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Kartoffeln, Reis und Miesmuscheln

Hier ist sie die erste Liebeserklärung an „Ein Sommer wie damals“ aus dem Brandstätter-Verlag, Kartoffeln, Reis und Miesmuscheln oder Tiella alla barese, patate, riso e cozze. Dieses Rezept ist einfach nur zum Niederknien gut, ich frage mich jedoch ob es gleichermaßen auch mit Salsiccia und einer Sugo aus Tomaten und Weißweinen Kräutern funktioniert……ein versuch ist es allemal wert, oder?

Wünsch Euch ganz viel Spaß beim Nachkochen !

 

Zutaten:

  • 500 g Miesmuscheln
  • 100 ml Weißwein
  •  500 g Kartoffeln
  • 250 g Strauchtomaten                        
  • feines Meersalz
  • schwarzer Pfeffr aus der Mühle
  • 2 Zwiebeln
  • 1 kleines Bund glatte Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Pecorino (oder etwas milder: Parmesan)
  • 50 g Semmelbrösel
  • 8 EL Olivenöl extra vergine plus Öl zum Beträufeln
  • 200 g Risottoreis, z.B. Carnaroli
© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag
© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag

Diese eher ungewöhnliche Kombination mit Reis und Kartoffeln habe ich in Apulien entdeckt. Ein Fischer nannte mir als sein liebstes Sommergericht dieses typische Rezept aus Bari. Es ist eine Mischung aus Kartoffelgratin, Risotto und Muschelauflauf. Das Tolle daran ist, dass sich alle Aromen miteinander verbinden und die Konsistenz ineinander verschmilzt.

Den Bart von den Miesmuscheln abziehen, starke Verkrustungen mit dem Messerrücken abschaben, Muscheln abbrausen und 30 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser einlegen. Wasser abseihen und Muscheln nochmals abbrausen. Offene Muscheln aussortieren.

In einer weiten Pfanne 300 ml Wasser und Wein zum Kochen bringen. Muscheln hineingeben und offen so lange kochen, bis sich alle öffnen (1–2 Minuten). Nicht geöffnete Muscheln aussortieren. Muscheln ganz öffnen und nur die untere Hälfte mit dem Fleisch bereitstellen. Muschelsud durch ein feines Sieb passieren und bereitstellen.

Kartoffeln schälen, waschen, in 3 mm dünne Scheiben schneiden und in einer Schüssel bereitstellen. Tomaten waschen, würfeln, zu den Kartoffeln geben, salzen, pfeffern und mischen.

Zwiebeln schälen und in feine Spalten schneiden. Petersilie waschen, trockenschütteln und fein schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln. Pecorino (oder Parmesan) reiben, mit Semmelbröseln, Petesilie und Knoblauch mischen und bereitstellen.

Ofen auf 180 Grad Unter-/Oberhitze vorheizen. Olivenöl in eine feuerfeste Form geben, Boden mit den Zwiebeln auslegen. Eine Lage Kartoffeln und Tomaten einschichten, mit der Semmelbrösel-Pecorino-Mischung bestreuen. Eine Lage Miesmuscheln darauf verteilen, mit Reis bestreuen, mit etwas Sud beträufeln und mit Semmelbrösel- Pecorino-Mischung bestreuen. Restliche Zutaten auf die gleiche Weise einschichten, mit einer Kartoffellage abschließen. Mit Semmelbrösel- Pecorino-Mischung bestreuen und mit reichlich Olivenöl beträufeln.

Am Rand der feuerfesten Form den Muschelsud eingießen, er sollte bis knapp unter die oberste Lage Semmelbrösel-Pecorino-Mischung reichen, falls nötig mit Wasser strecken. Im Ofen 60 Minuten backen. Ofen ausschalten und vor dem Servieren den Auflauf 30 Minuten bei leicht geöffneter Ofentüre setzen lassen

Ein Sommer wie damals

Hallo Ihr Buch-Gourmets und kochverliebten! Das Wetter da draußen ist mehr als bescheiden, eigentlich ein wahres „ichbekommelamgsampsychischeprobleme-Wetter“, was also liegt da näher als „Dolce-vita-wohlfühl-Küche“ und das passende Kochbuch dazu??? Eine Liebeserklärung an den ersten Italien-Urlaub, Erinnerungen an damals, an Rimini, an Bibbione oder an Lignano de Sabbiadoro, an Strandverkäufer die die lauthals ihren Coccobello anpreisen, an das erste wunderbare Gelato……, quasi „Ein Sommer wie damals“……, das wäre doch was, oder???

Ich sag´s jetzt wieder in meinen Worten, „ich hab da was für Euch gefunden, ein wunderbares neues Kochbuch, mit unvergesslichen Rezepten, also quasi ein Ticket für italienisches Kopfkino, hier ist es:

© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag
© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag

 

Claudio del Principe

Ein Sommer wie damals

Brandstätter-Verlag

244 Seiten voller Urlaubserinnerungen

200 Abbildungen

Hardcover

ISBN 978-3-85033-968-1

€ 29,90

 

Ich glaube für ganz viele von uns, waren diese ersten Urlaubsreisen in den siebzigern und frühen achtziger Jahren, der erste kulinarische Kuss, die erste Begegnung mit Dolce Vita und der italienischen Küche, auch wenn wir als Kinder noch nicht soviel damit anfangen konnten. Ich könnte jetzt stundenlang in Erinnerungen verbringen, aber es geht ja um ein Buch……. und noch dazu um ein ganz wunderbares!

Es geht um Sardinen auf sizilianische Art, um gefüllten Pulpo mit Salsiccia, um Gnocchi mit Scampi und Zucchini, um Carratelli mit wildem Spinat, um frittierte Fleischbällchen, um Peperonata um wunderbare Antipasti, einfach um phantastische, bodenständige, italienische „wohlfühl-Küche“, um Cucina della Nonna………..

© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag
© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag

Auch bei diesem Buch war ich mal wieder etwas zu voreingenommen, ich dachte, naja, mal sehen was

© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag
© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag

da kommt und habe es erst einmal ein wenig unbeachtet zur Seite gelegt, aber dann, nach einigen Tagen hab ich mich dessen abends bei einem Glas Wein gewidmet und es lässt mich nicht mehr los, ich hatte wirklich lange kein so schönes, unkompliziertes und lebensfrohes Kochbuch in der Hand, das war mehr als Liebe auf den ersten Blick!

Naja und erst die Kapitel und deren wunderbare Gerichte, die lesen sich wie die Speisekarte einer kleinen römischen Hinterhof-Trattoria:

  • Antipasti –Pizze Focaccie –
  • Primi – Pasta Risotto –
  • Secondi – Fisch –
  • Secondi – Fleisch –
  • Dolci

So, Ihr Italien-verliebten Gourmets da draußen, hier gibt es ein Buch für Euch, quasi die schönsten Urlaubserinnerungen zum Nachkochen. Eigentlich wollte ich es jemandem schenken, der absoluter Italine-Fanatiker is(s)t, aber weit gefehlt, dieses Prachtstück italienischer Esskultur und Lebensfreude behalte ich selbst!

Dem Autor Claudio del Principe wurde wie vielen Italienern die Besessenheit fürs Kochen in die Wiege gelegt. Für sein Buch reiste er Erinnerungen nach und sammelte von Genova über Venezia bis nach Apulien vertraute und verlockende Rezepte, die einen italienischen Sommer perfekt machen.

Fazit:

Ich kann nur sagen „La vita è bella“!