The Art of simple Food – Alice Waters

Hallo Ihr Kochbuchbesessene und Gastro-Lebenslängliche, heute gibt´s ein Buch einer Köchin und Gastronomin, die ich selbst unglaublich bewundere, ein Frau, die bereits Anfang der 1970 er die konsequente Verwendung von regionalen und frischen Zutaten forderte und in ihrem eigenen „Hot Spot“, dem Chez Panisse in Berkeley/Kalifornien, das auch auf eine Art und Weise umsetzte, die bis heute ihres gleichen sucht!

Sie setzt sich vor allem dafür ein, ausschließlich Lebensmittel zu verwenden, die in der Region angebaut werden, um den nach ihrer Ansicht weiträumigen und umweltschädigenden Transport von massenproduzierten Lebensmitteln zu vermeiden.

Natürlich funktioniert das meiner Meinung nach nicht immer und ist auch nicht global anwendbar, aber wenn jeder beim Einkaufen ein klein wenig mitdenken würde, hätten wir viele Umweltprobleme erst gar nicht!

Ihre Ideen zum Thema Esserziehung bei Kindern finde ich phantastisch, sie bringen Kindern den Wert von frischem (auch selbst angebautem „Essen“ aus dem eigenen Garten) erst so richtig nahe. Was geht schon über Dinge wie selbst gezüchtete und mit Kindern „ausgebuddelte“ und anschließend eingekochte rote Beete ! Wir finden es einfach göttlich. So lernen unsere Kinder  auch den Wert des einfachen, frischen und selbstgemachten zu schätzen. Und das ist unschätzbar wertvoll!

Nach dem kurzen Ausflug in die Philosophie der heutigen Köchin, jetzt aber endlich zu ihr und ihrem Buch:

(c) by Prestel
(c) by Prestel

The Art of simple Food – Rezepte und Glück aus dem Küchengarten, von Alice Waters, erschienen bei Prestel.

Gleich im Einband des Buches finden wir ein „Was wir tun können“, die beiden prägendsten und wichtigsten Floskeln seien hier genannt: Zum einen „Die Landwirte wertschätzen“ und zum zweiten „Kinder die Kunst des Essens lehren“, hier zeigt Alice Waters ihre beiden essentiellsten Anliegen an uns, einfach das wert zu schätzen was wir täglich auf unserem Teller haben, dieses unseren Kindern nahe zu bringen, ihnen Respekt vor Lebensmitteln zu verschaffen!

Zum Inhalt:

Nach dem Vorwort von Carlo Petrini, dem Gründer von „Slow Food International“, geht es los mit Teil eins des Buches „Geschmack als Inspiration“ der möglichen Vielfalt in unserem Garten und den korrespondierenden Rezepten zu allem was wir anbauen können. Hier beschreibt Alice Waters kurz aber sehr eindrucksvoll, was für ein großes Glück es sein kann, einen eigenen Garten haben zu dürfen., wie es ist mit eigenen Händen etwas anzubauen, man bekommt einfach auch ein ganz anderes Verhälnis zu dem was man nach der Ernte in Händen hält und lernt dabei sich in Bauern und Landarbeiter hineinzuversetzen.

Weiter geht es dann mit den wichtigsten Gartenkräutern im Kapitel „Duft und Schönheit“, deren Anbau und ihren Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Fotos finden wir keine im Buch, das wäre bei diesem Buch auch nicht unbedingt passend wie ich finde. Vielmehr gibt es sehr schöne Zeichnungen und Illustrationen zu allem was in unserem Garten „möglich“ ist.

Zu allen erwähnten Kräutern, Gemüsen, Salaten und Früchten gibt es natürlich auch die passenden Rezepte! Erwähnen möchte ich hier nur eines, welches ich unter Salbei gefunden und auch direkt ausprobiert habe, das ist die „In Milch geschmorte Schweineschulter mit Salbei“………ein absolutes Highlight wie wir fanden.

Es folge Kapitel wie „Zarte Blätter“, „Geheime Helden“, „unterirdische Schätze“, „knackige Stängel“ und viele weitere, alles in Anlehnung an den Lauf der Jahreszeiten, einfach phantastisch „inszeniert und interpretiert“ !

 Der zweite Teil widmet sich unserem Garten und unserem „Grünen Daumen“, hier gibt es von Basics bis Insidertips alles was uns auf dem Weg zum eigenen Garten begleitet und unterstützt.

Im Anhang finden sich noch wichtige Werkzeug- und Quellenangaben sowie tolle Einkaufstipps und Adressen rund um den Gartenbau!

 Ich hoffe ich konnte Euch ein klein wenig der Philosophie dieser wunderbaren Frau nahe bringen und Euch Lust auf dieses wunderbare „Nicht-nur-Kochbuch“ machen !

Es ist einfach phantastisch geworden!

Fazit: Unbedingte Kaufempfehlung, auch wenn Ihr keinen eigenen Garten habt. Gärtnern kann auch im kleinen auf dem Balkon oder auf der Fensterbank stattfinden!

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