Schlagwort-Archive: knesebeck

Ein Fest im Grünen

Hallo Ihr Kochbegeisterten, Kollegen und Kochbuch-Verrückten.

Nach reichlich gutem Fleisch, Sterneküche und gutem Brot, gibt es heute endlich mal wieder köstlich vegetarisches @ Toms Kochbuchblog.

Der Titel klingt verheißungsvoll, das Buchcover sieht wunderbar einladend und lecker aus und hier ist es :

Copyright (c) by Knesebeck-Verlag
Copyright (c) by Knesebeck-Verlag

Ein Fest im Grünen

Vegetarische Köstlichkeiten bunt & gesund

von Erin Gleeson

Knesebeck-Verlag

240 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen, gebunden

ISBN: 978-3-86873-728-8

29,95 €

 

Erin Gleeson ist ein ganz besonderer Mensch, aufgewachsen im kalifornischen Sonoma County, Auslandsstudium in Bologna, Aquarellmalerin, Wahl New Yorkerin, tief verwurzelte Kalifornierin, wunderbare Gastgeberin und eine unglaublich kreative Köchin!

So auch dieses Buch, knallig, flippig, bunt, kreativ und wunderbar fotografiert und das ganze noch gespickt mit tollen, leicht und schnell umzusetzenden, vegetarischen Rezepten nicht nur für den heimischen Herd!

Eines vorweg, als etwas störend, aber keineswegs als negativ empfinde ich am Layout die häufig wechselnden Schriftarten und –größen, aber das liegt wohl eher daran, das ich stilistisch hier etwas anders veranlagt bin .

So, jetzt endlich zum wichtigsten, den Rezepten:

Aufgebaut ist es knapp und pragmatisch in die klassischen Kapitel von Vorspeisen, über Cocktails, Salate, Gemüsegerichte und Süßes.

Vorweg gibt es ein kurzes „about“ zu Erin und ein klein wenig zur Entstehungsgeschichte dieses Buches, bevor es dann direkt mit den Vorspeisen los geht.

Hier gibt es einfach herzustellende, hauptsächlich italienisch und französisch angehauchte kleine Köstlichkeiten, vom gebackenen Camembert (mit Knoblauch im Mürbteig, genial), Crostini mit Kapernburrata, Lauchmedaillons oder getupfte Focaccia, die aber im Stil der klassisch-jüdischen Challa hergestellt wird.

Die Salate starten mit Dressings und Dips, bevor es mit einem richtigen Knaller losgeht:

„Grünkohlsalat mit Polenta Croûtons & Cesar Dressing“, den find ich einfach nur Klasse!

Weiter geht es mit Kartoffel-Bohnen-Salat, Linsensalat, Wassermelonensalat und vielen mehr! So im Lauf meiner Lektüre dieses Buches musst ich feststellen, daß Erin sehr gerne und sehr viel mit Knoblauch arbeitet, das macht das Ganze noch sympathischer…….

Bei den Gemüsegerichten gibt es von „Kohl aglio e oilo“, Zimt-Blumenkohl, Erdbeer-Rucola-Wraps mit Ziegenfrischkäse oder Mais-Blumenkohl-Tacos und Gemüse-Gnocchi urban angehaucht-köstlich vegetarisches für jeden Geschmack.

Aber wie gesagt, da gibt es noch sehr viel mehr zu entdecken.

Dann wird´s endlich süß, und auch ich komme auf meine Kosten…….Kokosbällchen, gefüllte Datteln, griechisches Parfait oder Aprikosenküsse und gebratener Bananensplit, yeah, hier gibt´s feinstes Hüftgold!

Fazit:

Tolle Rezepte, einfach genug für den Alltag, aber gleichzeitig auch elegant genug für die Abendeinladung.

100 tolle, kreative und vor allem zumeist gesunde und köstliche Rezepte für alle die, die es auch mal vegetarisch mögen.

Das Buch ist bis auf die bereits oben erwänten häufigen Schriftwechsel wunderschön gestaltet und lässt es so nicht nur zu einem kulinarischen, sondern auch zu einem visuellen Erlebnis werden!

Mister Todiwalas Bombay

Hallo Ihr Herdchaoten (da schließe ich mich natürlich auch nicht aus), Foodies und Kochbuchverrückte. Nach einem 12 Stunden-Tag hinter dem Herd muß ich Euch unbedingt noch ein Kochbuch vorstellen, das für einen experimentierfreudigen Koch wie mich, wie ein „Homerun“ im Baseball ist. Es ist einfach nur Klasse!

Und hier ist es:

Copyright (c) by Knesebeck-Verlag
Copyright (c) by Knesebeck-Verlag

Mister Todiwalas Bombay, Originalrezepte & Erinnerungen aus Indien, von Cyrus Todiwala, erschienen bei Knesebeck.

272 Seiten, mit 200 farbigen Abbildungen

ISBN 978-3-86873-712-7 Preis: 29,95 € 

Ein Kochbuch aus der Stadt der sieben Inseln, das ist mal wieder eins, auf das ich mich irre gefreut habe, indische Küche ist Street Food pur und Snack-Kultur in Reinform. In Indien könnte man meinen, die Snack-Kultur sei so etwas wie eine gemeinsame Leidenschaft der Massen. Das ist hemmungsloses Essvergnügen! In indischen Familien ist Essen die alles verbindende Größe. Hier werkeln im „stillen Kämmerlein“ Mütter, Ehefrauen, Tanten, Großmütter und Schwestern an ihren uralten Geheimrezepten, die manch gestandener Koch gerne beherrschen würde; und jeder wird bestätigen, das diese Rezepte einfach unschlagbar sind!

Cyrus Todiwala präsentiert uns in diesem Buch die besten, kreativsten und beliebtesten indischen Originalrezepte von Snacks, über Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch und Geflügel, Gemüse, Straßenküche, Brot und Reis, Pickles und Chutneys, Desserts und Getränke.

Es ist einfach eine pure Freude mit diesem Buch, nennen wir es mal kulinarisch, durch Bombay zu reisen. Göttliche Hähnchen-Tikka oder Victorias Hähnchenfrikadellen in Kartoffelkruste, das alles macht einfach unbeschreiblich viel Spaß schon beim Lesen. Victorias Frikadellen, wird das erste Rezept sein, welches ich aus diesem Buch testen werde, allein die Gewürzkombination aus Ingwer, Knoblauch, Cumin, Koriander und Kurkuma schreit förmlich danach es auszuprobieren.

Samosas, Chapatis und gewürzte Pooris mit einer speziellen Masala, das sind nur einige der weiteren Köstlichkeiten.

Ganz vergessen habe ich die wunderbaren Geschichten und Erzählungen Mister Todiwalas, es ist phantastisch auf diese Art tief ins Herz Bombays zu reisen!

Der heute hoch dekorierte Cyrus Todiwala (unter anderem Träger des Order oft he British Empire) ist trotz seiner vielen Erfolge und aller Lobeshymnen immer auf dem Boden geblieben.

Heute führt der in Bombay geborene Angehörige der parsichen Minderheit, drei Restaurants in London, unterrichtet und engagiert sich nebenbei noch für wohltätige Zwecke. Er tritt in Kochshows und anderen Sendungen auf und hat bereits drei Kochbücher höchst erfolgreich publiziert! Aber nein, er ist weder der omnipräsente indische Pendant zu Jamie Oliver noch der dauergrinsende deutsche Fernsehkoch mit dem schwarzen Oberlippenbart. Cyrus Todiwala steht einfach mit beiden Beinen voll im Leben und das macht ihn so wunderbar sympathisch (aber in erster Form natürlich seine wunderbaren Rezepte in diesem Buch).

Fazit:

Wie bereits eingehend gesagt, Todiwalas Buch ist für mich eines der beiden authentischsten indischen Kochbücher überhaupt. Ein Muss für alle Liebhaber der indischen Küche , von einfachen Snacks, über opulente Fisch- und Fleischgerichte, Pickles, Chutneys, Gemüse, Desserts und Getränken! Einfach phantastisch !