The Bread Exchange

Hallo Ihr Genussmenschen und Brotliebhaber, zum Wochenbeginn gibt es die Neuerscheinung einer weitereilten, in der Modebranche tätigen Hobby-Brot-Back-Süchtigen. Es geht um die ganze Welt mit einem Sauerteig im Gepäck – in wunderbaren Geschichten und phantastischen Rezepten.

Hier ist sie: Malin Elmlid, Reisende, Bäckerin und Gründerin von The Bread Exchange Project. In Ihrem Buch erzählt die schwedische Autorin von ihren Reisen – immer den Sauerteig im Gepäck – unter anderem in den Sinai, nach Kalifornien, Antwerpen, Kabul oder New York. Geprägt sind ihre Reisen natürlich durch das Brot backen und tauschen und das Sammeln von Erfahrungen mit und zwischen den verschiedenen Kulturen.

So und hier ist es jetzt endlich:

Copyright © by Prestel-Verlag

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Malin Elmlid

The Bread Exchange

Prestel- Verlag

240 Seiten, viele Farbfotos

Gebunden, Pappband

Erschienen 29.02.2016

ISBN: 978-3-7913-8211-1

€ 29,95

 

Nun ja, ich muss ja zugeben, da habe selbst ich ein phantastisches Projekt mit dem Namen „The Bread Exchange“ übersehen. Es gibt es ja auch schon seit 2008, aber ich bin ja nun auch erst seit Mitte 2013 in der Bloggerszene aktiv insofern es mein Job zulässt.

Und was Malin Elmlid hier geschaffen hat, ist etwas ganz phantastisches. Früher in der Modebranche tätig entdeckte sie irgendwann ihre Liebe zu dem unbekannten Wesen Sauerteig und begann zu backen. 2008 legte sie los, mit ihrer Suche nach dem perfekten Brot….. und brauchte natürlich einige Zeit, bis sie für sich den perfekten Teig gefunden hatte. Als die Brote immer besser wurden, begann sie an Freunde und Bekannte zu verschenken, da das was sie backte bei weitem ihren Eigenbedarf überstieg. So nahm The Bread Exchange ihren Lauf, und zwar ab dem Moment an dem aus weitergeben/ verschenken nämlich tauschen wurde. Der Blog entstand und jedes einzelne Brot bekam durch seine besonderen Zutaten und die Geschichte dazu eine Seele, so auch ihr hier vorgestelltes Buch. Liest man immer weiter im Buch (ich kann es seit Samstag Abend nicht mehr aus der Hand legen) so spürt man den tiefen Sinn und die Philosophie die hinter Malin Elmlids wunderschönen Geschichten steht, nämlich etwas zu geben und vielleicht von einem anderen etwas zu bekommen, dem genauso viel daran gelen ist, wie Malin Elmlid an ihren Broten! Obwohl es nie ihre Absicht war, etwas dafür zu bekommen, war es für sie umso toller zu sehen, wie ihr „Projekt“ zu funktionieren begann!

Die Menschen, die sie getroffen hat, wurden genauso zum Teil von The Bread Exchange, wie es jetzt dieses Buch geworden ist. Ein wenig geht es in diesem Buch auch um uns alle, um unsere Begeisterung für inspirierende Dinge und Menschen, und wohin sie uns führt. Sie macht glücklich, sie ist der Motor unseres täglichen daseins, bei allem was wir tun!

The Bread Exchange ist mehr als nur ein Lese-Koch- Buch, es ist die Geschichte einer ganz wunderbaren Frau, einer Vision und ihres Projektes. Es sind sehr einfache Rezepte, nicht nur Malins eigene, sondern auch ganz besondere Rezepte ihrer „Tauschpartner“, Rezepte die etwas darstellen, Rezepte die für diese Menschen etwas ganz wertvolles sind. Rezepte die inspirierend sind, genauso wie es kochen sein soll, Rezepte die Freiraum für eigene Interpretationen lassen, in ihren Zutaten nicht begrenzt, sondern offen für neues. Magst Du eine Zutat nicht, so lass sie einfach weg, oder füge eine andere hinzu, mit Sicherheit wird das Ergebnis anders, aber vielleicht wird es sogar besser! Das ist die Seele des Kochens; Liebe, Hingabe und Kreativität! So und nicht anders muss es sein!

The Bread Exchange ist ein Hobby, kein Unternehmen, es gibt keine

Copyright © by Susanne Schramke

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andauernden Geschäftsbeziehungen, es ist ein perfektes Beispiel für Gegenseitigkeit und gleichgewichtiges Geben ohne einen materiellen Wert. Schön finde ich eine grundlegende Äußerung von Malin Elmlid: „Es klingt vielleicht klischeehaft, aber mit dem Vorsatz zu geben und zu teilen, wird das Leben auf lange Sicht reicher werden“……dem ist nichts hinzuzufügen liebe Malin!

Die Rezepte:

Natürlich geht es ums Brot, aber wie bereits gesagt, da ist noch so vieles mehr, von der schwedischen Flusskrebs-Party, über den bayerischen Brunch, den Nachmittag auf einer Dachterrasse in Brooklyn mit Ceviche und dem perfekten Burger, bis hin zu Mittsommer, Belgischen Waffeln aus Lüttich oder dem Trip in die Heimat des weißen Sauerteigs (yeah, Roggenbrot à la Tartine) nach San Francisco (und hier gibt es dann endlich auch mal wieder wunderbares italienisches „früher-mal-arme-leute-Essen“ in Form von Caponata), alles Rezepte, die unglaubliche Lust auf einfachen, bodenständigen und phantastischen Genuss machen.

Fazit:

Malin Elmlid ist endlich da, ich beneide sie um das was sie da geschaffen hat, nicht nur The Bread Exchange ist ein unglaubliches Projekt, sondern jetzt auch endlich ihr Buch, ich liebe es einfach!

Vielen Dank für dieses Buch mit ganz viel Seele!

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