Restaurant Herz und Niere

Hallo Ihr Genussmenschen, Dauerkocher und Kochbuchfreaks!

Heute gibt es ein ganz besonderes Kochbuch, eines das quasi noch seinesgleichen sucht. Von dieser Art gibt es wirklich nur ganz wenige auf dem Markt. Es geht ums „Nose to Tail eating“, darum einfach alles von einem geschlachteten Tier zu „verwerten“ und nichts achtlos wegzuwerfen und um ein total geniales Berliner (Kreuzberger) Restaurantkonzept und natürlich um etwas noch viel wichtigeres, um Respekt vor Lebensmitteln !

Also, hier ist das Prachtstück aus Ralf Frenzels Tre Torri Verlag:

Copyright (c) by Tre Torri Verlag
Copyright (c) by Tre Torri Verlag

Restaurant Herz & Niere

Unser Kochbuch

Christoph Hauser / Michael Köhle

Tre Torri Verlag, Wiesbaden

240 Seiten | zahlr. Farbfotos

28,0 x 29,0 cm | Hardcover

ISBN 978-3-944628-81-3

€ 49,90

So, ein ganz bekannter in England hat es ja bereits vorgemacht, Fergus Henderson mit seinem „Nose to Tail eating“ und es ist umso schöner, das man sich auch in unseren Breiten endlich mal an so ein Konzept heranwagt! Mit Ihrem Herz & Niere- Konzept setzen die beiden Jung-Gastronomen Christoph Hauser und Michael Köhle neue Maßstäbe in der Berliner Gastro-Szene!

Natürlich wird das meiner Meinung nach ein „Nischenkonzept“ bleiben, da hier einfach bei vielen in der Bevölkerung der „Igitt-Faktor“ einfach viel zu hoch ist und sie sich niemals an saures Lüngerl, Milz oder Kutteln heranwagen würden. Aber richtig zubereitet sind das wahre Delikatessen!

Zum Buch:

Unterteil ist es sehr schön in die vier Jahreszeiten (auch mit farbigem Buchschnitt) und natürlich geht es nicht nur um Innereien, es geht um Gemüse, um Beerenfrüchte um Fisch und um Obst & Nüsse im Lauf der Jahreszeiten, aber natürlich auch um besondere, oder sagen wir mal in Vergessenheit geratene Fleischstücke wie Herz, Leber, Kutteln, Gänseklein, Zunge und Hirn!

Es wird entsaftet und eingemacht was der Acker und die ackernahen Gewächse und Sträucher hergeben, es wird Maibocksalami gemacht und es gibt Bachforelle aus dem Lindenblütensud. Das Zickleinragout mit Tomate und Gemüse hat es mir derart angetan, daß ich mir beim Metzger meines Vertrauens eine Zickleinkeule bestellt habe um das Rezept auszuprobieren.

Aber natürlich gibt es auch Leber, Herz, Niere, Milz & Co. in Form von gebratenen Maltbrot-Milz-Knödeln im Traubenfond, Wels und Kalbsmaske mit Buchenpilzen oder Kutteln in Rieslingsektsauce mit Kohlrabi und Goldforelle und noch viele weitere wunderbare Rezepte/Gerichte.

Ich finde dieses Restaurantkonzept und dieses Buch einfach wunderbar, auch wegen der konsequenten Umsetzung durch Christoph Hauser & Michael Köhle, das einzige was hier noch gefehlt hat, ist dieses Kochbuch dazu! Wie bereits eingehend gesagt, es geht auch um saisonales, regionales und vor allem hausgemachtes und den wichtigen Respekt vor Lebensmitteln, der in der heutigen Zeit leider allzu oft verloren gegangen ist!!

Fazit:

Ich finde das Buch ist eine absolut spannend-kreative Anleitung zur kulinarischen Nachhaltigkeit!

Chapeau meine Herren für dieses Meisterwerk!

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