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Inside Chefs´ Fridges

Hallo Ihr Topfgucker und Herdakrobaten, nach einer echt heftigen „Herdwoche“ gibt es heute zum Feiertag mal ein total cooles (im wahrsten Sinne des Wortes) Kochbuch……..

Es geht um Kühlschränke…….aber wartet mal ab, das wird wirklich richtig cool, das Konzept hinter diesem Buch und vor allem der Verlag, der hinter diesem Buch steht, birgt wirklich für phantastische (Koch)-Bücher!

Dieses mal beginnt meine Rezension wie ein Rezept…….man nehme…….40 der besten und genialsten „Chefs“ aus ganz Europa, verabredet sich mit ihnen in deren zuhause, wirft einen Blick in deren „Fridges“ und mache daraus ein phantastisches Kochbuch, einfach, anders, wunderbar!

Und hier ist es :

 

Copyright (c) by TASCHEN
Copyright (c) by TASCHEN

Adrian Moore, Carrie Solomon

Inside Chefs´ Fridges

40 europäische Spitzenköche öffnen ihre 

privaten Kühlschränke

Auflage 2015, 328 Seiten

Erschienen bei TASCHEN

ISBN 978-3-8365-5352-0

€ 39,99 (D) CHF 54,90

 

Also, was soll ich zu einem solchen Buch sagen oder schreiben??? Als ich die Vorankündigung bekam, war ich sofort Feuer und Flamme !

Welchen Gastro-Freak oder versierten Hobbykoch interessiert es nicht, was 40 der besten europäischen Köche in ihren Kühlschränken verbergen……!?!?

TASCHEN hat sich auf den Weg gemacht zu Daniel Achilles in Berlin, Inaki Aizpitarte in Paris, Massimo Bottura in Modena, Sven Elverfeld in Wolfsburg, Klaus Erfort in Saarbrücken, Fergus Henderson in London, Sergio Herman in Antwerpen, Pierre Hermé in Paris, Douce Steiner in Sulzburg, Marco Pierre White in London und vielen weiteren um herauszufinden, was da zu Hause (meistens Nachts) am heimischen Herd so „entsteht“.

Vor allem, so finde ich gewährt dieses Buch nicht nur den Eindruck in die Kühlschränke derer, die sich gutem Essen verschrieben haben, es gewährt auch Einblicke in ihr Leben….wer von uns kommt nicht abends um elf oder zwölf nach Hause und verspürt nach einer Phase des Entspannens und „runterkommens“ noch einen gewissen Appetit….., mir jedenfalls geht es so und vielen anderen Herdakrobaten von Euch wahrscheinlich auch.

Jetzt aber zum grundsätzlichen:

Zu jedem Koch gibt es ein ganzseitiges Foto, ein sehr schönes „about“, natürlich eine ganzseitige Fotografie seines „Fridge“, eine Illustration desselben, mit allem was er so hortet und zwei wunderbare Rezepte und deren Fotografien!

Die fotografische Umsetzung des Konzeptes lag absolut unverkennbar bei Carrie Solomon, ihre fotografische Handschrift ist einfach unverkennbar. Es gibt nur ganz wenige, die es auf solch beeindruckende Art und Weise, vor allem ohne große Effekthascherei schaffen, wunderbares Essen in Szene zu setzen.

Rezepte werde ich heute und hier keine verraten, ich möchte Euch dieses Buch einfach nur „ans Herz legen“, es ist einfach genial geworden!

 

Was ich fast vergessen hätte, das Vorwort dieses Prachtstücks stammt übrigens von Nathan Myhrvold, er sollte mittlerweile jedem ein Begriff sein…….

Fazit:

Ein Buchkonzept wie es mal wieder seinesgleichen sucht! Das Ergebnis einer Spurensuche?!?! Typisch TASCHEN! Einfach phantastisch!

Never Trust a Skinny Italian Chef – Massimo Bottura

Hallo Ihr Gastro-Freaks und Kochbuchjunkies da draußen, ich hoffe Ihr habt das neue Jahr nach dem Silvestermenu ein wenig stressfreier angehen lassen.

Wenige Tage ist es erst alt das neue Jahr, und wir beginnen gleich mit einem Hammer-Kochbuch. Es ist kein alltägliches, es ist auch nichts für den Hobbykoch zu Hause, aber es ist etwas für uns Gastronomiefreaks und für alle Kochbuchverrückten!

Es ist eines der Bücher, die Sammlerherzen wie das meine heftigst schlagen lassen, da es einfach in jede gute Sammlung gehört (so lange es noch zu kaufen ist)

Yeah, und hier ist es……..Vorhang auf für :

Copyright (c) By Phaidon
Copyright (c) By Phaidon

Never Trust a Skinny Italian Chef von Massimo Bottura, erschienen bei Phaidon.

 

Nun ja, wie es bei solchen Büchern eben nun einmal ist, man hört, daß es erscheint und denkt sich nur das eine, ich will das sofort haben, so auch bei diesem ganz besonderen Kochbuch! In dunklem weinrot und mit goldenen Lettern kommt es daher, ein bischen erinnert es an einen anderen ganz großen, an Escoffier, aber es ist anders, ganz anders!

Es ist kein Kochbuch um zuhause daraus zu kochen, das wäre auf Grund der vielen benötigten Gerätschaften wie Rotationsverdampfern und sonstigem TeQuipment der Molekularküche auch gar nicht möglich, es sei denn man hat ein komplett von Nathan Myhrvold ausgestattetes „Coooking Lab“ im Keller!

Nein, es ist viel mehr eine Hommage an die klassische italienische Küche, nur dieses mal sehr modern interpretiert, mit allen Technischen Möglichkeiten der molekularen Küche.

Ihr werdet jetzt sagen, das ist doch mittlerweile schon ein ausgelatschter Schuh, nein ich finde das ist er nicht, da den wirklich wenigen wahren Meistern dieser Art zu kochen immer wieder neue Tricks und kniffe aus der Forschung in die Hände fallen.

Man könnte jetzt eine Grundsatzdiskussion zum Thema „Was hat das noch mit kochen zu tun“ starten, aber das ist nicht Sinn und Zweck meines Blogs. Mir geht es hier einfach nur darum, Euch dieses Buch vorzustellen, es ist einfach auf eine ganz besondere Art und Weise genial.

Mario Batali sagt über Bottura und seine Osteria Francescana in Modena „er ist der Jimi Hendrix der italienischen Küchenchefs“, das lasse ich mal so stehen, ich finde er ist dank Ducasse und Adrià zu einem der ganz großen „Dreisterner“ geworden, obwohl er meiner Meinung nach auch nur zum rechten Zeitpunkt auf den molekularen Zug aufgesprungen ist! Aber Chapeau, alles richtig gemacht!

Natürlich stellt er die italienische Küche sagen wir mal „auf den Kopf“, er verwendet Techniken die früher einfach so nicht zur Anwendung kamen, er ist unglaublich innovativ, kreativ und neugierig-verrückt, ein bischen auch ein Freak, aber allen voran ist er eines, er ist genial.

Er hat seinen Weg gefunden, obwohl seine Wurzeln eigentlich in der klassischen französischen Küche liegen, hat er sich dann was die Ausrichtung der Küche angeht doch irgendwann wieder auf seine italienische Heimat besonnen!

Und trotz allen Unkenrufen der letzten Jahre die da lauteten wie „wackelnde Avatgarde“ um hier nur eine zu nennen, nicht umsonst gehört Bottura nach wie vor zu den 50 Best Restaurants of the World und das jetzt seit 6 Jahren, dieses Jahr im zweiten Jahr in Folge auf Platz 3!

Ich denke auch allen Unkenrufen zum Trotz, hat Bottura mit diesem phantastischen Buch seinen Platz und seine Berechtigung in den Buchhandlungen dieser Welt gefunden.

Die Gerichte werde ich hier nicht beschreiben, dieses Buch ist wie Botturas Küche einfach Kunst, bzw. ein Kunstwerk. Diese wunderbare Kreativität drückt sich in Kunstwerken auf dem Teller wie „Die Dame und ihr Ritter“ (der knusprige Teil der Lasagne) aus.

Ganz ehrlich muss ich zum Schluß noch eingestehen, das ich nie ein Freund dieser Art zu „kochen“ werde, ich bin einfach nur ein technikbegeisterter Küchenchaot, der verrückt nach Kochbüchern ist und seine Kochmütze vor dieser, wenn auch vielleicht etwas anderen Art der Kreativität zieht!

Fazit:

Das Buch ist ein Muss für jeden Kochbuchfreak! Wunderbar!