Schweizer Alpküche

Für viele Schweizer aus dem sogenannten Unterland ist sie eine Art Sehnsuchtsort, die Alp, verbunden mit der Schweizer Alpküche. Das ist traditionelle Schweizer Küche, wie sie bodenständiger nicht sein kann.

Beginnen wir die heutige Buchbesprechung mit einem Zitat der Autorin:

„Das Leben auf der Alp ist einfach, aber gut. Man beschränkt sich auf die wirklich wichtigen Dinge und stellt erst im Herbst, nach der Rückkehr ins Tal wieder fest, von welchem Überfluss wir umgeben sind. So erleben wir immer wieder, dass man mit weniger Luxus genauso glücklich sein kann – es ist eine Frage der Betrachtung, was wirklich zählt!“

 Heute geht es wieder einmal um „Alpinküche“, die ich wegen ihrer Einfachheit, ihrer Authentizität, ihrer Bodenständigkeit und ihrer wirklich immer auf das wesentliche reduzierten Art so sehr schätze!

Und hier jetzt endlich das Buch:

Copyright © by AT-Verlag/ Schweiz

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Margrit Abderhalden

Schweizer Alpküche

100 Rezepte, einfach, traditionell, währschaft

AT-Verlag

160 Seiten, über 100 Farbfotos

Gebunden

ISBN 978-3-03800-876-7

  29,95

Kochen und essen auf der Alp, das ist aufs wesentliche reduzierte, kräftigende, aber auch schnelle und vor allem sättigende und nahrhafte Küche, deren Grundlage zum einen lagerfähige Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Teigwaren und Kartoffeln, die im Frühjahr auf die Alp mitgenommen werden sind. Zum anderen natürlich auch die Lebensmittel, die auf der Alp selbst produziert werden: Milch, Alpkäse, Rahm, Butter, Joghurt und Quark.

Copyright © by Toms Kochbuchblog/ kochbuch.tips

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Daraus sind über Generationen überlieferte, traditionelle Gerichte entstanden, wie Älplermagronen, Zunne oder Nidlechueche – währschafte, das heißt solide, reelle und nahrhafte Speisen für die hart arbeitenden Älpler.

Verfeinert und bereichert werden sie heute mit Wildkräutern, etwas Gemüse, Früchten und Pilzen und ab und zu mit einen Stück Fleisch, das aber naturgemäß eher selten!

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Zum sorgsamen Umgang mit der kostbaren Nahrung gehört, das alles verwertet und Reste nicht weggeworfen werden; daher ist auch im Buch ein ganzes Kapitel süßen und pikanten Speisen aus altbackenem Brot gewidmet. Das ist Slow-Food und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, alle schreien sie heute danach, alle wollen es sein, aber keiner macht sich wirklich Richtig Gedanken zu diesem Thema, eben nur weil es gerade „modern“ ist. Hier in diesen Regionen, wird dieses Thema schon seit Jahrhunderten „gelebt“, das ist einfach wunderbar und auf eine ganz besondere Art und Weise eben auch unglaublich köstlich!

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Ganz nebenbei erfährt der Leser eben auch noch sehr vieles über das Leben auf der Alp – Die Autorin Margit Abderhalden, ursprünglich aus dem Emmenthal, lebt heute als Bäuerin mit Mann und drei Kindern im Toggenburg (Kanton St. Gallen/ Schweiz).

Seit 2011 verbringt die Familie mit 90 Kühen, 170 Rindern und einigen Schweinen den Sommer auf der Alp Malbun auf 1400 m.ü.d.M. Zur Alp gehören eine Käserei und ein Alpbeizli.

Aus dem Inhalt:

  • ·      Vorwort
  • ·      Salat
  • ·      Suppe
  • ·      Hauptgerichte
  • ·      Fleisch
  • ·      Rezepte mit altbackenem Brot
  • ·      Süsse Gerichte
  • ·      Brot und Gebäck
  • ·      Grundrezepte
  • ·      Vorräte für gesunde und kranke Tage

Fazit:

Das ist ein Buch für alle „Alpin-Freaks“ unter Euch, die auf einfachen, aber ehrlichen und bodenständigen Genuss stehen. Es ist eben nicht nur ein Kochbuch, es erzählt eine Geschichte, die auch ein klein wenig nachdenklich beim Blick in den eigenen Kühlschrank macht! Bravo!

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