd 26 Berufsjahren auch in eine wunderbare Bäckerei verschlagen (aber ich koche trotzdem weiter) !

Mein heutiger Chef war so innovativ und mutig sich einen solchen Küchenchaoten für seine Snackproduktion ins Team zu holen und ich bin sehr stolz drauf, ein Teil dieses Teams sein zu dürfen!

So, aber jetzt zur heutigen Buchvorstellung:

Roggen und Schwarzbrot- anbauen, mahlen, backen und genießen von Rita Kichler und Helmut Reiner, erschienen im Verlag Anton Pustet.

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Das Buch widmet sich zu Beginn, der Geschichte des Brotes als unentbehrliche Grundlage menschlichen Daseins und zeigt an Hand von lebendiger Forschung auf, wie sich die jahrtausende alte Kunst des Brotbackens entwickelt hat.

Einer der wichtigsten Kulturpflanzen und dessen Anbau, Zucht und Weiterentwicklung bis heute ist das erste große Kapitel gewidmet, dem Roggen, es ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern hochinteressant und mit ganz vielen Fakten verpackte geschichtliche Entwicklung, die einen beim lesen unglaublich fesselt! Wirklich toll geschrieben!

Das nächste Hauptthema widmet sich dem österreichischen Roggenanbau (da kommt das Buch ja auch her!), hier werden Sorten und „Anbaugebiete“ vom Johannisroggen aus Schönfeld bis zum Lungauer Tauernroggen beschrieben.

Im nächsten Kapitel (das im übrigen wie alle anderen auch von wunderschönen Fotos begleitet ist), geht´s um die Müllerei und deren geschichtliche Entwicklung vom Mühlstein bis zum Hochmodernen computergesteuerten Farbausleser.

Weiter geht’s mit Mehltypen, den verschiedenen Ausmahlungsgraden und deren Ascheanteil, ich finde es wirklich hochinteressant, einfach auch mal solche Dinge zu „er-lesen“, man bekommt einfach einen ganz anderen Bezug zu dem was man täglich isst.

Das nächste Kapitel zeigt wunderschöne alte Mühlen quer durch ganz Österreich, von denen heute viele, wieder oder noch in Betrieb sind.

Weitere Kapitel:

– Bäckerei und Brot- Teig und Sauerteig, Sauerteigherstellung,

– Österreichs Roggenbäcker, hier wird unter anderem auch eine wunderbare Bäckerei vorgestellt, die ich Anfang diesen Jahres eingehend besichtigen durfte: Der Bäcker Ruetz in Kematen, dem „Hot Spot“ der Tiroler Brotkultur!

– Schwarzbrot in der Ernährung

– Die Wertschöpfungskette von Roggen- und Schwarzbrot

– Vielfalt an Roggenbroten- ein Glossar

– Bier, Whisky und Brottrunk

und natürlich nicht zuletzt wunderbare Rezepte vom klassischen Roggenbrot über´s geniale Vintschgerl, bis hin zum Walnußbrot, Wachauer Laibchen und tollen Rezepten auch zum nachkochen !

Fazit:

Das vorliegende Werk aus dem Pustet Verlag ist das Kompendium für alle Brotliebhaber, ein phantastisch lehrreiches und toll in Szene gesetztes Buch!

Kick and Cook- Das Kochbuch zur Fußball-WM 2014

So, die WM läuft zwar schon zwei Wochen, aber für´s Essen ist es ja bekanntlich nie zu spät J

Heute gibt es passend zur Weltmeisterschaft ein ganz wunderbar nützliches Kochbuch !

Und das Euch allen nach der WM das gegrillte nicht zu den Ohren rauskommt hab ich noch schnell den passendne WM- Begleiter für Euch:

Kick and Cook, das Kochbuch zur Fußball- WM 2014 von Katrin Roßnick erschienen im Verlag die Werkstatt.

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Natürlich geht es im Buch in erster Linie um die wunderbaren Länderküchen der 32 teilnehmenden Nationen, aber auch um Fußball, oder war das andersherum?

Zuerst gibt es immer kurze und knappe, aber sehr interessante und kurzweilige Informationen rund um das jeweilige Teilnehmerland, dann folgt jeweils ein „Nationalrezept“.

Die Rezepte sind allesamt sehr stimmig, leicht nach zu kochen und alle Zutaten sind bis auf wenige kleine Ausnahmen „Supermarkttauglich“, d.h. in einem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Sollte etwas im Markt nicht auffindbar sein, so werden im Buch auch sehr gute Bezugsquellen genannt.

Die Rezepte, ausnahmslos landestypische Klassiker, wie die „Chorizo a la pomarola“ aus Argentinien, das wunderbare „Gallo pinto“ aus Costa Rica, oder das „Govjadina po stroganovski“……..ich glaube nicht, das ich diesen russischen Klassiker näher erläutern muss  !

Kick and Cook ist ein sehr schönes und interessantes „Sammelsurium“ aus tollen Rezepten und interessanten Infos, welche für die nötige Kurzweil auch in der Halbzeitpause sorgen.

Fazit:

Die Autorin Katrin Roßnick ist zwar seit frühester Jungend eine glühende Anhängerin von Hannover 96, aber das sei ihr hier an dieser Stelle einmal verziehen !

Danke Frau Roßnick für diesen tollen (nicht nur !) WM- Begleiter !

Das Buch macht richtig Spaß!

Wirtshäuser- Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten

Liebe Fans von Tom´s Kochbuchblog, liebe Gastronauten und alle Liebhaber Gastronomischer Literatur (heute mal ne etwas „nettere“ Formulierung J ), heute hab ich mal etwas anderes für Euch, nicht immer nur Kochbücher, aber ganz ohne Gastronomie geht´s dann auch heute mal wieder nicht !

Von Österreich komm´ ich aber trotzdem nicht so ganz los, heute geht es um Salzburg, um das alte Salzburg, vom Mittelalter bis heute! Oh Gott werdet Ihr jetzt denken, was hat ihn denn jetzt „geritten“, ja, Geschichte, aber Kulturgeschichte gibt’s heute und zwar Gaststättenkultur !

Die heutige Buchvorstellung kommt aus dem Verlag Anton Pustet, und heißt:

Wirtshäuser „Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten“ von Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer.

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Die Autoren:

Dr. Gerhard Ammerer ist stellvertretender Leiter des Fachbereichs Geschichte an der Universität Salzburg und Dr. Harald Waitzbauer, er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Salzburger Freilichtmuseums, Autor und ein „Kenner“ der Salzburger Brauereilandschaft, haben hier eine wunderschöne Dokumentation der Salzburger Gaststätten- und Herbergsgeschichte geschaffen.

Salopp formuliert könnte man sagen es beginnt in den Hospizen und Klöstern des 13. Jahrhunderts und endet irgendwo um die Zeit des Hangar 7.

Beim Aufschlagen des Buches treffen wir auf eine doppelseitige Karte Salzburgs aus dem Jahr 1764 in der alle zu dieser Zeit existierenden Gaststätten mit Namen und Adresse verzeichnet sind. Hier liest man interessante Namen wie Mödlhammerbräu, Goldenes Ainhorn, Halber Mondschein oder Bettelumkehr, wunderbare Namen und wunderschöne Geschichten dazu. Immer wieder begegnen uns diese Zeittafeln im Buch, was das Ganze noch interessanter macht, da so die gastronomische Entwicklungsgeschichte im Lauf der Jahrhunderte noch besser aufgezeigt wird.

Die Kapitel:

  1. Von der privaten Gastfreundschaft zur kommerziellen Herberge
  2. Gesetzliche Regulierung, Professionalisierung und fiskalischer Zugriff (mit den ersten „Gaststättenverordnungen“, einfach wunderbar !
  3. Gäste, Wirte und Lokalitäten in der frühen Neuzeit, hier gibt´s Wirtshäuser und deren Namen, die Gasthöfe wurden „multifunktionaler“, Kaufpreise, Schulden und Einnahmen.
  4. Wirtshausalltag und gastronomische Festkultur, mit dem vortrefflich gewählten Portrait des Stieglbräu. Berichte über Hochzeitsgesellschaften, Kostenaufstellungen aus dem Jahr 1790 (unglaublich interessant!)
  5. Der verzögerte Siegeszug des Kaffeehauses, hier geht’s um die ersten Kaffeegewölbe und weitere Café´s bis zum Jahr 1800, um deren Räumlichkeiten, Einrichtung und Warenhaltung, sowie um die Kaffeehauskultur und ihre Gäste.
  6. Der Kampf um den Gast- Konkurrenz und Konflikte
  7. Schwierige Jahrzehnte im ausgehenden 18. Jahrhundert, schildert die entstehende große Konkurrenz und obrigkeitlichen Reglementierung, die so manchem Gasthaus das Überleben schwer machte.
  8. Gaststätten und ihre Kundschaft in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, schildert in wunderbarer Art und Weise, wer sich so alles in den Wirtschaften verlustierte.
  9. Aufbruch in eine neue Zeit (1860-1918), in etwas mehr als 50 Jahren verdreifachte sich die Anzahl der Hotels, die „zeitlosigkeit“ der klassischen Gasthäuser, die prächtigen Bierjahre gefolgt von Surrogatbier und Eichelkaffee während der Zeit des 1. Weltkrieges.
  10. Salzburgs Gastronomie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, die Salzburger Kneiperie während des Nationalsozialismus, und den dürftigen Nachkriegsjahren bis hin zur glitzernden Nachkriegszeit. Wunderwelt der Festspiele.
  11. Grill Room, Amis, Café Espresso, auch hier noch einmal die karge Nachkriegszeit, die Zeit der Wiedereröffnungen, endlich wieder Glitzerwelt, die amerikanische Besatzungszeit und deren „Folgen“ und die Fleischlastigkeit der Speisekarten als es „endlich“ wieder etwas auf den Tischen gab.
  12. Die gastronomische Entwicklung der letzten 50 Jahre, interessantes und amüsantes der letzten 50 Jahrem wo geht bzw. ging die Entwicklung der letzten 50 Jahre hin? Die Globalisierung der Speisekarte, vom Würstel zum Kebap, Fast Food, Haubenküche und die „neue“ Wirtshauskultur.

Das Buch ist wunderbar informativ, niemals langweilig werdend und verleitet beim Studieren der wunderschönen alten Speisekarten immer wieder zum Schmunzeln.

Viele phantastische alte Fotografien, Zeichnungen, alte Zeitungsanzeigen und Dokumente, die den Werdegang der Salzburger Gastronomie eindrucksvoll erklären und demonstrieren machen das Buch zu einem absoluten muss nicht nur für Salzburg- Fans.

 

Fazit:

So macht (gastronomische) Geschichte Spaß.

Wunderbar!

Kuchen und Tartes von Rachel Lane

Zum Ausklingenden Sonntag gibt´s heute noch eine ganz „runde“ Sache, ein Buch aus der Kategorie „macht einfach Spaß“.

Wenn ich sage „runde“ Sache so spiele ich in diesem Fall auch auf die Buchform an, rund und bunt kommt es daher, ein wahrer Blickfang in Euren Küchen kann es werden, den Durchmesser einer großen Tarteform hat es.

Erschienen ist es am 24. April 2014 und ans Herz legen will ich es Euch heute:

„Kuchen und Tartes“ von Carla Bardi und Rachel Lane, by Moewig, ein Verlag der Edel Germany GmbH.

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Die Rezepte reichen von der klassischen Apfeltarte mit Calvados über eine Maracujatarte bis hin zu einer wunderbaren Tiramisú- Tarte.

Die erste, zum Niederknien gute, Tarte au chocolat, getoppt mit frischen Walderdbeeren und roten Johannisbeeren aus dem Garten gab´s heute. Es war göttlich!

Alle Rezepte basieren alle auf zwei verschiedenen Mürbteigen, einmal mit und einmal ohne Zucker und sind ausnahmslos sehr gut umsetzbar.

Ein sehr schönes Feature des Buches finde ich die runden, von oben fotografierten Foodfotos, zu jedem Rezept gibt es eins, somit sieht man direkt des Endergebnis seiner Bemühungen.

Ich weiß auch schon, was es gibt, sobald die ersten Pflaumen da sind: Die Ricotta- Pflaumen- Tarte, mir läuft schon beim Lesen des Rezeptes das Wasser im Mund zusammen.

Fazit:

Wie bereits eingehend gesagt, das Buch ist in jeglicher Hinsicht eine „runde“ Sache, die Rezepte machen selbst einem eingefleischten Koch Lust auf backen!

Für alle „Backbegeisterten“ ist das Buch ein absolutes „Muss“ und für die jenigen, die so wie ich, den süßen Dingen nicht abgewandt sind, auch Ihr solltet es Euch unbedingt ansehen!

Wein erleben !

Was gibt es schöneres, als ein frisch zubereitetes Essen mit einem guten Wein abzurunden? Tom und weinerleben finden: eigentlich nichts!

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Und aus diesem Grund freuen wir uns in der Community von Toms´ Kochbuch Blog auch unser Vorhaben vorzustellen zu können. Weinerleben ist ein junges Unternehmen, dass künftig kleine exklusive Veranstaltungen rund um das Thema Wein und Genuss organisieren wird. Erleben Sie mit uns ganz besondere Weinerlebnisse, deren Fokus das Handwerk, die Passion und natürlich der außergewöhnliche Genuss sein wird.

 

Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie uns gern auf:

Web: www.weinerleben.eu

Facebook: www.facebook.com/weinerleben.eu

Twitter: https://twitter.com/weinerleben

Instagram: http://instagram.com/weinerleben

Wir freuen uns schon jetzt auf viele schöne vinophile Genusserlebnisse mit Ihnen und verbleiben einstweilen mit freundlichen Grüßen,

Ihr

weinerleben Team

Burger Spezial

Hallo liebe Foodies, Kochbuchliebhaber und Kollegen der kochenden Zunft!

Pünktlich zum Deutschland- Spiel gibt´s heute mal kein Buch, sondern ein paar Fotos von dem was es heute Abend zu essen gab:

Burgerbrötchen, selbst gebacken à la Jon Videgren, Patties 100% Beef, selbst gemacht, Balsamico- Zwiebeln, Zucchini- Antipasti mit Bärlauch- Pesto und  Kubebenpfeffer, Rucola undTomaten.

Übrigens alles aus dem eigenen Garten!IMG_1839 IMG_1840 IMG_1841 IMG_1842Tomaten. Übrigens alles aus dem eigenen Garten!

 

Von der Alp auf den Teller- Käsekultur in Vorarlberg

Hallo liebe Foodies und Kochbuchbesessenen, heute Abend gibt´s Käse, wunderbaren Vorarlberger Käse!

Wenn´s auch mit dem Fußball bei unseren österreichischen Nachbarn nicht so klappt,so haben sie doch vom Kochen und von gutem Käse reichlich Ahnung !

Die heutige Buchvorstellung kommt druckfrisch direkt aus Österreich, ein tolles Buch aus dem Löwenzahn- Verlag aus Innsbruck.

Von der Alp auf den Teller- Käsekultur in Vorarlberg, von Kurt Bracharz, Florian Mairitsch und Mike Schwarzenbacher.

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Zum Buch:

Keine Hochglanzoptik, aber wunderbare Fotos im momentan sehr modernen Vintage- Style und mit schönem, griffigem und festen Papier kommt es daher.

Der erste Eindruck war mehr als positiv, ich bin mal wieder überrascht !

Das Geleit zum Buch stammt aus der Feder eines wahren „Käseprofis“, nämlich keinem geringeren als Josef J. Rupp, dem Geschäftsführer der Privatkäserei Rupp in Hörbranz, der auch maßgeblich an der Entstehung des Buchs beteiligt war.

Die Einleitung des Buches „Was ist Käse“ ist sehr schnell beantwortet:

Käse ist Milch die erwachsen wurde, natürlich könnten wir das auch mit Nathan Myhrvold´s Worten beantworten, wie es im Buch auch getan wird, aber ganz so wissenschaftlich werden die Autoren nicht, das würde den Stil des Buches auch verfehlen.

Trotzdem geht man sehr eingehend und nie langweilig werdend, auch wieder mit wunderschönen Fotos auf das Grundprinzip der Käseherstellung ein.

Im ersten Kapitel, „Milch, Rahm und Sauerrahm“, gibt’s gleich das erste Rezepthighlight wie ich finde: Sauerrahmeis mit Fraxner Kirschen, einfach genial.

Auch hier begleiten wieder unglaublich Appetitanregende Fotos die einzelnen Rezepturen……….man schmilzt dahin und wird genötigt sofort auszuprobieren, bzw. nachzukochen.

Den ersten Rezepten folgen wieder sehr schöne und kurzweilige Geschichten zur Käserei in Vorarlberg.

Dem folgen Rezepte mit Joghurt, Buttermilch, Molke und Sig, der sogenannten Älplerschokolade, einfach nur göttlich und gaaaaaanz viele wunderbare Kalorien J

Das nächste Kapitel zeigt in eindrucksvoller Weise und wieder in sehr schönen Fotos die Arbeit auf der Alp im Lauf der Jahreszeiten, einfach wunderbar!

Das vorletzte Rezeptkapitel behandelt Sauerkäse, Topfen und Seagen, das ausgeflockte und abgeseihte Eiweiß, das nach dem Aufkochen der Molke entsteht.

Noch ein weiteres sehr schönes Kapitel behandelt das Thema Käse in der Küche.

Im letzten Kapitel geht es um Alpkäse, Bergkäse, Emmentaler und Bachensteiner, hier gibt’s Rezepte wie einen „Alpkäseschmarren“ oder „Riebeltascherln mit Emmentaler“.

Einfach nur göttliche und super zuhause nachzukochende Rezepte, die Lust auf Österreich machen!

Fazit:

Ein Muß für alle Liebhaber der deftigen, ursprünglichen österreichischen Küche!

Danke nach Innsbruck für ein fabelhaftes Buch!

Desire – Sergio Herman

So liebe Freaks der Food- Literatur und alle kochenden Kollegen, heute hat kochbuch.tips und Tom´s Kochbuchblog etwas ganz besonderes für Euch……….

Ich denke, es ist wohl das momentan meistbegehrte Kochbuch überhaupt, die Auflage ist streng limitiert und komplett vergriffen, meines Wissens nach gab es genau 400 ! Stück in englischer Sprache und hier ist eines dieser 400 J !

 Geschrieben hat´s ein wahrer Magier der Küche, ein unbeschreiblich kreativer und innovativer Mensch, Patron des wohl einflussreichsten Restaurants der letzten Jahre in ganz Europa! Nur leider Gottes hat er sein eher unscheinbares „Outlet“ am 22.12.2013 geschlossen, ein Raunen ging durch die gastronomische Welt, in den Niederlanden hatte er in allen wichtigen Gazetten die Titelseite, als bekannt wurde, daß er schließt.

 Ich nehme an Ihr alle wisst mittlerweile von wem, bzw. von welchem Buch die Rede ist:

Es ist „Desire“ von Sergio Herman aus dem Oud Sluis.

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Es fällt nicht leicht ein solches, nun ja, sagen wir einmal „Lebenswerk“ zu besprechen, da es hierfür eigentlich keine passenden Adjektive gibt, sagen wir mal dieses Werk ist einfach unbeschreiblich, so wie es die vielen wunderbaren, kreativen Explosionen auf Sergio Hermans Tellern gewesen sind!

 Zum Buch:

Hermans vorliegendes Meisterwerk ist ein Zweiteiler, im ersten Teil genannt „Recifes“, finden wir Art Werkschau, mit den fünfundzwanzig phantastischen Kreationen seines letzten Jahres, inklusive seines letzten Menüs.

Alle Gerichte sind in Sequenzen als sogenanntes Quadriptych vom genialen Tony le Duc fotografisch auf Papier verewigt und über je zwei ausklappbare Doppelseiten verteilt.

Tony le Duc verzichtet bei seinen wunderbaren Fotos ganz bewusst auf eine Art Detailfokussierung, so kommt jedem Element auf dem Foto die gleiche Bedeutung wie auf dem Teller zu, alle Komponenten greifen ineinander wie kleine Zahnrädchen und ergeben so ein Gesamtkunstwerk!

Diese Art von Fotografie ist ähnlich genial wie es Hermans Gerichte sind, alles ist perfekt aufeinander abgestimmt.

Ihr werdet jetzt sicherlich denken, Gott was müssen das für geniale und umfangreiche Rezepte sein, an genau diesem Punkt werden wir eines besseren belehrt, Rezepte gibt es keine, (zuhause wären sie auf Grund der Zutaten und Techniken nicht realisierbar und Kollegen gibt  Herman so nichts zum „Abkupfern“), aber dafür gibt es tiefe und ehrliche Einblicke in die unglaublich kreative Seele Sergio Hermans. Jedes der Gerichte hat eine Art Entstehungsgeschichte, der jeder ein Zitat vorangestellt ist, welches in irgendeiner Art und Weise in einem Konnex zu dem Gericht steht.

Herman beschreibt zu jedem Gericht, wie es zu den Inspirationen dazu kam, was er mit dem jeweiligen Gericht ausdrücken möchte und welch immensem Druck er sich dabei ausgesetzt sah.

Die emotionale Art Hermans, das zu beschreiben, betört mehr als alle Rezepte die man in dieses Buch hätte packen können, es ist fesselnd und prägnant, es macht glücklich das lesen zu dürfen!

 Band zwei, „Stories“ erweckt den Eindruck eines „Tagebuchs“ und das soll auch so sein; die Verfasserin, Mara Grimm, ist eine langjährige Begleiterin Herman´s und hat ihn für dieses Tagebuch während seines letzten Jahres kontinuierlich begleitet und interviewt.

Es beschreibt auch das „Monster“ Oud Sluis, das seinen genialen Betreiber aufzufressen droht, es beschreibt den täglichen Kampf, es dokumentiert die harte Arbeit und die Angst zu versagen. Es zeigt die Verbindung zu seiner rechten und linken Hand (Nick Bril und Syrco Bakker) und erzählt vom Pflichtbewusstsein gegenüber den Gästen und seiner Familie.

Geschrieben ist es so wunderbar ehrlich und aufrichtig, das man meint Sergio Herman würde sein tiefstes innerstes vor uns ausbreiten, es ist wunderschön das alles zu lesen!

 Dieses Buch in Augenschein nehmen zu dürfen, die Haptik des Papiers zu spüren, das Layout, der Druck, die Schrift, alles trägt einen gewissen, naja sagen wir mal „Vintage“- Style, alles ist unglaublich stimmig und schön, eben wie die Gerichte Herman´s.

Mehr möchte ich an dieser Stelle zu diesem Buch nicht loswerden, ich glaube es ist alles gesagt!

 Fazit:

Für mich ist es das begehrenswerteste Buch des Jahres 2014 !

Ducasse Nature von Alain Ducasse und Paule Neyrat

Ducasse- wem von uns Profi- Foodies sagt diese Name nichts……Das Louis XV in Monaco ist für mich auch einer der sogenannten „once in a Lifetime“- Hotspots……. genau er hat hat eine wunderbare neue Serie von Kochbüchern veröffentlicht und heute gibt´s bei Tom´s Kochbuchblog, bzw. bei kochbuch.tips das erste davon.

Geschrieben hat´s selbstverständlich der grandiose Alain Ducasse zusammen mit Paul Neyrat und Christophe Saintagne, für die Fotos ist Francoise Nicol zuständig und erschienen ist es im Walter Hädecke Verlag.

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 Hier geht´s direkt zu Hädecke und Ducasse.

Das Buch schlägt in gewisser Weise eine Brücke von Ducasse` Philosophie zu kochen zur einfachen „bodenständigen“ saisonalen Küche.

Entstanden ist hier ein wunderbares Werk mit rund 190 Rezepten, welches eine, wie bereits gesagt saisonale und gesunde Ernährung mit der Raffinesse der französischen Küche verbindet.

Ich finde das hier vorliegende Prachtstück ähnelt in gewisser Weise ein klein wenig einem bereits vor längerer Zeit erschienen Werk von Ducasse, welches er zusammen mit der göttliche Sophie Dudemaine veröffentlichte.

Es ist witzig, sehr ansprechend gestaltet und wie in der heutigen Zeit so oft dem wahren Genuß der einfachen Dinge gewidmet und das ist auch gut so! Viel zu lange führten Lebensmittel wie Hirse, Quinoa, Linsen oder unsere klassischen Gartengemüse ein Schattendasein !

Viele vergessene, ursprüngliche Aromen werden neu aufgespürt, Ducasse macht in eindrucksvoller Weise klar, wie wichtig eine gesunde Ernährung für eine hohe Lebensqualität ist.

Kapitel wie Vorratskammer, Pasten, Saucen & Dips, Getreide, Suppen, Gemüse, aus dem Meer, vom Land und Desserts machen unglaublich neugierig zu erforschen was sich der Grand Maître wieder hat einfallen lassen.

Den phantastischen Rezepten merkt man immer wieder Ducasse` Wurzeln bei Michel Guérard an, sie kommen in einer unbeschreiblichen Leichtigkeit und begrenzt auf wenige Zutaten daher, so wird auch einfach wieder das Hauptprodukt einer Speise gewürdigt und nicht von unzähligen anderen Aromen umspielt oder verdeckt.

Mir ganz persönlich haben es Rezepte wie die geschmorten Gemüse mit Vanillearoma, das wunderbare Cassoulet oder der Pollack mit Chinakohl und Radicchio ganz besonders angetan, sie zeigen einfach die Genialität von Alain Ducasse in seiner ganzen Breite auf.

Zu jedem Rezept gibt es kurze Zitate als Randbemerkung der beiden Autoren, teils sind es Verarbeitungsbeispiele, oft aber auch Wissenswertes und interessantes zur jeweiligen Hauptzutat.

Wie immer werde ich an dieser Stelle nicht mehr verraten, nur soviel sei noch gesagt:

Das Buch, bzw. die ganze Serie ist einfach wunderbar geworden.

Fazit:

Für alle Freunde der leichten, gesunden und mediterran angehauchten Küche ein absolutes „Must Have“.

Prädikat:

Wunderbar!

Kochbücher. Küche. Genuss. Kochen.