Schlagwort-Archive: roland trettl

Die Weltköche zu Gast im Ikarus

Wie bereits vorgestern angekündigt – Da sind sie endlich wieder: Die Weltköche zu Gast im Ikarus mit 62 mehr als außergewöhnlichen Rezepten !

Das ist mittlerweile zu einem jährlich wiederkehrenden Ritual geworden, wie das Warten auf den Guide Michelin, so auch das Warten auf den neuen Band der „Weltköche“ aus dem Salzburger Ikarus im Hangar-7.

Sehr positiv fällt mir in diesem Jahr als erstes der Frische und Kreativität ausstrahlende neue Einband der kulinarischen Überflieger aus dem Hangar-7 auf – weiß der Einband, hellgrün die Lettern und tief geprägt die Namen der diesjährigen Gastköche, eine absolut vortreffliche Auswahl für dieses Buchkonzept!

Den fulminanten Auftakt von Band 3 legten im letzten November Martin KLEIN und das Ikarus Team hin (jeder Band geht immer von November des Vorjahres bis zum Oktober des aktuellen Jahres), es ist einfach phantastisch zu sehen, wie Martin Klein das Konzept des Ikarus, nach dem Ausscheiden von Roland Trettl weiterlebt !

Die Weltköche zu Gast im Ikarus
Photo credit: ©Helge Kirchberger Photography / Red Bull Hangar-7

Der Patron Eckart Witzigmann dürfte mehr als zufrieden mit diesem gelungenen „Übergang“ sein.

Außerdem waren in diesem Jahr im Hangar-7 in Salzburg zu Gast:

  • Peter KNOGL– Gourmetrestaurant Cheval Blanc, im Hotel Les Trois Rois, Basel/ Schweiz
  • Dimitris PAMPORIS– Apocalypsis Restaurant, Patmos/ Griechenland
  • Poul Andrias ZISKA– Restaurant KOKS im Hotel Føroyar, Tórshavn/ Färöer-Inseln
  • Dominique CRENN– Atelier Crenn, San Francisco/ USA
  • Sang-Hoon DEGEIMBRE– L´Air du Temps, Liernu/ Belgien
  • Prin POLSUK– Restaurant Nahm im Metropolitan Hotel, Bangkok/ Thailand
  • Alexandre COUILLON– La Marine, Noirmoutier-en-l´Île/ Frankreich
  • Eckart WITZIGMANN– Patron des Restaurant Ikarus, Salzburg/ Österreich
  • Ikarus TEAM– Restaurant Ikarus, Salzburg/ Österreich
  • Syrco BAKKER– Pure C, Cadzand-Bad/ Niederlande

und last but not least, im Oktober 2016 noch der phantastische

  • Vladimir MUKHIN aus dem White Rabbit, Moskau/ Russland

Was soll ich zu diesem Buch sagen, bzw. schreiben?? Die Herausgeber, Martin Klein und das Ikarus Team, haben einmal mehr bestätigt, das dieses Konzept in jeglicher Hinsicht seines gleichen sucht! Eine Küche aber vor allem DAS Küchenteam rund um Küchenchef Martin Klein braucht absolut keinen Vergleich zu scheuen. Dann wäre da ja auch noch dieses ganzjährige „Tête-à-Tête“ mit den besten Köchen aus aller Welt sowie das Patronat des Jahrhundert-Kochs Eckart Witzigmann, alles das macht den Hangar-7, bzw. das Ikarus zu einem absoluten „Must eat“ und dieses Gefühl wird mit diesem genialen Buch nur noch intensiviert!

Aber Schluss jetzt mit Polemik und Lobhudelei, wiederum werden 62 außergewöhnliche Rezepte und wegweisende Küchenchefs portraitiert- in diesem Jahr wie bereits beschrieben, von Peter Kogl bis Vladimir Mukhin, von der Mahogany-Muschel bis zur Som-Sa-Zitrone; wenn nötig werden die Originalzutaten der Gastköche direkt in den Hangar-7, der Basis des Restaurant Ikarus eingeflogen, Dort setzen Martin Klein und sein Team die Entwürfe und Vorgaben der Gastköche mit sehr viel Liebe und großer handwerklicher Perfektion um!

Von Saibling, Sauerkraut, Anis oder Sepia, Lardo, Kartoffel, bis hin zu Miesmuschel, rote Zwiebel, Cidre-Gelee von Vladimir Mukhin, wird in eindrucksvoller Weise der Stand der Haute- bzw. Modern Cuisine dargestellt! Unglaublich gut!

ABER!……….. mein absoluter Favourite in diesem Jahr ist natürlich das Menü für den Chef – Das Menü zu Eckart Witzigmanns 75. Geburtstag, einfach nur unglaublich genial!

Gekocht, nein eher gezaubert haben das Marc Haeberlin, Roland Trettl, Hans Haas, Bobby Bräuer, Karlheinz Hauser, Harald Wohlfahrt und Martin Klein! Jeder, inklusive des Jahrhundertkochs hatte einen Gang zu kreieren, herausgekommen ist ein Menü, das vor Eleganz und Kreativität nur so strotzt! Aber lasst Euch überraschen, am besten mit diesem Prachtstück und gleich zu Weihnachten! Ich werde an dieser Stelle wie immer nicht mehr verraten! Nur so viel sei noch gesagt: Es ist eine mehr als lohnenswerte Anschaffung – ich liebe es!

Steckbrief zum Buch:

Die Weltköche zu Gast im Ikarus
Photo credit: ©Helge Kirchberger Photography / Red Bull Hangar-7

Die Weltköche zu Gast im Ikarus

Band 3

Pantauro Verlag

380 fulminante Seiten, Hardcover

ISBN 978-3-7105-0014-5

€ 49,95

 

Fazit:

Eine Herausforderung für Profis und überaus engagierte Hobbyköche und ein phantastischer Augenschmaus für alle Liebhaber der Kulinarik!

Maibock mit Bete und Schokolade

Hallo Ihr kochenden Chaoten, Gastro-Süchtigen und Kochbuch-Liebhaber da draußen !

Die „Bullen“ aus Salzburg sind wieder da, der Hangar-7 hat sich mehr als Eindrucksvoll mit einem Buch zurückgemeldet, von dem viele von Euch gedacht haben, „ob es die Serie wohl noch weiter gibt“? Ja, sie sind wieder da, zwar nicht mehr unter dem bewährten Titel „Kulinarische Überflieger“, wie es in der leider nicht mehr existenten Collection Rolf Heyne der Fall war, sondern jetzt (na endlich) im eigenen Verlag der Bulls unter dem Namen „Pantauro“.

Copyright (c) by 12Ender GmbH/ Pantauro-Verlag
Copyright (c) by 12Ender GmbH/ Pantauro-Verlag

Die Weltköche zu Gast im Ikarus – Maibock mit Bete und SchokoladeAutor: Christoph Schulte, Fotos: Helge Kirchberger

Preis: 76,00 Euro (D-AT), 312 Seiten, ca. 320 Fotos

Erschienen ist es zwar schon Anfang November 2014, also vor rund dreieinhalb Monaten, aber ein solches Prachtstück der kulinarischen Literatur finde ich immer wieder vorstellenswert!

Und natürlich ebenso das grandiose kulinarische Konzept, welches Didi Mateschitz mit Eckart Witzigmann und Roland Trettl, ich glaube in 2003 mit dem „Ikarus“ ins Leben gerufen hat; etwas vergleichbares mit monatlich wechselnden Starköchen gibt es auf der ganzen Welt nicht! Und der Erfolg gibt ihnen mehr als recht!

Roland Trettl beschreitet mittlerweile andere Wege, aber das Ikarus hat mit Martin Klein einen würdigen „Neuen“ gefunden wie ich finde!

Jetzt aber zum Buch:

Wieder einmal ist es den Machern des Hangars mit Köchen wie Bart de Poorter, Paco Pérez, Magnus Ek, Ana Roš oder dem New Yorker

Copyright (c) by Pantauro-Verlag
Copyright (c) by Pantauro-Verlag

Matthew Lightner gelungen, ein Jahr voller kulinarischer Höhenflüge zu setzen.

Im Vorwort des „Großmeisters“ Eckart Witzigmann findet man eine unglaublich nachdenklich machende Phrase, welche ich hier gerne zitieren möchte, es ist ein tiefer Blick in die Grundfesten der Gastronomie: „Das Fine-Dining im Hangar-7 stellt eine absolute Spitze dar. Doch selbst die spitzeste Spitze ist ohne Basis und Mittelbau nicht denkbar. Und genau dort gibt es Anzeichen, die bedenklich stimmen. Über die Hälfte aller Koch-Lehrlinge brechen ihre Ausbildung wieder ab. Und selbst wenn alle durchhalten würden, wäre ihre Gesamtzahl zu niedrig!“

Das ist ein Problem, welches wir alle, die wir schon Jahrzehnte in der Gastronomie verbringen, viel zu lange außer acht gelassen haben! Die Quittung dafür bekommen wir jetzt mit dem riesigen Nachwuchsproblem auf dem Silbertablett serviert!

Sorry für diese „Ausschweifung“, daher jetzt wieder zurück zum Buch:

Das Konzept im Gegensatz zu den früheren „Überfliegern“ ist ein klein wenig geändert worden, die Haptik ist nach wie vor perfekt, es passt alles, dieses Konzept ist einfach unanfechtbar. Jedoch hat man bei Pantauro einige kleinere Änderungen in Sachen Layout vorgenommen. Es gibt nicht mehr nur ganzseitige Foodfotografie, sondern auch sehr viele phantastische kleine Schnappschüsse, die sich zu einem wunderbaren Gesamtkonzept zusammenfügen. Es wird sehr viel mit kleineren Zwischentexten und Zitaten gearbeitet, das macht alles noch sehr viel spannender und lesenswerter, man hat dem Ganzen einfach etwas die schnörkellose Geradlinigkeit genommen und das ist in meinen Augen aufs höchste gelungen.

Natürlich sind die Köche und ihre phantastischen Kreationen nach wie vor die Hauptdarsteller, aber eben etwas anders als zu Zeiten der „Kulinarischen Höhenflüge“, der Koch ist sehr viel mehr (auch durch die perfekte Fotografie) mit ins Buch eingebunden!

Zu den Kreationen werde ich hier wie immer nichts verraten, lasst Euch einfach überraschen, nur so viel, Maibock mit Bete und Schokolade von Rodolfo Guzmán ist eines der herausragendsten „Teller-Kunstwerke“, die ich bis jetzt gesehen habe!

Copyright (c) by Pantauro-Verlag
Copyright (c) by Pantauro-Verlag

Fazit:

Die früheren Überflieger sind dabei „Erwachsen“ zu werden; klassisch war und ist wunderschön, aber das vorliegende Werk mit seinem feinen Silberschnitt ist einen Schritt weiter in Richtung „Modern“ unterwegs, besonders erwähnenswert noch zum Schluß: Toll finde ich die Idee mit der wechselnden Haptik des Papieres, mal fein und Hochglanz, mal etwas „griffiger“ und matt!

Ein mehr als gelungenes Prachtstück der kulinarischen Literatur und eine perfekt inszenierte Fortsetzung der „Überflieger“!

Ich kann nur sagen, DANKE! Ihr Bullen, das es weitergeht !!