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Das Beste vom Wild

Hallo Ihr „Wilderer“ und Jäger des guten Geschmacks, heute wird es wild @ Toms Kochbuchblog in Form einer wunderbaren Neuerscheinung aus dem Tre Torri Verlag in Wiesbaden, das beste vom Wild in Buchform ist endlich da!

Wie schon bei einer vorangegangenen Buchvorstellung, so auch dieses mal wieder: Ich finde es gibt in den letzten Jahren einfach zu wenige Kochbücher, welche sich nur einem speziellen Thema widmen, hier ist endlich einmal wieder eines dieser Prachtstücke:

Das beste vom Wild
Copyright © by Tre Torri-Verlag

Josef Fuchs

Das Beste vom Wild

Tre Torri Verlag/

Süddeutsche Zeitung Edition

224 Seiten, zahlr. Farbfotos

22,0 × 28,0 cm, Hardcover

ISBN 978-3-944628-96-7

Erscheinungstermin: Mai 2016

€ 39,90 (D) | € 41,10 (A)

 

Geschrieben hat´s ein absoluter Profi unseres Fachs und so ganz nebenbei auch noch passionierter Jäger – Karl-Josef Fuchs, vom Romantik-Hotel Spielweg im wunderschönen Münstertal im Südschwarzwald!

Die Konstellation klingt doch überaus verheißungsvoll, ein Koch aus Berufung, passionierter Jäger, erfolgreicher Gastronom, der Schwarzwald, die Süddeutsche Zeitung und die Genusswerker von Ralf Frenzels Tre Torri- Verlag…… Ich hab mich ganz wild drauf gefreut es endlich in Händen halten zu dürfen! Ich liebe Wild, gab´s es doch erst letzte Woche in Form vom Rehnüsschen und – filet aus dem Big Green Egg!

Der Autor Karl-Josef Fuchs – räumt gleich zu Beginn in seinem Vorwort auf, denken viele bei Wild doch nur an das althergebrachte Wildgoulasch, oder die uralten Klassiker wie den „Rehrücken Baden-Baden“, nichts dagegen, aber es gibt doch noch so vieles mehr!

Das Beste vom Wild
Copyright © by Michael Wissing

Dann die Vorurteile wie Wild ist teuer, Wild schmeckt muffig und streng, Wild ist Feiertagsessen, Wild ist schwer verdaulich oder Wildrezepte sind schwer nach zu kochen – ALLES QUATSCH und antiquierter Blödsinn! Das beweist Karl-Josef Fuchs sehr eindrucksvoll mit diesem Buch und seinen Rezepten.

Natürlich findet man auch den einen oder anderen „geschmorten Klassiker“, aber überwiegend sind es doch äußerst kreative und moderne Rezepte rund um Wildgeflügel, Kaninchen, Hase, Schalen- und Schwarzwild.

Gerichte wie Bergkäseknöpfle mit Wildschinken, Confierte Kaninchenschulter, Gaisburger Marsch vom Reh, gegrillte Wildschweinrippen, Osso Buco vom Reh mit Kalbskutteln, Kaninchen mit Ochsenherztomaten, Wildbolognese, Kassler von der Wildsau, Hirschmedaillons Sous Vide, Tauben-Crepinette mit Schupfnudeln oder Hirschnüssle in der Briochekruste und dazu noch die wunderbaren Fotos, die in ihrer Art ein wenig an die Fotos aus der Gourmet von „damals“ erinnern (ich finde das wunderbar und super passend), machen unglaublich Lust auf Wild !

Also, was soll ich hier noch lange schreiben, ein neues, phantastisches Kompendium zum Thema Wild ist hier entstanden, überraschend kreativ und unglaublich vielseitig!

Ich find´s wunderbar, ab mit Euch zum Buchhändler Eures Vertrauens, oder direkt in den Tre Torri- Webshop zum Blättern im Buch

Fazit:

Das Buch macht richtig Bock auf Wild, oder wild auf Bock ???

Egal, wunderbare Rezepte, tolles Hintergrundwissen, sehr schöne Fotos und ein absolut zum Thema passendes „Styling“ bzw. Layout!

Chapeau Herr Frenzel!

Schwarzwälder Tapas

Liebe „lebenslänglichen“ der Gastronomie, hallo Ihr Kochbuchverrückten, heute gibt´s bei Toms Kochbuchblog Tapas, und zwar Tapas vom feinsten aus dem Schwarzwald, gepackt in ein absolut geniales Kochbuch.

Und hier ist es:

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Copyright (c) by cook & shoot GbR

Schwarzwälder Tapas von Verena Scheidel & Manuel Wassmer, präsentiert von der LOGO GmbH/ Schwarzwaldmarie.

Wunderbar passend im schwarzen Einband kommt es daher, mit stilisierten Tannen und Esswerkzeug als Titelbild, absolut kreativ und passend zum Gesamtwerk wie ich finde.

„Schwappas“ könnte man sie auch nennen, die leckersten, kleinen Nebensächlichkeiten zu Wein und Bier. Im Buch finden wir alles dazu, vieles komplett, von den beiden Autoren Verena Scheidel und Manuel Wassmer, neu interpretiert, Klassiker einfach durch moderne Anrichteweisen perfekt in Szene gesetzt. Das buch macht von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur Spaß, ganz im Stile der klassischen spanischen Tapas, von einfach bis anspruchsvoll, von Hits für Kids über vegetarisch bis vegan ist an alles gedacht worden. Über 130 Rezepte, traditionell inspiriert und oft auch aufregend anders.

Toll finde ich einige wichtige Informationen zu Beginn des Buches, hier bleibt bei allen Rezepturen, viel Freiraum für die eigene Kreativität. Und ganz besonders wird zum Ausdruck gebracht, das beim Fotografieren ohne „Netz und doppelten Boden“ gearbeitet worden ist, das heißt, es wurde weder mit Glanzsprays noch mit Farbstoffen o.ä. gearbeitet und so wie es sein soll, nach dem Fotografieren alles gemächlich verspeist.

Super sind auch  die Tips der Schwarzwaldmarie und den Saisonkalender zu jeder Rezeptur, alles richtig gemacht kann ich da nur sagen!

Jetzt aber zum wichtigsten, den Rezepten:

Hirsebälle
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Jedem Rezept hat man eine sehr kreative Kurzbeschreibung „verpasst“, so nennt man zum Beispiel die Flädle in Aspik mit Remouladensauce „Stars in Streifen“, oder die Tafelspitzsülze mit Meerrettich den „Badischen Scharfmacher“, dieser witzig-kreative Stil der beiden Autoren zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und macht so von Seite zu Seite immer mehr Spaß und erhöht die Neugierde auf das, was wohl als nächstes kommen mag. Hat man das Buch einmal in der Hand, legt man es so schnell nicht mehr weg und will einfach nur noch ausprobieren.

Tapas6
Copyright (c) by cook & shoot GbR

Mein absolutes „Favourite“ sind die kleinen „Herrgottsbscheißerle“mit hauchdünn geschnittenem und ausgebratenen Speck und Schmelzzwiebeln „getoppt“……….die machen süchtig!

Der „Turmbau zu Baden“, eine Hausmacher Wurstpraline mit Kirschchutney und Honig-Senf-Creme hat ebenso einen hohen Suchtfaktor wie desch junge „Mischtkratzerle“, ein Bibbele in Riesling mit Graupenrisotto und karamellisierten Apfelspalten.

Copyright (c) by LOGO GmbH/ Schwarzwaldmarie
Copyright (c) by cook & shoot GbR

Gespannt gemacht haben mich auch die vegetarischen und veganen „Schwappas“, wie das badische Dreielei, eine köstliche Kombination aus Spinatecken, marinierten Pilzen und „Kratzede“ mit Speck oder die Hirsebällchen mit Räuchertofu und Himbeermus, wirklich alles sehr gut kombiniert, ausgewählt und durchdacht !

Edel wird es bei „Schwappas“ wie den Wachtelpralinen mit Bühler Zwetschgenchutney oder dem „Gepullten“ Ochsenschwanz auf Spitzkohlsalat, einfach phantastisch kann ich dem nur erwiedern.

So und jetzt ist Schluß, mehr wird nicht verraten, ich kann Euch dieses Buch nur empfehlen, es macht Spaß von der Ersten bis zur letzten Seite!

Fazit:

Lange hab ich drauf gewartet und das Warten hat sich mehr als gelohnt, das ist mal wieder ein Kochbuch-(Konzept), dem man ohne weiteres die Note 1 geben könnte, aber findet es selbst heraus! Ganz viel Spaß damit!