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The Bread Exchange

Hallo Ihr Genussmenschen und Brotliebhaber, zum Wochenbeginn gibt es die Neuerscheinung einer weitereilten, in der Modebranche tätigen Hobby-Brot-Back-Süchtigen. Es geht um die ganze Welt mit einem Sauerteig im Gepäck – in wunderbaren Geschichten und phantastischen Rezepten.

Hier ist sie: Malin Elmlid, Reisende, Bäckerin und Gründerin von The Bread Exchange Project. In Ihrem Buch erzählt die schwedische Autorin von ihren Reisen – immer den Sauerteig im Gepäck – unter anderem in den Sinai, nach Kalifornien, Antwerpen, Kabul oder New York. Geprägt sind ihre Reisen natürlich durch das Brot backen und tauschen und das Sammeln von Erfahrungen mit und zwischen den verschiedenen Kulturen.

So und hier ist es jetzt endlich:

Copyright © by Prestel-Verlag
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Malin Elmlid

The Bread Exchange

Prestel- Verlag

240 Seiten, viele Farbfotos

Gebunden, Pappband

Erschienen 29.02.2016

ISBN: 978-3-7913-8211-1

€ 29,95

 

Nun ja, ich muss ja zugeben, da habe selbst ich ein phantastisches Projekt mit dem Namen „The Bread Exchange“ übersehen. Es gibt es ja auch schon seit 2008, aber ich bin ja nun auch erst seit Mitte 2013 in der Bloggerszene aktiv insofern es mein Job zulässt.

Und was Malin Elmlid hier geschaffen hat, ist etwas ganz phantastisches. Früher in der Modebranche tätig entdeckte sie irgendwann ihre Liebe zu dem unbekannten Wesen Sauerteig und begann zu backen. 2008 legte sie los, mit ihrer Suche nach dem perfekten Brot….. und brauchte natürlich einige Zeit, bis sie für sich den perfekten Teig gefunden hatte. Als die Brote immer besser wurden, begann sie an Freunde und Bekannte zu verschenken, da das was sie backte bei weitem ihren Eigenbedarf überstieg. So nahm The Bread Exchange ihren Lauf, und zwar ab dem Moment an dem aus weitergeben/ verschenken nämlich tauschen wurde. Der Blog entstand und jedes einzelne Brot bekam durch seine besonderen Zutaten und die Geschichte dazu eine Seele, so auch ihr hier vorgestelltes Buch. Liest man immer weiter im Buch (ich kann es seit Samstag Abend nicht mehr aus der Hand legen) so spürt man den tiefen Sinn und die Philosophie die hinter Malin Elmlids wunderschönen Geschichten steht, nämlich etwas zu geben und vielleicht von einem anderen etwas zu bekommen, dem genauso viel daran gelen ist, wie Malin Elmlid an ihren Broten! Obwohl es nie ihre Absicht war, etwas dafür zu bekommen, war es für sie umso toller zu sehen, wie ihr „Projekt“ zu funktionieren begann!

Die Menschen, die sie getroffen hat, wurden genauso zum Teil von The Bread Exchange, wie es jetzt dieses Buch geworden ist. Ein wenig geht es in diesem Buch auch um uns alle, um unsere Begeisterung für inspirierende Dinge und Menschen, und wohin sie uns führt. Sie macht glücklich, sie ist der Motor unseres täglichen daseins, bei allem was wir tun!

The Bread Exchange ist mehr als nur ein Lese-Koch- Buch, es ist die Geschichte einer ganz wunderbaren Frau, einer Vision und ihres Projektes. Es sind sehr einfache Rezepte, nicht nur Malins eigene, sondern auch ganz besondere Rezepte ihrer „Tauschpartner“, Rezepte die etwas darstellen, Rezepte die für diese Menschen etwas ganz wertvolles sind. Rezepte die inspirierend sind, genauso wie es kochen sein soll, Rezepte die Freiraum für eigene Interpretationen lassen, in ihren Zutaten nicht begrenzt, sondern offen für neues. Magst Du eine Zutat nicht, so lass sie einfach weg, oder füge eine andere hinzu, mit Sicherheit wird das Ergebnis anders, aber vielleicht wird es sogar besser! Das ist die Seele des Kochens; Liebe, Hingabe und Kreativität! So und nicht anders muss es sein!

The Bread Exchange ist ein Hobby, kein Unternehmen, es gibt keine

Copyright © by Susanne Schramke
Copyright © by Susanne Schramke

andauernden Geschäftsbeziehungen, es ist ein perfektes Beispiel für Gegenseitigkeit und gleichgewichtiges Geben ohne einen materiellen Wert. Schön finde ich eine grundlegende Äußerung von Malin Elmlid: „Es klingt vielleicht klischeehaft, aber mit dem Vorsatz zu geben und zu teilen, wird das Leben auf lange Sicht reicher werden“……dem ist nichts hinzuzufügen liebe Malin!

Die Rezepte:

Natürlich geht es ums Brot, aber wie bereits gesagt, da ist noch so vieles mehr, von der schwedischen Flusskrebs-Party, über den bayerischen Brunch, den Nachmittag auf einer Dachterrasse in Brooklyn mit Ceviche und dem perfekten Burger, bis hin zu Mittsommer, Belgischen Waffeln aus Lüttich oder dem Trip in die Heimat des weißen Sauerteigs (yeah, Roggenbrot à la Tartine) nach San Francisco (und hier gibt es dann endlich auch mal wieder wunderbares italienisches „früher-mal-arme-leute-Essen“ in Form von Caponata), alles Rezepte, die unglaubliche Lust auf einfachen, bodenständigen und phantastischen Genuss machen.

Fazit:

Malin Elmlid ist endlich da, ich beneide sie um das was sie da geschaffen hat, nicht nur The Bread Exchange ist ein unglaubliches Projekt, sondern jetzt auch endlich ihr Buch, ich liebe es einfach!

Vielen Dank für dieses Buch mit ganz viel Seele!

Brot

Hallo Ihr Buch-Gourmets und Brotliebhaber!                                           Zum Sonntag Abend gibt es mal wieder Feinstes aus Deutschland! Es geht endlich einmal wieder um unsere einzigartige Brotkultur und natürlich um ein nagelneues Buch zu diesem Thema.
Der erste Blick auf das Cover verrät, Jochen Gaues und Thomas Ruhl; der eine der wohl schrillste Typ seines Handwerks, der andere Herausgeber der Port Culinaire und einer, der meiner Meinung nach, besten Food-Fotografen überhaupt!
Hier ist es:

Copyright © by Edition Fackelträger-Verlag
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Jochen Gaues
Brot
Edition Port Culinaire/Fackelträger Verlag
Hardcover
208 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
Format 24 x 28 cm
Erscheinungstermin März 2016
ISBN 978-3-7716-4605-9
€ 29,99

Man muß die teils sehr unkonventionelle Art zu backen von Jochen Gaues wohl mögen, denn schließlich ist er für seine zum Teil sehr dunklen Brote deutschlandweit, wie auch in der Spitzengastronomie, bekannt. Ich habe mich in den letzten Tagen sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt und einige gute Gespräche geführt (jetzt fange ich wieder an zu sinnieren). Natürlich ist es ganz fantastisch wie Jochen Gaues backt- so ganz ohne Zusatzstoffe und Backhilfsmittel. Doch eine Frage stelle ich mir dabei: Bis zu welcher Betriebsgröße funktioniert dieses wunderbare Konzept? An wie vielen Standorten wird produziert? Wie gläsern, kontrollierbar und sicher ist dieses System?
Seht es mir bitte nach, dass ich dieses Konzept auch mal etwas kritisch betrachte. Wer weiß denn heute schon noch genau, was in dem was wir täglich zu uns nehmen drin ist??
Aber jetzt endlich zum Buch von Jochen Gaues und Thomas Ruhl:
Jochen Gaues, Selbstvermarktungsgenie und Free-Style-Bäcker par excellence, Thomas Ruhl einer der besten Food-Fotografen unserer Zeit. Zwei Männer. Eine Idee. Herausgekommen ist ein phantastisches Buch zur deutschen Brotkultur!
Jochen Gaues lüftet das Geheimnis um seine legendäre Brotbackkunst, der auch schon unser Ex-Bundespräsident Wulf verfallen war.
Er ist der bekannteste Bäcker der Republik und Zweifels ohne einer der Besten. In diesem Buch weiht er uns in das Geheimnis um seine besten Rezepte und seine phantastische Brotbackkunst ein. Vom lecker knusprigen Kürbiskern-Quark-, Ox- und Gersterbrot über Rheinischem Schwarzbrot, Irish Soda Bread, Schokocroissants und Laugenbrezeln.
Brot einfach selbst backen – Jochen Gaues zeigt wie es funktioniert!
Das Buch ist ein wahres Prachtstück kulinarischer Literatur, ganz im Stile des Perfektionisten Thomas Ruhl. Das riecht mir ganz schwer nach einer Auszeichnung durch die GAD oder bei den World Cookbook Awards des Monsieur Cointreau. Ein verdienter Lohn für diese tolle Arbeit wäre es allemal!
Phantastische Fotos und umfangreiches Know-How, tolle Warenkunde und die Rezepte von Jochen Gaues machen aus dem Buch das, meiner Meinung nach, bisher einzigartigste Gesamtkunstwerk zum Thema Brot !
Aus dem Inhalt:
• Brot von Gaues
• Die Geschichte des Brotes
• Alles über getreide
• Mühlen und Mehle
• Der Teig
• Backen und Aufbewahren von Brot
• Gaues´ Backwerke
• Abseits der Gaues´schen Backstube

Ein wirklich sehr schönes Kapitel ist „Brot von Gaues“, hier erfährt der Leser ganz viel über die Philosophie und Arbeitsweise von Jochen Gaues, was ich sehr faszinierend finde. Er erzählt wie er seinen Sauerteig hegt und pflegt, inwieweit „Brot-Retouren“ wiederverwertet werden und so dem neuen Brot schon im Rohzustand das Aroma von gebackenem Brot und die nötigen Röstbitterstoffe verleiht und philosophiert über seine schwierige Zeit zwischen Erfolg und Ablehnung.
Fazit:
Das Kompendium für Brotfreaks und solche dies es noch werden wollen! Es ist genial geworden! Unbedingte Kaufempfehlung für alle Gerne-Bäcker!

Resches Gewürzbrot

So, Ihr Koch-, Back- und Buchfreaks, heute gibt es wieder was für die backende Fraktion unter Euch………

Ein geniales Rezept eines Brotes, das ich unglaublich mag! Es erinnert an Bayern, an Südtirol, ans Vinschgau……einfach phantastisch!

Gefunden hab ich das Rezept bei einer bloggenden Freundin, Katharina, vom Blog „ Die Wortspielerin“ und mir dort das Rezept auch heruntergeladen. Vielen Dank Du liebe für den Tip!

Katharinas Blog solltet Ihr Euch übrigens unbedingt mal ansehen, es lohnt sich wirklich und der Name ist Programm !

Naja und einen Großteil der Zutaten hatte ich ja im Haus (und dieses mal sogar das 550er Mehl, yeah)!

Bei einer Zutat hat sogar mein relativ gut bestückter Gewürzschrank gestreikt, dem Schabzigerklee, dem klassischen Gewürz des Vinschgauers, aber auch das war kein Problem, im nächsten Bioladen angerufen und siehe da, man hatte gemahlenen Schabzigerklee vorrätig, wunderbar!

Hier das von mir gaaaaanz leicht abgeänderte Rezept:

Zutaten:

  •  1 EL Kümmel
  • 2 TL Fenchelsamen
  • 2 TL Koriandersamen
  • 1 TL Tellycherrypfeffer
  • 2 TL Bärlauch, getrocknet
  • ¼ TL Brotgewürz
  • ¼ TL Schabzigerklee (oder: Brotklee)
  • 200 g Roggenmehl
  • 300 g Weizenmehl
  • 1 Pä Trockenhefe
  • 1 TL Malden Sea Salt
  • 125 g Sonnenblumenkerne, trocken geröstet
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Essig, weiß
Copyright © by Toms Kochbuchblog/ kochbuch.tips
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Zubereitung:

  •  Gewürze fein mörsern
  • trockene Zutaten alle mit dem Schneebesen gut vermischen
  • Essig und Wasser vermischen
  • Ofen auf 100°C vorheizen
  • Backblech mit Backpapier oder SilPat-Matte vorbereiten
  • Wasser-Essig-Mischung zum Teig geben und cirka 3 Minuten in der Kitchen Aid laufen lassen, oder wer es für die Oberarme braucht selbst kneten
  • den Teig zu einem ansehnlichen Laib formen (ich hab ein Gärkörbchen und hab es einfach da rein gelegt und
  • im Backofen bei knapp 100°C für 30 Minuten gehen lassen
  • nach 30 Minuten aus dem Gärkörbchen (wie gesagt, es geht auch ohne) aufs Backblech stürzen und für weitere
  • 40 Minuten bei 210°C backen
  • nach Ablauf der Backzeit das Brot im ausgeschalteten Ofen noch für 10 Minuten rasten/ ruhen lassen
Copyright © by Toms Kochbuchblog
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Das Ergebnis kann sich denke ich sehen lassen! Ein wunderbares geschmackvolles und gesundes Brot mit nahezu perfekter Krume ist da entstanden!

Copyright © by Toms Kochbuchblog/ kochbuch.tips
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 Viel Spaß beim Nachbacken.

 Anmerkung:

Ich hab es jetzt nur mit Sonnenblumenkernen gebacken, aber hier sind dem Geschmack und der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt, in dem Falle gilt die einfache Regel „Lecker ist was Euch Spaß macht“……..

Es geht mit allen Kernen, Dinkel, Kürbiskerne, Sesam, Nüsse……

Brote einfach handgemacht

So Ihr lecker Bäcker und Brotbackfans (da zähle ich mich als Koch übrigens auch dazu),

heute gibt es mal ein Buch für Euch @ Toms Kochbuchblog.

Es ist noch druckfrisch und fast auch noch warm, wie ein frisches Brot aus dem Ofen und es ist momentan noch das einzige seiner Art, welches sich derart ausführlich und detailliert mit der revolutionären „No knead“-Methode des Brotbackens beschäftigt!

Und hier ist es:

Copyright © by Toms Kochbuchblog
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Kirsten Skaarup

Brote – einfach handgemacht

Edel- Verlag Hamburg

72 Seiten Hardcover

mit 70 Abbildungen

ISBN 978-3-8419-0422-5

€ 12,95

Da ist wirklich ein neuer, weltweiter Trend entstanden, Brot backen ohne mühsames kneten !

Und mit der No-Knead-Bread-Methode bekommt es fast jeder hin, das Geheimnis liegt hier einfach in der langen Fermentation des Teiges und in der hitzebeständigen Form mit Deckel (oh mein Gott, endlich hab ich einen Grund mir eine Staub oder Le Creuset zu kaufen) !

Kirsten Skaarup zeigt umfassend und leicht verständlich wie das alles funktioniert.

Neben der ausführlichen Einführung in die „No-knead-Materie“ und einer detaillierten Anleitung für den Grundteig mit den verschiedenen Mehlsorten enthält das Buch 45 absolut gelingsichere Rezepte.

Die Geschichte des „No-Knead-Bread“ nahm wie viele Dinge ihren lauf in den USA der 70 er Jahre, ein Hippie träumte vom besten Brot der Welt, aber zuhause und mit einfachsten Mitteln, nicht mit aufwendiger Bäckereitechnik gebacken…….eine Idee, die jetzt bereits hunderttausende um den ganzen Globus begeistert war geboren…….aber warum erst so spät dieses wunderbare Buch zu dem Thema?

Die Kapitel:

  • Zutaten
  • Grundrezept
  • Brot mit Vollkorn und Körnern
  • Helles Brot, Nussbrot und Gewürzbrot
  • Frucht- und Gemüsebrot
  • Roggenbrot
  • Brötchen, Focaccia und Pizza

Also, Ihr seht es ist für jeden Brotliebhaber etwas dabei!

Das erste welches ich definitiv ausprobieren werde, ist das Gewürzbrot, es klingt phantastisch, mit einem Geschmack, der an den Orient und 1001 Nacht erinnert.

Bin soo gespannt!

Fazit:

Das Buch ist ein absolutes Must Have für alle die jenigen, die gerne selbst Brot backen und vor allem genau wissen wollen was drin ist! Denn nur wer selbst kocht oder backt, der weiß auch was drin ist!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ganz tolle Momente mit einem wunderbaren Buch!

Brotbackbuch Nr. 2

Hallo Ihr Gerne-Esser, Dauerkocher und Lecker-Bäcker, nach einigen Tagen Pause melde ich mich mit einem nagelneuen Buch für alle Professionellen- und Hobby-Bäcker unter Euch zurück!

Und hier ist es auch gleich:

Copyright (c) by Ulmer-Verlag/ Geißler/Hollensteiner
Copyright (c) by Ulmer-Verlag/ Geißler/Hollensteiner

Brotbackbuch Nr. 2

Alltagsrezepte und Tipps für naturbelassenes Brot.

Erschienen im Ulmer-Verlag.

Lutz Geißler, Björn Hollensteiner. 2015.

272 S., 815 Farbfotos, gebunden.

ISBN 978-3-8001-8374-6.

€ 29,90

 

Endlich das Zweite seiner Art, nachdem das Brotbackbuch Nr. 1 bereits mit einer Goldmedaille durch die GAD bedacht wurde, wird diese, so denke ich auch beim Zweiten Band nicht lange auf sich warten lassen.

Das ist Brot backen in Perfektion und das nicht nur für zuhause, sondern auch für die professionellen des backenden Gewerbes unter Euch! Es müssen ja nicht immer nur Zentnerweise fertige Backmischungen sein, oder? Aber die Handwerksbäcker unter Euch wissen denke ich wovon ich rede!

Ihr werdet Euch jetzt fragen: Brot backen in der eigenen Küche?? Ja, das geht und zwar sehr gut, was nur vielen unter uns einfach fehlt ist die Zeit dafür, es muss ja leider Gottes immer nur alles „Husch-Husch“ gehen……… und am besten auch noch den billigen Discounter-Schrott, wo es die Semmel für 9 cent gibt……….Allein der Gedanke daran und diese bodenlose Frechheit mit der hierfür Werbung betrieben wird, machen mich unglaublich wütend!

Eigentlich sollen meine Rezensionen ja immer relativ neutral bleiben, hab ich mir zumindest irgendwann mal vorgenommen, aber das funktioniert leider nicht immer, zumindest dann wenn ich sehe wie ehrliches und aufrichtiges Handwerk mit einem solchen Schrott niedergemacht wird!

Aber jetzt wieder zurück zum Buch:

In diesem Buch ist wirklich für jeden etwas dabei, ob Weizen-, Dinkel- oder Roggenbrote und Brötchen, mit Hefe oder mit Sauerteig, mit praktischer und natürlich sehr förderlicher Übernachtgare oder no-knead-Brote, an alles ist gedacht und für jeden Geschmack ist auch dieses mal wieder etwas dabei!

Alltagstaugliche Grundteige lassen sich durch kleine Änderungen an die gewünschte Teigführung und Eure eigenen Zeitvorstellungen anpassen.

Unterteilt ist dieses Prachtstück der Brotbackkunst (das Brotbacken ist für mich genauso eine Art Kunst wie es bei uns Köchen das Kochen ist, insofern es ehrlich, mit Hingabe, Liebe, Enthusiasmus und Verstand betrieben wird), in einen Grundlagenteil, der zeigt, wie man mit wenigen Zutaten und einfachem Zubehör die leckersten Brote und Brötchen backen kann.

Des weiteren gibt es absolut alltagstaugliche Rezepte (auch wenn alles wirklich sehr professionell aufgebaut ist) in je vier zeitlichen und geschmacklichen Varianten mit vielen Tipps für unzählige weitere Variationen.

Insgesamt 100 Rezepte und rund 800 Fotos – für Brot in dem wir wirklich wissen was drin ist!

Vom freigeschobenen Dinkelbrot, einem wunderbaren Camembert-Brot bis hin zum Roggenschrotbrot, an alle Geschmäcker ist gebracht.

Naja und wie gesagt, sehr professionell ist es auch noch dazu, Brotfehler werden eingehend behandelt, ein ganzes Kapitel zum Schluß befasst sich nur mit der Gare, Begriffe wie Anstellgut, Nullteig, Koch- oder Brühstück und Teigausbeute werden perfekt erklärt!

Fazit:

Keine Angst mehr vorm Brotbacken, auch zuhause, das Buch ist nach eingehender Lektüre ein perfekter Begleiter für die eigene Heimbäckerei, jetzt könnt Ihr nicht mehr sagen, das dauert alles zu lange und ist zu schwierig! Mit diesem Buch ist alles perfekt planbar, einfach „Backen wenn´s passt“ !

Aufs Brot – Aufstriche und mehr

Hallo Ihr alle der Kochenden Zunft da draußen, hallo liebe Foodies!

Weiter geht´s zum Thema Brot @ Toms Kochbuchblog in Zeiten, in denen diesem uralten Handwerk viel zu wenig Beachtung beigemessen wird, da sich in die Riege der alten Handwerksbäckereien immer mehr die „Einheits-und-wir-schmecken-alle-gleich-und-sehen-auch-alle-gleich-aus“-Brote und Brötchen aus industrieller Herstellung mischen. Das ist so unglaublich schade, daher gilt es um so mehr, dieses Handwerk zu würdigen wo es nur geht!

Eine wunderbare Hommage, auch ans Brot und vor allem an das Bäckerhandwerk ist:

Copyright (c) by Toms Kochbuchblog
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Aufs Brot – Aufstriche und mehr von Maik Schacht erschienen im Matthaes-Verlag Stuttgart.160 Seiten,1. Auflage 2015, Hardcover, 275 x 200mm, ISBN: 978-3-87515-403-0, € 19,90

 

Der Autor Maik Schacht hat sich für den Leser etwas ganz besonderes einfallen lassen, wir finden ganz viele Klassiker unter den „Belegten“, aber auch exotisches, wie das vietnamesische Banh-Mi, ja so heißt es, nicht Banh-„wie“………welches seinen Ursprung eigentlich zur Zeit der französischen Besatzer hat, die Franzosen hatten „La Pain“ und die Vietnamesen die wunderbarsten, exotischen Beläge dazu! Oder wer kennt sie nicht, die „Armen Ritter“, die Mutter früher ein bis zweimal die Woche nach der Schule auch für mich machte und jedes mal gab es etwas anderes dazu, manchmal nur Zimt-Zucker, meistens aber selbst Eingemachtes.

Ich werde diesen Duft beim Nachhause kommen niemals vergessen! Ich lernte schon von Kindesbeinen an, wie wertvoll und wunderbar gutes Brot ist, manchmal gab es aus den Krüstchen auch Brotsuppe, das war dann nicht unbedingt so mein Fall……

Aber genug der Ausschweifungen, jetzt wieder zurück zum Buch.

Brot ist ein so schlichtes, aber handwerklich hochwertiges Lebensmittel, es bietet so unendlich viele Möglichkeiten auch und gerade in der „Resteverwertung“ .

Im Buch finden wir sehr viele Lieblingsrezepte des Autors, wie das unübertrefflich geniale „Bergsteiger-Frühstück“, welches schon nur beim Ansehen direkt zu einem meiner Lieblinge geworden ist! Aber auch des Autors Freunde hatten die Möglichkeit sich im Buch zu „verewigen“, wie zum Beispiel „Theo´s Pizza“, einer Fladenbrotpizza mit BBQ-Sauce, Rinderhack, Mozzarella und Tomaten.

„Köstlicherweise“ startet das Buch mit Aufstrichen, besonders zu erwähnen hier ist die „Jägerpesto“, die mich schon beim Lesen der Rezeptur mehr als neugierig machte. Findet es selbst heraus, was für eine göttliche Rezeptur das ist! Es folgen noch Leckereien wie die „Rote Ziege“, die „mediterrane Ziege“, aber auch verschiedene Chutneys und Buttermischungen! Eine entzückender als die andere. Im nächsten Kapitel „Heiß begehrt und pikant“ wird es mit dem „Männerglück“, der „Feigen-Ziege“ oder dem „überbackenen Rührei mit Thunfisch-Rillette“, lauwarm, warm oder heiß!

Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit „To-Go“-Broten, mit allerlei leckerem wie Rührei- oder Gemüse-Frittata-to-go und natürlich dem bereits oben erwähnten Banh-mi, dem vietnamesischen Klassiker.

Weiter geht’s mit dem Kapitel „Für Freunde“, hier gibt es Brot in allen Variationen, gefüllt, gebacken, frittiert, gepresst, als Brezelterrine oder als Laibchen aus der Pfanne, aber immer für Euch selbst und am besten noch für einige Freunde.

Fast am Ende angekommen gibt es natürlich noch………..na was wohl „Lecker (das sind sie aber alle) und süss“, hier ist der Brot-Zwetschgen-Auflauf das erste was ich ausprobieren werde, wenn meine Zwetschgenbäume im Garten wieder vollhängen, und da dann frische Vanillesauce dazu, das ist Hüftgold in seiner reinsten Form ! Mehr süßes verrate ich jetzt nicht, Sinn und Zweck ist es ja Euch den Mund wäßrig zu machen !

Ganz zum Schluss findet der Leser noch einige wunderbar einfach und gut variierbare Brotrezepturen und das Rezeptregister.

Eines sei hier aber noch erwähnt, was wären diese phantastischen Rezepte ohne die äußerst, naja nennen wir es mal appetitanregenden Fotografien von Matthias Hoffmann, der einen ganz großen Teil zum „Gelingen“ dieses Prachtstücks beigetragen hat!

Fazit:

Die schönsten Brotrezepte……. hier findet man sie! Chapeau Herr Schacht, so macht Brot noch mehr Spaß!