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California Kitchen

Hallo Ihr Genusswerker, hallo Ihr Kochprofis und Genussmenschen- mit California Kitchen geht es heute endlich mal wieder über den großen Teich! Es war ein paar Wochen sehr ruhig @ Toms Kochbuchblog, manchmal geht halt nicht alles auf einmal und gewisse Dinge haben eben oberste Priorität, aber jetzt bin ich wieder da!

Unter dem Motto Peace, Love & Food nimmt uns der Autor Christian J. Goldsmith mit auf seinen außergewöhnlichen kulinarischen Trip durch das wunderbare Kalifornien.

Hier aber erst einmal den Steckbrief zum Buch:

California Kitchen
California Kitchen – Copyright © by Tre Torri Verlag Wiesbaden

 

 

Christian J. Goldsmith

California Kitchen

Peace, Love & Food

Tre Torri Verlag Wiesbaden

207 Seiten, viele Farbfotos

ISBN 978-3-9603-3007-3

€ 25

 

 

Hier bekommst Du mich……..

 

Also, wer auch immer von Euch schon einmal in Kalifornien gewesen ist, der weiß glaube ich, was ich meine wenn man beim Thema kalifornische Küche auf Adjektive wie multikulturell, crossover, vielfältig, kreativ oder wie auch immer zurückgreift.

In kaum einer Küche verschmelzen so viele Kulturen wie in der kalifornischen. Aber, allen voran natürlich die asiatische und die mexikanische Küche. Wer einmal durch das Chinatown San Franciscos „gewandelt“ ist, der wird diese hier dargebotene Vielfalt an Gemüse und Fleisch nie wieder vergessen. Hier findet man faustgroße, lebende Ochsenfrösche die man sich frisch zubereiten lassen kann, es gibt Peking Ente an jeder Ecke, Gemüsesorten, die man hierzulande wirklich nur in den besten Asia-Shops bekommt oder auch einfach nur die frischesten und besten Gemüse- und Obstsorten aus dem „Valley“.

Kalifornien betört mit einer unglaublichen Vielfalt – ich als Koch empfand das als das absolute Schlaraffenland!

Aber genug der Ausschweifungen, zurück zu California Kitchen– seinen wundervollen, sehnsüchtig machenden Fotos und den tollen Rezepten, es ist garantiert etwas für jeden dabei!

Der Inhalt:

  • Start in den Tag – Süße und herzhafte Frühstücksideen für jeden Tag
  • Auf die Hand, to go – Sandwich, Wrap & Co. – leckeres Fingerfood auf die Schnelle
  • Auf die Gabel – Trendige Salate bringen frischen Genuss auf den Teller
  • Auf den Löffel – Heißgeliebte Suppen zum Auslöffeln und Genießen
  • Veggie Time – Pfiffig-bunte Gemüsevielfalt, die Lust auf frische Veggie-Küche macht
  • Aus der Pfanne – Saftiges Fleisch, knuspriges Geflügel und umhüllter Fisch versprechen leichten Bratgenuss
  • Smoothies – Mix it – Avocado, Matcha & Co. verleihen pure Energie
  • Sweets – Zum Guten Schluss was Süßes für die Seele

Ob es der Räucherlachs-Bagel mit pochiertem Ei, die Tarte mit Erbsen und Ziegenkäse, der Classic Cesar Salad mit Garnelen, das Veggie-Curry, der Blumenkohl aus dem Ofen oder der Seelachs im Zucchini-Mantel ist, ausnahmslos alle Rezepte lassen den Leser am kalifornischen way-of-life teilhaben und machen große Lust darauf, eines nach dem anderen auszuprobieren.

Fazit:

Das ist so eines dieser Kochbücher, die man ungern aus der Hand legt, es schürt Sehnsüchte, es macht Spaß und es weckt vor allem die Lust auf tolles, unkompliziertes Essen! Ich liebes es!

Manresa – Kalifornische Küche

Hallo Ihr Kochbuchverrückten und Gastro-Junkies da draußen, hier ist mal wieder eines der Bücher, so wunderbar, das man eigentlich einen Altar dafür bauen müsste!

Heute geht es um Kalifornische Küche.

Da ist mal wieder einer der „zugewanderten“ Kalifornier, er kommt aus Pennsylvania, gelandet ist er in Los Gatos, cirka eine Stunde südöstlich von San Francisco.

Die Presse sagt über ihn er koche New Californian Cuisine, oder Französisch, oder Catalanisch, oder einfach vom Hof auf den Tisch! Ich tendiere eher zu letzterem, warum erfahrt Ihr später.

Eric Ripert und Alain Passard loben ihn in den allerhöchsten Tönen. Er ist einer derer, die nicht den „Goulasch“ aus Einflüssen diverser Länderküchen mochen und es anschließend „Fusion Coooking“ nennen.

Und hier ist es endlich:

Copyright (c) by Matthaes-Verlag
Copyright (c) by Matthaes-Verlag

Manresa – Kalifornische Küche, von David Kinch, erschienen im Matthaes-Verlag.

69,90 EUR, 336 Seiten, 1. Auflage 2015, Hardcover, 240 x 290 mm

ISBN: 978-3-87515-406-1

 David Kinch (in diesem Jahr übrigens einer der Köche des Rheingau Musik- und Weinfestivals im März) ist einer derer, welche das Wesen der Lebensmittel genauestens analysieren, er ist quasi bei allem auf der Suche nach der Essenz der Dinge, das macht ihn zu einem unglaublichen Perfektionisten in Sachen Flavour Pairing, Texturen und Geschmack!

Kinch kam mit 16 Jahren zum ersten mal als Kellner mit der Gastronomie in Berührung, er ging in die Küche, in der laut gebrüllt wurde und die Köche sich gerade mal wieder wie eine Meute wildgewordener Piraten benahm und wusste von diesem Moment an, so will ich auch sein! (Für außenstehende und „Nicht-Gastronomen“ ist so etwas schwer nachzuvollziehen, aber alle Herdgeißeln wissen wovon ich rede). Er tauschte das College gegen eine Ausbildung zum Koch und wanderte anschließend für zwei Dekaden durch die Küchen Europas, Asiens und der USA.

Seit 2002 ist er jetzt, wie eingangs bereits gesagt in Los Gatos, hat im Lauf der Jahre seinen eigenen wunderbaren Stil gefunden und wird trotz seiner Michelin-Sterne niemals der omnipräsente Mediensuperstar werden, wie es ein Mario Batali oder die anderen besternten US-Küchen-Titanen sind. Ich denke David Kinch will das auch gar nicht, das ist einfach nicht sein Ding! Kinch wird niemals der „Multi-Gastronom“ werden, der seine Läden quer über den Erdball verstreut und das ist auch gut so! David Kinch ist mehr als bereit den großen Thomas Keller in Yountville zu „beerben“, er ist einfach außergewöhnlich!

Das Buch:

Das Vorwort beweist bereits in beeindruckender Weise, das wir es hier mit einem ganz Großen zu tun haben, es stammt vom Eric Ripert und ist geradezu eine Hommage an David Kinch!

Kinch gewährt tiefe und sehr persönliche Eindrücke in sein Schaffen und vor allem in seine Philosophie. Eine phantastische „Symbiose“ finde ich Kinchs enge Zusammenarbeit mit der „Love Apple Farm“, welche das Manresa mit Obst und Gemüse stets im Wandel der Jahreszeiten versorgen. Kinch ist für mich DER Pionier der „Farm-to-table“-Bewegung. Sie schürt einfach auch wieder eine gewisse Wertschätzung den einfachen Dingen bzw. Lebensmitteln gegenüber! Das ist in meinen Augen etwas ganz wunderbares!

Gerichte wie Tomaten, Pistazien und Allium-Blüten, vereinen die ganze phantastische Vielfalt und Komplexität einer Tomatenernte mit all ihren wunderbaren und beinahe vergessenen Sorten in sich.

In den neun Kapiteln des Buches erfahren und spüren wir immer wieder auf ein neues, wie phantastisch David Kinch kombiniert, interpretiert und beispielsweise seine Erfahrungen aus den Küchen Asiens immer wieder brillant ausspielt.

Seine Interpretation der mexikanischen Menudo finde ich einfach nur gigantisch, Kutteln und Tintenfisch mit Pancetta und Majoran zu kombinieren ist einfach nur königlich!

Aber wie immer verrate ich an dieser Stelle nicht mehr, nur noch zwei, das muß einfach sein……..“Pfifferlinge mit Rosenkohl und Austern, Zitrusfrüchte“ oder „Risotto von dicken Bohnen mit Steinpilz-Confit“ ………..lasst es Euch auf der Zunge zergehen!

Kinch wird niemals ein Mainstreamler sein oder werden, er such für sich immer die besten Techniken und Methoden raus, egal ob sie gerade modern oder ultratraditionell sind! Das erachte ich als wahre Größe und das was man einen „eigenen Stil“ nennt.

Kinchs Desserts möchte ich hier nicht mehr kommentieren, dessen sehe ich mich außer Stande, bzw. fehlen mir hierfür die passenden Adjektive………

Fazit:

Ein Buch für Liebhaber, ein Buch für Gastronomen, ein Buch für alle die Wissen wie lang und hart ein 17 Stunden Tag in einer Küche sein kann, ein Buch für Kochbuch-Fanatiker!

DAS Buch des noch so jungen 2015 !