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Schwein – Von Kopf bis Fuss

Hallo Ihr Kochbuchsüchtigen, immer wenn etwas wichtiges bevorsteht oder passiert ist sagt man doch „aus gegebenem Anlass“, oder? Das hier ist so einer, Schwein – Von Kopf bis Fuss ist endlich da. Wolfgang Müller hat sich zusammen mit dem Matthaes Verlag endlich dieser ganz wichtigen Thematik in wunderbarer Art und Weise angenommen!

 

Kurze Rede, langer Sinn- hier ist es:

 

Schwein - Von Kopf bis Fuss
Schwein – Von Kopf bis Fuss
Copyright © by Matthaes Verlag

 

Wolfgang Müller

Schwein – Von Kopf bis Fuss

Matthaes Verlag

256 Seiten

Erste Auflage 2018

Hardcover – Höhe 290 mm, Breite 240 mm

ISBN: 9783875154269

79,90 €

 

 

Die Verfasser der Vorworte im Buch, Sarah & Mirko Dhem von Kalieber sowie Torsten Pistol sagen eigentlich alles, was auch mir zu diesem Thema mehr als am Herzen liegt! Es geht um Respekt vor dem Lebewesen, es geht um ein oft völlig unterschätztes Lebensmittel und um ehrliche und wertschätzende Herangehensweise an den Umgang mit Fleisch! Für einige mag es wohl mittlerweile eine ja fast abgedroschene Phrase sein, aber ich finde sie ist wichtiger denn je – das „Nose to Tail Eating“, also alles vom Lebewesen, das für uns sterben musste auch zu verwerten!

Wolfgang startet mit den wichtigsten Worten überhaupt in seinem Prolog zum Buch: …..nie war Fleisch so billig wie heute. Jeder kann es sich in unserem Land leisten – doch zu welchem Preis? Denkt mal drüber nach!

Aber dieser Artikel soll ja kein Statement meinerseits werden, sondern eher eine Hommage an dieses wundervolle und so wichtige Buch!

Neben Wolfgangs Lieblingsrassen, Tipps zu Haltung und Fütterung und dem Kapitel vom Tier zum Fleisch, gibt es natürlich auch absolut geniale Rezepte von Kopf bis Fuss, sowie ein großes Kapitel zum Thema Schinken und Spezialitäten.

Aber erst die Rezepte, einfach umwerfend und genial, was da so „entstanden“ ist, wirklich großartig! Zeigen doch Kreationen wie „Zapfen vom Kopf“, „Brust, Shiitakepilze, Pak Choi“, „Krautwickel Deluxe“ oder „Grieben in Buttermilch und Olivenöl mit konfiertem Skrei“, was so ein Schwein doch an wundervollen Zutaten hervorbringt!

Hier könnt Ihr übrigens im Buch blättern und Euch berühren und inspirieren lassen!

Eines hat mich ganz besonders berührt, und zwar die Kreation vom Schwänzchen……“Schwanz, getrockneter Römersalat, Morcheln und Honig-Sesam-Pulver“- stritten wir uns doch als kleine Kinder bei den Hausschlachtungen in unserer Kindheit immer ums „Schwänzchen“ wenn es frisch gebrüht aus dem Wurstkessel kam….oder das Nierchen, frisch aus der Wurstsuppe und nur mit etwas Salz und geröstetem Brot vom Vortag – Kindheitserinnerungen werden wach! JA, so war das eben früher auf dem Land! Heute muss leider Gottes für so etwas erst wieder ein Bewusstsein unter den Menschen geschaffen werden und das ist mehr als traurig!

 

Fazit:

Diese Buch steht für die Verbreitung der Werte, die viele Menschen im Umgang mit Tieren verloren haben, die nicht mehr das Lebewesen, das für ein Stück Fleisch sein Leben lassen musste, sondern nur noch das „Stück Fleisch“- aber vor allem auch der Preis ist es, es darf ja nur noch billig sein- und das geht so nicht weiter!

Ich glaube es ist alles gesagt! Danke lieber Wolfgang für diese wundervolle Hommage an die Sau!

Wochenmarkt

Hallo liebe Gastro-Kollegen, Hobby-Foodies und (Koch)-Buch-verrückte, heute gibt es ZEIT @ Tom´s Kochbuchblog, zwar nur im übertragenen Sinne, aber in Form einer wunderbaren Kochbuche-Neuerscheinung.

So und heute auch ohne lange Vorrede, es geht direkt los mit „Vorhang auf für“:

Copyright (c) by Berlin Verlag/ Bloomsbury Berlin
Copyright (c) by Berlin Verlag/ Bloomsbury Berlin

Wochenmarkt – Die frischen, einfachen Rezepte aus dem ZEIT-MAGAZIN, von Elisabeth Raether, erschienen bei Bloomsbury Berlin/ Berlin-Verlag.

 Lange haben wir eifrigen „ZEIT“-Leser darauf gewartet, seit Oktober ist es endlich da, das Buch, der wie ich persönlich finde, charmantesten unter allen Rezeptkolumnistinnen!

In 2011 hat Elisabeth Raether die Rezeptkolumne „Wochenmarkt“ für das ZEIT-Magazin erdacht und entwickelt und seit der Zeit ist sie mit ihrem „Wochenmarkt“ zur erfolgreichsten und der am meist gelesenen Rezeptkolumne in Deutschland geworden.

Und das zu Recht, die „Leichtigkeit“ und „Aufrichtigkeit“ die sie auszeichnet, ihr zwangloser, unkomplizierter aber doch höchst respektvoller Umgang mit Lebensmitteln, ihr feinsinniges Gespür dafür, etwas einfaches zu etwas wunderbarem zu „verzaubern“, all` das sind Charakterzüge bzw. Charaktereigenschaften die einen „Foodie“ ausmachen.

Wir sprechen hier nicht von großem übermäßigem Ehrgeiz (ihre Mutter sagt über sie, sie könne nicht kochen)……. nein, es ist einfach etwas, das einem in die Wiege gelegt wird, nicht zu beschreiben…….Ihr vielen Kollegen der kochenden Zunft da draußen wisst was ich meine!

Copyright (c) by Andreas Lux
Copyright (c) by Andreas Lux

Ich mag ihre Art wie sie die Dinge sieht, mit einem gewissen Pragmatismus, alles beim Namen nennend, in Ihrem Vorwort spricht sie von den Heerscharen an Fernsehköchen und Kochshow-Juroren mit Profilneurosen, das sehe ich nach 27 Jahren in der Gastronomie ähnlich, diese Jungs haben nicht nur Profilneurosen, nein, sie haben auch jeglichen Bezug zum Herd verloren, sie machen Kochen zu etwas wie einem „Wettbewerb“ und das tut uns allen in der Branche nicht gut………aber wem sage ich das!

Aber genug der Dinge, ich schweife schon wieder aus. Ich habe mich riesig über die Beschreibung ihres Lieblings-Kochbuches gefreut, WIR haben das Gleiche!!!!!

Ein „Schinken“ aus dem Jahr 1977, das die Küche in all ihrer Lust, Kreativität, Freude am Kochen und Leben beschreibt! Ein Buch vom Grand Maître Paul Bocuse……..Ich haaaaaab´s auch !

Jetzt aber endlich zu Elisabeth´s Buch:

Das Inhaltsverzeichnis verrät schon sehr viel, ich habe ein tolles, schlicht, aber ganz im Stil des „ZEIT-Magazins“designtes Kochbuch, das sich dem Wandel der Jahreszeiten anpasst vor mir liegen.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter, das sind die Namen der Kapitel und so wird auch gekocht, wunderbar einfach, aber göttlich gut……Beim Aufschlagen „sprang“ mich ein Rezept regelrecht an, ein Rezept des Sommers, ein „Himbeer-Schokoladen-Clafoutis“.

Und da es mein großes Glück ist, mich stolzer Besitzer eines eigenen Gartens nennen zu dürfen in dem reichlich Himbeeren und Brombeeren gedeihen, so hab ich natürlich noch welche in der Truhe und somit wird dieses wunderbar sommerliche Rezept an diesem Wochenende auch ausprobiert!

Mit rund 90 wunderbaren Rezepten aus „aller Welt“ von der Minosuppe zumTabbouleh, von der Tagliate bis zu Ceviche und vom marokkanischen Hühncheneintopf bis zum Chääsfondue, sie hat einfach an alles gedacht und alles ausprobiert.

Ich probiere sehr gerne und viel aus, aber ich liebe auch diese einfache, unspektukuläre Art zu kochen, wobei, was kann schon spektakulärer sein, als eine frische Caponata, eigentlich eine italienisches „Arme Leute“-Essen, von dem es unzählige Variationen gibt, nur ein kleines Problem habe ich mit Elisabeth´s Variante der Caponata………ich mag keine Rosinen, aber zum Glück kann man die ja weglassen!

Fazit:

Ein tolles Kochbuch für zu Hause, für absolut jeden der gerne kocht und sich auch nicht immer ganz genau an die Rezepte halten mag……..dieses Buch macht einfach Spaß!

Chapeau liebe Elisabeth!

Schnelle Kekse

Liebe Foodies, Cookies, Gastro-Junkies, Backwütige und Kochbuchliebhaber………

Es ist kalt und regnerisch, es ist Sonntag und was liegt da in dieser Jahreszeit näher?

Plätzchen und Kekse backen, am besten noch mit Kindern…….

Und dazu hat Tom´s Kochbuchblog heute genau das richtige.

Copyright (c) by pichler verlag
Copyright (c) by pichler verlag

Schnelle Kekse – Backen für Eilige von Angelika Kirchmayer, erschienen im Pichler Verlag der Styria Verlagsgruppe.

Vor mir liegt ein wirklich sehr schönes, farbenfrohes und zum Thema passend gestaltetes, und fotografiertes „Plätzchen-Backbuch“.

Beginnend mit den wichtigsten Tips zu den nötigen Utensilien, zur Zubereitung der Teige und Massen, Dekotips, Aufbewahrung und was ich super finde auch zur „Resteverwertung“.

Los geht’s mit dem ersten Kapitel: „Löffelkekse“, der Name begründet sich in der Weiterverarbeitung der Massen, hier werden nämlich alle mit einem Löffel geformt oder aufs Backblech gesetzt. Im übrigen werden alle Teige und Massen nach der von Angelika Kirchmaier erdachten „Gabeltechnik“ hergestellt, das heißt , man gibt alle Zutaten nacheinander in eine Rührschüssel und vermengt sie mit einer Gabel, fertig ist der Teig, eine Küchenmaschine oder ähnliches wird nicht benötigt!

Hier gibt´s Plätzchen wie „Rehrückenschokis“, „Feigenzwickis“ oder „Ingwerkringel“ und viele mehr. Die kleinen Köstlichkeiten werden ausnahmslos alle mit Weizen- oder Dinkelvollkornmehl gebacken, was sie auch für Ernährungsbewusste „interessant“ macht .

Nach den „Löffelkeksen“ kommen die „Knuspis“, hier handelt es sich um Kekse, die nach dem Auskühlen erst so richtig in „Schwung“ kommen, das heißt richtig knusprig werden.

Eigentlich sind die meisten der „Knuspis“ ja sogenannte „Ganzjahreskekse“, will heißen, sie schmecken und passen nicht nur zu Weihnachten wie die altbekannten Klassiker. Hier gibt’s vom „Mandel-Zimt-Knusperle“ über die „Honig-Saaten-Knuspis“ bis zum „Erdnussknusperle“ alles was des Plätzchensüchtigens Herz höher schlagen lässt.

Wirklich wunderbare und in sich stimmige Rezepte paaren sich mit fundiertem Wissen und guten Hintergrundinformationen.

Das nächste Kapitel widmet sich den „Streuselkeksen“, danach gibt´s noch „In Form gebrachtes“ mit den Klassikern wie „Kipferln“,

Copyright (c) by Tom´s Kochbuchblog
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„Sauerrahm-Limetten-Mürbis“ oder „Mandelmürbis“. Zum Schluß gibt´s noch „Kunterbuntes“, tolle Gewürzmischungen und sogar eine Pannenhilfe, wenn mal etwas „verunglückt“.

Zu den Nährwertangaben zu allen Plätzchen gibt es auch noch die wichtigsten Tips zu Diabetes, milch-, glutenfrei und vegan.

Fazit:

Ein rundum gelungenes „Plätzchenbackbuch“ mit wirklich köstlichen Rezepten, welches auch wichtige Themen wie Diabetes und andere nicht außer acht lässt!

Absolute Kaufempfehlung für alle Plätzchen- und Keksliebhaber!