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Das kulinarische Manifest

Oh yeah – Feinschmecker aller Länder vereinigt Euch – und hier kommt das kulinarische Manifest mit den Rezepten der Kochgenossen dazu!

Was für ein geiles Buchkonzept und was für ein Autor……. – Michael Langoth ist uns ja bereits durch seine kulinarischen Prachtbände Il Po, Spirit & Spice sowie Mekong Food und durch seine phantastische Food Fotografie bekannt, hier jetzt sein viertes Meisterwerk!

Steckbrief zum Buch:

Das kulinarische Manifest
Das kulinarische Manifest
Photo Credit © by Verlag Anton Pustet

 

Michael Langoth

Das kulinarische Manifest

Mit Rezepten der Kochgenossen

Verlag Anton Pustet

240 Seiten, durchgehend farbig bebildert

Hardcover

ISBN 978-3-7025-0868-5

€ 35

 

 

 

 

 

Über die Kochgenossen:

Die „Kochgenossen“ sind eine Genossenschaft von Gleichgesinnten, die ihre Aufgabe in der Dokumentation von authentischen Kochsprachen aus aller Welt sehen. Seit mehr als 15 Jahren wird gemeinsam gekocht, gegessen und gereist, um verschiedene Kochtechniken und kulinarische Glaubenssysteme zu erforschen und zu vergleichen, um zu lernen, worum es beim wirklich guten Kochen geht.

In seinem neuesten Werk plädiert Michael Langoth für eine Art des Kochens, welche ich bedingungslos unterschreibe und täglich ebenso lebe und „zelebriere“.

Es ist eine neue Art des Kochens, fernab von Lebensmittelindustrie und dem teils sinnfreien geprotze der Prestige-Küchen. Es ist ein Plädoyer an alltagstaugliches Kochen, welches auf ehrlichen und authentischen Regionalküchen aufbaut. Es geht um das Sichtbarmachen der Details, die gutes Kochen ausmachen und die man nicht in Rezepturen findet.

Mit sorgfältig erarbeiteten Kochanleitungen wird gezeigt, was es bedeutet, das Konzept eines Gerichts zu verstehen und die mit ihm verbundenen handwerklichen Traditionen zu erkunden. Kochen sollte sich nach Langoth nicht über Verzicht definieren, sondern alles zulassen, denn Genuss kennt keinerlei Grenzen wie die vielen wunderbaren Rezepte aus allen Teilen der Welt eindrucksvoll unter Beweis stellen!

 

Der Inhalt:

  • Eine kurze Geschichte des Kochens – Kurzer Darm und großes Hirn
  • Das Manifest der Kochgenossen- Gutes Essen hat nichts mit Luxus zu tun
  • Kochtechnik- Das Rohe, das Verbrannte und das dazwischen
  • Rezepte der Kochgenossen- Format schnelles Gemüse, – Format Nudel, Format Roh & Format Fleisch

Fazit:

Das ist ein Buch welches mich vom ersten Moment unseres „Zusammentreffens“ fasziniert und gefesselt hat – nicht nur der Rezepte wegen, auch wegen der Philosophie die dahinter steht- ich finde es ganz wunderbar!

Danke Herr Langoth!

Spirit and Spice

Hallo Ihr Jäger des guten Geschmacks, hallo Ihr Hüter des Herdes, heute gibt es ein phantastisches neues Kochbuch (obwohl es eigentlich viel mehr ist als ein Kochbuch), aus der Edition Styria, es ist das dritte seiner Art von Michael Langoth, nach „Mekong Food“ und „Il Po“. Und das lässt wieder einmal wunderbares erahnen.

Wie gesagt, die Bücher von Michael Langoth sind mehr als nur Kochbücher, sie beschäftigen sich mit der gesamten Kultur, deren Grundprinzipien und auch deren Glaubenssätzen!

Sein bereits 2013 erschienenes Meisterwerk „Mekong Food“ wurde mit gleich drei der begehrtesten Auszeichnungen der kulinarischen Literatur bedacht, dem ITB-Buch Award, der Silbermedaille der GAD und dem Best in the World Gourmand Cookbook Award des Franzosen Cointreau.

Wenn das mal keine guten Voraussetzungen sind!

So aber jetzt zum Neuen Meisterwerk von Michael Langoth:

 

Copyright (c) by Michael Langoth/ Edition Styria
Copyright (c) by Michael Langoth/ Edition Styria

Spirit & Spice

Südindische Kochkulturen

Michael Langoth,

Foodstyling: Laura Langoth

Textbeiträge: Sarah Langoth

Edition Styria

224 Seiten

ISBN: 978-3-99011-075-1

€ 45,00

Beim ersten bedächtigen durchblättern des Buches, geriet ich ebenso ins Schwärmen, wie bei seinen beiden Vorgängern, unglaublich schöne Fotos von „Land & Leuten“, phantastische Food-Fotografie, gepaart mit phantastisch recherchierten Texten von Sarah Langoth. Man spürt bereits beim Lesen des Vorwortes wie viel Leidenschaft in diesem Buch steckt.

Jetzt aber zum Thema:

Indische Küche, diese in Ihrer unglaublichen Vielschichtigkeit beschreiben zu wollen wäre vermessen, es gibt sie in diesem Sinne eigentlich gar nicht, der indische Subkontinent ist von einer derartigen kulturellen Vielschichtigkeit geprägt, wie man sie nirgendwo anders auf dieser Welt findet, genauso ist es auch in kulinarischer Hinsicht. Eigentlich sind es unglaublich viele „Länderküchen“, ähnlich der vielen Sprachen und Dialekte.

Reist man quer durch den Kontinent, so würde einem die offizielle Amtssprache „Hindi“ einfach nicht reichen, oftmals oder meistens wird sie gerade im Süden weitgehend ignoriert! Dieses uralte Kulturland beschreiben zu wollen ist nahezu nicht möglich.

Jetzt aber zur kulinarischen Spitze des Subkontinentes…….mit Städten wie Mumbai, Hyderabad, Bangalore, Chennai (Madras) und Thiruvananthapuram (ja die Stadt heißt so) ! Hier finden wir die Malabarküste, die ursprüngliche Heimat des schwarzen Pfeffers und des Kardamom, hier gedeihen Kurkuma, Ingwer und vor allem Zuckerrohr, das hier seit 6000 kultiviert wird. Diese Südspitze Indiens könnte man eigentlich als den kulinarischen Nabel der Welt bezeichnen! Hier gedeiht Kokos, Mango, Okra und der berühmte Malabarspinat. Das ist das Universum der Gewürze !

Ausführlich beschrieben werden alle bekannten Gewürze der südindischen Küche, von Kardamom, Kurkuma, Koriander, Chili, Curryblatt, Muskatnuss, Gewürznelke, Asant oder Teufelsdreck, Tamarinde, Ajowan, Nigella, Amchur und viele mehr.

Allein dieser Teil des Buchs ist mehr als beeindruckend, ähnlich der vielen phantastischen Fotos von Land und Leuten.

Wunderbar auch die Beschreibung der vielen „Brotsorten“ von Chapati, Naan, Parotta, Puri, über Vada (der indische Donut aus Urdbohnen) bis hin zum Papadam.

Nach den Brotsorten folgen die indischen Kochtechniken und alles was man dazu benötigt. Wunderbar auch hier wieder die Erläuterungen zu den Kochprinzipien und worum es eigentlich geht; wie zum Beispiel, das ein indisches Essen ohne eine Masala einfach undenkbar ist. Hier verfließen so unglaublich viele Techniken mit phantastischer Philosophie des Essens!

Wunderbar erläutert auch hier wieder die Bausteine der Masala-Saucen, vom benötigten Fett, den Gewürzen, dem Flüssigen zum Ablöschen, das Andickende, die Säuren und das Topping, einfach genial!

Und dann geht es nach viel Kultur und unglaublich viel Input zu den verwendeten Lebensmitteln mit den Rezepten los. Das Erste seiner Art lässt meine Geschmackrezeptoren gleich jubilieren, ein Green Chicken Masala, dem ein Kichererbsen-Kokos–Masala folgt, wann soll ich das nur alles ausprobieren???

Das Erste Rezept, welches ich definitiv testen werde ist das Vindaloo, ein Masala mit Schweinefleisch aus Goa, gewürzt mit Nelke, Pfeffer, Zimt, Ingwer, Tamarinde, Kurkuma und Cumin……mehr muss ich dazu wohl nicht sagen, oder !

So, mehr dieser phantastischen Rezepte werde ich hier jetzt nicht verraten, ich denke ich konnte Euch einen kleinen Eindruck dieses 224 Seiten starken Prachtstücks vermitteln und Euch unbändige Lust auf die Südindische Kulinaristik und dieses wunderbare Buch von Michael Langoth machen!

Fazit:

Es ist schwer hier noch etwas zum besten zu geben, ich denke es ist alles gesagt, die Nummer drei von Michael Langoth ist einfach wieder ein absoluter Hammer! Wieder einmal eine phantastische kulinarisch-kulturelle Reise, die ich selbst gerne unternommen hätte!

Il Po- Kulinarische Impressionen

Liebe Köchegemeinde, liebe Foodies, liebe Kochbuchsüchtige……. heute gibt es ein Glaubensbekenntnis, eine Hommage an die italienische Küche in all´ ihrer Reinheit, Ehrlichkeit und liebe zum Einfachen.

Ein Buch so beeindruckend schön, so wunderbar einfach, so aufrichtig und fein wie es nur eines über die italienische Küche sein kann.

Keine den Teutonen angepasste, unehrliche Küche wie „Spaghetti Carbonara“ mit Schinken- Sahne- Sauce mit geronnenem Ei drin, nein, genauso wie es sein soll, mit Pancetta, Eigelb und vielleicht etwas Nudelwasser um sie schön sämig zu machen…….

 

Die Große Ebene am Südrand der Alpen, mittlerweile hoch industrialisiert, aber niemals den Bezug zu uralten handwerklichen Traditionen verlierend, ist für mich die Wiege der klassischen italienischen Küche, einfaches Essen, welches sich nicht aus Überfluss, sondern aus Mangel und Armut entwickelt hat. Wen verwundert es da, das hier die Slow Food- Bewegung ihre Wurzeln hat!

Jetzt aber zum Buch:

 

Copyright (c) by Edition Styria
Copyright (c) by Edition Styria

Il Po – Kulinarische Impressionen von Michael Langoth, erschienen in der Edition Styria

 

Beeindruckende, sich auf wenige, einfache aber gute Zutaten beschränkende Küche, das ist die „Cucina povera“, auch die Küche einfacher, armer und hart arbeitender Menschen.

Ich erachte es als eine der höchsten Künste, hieraus Gerichte zu zaubern, deren kulinarischer Stellenwert im Lauf der Jahrhunderte einfach unanfechtbar geworden ist. Ich erinnere hier an Hochgenüsse wie Gnocchi in Salbeibutter, oder eine einfach wunderbare Minestrone, das ist Kochkunst in absolut unbestreitbarer Vollendung!

Schaut man sich die Po-Ebene auf der Landkarte an, so verwundert es nicht, das hier die Wiege alles Guten liegt. Von Aosta bis Alba, über Mailand, Piacenza und Alba, bis nach Modena und Bologna, ganz im Norden begrenzt durch San Daniele und Udine, das sind alles Namen die jedem Gastrosophen das Herz höher schlagen lassen. Hier liegt die Wiege des Lardo, des San Daniele, der Pancetta und des Aceto…………..einfach phantastisch !

Diese klassische italienische Küche ist auch eine Küche der Jahreszeiten, oder gibt es etwas vergleichbares, wie einen Radicchio Tardivo im Winter zu einer „Götterspeise“ werden zu lassen, indem er grob geschnitten mit etwas Pancetta oder Lardo kurz angebraten und mit Parmesan geadelt wird……. etwas guten Balsamico drüber und frisches Ciabatta dazu, es gibt nichts besseres, das ist „vivere il puro“ in köstlicher Vollendung.

Zu Beginn des Buches gibt es wie bereits bei seinem Vorgänger „Mekong“ erst einmal Warenkunde zu den italienischen Klassikern, phantastisch beschrieben und vor allem fotografisch durch den Autor und das „Studio Trizeps“ unglaublich schön in Szene gesetzt. Mehr als beeindruckend finde ich die Fotos der hängenden Culatelli in Polesine Parmense, die bereits mit den Namen ihrer Käufer versehen sind, hier findet sich annähernd alles was am „Sternenhimmel“ einen Namen hat, von Troigros über Gennaro Esposito bis Rene Redzepi und Gualtiero Marchesi dem italienischen Küchengott.

Natürlich finden wir neben den beeindruckenden Fotos, auch sehr viel wissenswertes und tolle Warenkunde, aber am wichtigsten natürlich Rezepte zu allen italienischen Klassikern, von Gnocchi bis Osso Buco, vom Ragù alla Bolognese bis zum Verdure alla Griglia.

Alle relevanten Kochtechniken und die zugehörigen Gerichte werden vorgestellt und in Themen wie „Auf den Punkt gebracht“, „Die Kunst des Schmorens“ oder „Minestre & Zuppe“- vom Kochen mit Wasser vorgestellt. Es fehlt einfach nichts in diesem perfekten „Koch-Lese-und einfach nur drin-blättern-und-träumen-Buch“.

Dieses Buch vereint alle Kulinarischen Glaubenssätze in sich, von „Gutes Essen ist einfach“ über „Essen nach Jahreszeiten“ bis zu höchster „Handwerklicher Intelligenz“, es ist wunderbar!

Fazit:

Ein absolutes „Muss“ für jeden Liebhaber der italienischen Küche, es ist nicht einfach nur ein Standardwerk italienischer Küche, es ist ein Kunstwerk wie eines von Modigliani oder Botticelli!